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  1. #1
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    Standard Seriöse Charterfirmen

    Es gibt rund um die Welt viele Charterfirmen, die mehr oder weniger seriös arbeiten.
    Gibt es denn eine Liste mit wem man gute oder schlechte Erfahrungen gemacht hat?
    Gibt es Informationen, wie Streitigkeiten mit dem Vercharterer ausgeräumt werden können.

    Ich habe in diesem Jahr zum ersten mal in Fethiye eine Charter - Yacht übernommen, die technische Mängel aufwies. Das haben wir aber erst bemerkt, als wir den Hafen verlassen hatten und nach einer halben Stunde wieder zurückkehren mußten.
    Erst 2 Tage später hat man uns dann eine Yacht in Göcek angeboten, die wir sogar selbst abholen mußten. Die Charterfirma BBS Yachting weigert sich nun, den Ausfall von 2 Tagen zurück zu erstatten.
    Wie geht man damit um, wenn der Geschäftsführer sich nicht einmal meldet oder zurückruft?
    Stattdessen hat er über einen Rechtsanwalt wissen lassen, daß die Agentur zuständig ist!

    Bleibt hier nur der Rechtsstreit?

  2. #2
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    Nein, es gibt keine Liste seriöser Charterfirmen!
    Zu Deinem Fall:
    Du hast den Chartervertrag, die AGB der Agentur, einfach mal reinlesen und z.B. Herausfinden wo Du denn Dein Recht bekommst.
    Ansonsten: mit hoher Wahrscheinlichkeit wirst Du einen Rechtsanwalt benötigen und da stellt sich die Frage, wie hoch der Schaden(2Tage) wirklich ist.
    Ich würde mal vermuten, dass der Aufwand die 2Ausfalltage wieder hereinzubekommen teuer wird.
    Einfach als Lehrgeld abbuchen und gut issss!

  3. #3
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    Wir waren immerhin 7 Personen und hatten eine Bavaria51 Segelyacht gechartert. Die Gesamtkosten beliefen sich auf ca. 7000€ und davon 2/7tel sind immerhin 2000€.
    Selbstverständlich habe ich eine einvernehmliche Lösung angeboten, die bis jetzt nicht in Betracht gezogen wurde. Was ich aber nicht will ist, daß andere Skipperkollegen das selbe Schicksal ereilt und BBS Yachting, Hamm weiterhin seinen rechtlichen Verpflichtungen nicht nachkommt!

  4. #4
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Du hast den Chartervertrag, die AGB der Agentur, einfach mal reinlesen und z.B. Herausfinden wo Du denn Dein Recht bekommst.
    Die AGB der Agentur hat überhaupt nichts mit dem Chartervertrag zu tun, da sie lediglich vermittelt.
    In solchen Fällen kommt der Vercharterer und desssen Charterbedingungen zum tragen.
    BBS ist ein deutscher Vercharterer, mit Basis in der Türkei und der Gerichtsstand ist Bergkamen.
    https://www.bbs-yachting.com/images/...en_Jul2019.pdf

    Die Agentur ist hier definitiv nicht zuständig, sondern kann lediglich schlichtend einwirken und den Vercharterer bitten die Situation ohne Rechtstreit abzuwickeln. Damit ist nämlich keinem gedient.

  5. #5
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    Von wann bis wann hättest du denn das Boot?
    Wie war der Name vom Boot?
    Wie errechnen sich die Gesamtkosten von 7000,00 Euro?
    Wenn du keine Rechtsschutzversicherung hast die das auch wirklich abdeckt würde ich es lassen... wie schon gesagt „ist Lehrgeld“
    Achja... was war denn defekt?

  6. #6
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    Zitat Zitat von Walke Beitrag anzeigen
    Wir waren immerhin 7 Personen und hatten eine Bavaria51 Segelyacht gechartert. Die Gesamtkosten beliefen sich auf ca. 7000€ und davon 2/7tel sind immerhin 2000€.
    Selbstverständlich habe ich eine einvernehmliche Lösung angeboten, die bis jetzt nicht in Betracht gezogen wurde. Was ich aber nicht will ist, daß andere Skipperkollegen das selbe Schicksal ereilt und BBS Yachting, Hamm weiterhin seinen rechtlichen Verpflichtungen nicht nachkommt!
    Versteh mich nicht falsch, aber Gerichtsverfahren sind teuer: a) der Anwalt will bezahlt werden und b) das Gericht auch und natürlich, wenn Du den prozess verlierst, dann trägst Du auch die Kosten des Prozessgegeners...
    Wenn Du jetzt vor Gericht gehst, mußt Du die technischen Mängel benennen und erklären, warum Du die Mängel als so gravierend angesehen hast, dass Du damit nicht losfahren wolltest. Wenn die Charterfirma Deiner Schilderung widerspricht, muss ein Gutachter ran, der erstmal prüfen muss, ob diese Mängel wirklich so relevant waren (Seetüchtigkeit, Sicherheit etc.).
    Was meinst Du, was der Spaß kostet?

    Darüberhinaus, hast Du hier die Firma genannt, hast ihr vorgeworfen, dass sie Dir ein Schiff mit technischen Mängeln überlassen haben, Dir nicht sofort ein anderes Schiff zur Verfügung gestellt haben und sich weigern, Dir Deinen vermeintlichen Schaden zu ersetzen. Ich nenn so etwas "Rufschädigung", denn Du hast kein Urteil zur Hand, was Deine Sicht der Dinge klar und unmissverständlich bestätigt.

    Setz Dich mal hin, liste die technischen Mängel auf und prüfe ganz genau, ob diese wirklich so gravierend waren, dass ihr den Törn abbrechen mußtet. Unterbreite Deine Sicht der Dinge einem fachkundigen Anwalt (Rechtsberatung) und frag ihn, wie er das sieht ! Danach, kannst Du dann soviel klagen wie Du willst !
    Damit Du mich nicht mißverstehst, falls die technischen Mängel wirklich so gravierend waren, dass sie nicht binnen der 2 Tage vollständig beseitigt werden konnten und die Sicherheit des Schiffes und der Crew objektiv gefährdet hätten und ich, nach reiflicher Überlegung, sicher wäre, damit vor Gericht durchzukommen, würde ich erstmal einen sachkundigen Rechtsanwalt aufsuchen und, wenn er meint ich könnte den Prozess zu 75% gewinnen, dann würde ich klagen....

  7. #7
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    Ganz dünnes Eis! Ich an deiner Stelle würde die Mods bitte den Thread schnellstmöglich zu löschen bevor die von dir genannte Firma darauf reagiert.

  8. #8
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Wenn Du jetzt vor Gericht gehst, mußt Du die technischen Mängel benennen und erklären, warum Du die Mängel als so gravierend angesehen hast, dass Du damit nicht losfahren wolltest. Wenn die Charterfirma Deiner Schilderung widerspricht, muss ein Gutachter ran, der erstmal prüfen muss, ob diese Mängel wirklich so relevant waren (Seetüchtigkeit, Sicherheit etc.).

    Das sehe ich wiederum ganz anders, denn durch die Tatsache, dass der Vercharterer sich nach eine halben Stunde Törndauer bereiterklärt hat, ein anderes Schiff zu stellen, hat er die Mängel de facto akzeptiert.

    Ob das nun einen Gerichtsstreit rechtfertigt, ob Du es als Lehrgeld abbuchst oder Du noch einen Versuch einer gütlichen Einigung unternimmst, solltest Du vielleicht auch erst in ein paar Tagen mit dann kühlerem Kopf entscheiden.

    In einem hat FRASIT allerdings recht: Je länger der Thread hier steht, desto mehr Öl ist im Feuer.

    LG

  9. #9
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    @ Walke, Nachtrag:

    Wir hatten vor rund 20 Jahren einmal einen vergleichbaren Fall, dabei sind auch zwei Tage verlorengegangen, bis der Vercharterer ein anderes Schiff gestellt hatte.

    Wir haben geklagt, auch im Wesentlichen gewonnen, meine Einschätzung der Beweispflicht stützt sich auf die Erfahrungen aus dem damaligen Verfahren.

    Später haben wir mit der damaligen Crew und kühlem Kopf einmal nachgerechnet:

    Wirklich gelohnt hatte sich die Klage nicht, wir bekamen zwar anteilig Geld zurück, rechneten wir aber den Aufwand (Rechtsanwaltstermine, auswärtige Gerichtsverhandlung mit Übernachtung, usw.) gegen, stellte sich der ’Stundenlohn’ als sehr ’übersichtlich’ heraus.

    Allerdings muss ich natürlich zugeben, dass die Charterkosten damals auch deutlich niedriger waren.

    LG

  10. #10
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    Zum Defekt der Yacht folgenden Sachverhalt:

    - eine halben Stunde nach Verlassen des Hafens starker Gestank und Geräusche aus dem Motorraum
    - zurück im Hafen ließ sich der Rückwärtsgang erst nach mehreren Versuchen einlegen
    - es war kein Getriebeöl im Getriebekasten
    - die Verschlussschraube des Getriebekastens war total verschmort und lag im Motorraum
    - Yacht sollte am nächsten Morgen repariert sein, war nicht der fall
    - neuer Termin 16.00 Uhr, war nicht der Fall
    - Info am Abend, Yacht ist nicht benutzbar!
    - Ersatzyacht in Göcek angeboten, jedoch kleiner
    - wir mußten die Ersatzyacht selbst übernehmen und abholen und zurück nach Fethiye bringen
    - am nächsten Morgen umladen des Gepäcks und der Verpflegung
    - wir konnten uns wegen des Dieselgestanks nicht auf der Yacht aufhalten, somit haben wir auf dem Vorschiff geschlafen

    Schon alleine dieser Vorgang rechtfertigt doch einen Regressanspruch oder liege ich da falsch?
    Mir geht es darum, daß unseren Skipperkollegen nicht dasselbe passiert!
    Wenn aus diesem Vorgang

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