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  1. #151
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    Hallo Sucher,
    So sehe ich es auch. Vielleicht würde die Entscheidung in den Hafen zu fahren, zu spät getroffen. Da war man dann schon vorbei.
    Die Ansteuerung hat auch meiner Meinung nicht gepasst.
    Vielleicht erfährt man ja in der nächsten yachtausgabe mehr. Da wird das Unglück als Thema aufgegriffen.Gruss
    Wolfgang

  2. #152
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    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    Nein , negative Ruderwirkung
    ohne schwatzen,
    gerade antwort!
    ACHTUNG: manchen beiträgen könnten auch "wiener schmääh" beinhalten

  3. #153
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    Mich würde auch interessieren, wo sich der Kartenplotter befand. Wenn in der Navi-Ecke, ob es ein Tochtergerät am Steuerstand gab.
    Gruß
    Wolfgang

  4. #154
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    habe mir jetzt einen bypass für dieselleitung überlegt und werde ihn in den nächsten tagen einbauen. falls es doch an verunreinigtem diesel gelegen haben sollte. mfg jl

  5. #155
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    Hallo jl, das Dieselpestproblem kannst Du damit nicht aus der Welt schaffen. Das Zeug kommt erst garnicht im Filter an, weil die Leitungen vorher dicht sind. Schau lieber, wie schnell Du aus dem Reservekanister einen Ersatztank samt Dieselanlage riggen kannst!
    @ supra und andere: Ich wollte die Diskussion nicht strören, aber zumindest von der Überschrift dieses Threads war das ziemlich weit einfernt
    In den 70ern ist ein in meiner Heimatstadt sehr bekannter Architekt mit seinem Schiff bei Mistral in Sardinien in die Steine gefahren und samt Crew umgekommen Bis heute kennt man die Ursache nicht. Da blieb auch nur die Spekulation, wie bis jetzt bei diesem Unfall in Rimini
    Jeder der hier (tief im Binnenland) von meinem Schiff hört spricht mich auf diesen Fall an und hält mich für einen potentiellen Selbstmörder Man darf mir glauben, daß ich an solchen Fällen sehr interessiert bin!
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  6. #156
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    Ohne damit zum Fall "Rimini" schreiben zu wollen:
    Als brauchbare Lösung gegen verunreinigten Diesel ist der "Tagestank" bekannt. Ob das was nutzt, wenn die Leitung mikrobiell zugesetzt ist, ist eine andere Frage. Tagestank vermeidet Motorausfall durch aufgewirbelten Bodensatz im normalen Tank bei Seegang. In der Adria reicht dafür aber normalerweise die übliche Wartung - zudem kommt der Diesel meist nicht so verunreinigt in den Tank, wie man es mancherorts auf weltweiter Fahrt befürchten muss.

  7. #157
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    Hallo Ulstue, wenn Du die Dieselpest im Schiff hast, sitzt die auch im Tagestank. Ganz im Gegenteil. dort gedeiht sie besonders gut Die eigentliche Dieselpest ist kein aufgewirbelte Bodensatz im Tank, sondern ein mikrobieller Glibber, der in der Grenzschicht zwischen Wasser und Diesel wächst. Überall, wo sich kleinste Menge Wasser im System fangen kann, kann das Problem entstehen. Es reicht eine durchhängende Leitung oder ein vertiefter Hohlraum in einem Ventil. Einziges Gegenmittel: das ganze System gründlich reinigen bzw. erneuern, und fortan fleißig Grotamar einsetzten.
    Nur Grotamar hilft nicht, weil der alte Glibber bleibt.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  8. #158
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    Die Einschränkung bzgl. "zugewachsener" Leitung schrieb ich ja selbst schon.
    Im Zusammenhang mit dem Motorausfall in schwerem Wetter ist zuerst nicht unbedingt die mikrobielle Gesamtkontamination interessant, sondern das Verhindern von Motorausfall durch aufgewirbelten Schlamm bei starker Schiffsbewegung. Dessen Herkunft ist in dem Augenblick egal. Im Tagestank gibt es keinen Schlamm oder Glibber. Wenn er Motor schon stundenlang mit dem sauberen Diesel aus dem Tagestank versorgt wurde, ist ein plötzlicher Motorausfall wegen Dieselpestverstopfung recht unwahrscheinlich.

    War auch nur ein Hinweis für diejenigen die sich über Bypasslösungen Gedanken machen, keine allgemeine Anregung.

  9. #159
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    Es ist gewiss nicht zu bestreiten, dass der Ausfall eines Motors durch Dieselpest oder Verunreinigungen anderer Art in Leitungen oder Filtern verursacht werden kann. Es wäre aber ein unwahrscheinlicher Zufall, wenn eine Verunreinigung den Motor gerade in diesem kritischen Moment stoppt. Den Grund für den Ausfall des Motors kann tatsächlich nur die Untersuchung herausfinden.

    Ich habe mal recherchiert nach Konkretem zum Thema Wellen im Flachwasser. Bei einer Wassertiefe d=10m hat jede Wasserwelle (Schwerewelle) die Geschwindigkeit vf=SQRT(g*d)=SQRT(9,81 m/s² *10 m)=10 m/s, also vf=36km/h=20kn. Die ursprüngliche Welle im tiefen Wasser könnte z. B. eine Ausbreitungsgeschwindigkeit vt=30kn haben. Wenn diese Welle ins Flachwasser läuft, wird sie also um ein Drittel langsamer.

    Weil die Geschwindigkeit des Wassers im Wellenkamm immer näherungsweise gleich der Ausbreitungsgeschwindigkeit der Welle ist, sollte bei überholender Welle die 'negative Ruderwirkung' auf dem Wellenkamm im tiefen Wasser sich stärker bemerkbar machen als im Flachwasser. Das ist also kaum die eigentliche Ursache solcher Havarien.

    Wenn im obigen Beispiel die Welle von 30kn im Flachwasser auf 20kn abgebremst wird, hat das zweierlei Folgen.
    1. die Wellenlänge wird um ein Drittel kürzer, weil die Frequenz sich nicht ändern kann.
    2. die kinetische Energie wird um den Faktor (vf/vt)²=(2/3)²=0,44 geringer.

    Wenn man annimmt, dass in der ungestörten Tiefwasserwelle die kinetische Energie gleich der potentiellen ist und die im Flachwasser verlorene kinetische Energie in potentielle Energie umgewandelt wurde, dann ist diese um den Faktor (3/2)²=2,25 erhöht und um diesen Faktor nimmt die Wellenhöhe im Flachwasser zu. Die größere Wellenhöhe und die kürzere Wellenlänge führen beide zu einer größeren Steigung, die Steilheit der Welle ist im Flachwasser um den Faktor 2,25*1,5=3,4 größer.

    Dies ist nur eine Abschätzung, die zeigen soll, wie viel steiler eine normale Welle im Flachwasser werden kann, bevor sie merkbar an Energie verliert.

    Wer einen Fehler in meiner konkreten Abschätzung findet, wird mir hoffentlich konkret den Fehler nennen. Ich rechne allerdings eher mit 'grau ist alle Theorie'.

  10. #160
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    Gute Darstellung, was beim Übergang vom tiefen zum flachen Wasser mit Wellen passiert,
    immer ggf. die gefahr von Brechern, grundseen,
    sollte dem nautiker bekannt sein.

    Und da ist die statistische Überlagerung zweier Wellen noch gar nicht enthalten, die ja auch zur noch größeren Wellenhöhe/Steilheit mit brechendem Verhalten führt.

    Was nicht enthalten ist, weil aus dem Stehgreif selbstverständlich quantitativ nicht abzuschätzen, ist ein Verlust des Systems an Energie, durch Reibung am Boden des flacher werdenden Wassers.
    Ich vermute, das vermindert die zuvor dargestellten Zahlen, aber qualitativ bleibt der bedeutende Effekt natürlich erhalten, wie genügend traurige Fallbeispiele zeigen.

    Im Beispiel Rimini ist mir aufgefallen, daß die Adria auch dort weiter draußen auf See bereits relativ flach ist mit ca. 5 bis max. 10 metern Tiefe.
    Vorm Hafen dann um die 3 Meter.
    Der Gradient ist auf den ersten Blick flach ausgeprägt.
    Deshalb ggf. umso überraschender, daß vermutlich die Yacht von einem Einsteiger in Molennähe überrascht wurde, daraus die Motorflutung, wenn das bisher Berichtete stimmt.

    Daß aber jede 20., jede 100. usw., z.B. Phänomen der "3 Schwestern", Welle höher ist als der Durchschnitt, ist jedoch befahrenen Leuten bekannt. (Nur, das ist leider auch bekannte psychologie, auch wenn gefahr rational bewußt, man unterliegt leicht dem Phänomen, es für sich auszuschließen, sich von zuvor moderaten bedingungen einlullen zu lassen, es wird schon gutgehen, dabei sagen die Praxisvorschriften ( genannt Seemannschaft ) daß Schotten eingesetzt gehören, daß ein Segel stehen zu bleiben hat, daß man eine Einfahrt, eine Mole bei der und der Windrichtung so und so ansteuert, um bei kalamitäten dementsprechend mehr Zeit, mehr Raum zu haben.)

    Ich meine, Jörn Heinrich hat in einem seiner Revierführer (entweder Finn. Südküste + Baltikum und/oder Polen und Litauen) eine Tabelle publiziert, aus der man berechnen kann, wann/wie Wellen brechen in Abhängigkeit der Wassertiefe usw.
    Woraus dann auch Rückschlüsse gezogen werden, bis wann noch diverse Häfen anlaufbar sind, auch, daß ausgerechnet der große und wichtige Hafen Klaipeda/Memel wegen der Unterwassertopographie relativ früh "zu" macht, wobei man das selbst entscheiden muß, ob "zu" ist und draußen geblieben wird auf See oder Ausweichhafen.
    Hai 710 KS www.hai-710.de.vu - Perfektes Segeln mit dem Trailerboot - Törns: www.hai-710.blogspot.de

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