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  1. #1
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    Standard Mein Propeller - AF hat versagt

    AF-2.pdf

    Moin,

    nun also Probleme mit dem neuen Propeller-Antifouling („…irgendwas ist immer…“).

    Propeller im Herbst demontiert und alle Einzelteile gut aufgeraut, zweimal Grundierung (hellgrün) draufgerollt, dann 5(!) Schichten Antifouling (schwarz). Zwischen jeder Schicht einen Tag trocknen lassen. Alles in Ruhe zuhause im Heizungskeller.
    Ich war mir sicher: mein Propeller würde am Ende der Saison aussehen wie neu.
    Zumal die Grundierung eine Oberfläche wie feines Sandpapier hat, da muss das AF einfach halten . . .

    Und nun das:
    Nach nur 4 Wochen im Wasser und nur 30 Minuten Motorfahrt ist das Antifouling (schwarz) von den Blättern fast vollständig weg. Ich denke, ich bin im falschen Film . . .
    Dabei war das Zeug einer von zwei Testsiegern in „Segeln“, Heft 3/2012.


    Axel

  2. #2
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    Wofür soll das ganze Antifouling-Zeugs am Propeller denn gut sein? Unser Propeller erhält schon seit 10 Jahren keinerlei Antifouling mehr und ist am Ende der Saison dennoch das sauberste Teil des gesamten Unterwasserschiffs. Genau so, wie der Quirl sein AF abstreift, wird er (regelmäßigen Gebrauch vorausgesetzt) auch den Bewuchs wieder los.

    Handbreit ...

  3. #3
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    Warum aufrauhen und streichen??
    Wir polieren unseren Prop mit Autosol und pinseln ihn dann mit so einem durchsichtigen Zeug von SPW ein.
    Null Pocken oder Bewuchs nach 7 Monaten (Ostsee) und max. 100 Motorstunden/Jahr.

    Gruss
    jan

  4. #4
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    Zitat Zitat von Axel-X342 Beitrag anzeigen
    Und nun das:
    Nach nur 4 Wochen im Wasser und nur 30 Minuten Motorfahrt ist das Antifouling (schwarz) von den Blättern fast vollständig weg. Ich denke, ich bin im falschen Film . . .
    Sind ja zumindest keine Pocken dran vielleicht ist das ja die gewünschte Wirkungsweise; Farbe ab - Pocken ab.



    Zitat Zitat von janoffshore Beitrag anzeigen
    Wir polieren unseren Prop mit Autosol und pinseln ihn dann mit so einem durchsichtigen Zeug von SPW ein.
    Durchsichtig?

    Wie heisst das?

    Bei SPW gibt es nur eins, das schwarz oder weiss ist: http://www.spw-gmbh.de/de/propeller-antifouling.html

  5. #5
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    Das Zeug bietet SPW nicht (oder nicht mehr) im Online-shop an. Ich hatte das auf der Messe dort am Stand gekauft, kleine Flasche, durchsichtige Tinktur, bisschen wie weiches Fett. Hat fuer 3 Anwendungen gereicht.

  6. #6
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    Zitat Zitat von Axel-X342 Beitrag anzeigen
    AF-2.pdf

    Moin,

    nun also Probleme mit dem neuen Propeller-Antifouling („…irgendwas ist immer…“).

    Propeller im Herbst demontiert und alle Einzelteile gut aufgeraut, zweimal Grundierung (hellgrün) draufgerollt, dann 5(!) Schichten Antifouling (schwarz). Zwischen jeder Schicht einen Tag trocknen lassen. Alles in Ruhe zuhause im Heizungskeller.
    Ich war mir sicher: mein Propeller würde am Ende der Saison aussehen wie neu.
    Zumal die Grundierung eine Oberfläche wie feines Sandpapier hat, da muss das AF einfach halten . . .

    Und nun das:
    Nach nur 4 Wochen im Wasser und nur 30 Minuten Motorfahrt ist das Antifouling (schwarz) von den Blättern fast vollständig weg. Ich denke, ich bin im falschen Film . . .
    Dabei war das Zeug einer von zwei Testsiegern in „Segeln“, Heft 3/2012.


    Axel
    Es gibt nur wenig EP-Grundierungen die z.B. auf Edelstahl, Bronce, Aluminium bzw. Buntmetalle haften.
    Die Vorbereitung ist sandstrahlen SA 2,5. Die Oberfläche der Schraube wird dann mit einer 1000°C heissen Gasflamme ausgeschwitzt ohne die Schraube zu stark zu erwärmen. Nach dem Abkühlen muss mit Trychloräthylen 2-3 mal gereingt werden.
    Darauf wird dann 1 mal z.B. 312 EP-P/EGS gestrichen, darauf 1 Lage dünn mit einer Vinylgrundierung und zuletzt ein Hartantifouling mit einer Vinylträgerkomponente. Wenn die Schraube nicht mehr als 1800 U/min macht dann kann das bis zu 300 Motorstunden funktionieren. Auch http://propspeed.de/ wäre eine Lösung, Ersatzweis eine Silikonbeschichtung mit entsprechender Shurhärte.

    Auf die Beschichtung kann dann auch Coppercoat-Coppershield eine Kupfer-EP-Beschichtung aufgetragen werden.

    Ansonsten hat sich immer noch ein zähes Heißlagerfett das auch im Wasser aufgetragen werden kann am besten bewährt.
    Geändert von Engel (15.05.2017 um 21:36 Uhr)

  7. #7
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    Zitat Zitat von Engel Beitrag anzeigen
    Es gibt nur wenig EP-Grundierungen die z.B. auf Edelstahl, Bronce, Aluminium bzw. Buntmetalle haften.
    Die Vorbereitung ist sandstrahlen SA 2,5. Die Oberfläche der Schraube wird dann mit einer 1000°C heissen Gasflamme ausgeschwitzt ohne die Schraube zu stark zu erwärmen. Nach dem Abkühlen muss mit Trychloräthylen 2-3 mal gereingt werden.
    Darauf wird dann 1 mal z.B. 312 EP-P/EGS gestrichen, darauf 1 Lage dünn mit einer Vinylgrundierung und zuletzt ein Hartantifouling mit einer Vinylträgerkomponente. Wenn die Schraube nicht mehr als 1800 U/min macht dann kann das bis zu 300 Motorstunden funktionieren. Auch http://propspeed.de/ wäre eine Lösung, Ersatzweis eine Silikonbeschichtung mit entsprechender Shurhärte.

    Auf die Beschichtung kann dann auch Coppercoat-Coppershield eine Kupfer-EP-Beschichtung aufgetragen werden.

    Ansonsten hat sich immer noch ein zähes Heißlagerfett das auch im Wasser aufgetragen werden kann am besten bewährt.
    Warum nimmt man denn nicht ganz einfach eine der " ganz wenigen" EP- Primer die auf Alu, Bronce usw. haften ?
    Honi soit qui mal y pense.
    Im Flugzeugbau , Aluminium, wird jedenfalls nicht so ein Bohei mit 1000Grad aufwärmen usw. betrieben.
    Gestrahlt werden Flugzeuge auch nicht.
    Ach ja, Z-Antriebe, bzw. Saildrives, also Al..........wir sind da nie mit dem Brenner und anschliessend etlichen (!) sonder( teuren) weiteren Schichten beigegangen.
    Na ja, ich bin ja auch kein Fachmann.

  8. #8
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    Ich habe mit dem 312 EP einen solchen EP-Primer beschrieben der auf Buntmetalle haftet. Darauf z.B. Coopershield.
    Im Flugzeugbau werden Beschichtungssysteme wie bei den Windkraftanlagen verwendet, denn die müssen z.B. einen Wassertropfen mit mehr als 1000 km/h beim Aufschlag stand halten. Das ist eine andere Liga. Der Anwendungsfall bestimmt nun mal das Beschichtungssystem.

    Bei einen Saildrife habe ich weder die mechanische Belastung noch die Kavitationskräfte wie bei einer Schraube. Da brauche ich auch nicht die Haftung, da genügt ein Anstrich eines einfachen Vinyl-Sealer.
    Bei Stahl oder Bronce wird ausgeschwitzt, das ist in der Industrie nun mal Standard und danach erfolgt die Reinigung mit Trychloräthylen. Auch Flüssiggummi hat sehr gute Bewuchsschutzeigenschaften, der Bewuchs kann nicht verfestigen, ist aber bei 2500 U/min ausgereizt, kostet um die 4-500,-€ mit Grundierung für eine kleine Schraube, ausschwitzen erforderlich. Mit Fluoroshild hat die Schraube Antihafteigenbschaften, hält mehrere tausend Umdrehungen in der Minute aus, kostet aber nur bei einer Schraube bei Gore um die 3-4 Mille. Je nach Anwendung funktioniert auch eine Silizium-Beschichtung von Belzona für 3-4 hundert Euro, die auch für Pumpen verwendet wird, aber auch da muss ausgeschwitzt werden.
    Auch die Schraube von den neuen U-Booten der Bundesmarine ist beschichtet, da handelt es sich um ein 3 Komp. System das bis zu 3 Jahre funktioniert und die Kavitationskräfte aushält. Wir haben das System vor einigen Jahren den Privatanwender sogar angeboten, nur der Kunde ist nicht bereit das zu bezahlen.

    Es gibt also genügend Möglichkeiten die bei der Industrie seit Jahrzehnten Standard sind, nur das kostet.

  9. #9
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    Danke,
    Engel, für deine konstruktiven Hinweise.

    Mein Problem ist aber doch nicht die Haftung des Primers (siehe beiliegende Datei):
    Die Grundierung hält perfekt, deshalb sind die Blätter jetzt hellgrün). Aber das Antifouling (schwarz) ist jetzt schon fast komplett ab.
    AF-2.pdf

    Dieses AF plus Primer wird von Velox doch extra als Kombination angeboten, da sollte das AF doch optimal auf dem Primer halten, dachte ich.

    Axel

  10. #10
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    Hattest Du mit der ersten dünnen Antifoulingschicht den Primer wieder angelöst, sodass dieser wieder durch das AF "durchgeschlagen" ist. (Nach Anleitung.)?
    Beste Grüße

    Dieter

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