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  1. #21
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    Bei mir war am Rumpf ( trotz Travemündung ) keine Pocke, nur leichter Schlierfilm. Am Propeller war etwa ab Blattmitte nach aussen die Farbe ab, an der Propellerwurzel und -welle war reichlich Pockenbewuchs.
    Mein Nachbar hatte seinen Motorbootantrieben keine Pocke. (Jotun Aquarien Optima).

    Versteh einer die Pocken.......
    Beste Grüße

    Dieter

  2. #22
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    Up-Date November 2018

    VIEL HILFT VIEL

    So,
    hier das Ergebnis von dieser Saison:

    20181107_102812.jpg

    20181107_102828.jpg

    Im Frühjahr hatte ich den Propeller noch mal gründlich angeschliffen/aufgeraut und dann die Blätter siebenmal, und die Nabe dreimal, mit Hempels Mille NCT eingestrichen bzw. aufgerollt.

    Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass dieses "selbstpolierende" AF sich ziemlich bald komplett bis aufs Metall abtragen würde, zumal es sich ja um normales "Rumpf-AF" (für langsame Segelboot Oberflächengeschwindigkeiten) handelt.
    Aber wie man an den Fotos sieht: alle Theorie ist grau . . .

    Keine Pocke . . . nirgends . . .

    Axel

  3. #23
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    Ab 3 Knoten kann sich kein Bewuchs am Unterwasserschiff verfestigen. Wenn die Schraube ab und zu bewegt wird, dann bildet sich auch kein Bewuchs. Was die Pocken betrifft, die schwimmen nun mal nicht im Wasser. Pocken Sind Krebse und erfordern einen direkten Kontakt z.B. durch Fender, alte Muringleinen oder Grundberührung. Wenn sich dann 2 solcher Krebse anzementieren, dann beginnt die gegenseitige Befruchtung. Wenn das passiert, dann gibt es keinen Bewuchsschutz- Antifouling das schützen kann, denn Biozide können keine Pocken verhindern und Toxide sind nicht erlaubt. Daher sind eigene Erfahrungswerte nicht übertragbar, was bei einen funktioniert, funktioniert beim Bootsnachbarn noch lange nicht. Ansonsten gibt es keinen einzigen Bewuchsschutz für eine Schraube der halbwegs funktioniert. Auch die Silikonbeschichtungen mit entsprechender Shorhärte, Preis pro Schraube um die 3-400,-€ sind in der Regel nach 6 Monaten ausgereizt. Am besten hat sich immer noch ein zähes Heisslagerfett bewährt, das auch im Wasser aufgetragen werden kann. Darauf kann weder eine Pocke noch eine Muschel verfestigen.

  4. #24
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    Moin Engel,
    wie dick sollte dieses Fett aufgetragen werden. Bei mir (Liegeplatz Fehmarn) war das Ergebnis nach einem Jahr nicht so toll. Habe vielleicht auch zu dünn aufgetragen.
    Gruß
    Emil

  5. #25
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    Hallo Emil,
    ich habe das Fett einfach mit der Hand im Herbst auf die Schraube geschmiert, da das Boot in Kroatien für 6 Monate nicht bewegt wurde. Wenn es im Norden für 3-4 Monate funktioniert dann wäre das bereits ein super Ergebnis, denn alles was im Bootszubehör angeboten wird, funktioniert nicht halb so lange. Grundsätzlich kann ab 3 Knoten kein Bewuchs am Boot oder der Schraube verfestigen. Am ehesten funktionieren noch Antihaftbeschichtungen wie Teflon oder Silikon. Haben wir es aber mit Miesmuscheln oder Entenmuscheln zu tun, dann ist Teflon eine Einladung für die Muscheln die sich darauf verfestigen können. Bei Silikon werden die Muscheln mit der Beschichtung im Betrieb abgewaschen, so dass das auch nicht lange funktioniert, da die Silikonbeschichtung mit abgetragen wird. Was sich bewährt hat, wird auch bei den U-Booten der Bundesmarine verwendet- sind Fluorbeschichtungen wie z.B. Fluoroshild von Gore. Eine solche Beschichtung kann einer bei Gore bei München Ottobrun auf seine Schraube auftragen lassen. Der Preis ist aber 2-3 Mille für eine Beschichtung. Damit ist dann für mehrere Jahre Ruhe. Auch Belzona hat eine 2 K. EP-Silizium Beschichtung mit hervorragenden Antihafteigenschaften ohne die Nachteile von Teflon oder Silikon. Das Zeug wird auch für Kavitationsschäden an Pumpen und Turbinen verwendet Da muss einer für die Schraube 2-300,-€ kalkulieren.
    Es funktionieren auch Hartantifoulings wie z.B. COPPERSHIELD, WATERPROTECT, AQUAMARINE, WATERPROOF, CUPROTECT, AQUAPROTECT, VEROMETAL, COPPER-CRUISE usw., nur da muss die Oberfläche der Schraube zuerst mit ca. 800°C ausgeschwitzt werden und dann wird mit Trychloräthylen gereinigt. Die Beschichtungen halten dann nach unseren Erfahrungen 2-300 Motorstunden bei mittleren Drehzahlen 1800-2500 U/min.

  6. #26
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    Moin,

    AQUAMARINE wirb mit diesem Video über dieses Zaubermittel. Hat jemand damit schon Erfahrung sammeln können?
    https://www.youtube.com/watch?v=KAt9mxVzjss
    AQUAMARINE PROP APPLICATION GUIDE

    Gruß
    Emil

  7. #27
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    Ist identisch mit Propspeed, eine 2 Komp. Silikonbeschichtung, meines Wissen mit einer Shurhärte 56
    Wir haben es versucht mit dem Ergebnis Bavaria 30 und Bavaria 39 einmal 300 und bei einen anderen Boot 320 Motorstunden. Bei Wiederholungen haben wir keine dauerhafte Haftung mehr erzielt. Mit SPC-Antifoulings wie das Fastline haben wir in Einzelfällen gleiche Werte erzielt, aber auch da hat es im Wiederholungsfall nicht funktioniert.
    Die Erfahrungen von Blauwasserseglern sind da sehr unterschiedlich. Bei manchen hat es 6 Monate funktioniert, nur da sollte einer nicht vergessen dass die Blauwassersegler wenig Motorstunden haben. Es schützt vor Algenbewuchs, Miesmuscheln verfestigen darauf. Bei Seepocken haben wir keine Infos, wobei Seepocken immer einen direkten Kontakt zum verfestigen erfordern. Werden die Muscheln beseitigt, dann wird die Beschichtung mit abgerissen Die Kosten bei einer Schraube sind ca. 300,-€. Z.B. einfetten mit Winschenfett funktioniert auch für eine Saison und kostet erheblich weniger.
    Engel

  8. #28
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    Stimmt, ich nehme Kupferpaste und schmiere die drauf. Null Pocken oder anderes Jahr für Jahr und 10-15 Minuten Aufwand inklusive Vorbereiten des Props.

  9. #29
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    Moin ex-express,
    wie dick trägt man die Paste denn auf und vor allen Dingen, wie im Herbst im Winterlager wieder los? Mit Vorarbeiten meisnst Du sicherlich das Anschleifen und Reinigen des Props, oder?

  10. #30
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    Naja, aufn Finger damit und einreiben halt. Ist im Herbst weg. Dann mit der grünen Seite eines Schwamms säubern und wieder druf mit der Paste. Fertig!

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