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  1. #31
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    Zitat Zitat von ex-express Beitrag anzeigen
    Stimmt, ich nehme Kupferpaste und schmiere die drauf. Null Pocken oder anderes Jahr für Jahr und 10-15 Minuten Aufwand inklusive Vorbereiten des Props.

    Ich hatte das mit der Kupferpaste hier schon vor längerer Zeit gelesen und in dieser Saison ausprobiert, -hätte ja sein können. Zumindest war der Nutzen durch das Kupfer einigermaßen nachvollziehbar.

    Aber leider hat mich die Realiät an meinem "Flexofold" eines Besseren belehrt. Von der Paste war absolut nichts mehr zu sehen. Die Flügel waren frei (wie jedes Jahr), aber an der Nabe doch etliche Pocken. Kann mir nicht vorstellen, dass ein hier propagiertes Heißlagerfett da besser halten und "verhüten" soll.

    Im Frühjahr kommt wieder Primocon drauf und Ruhe ist (Liegeplatz Burgtiefe).

  2. #32
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    Antifouling von Propeller ist eine schwierige Sache. Die meiste Propeller sind versehen mit eine Opfer Anode aus Zink (in Salzwasser) und während der Segel Saison löst sich das zink auf in eine ‚gewünschte‘ Korrosionsvorgang. Gleichzeitig mit dieser Korrosion von der Zink-Opferanode, bildet sich auf der Propeller-oberflache Wasserstoff, das entsteht überall auf die oberflache was benetzt ist mit Salzwasser, auch auf Oberflächen die mit einem Antifouling beschichtet wurde, da keine Beschichtung 100% impermeabel ist. Die ganz kleinen Bläschen von Wasserstoff die sich auf das Metall, in geringe Mengen unter der Beschichtung bildet wird so-zu-sagen der Beschichtung ‚abdrücken‘. Das erklärt warum ein beschichtete Propeller nach nur wenige Tagen, und ohne dass der Propeller benutzt wurde, der Beschichtung verliert.

    Dass kann man vermeiden, wenn man ohne Opfer Anode ins Wasser geht – aber die Voraussetzungen sind:
    1) Der Propeller muss von der Saildrive oder Welle elektrisch isoliert sein (es empfiehlt sich mit ein Ohm-meter nachzumessen, dass der Propeller keine elektrische Verbindung zum Saildrive/Welle hat) und
    2) Der Propeller muss aus einer Legierung hergestellt sein was Salzwasserbeständig ist, wie z.B. NiBrAl was heute von viele Hersteller eingesetzt wird. Ohne Opfer Anode hält der Antifouling Beschichtung viel besser.

    Man kann auch ohne Antifouling versuchen, und weil NiBrAl ein ‚Tick‘ unedler ist in vergleich mit der Rostfreier schrauben, Mutter oder Wellenstifte für Propellerblätter wird der Propeller ganz, ganz leicht korrodieren wodurch winzige Mengen von Kupfer freigesetzt wird und der bewuchs mit Pocken verhindert.

    Endlich möchte ich erwähnen, dass Schwedische Segelvereine versuche gemacht haben mit einer galvanischen Beschichtung von Propeller / Propellerblätter mit 50-60 Mikron Kupfer. Die Ergebnisse sind sehr gut – kein Bewuchs, keine Korrosion, hält 4-5 Saisons oder mehr - aber funktioniert auch nur ohne Opfer Anode auf Propeller die kein elektrische Verbindung zur Saildrive haben. Hier ein link – aber wie zu erwarten, alles in Schwedisch: http://hinsholmen.se/pdf/foredrag_ba...propellrar.pdf
    T.

  3. #33
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    Zu tthuesen

    Beschreibung, ....da keine Beschichtung 100% impermeabel ist. Die ganz kleinen Bläschen von Wasserstoff die sich auf das Metall, in geringe Mengen unter der Beschichtung bildet wird so-zu-sagen der Beschichtung ‚abdrücken‘.

    Antwort, wenn dem so wäre, dann wäre ein Bewuchsschutz am Unterwasserschiff bei Stahl-oder Aluiniumyachten nicht möglich, da nun mal alle Polymere nicht impermeabel - feuchtedicht sind.

    Zu 1,.... einen Propeller im Salzwasser so zu isolieren, so dass keine elektrische Verbindung zum Saildrive oder zur Welle besteht, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen, da müsste einer die Physik neu erfinden.

    Zu 2, in der Regel sind die Prop. alle salzwasserbeständig, eine Zink-Anode hat keinerlei Einfluss auf die Haftung von Antifoulings. In der Regel korrodieren auch die Schrauben aus Kupfer-Zink-Legierungen im Seewasser nicht, denn das verhindert nun mal das Zink in der Legierung. Auch Kupfer-Aluminium,- Kupfer-Nickel,- Kupfer-Zink,- oder Kupfer-Zinn Legierungen reagieren bei den Schrauben nicht im Seewasser, so dass ein Haftung einer Beschichtung nicht beeinträchtigt ist. Die Haftung wird beeinträchtigt durch die natürliche Oxidationsschicht auf Messing, Bronce, Aluminium. Für den Anwendungsfall gibt es extra eine EP-Beschichtung als Haftgrund. Aber auch solche Beschichtungen halten den Kavitationskräften auf der Schraube nicht stand.

    Auch wird da ein wenig der Bewuchsschutz von Kupfer ein wenig überbewertet. Wenn wirklich Kupfer als Bewuchsschutz so optimal wäre, dann würden z.B. auf einen VC17m das zusätzlich noch PTFE als Antihaftschutz enthält keine sessilen Organismen verfestigen. Antibakterielle Eigenschaften von Kupfer reichen als Bewuchsschutz nun mal nicht, da bedarf es zusätzliche Biozide.

    Grundsätzlich wird eine galvanischen Korrosion für Boots-Schrauben durch ein Antifouling-Beschichtungssysteme auf Basis von Kupfer beschleunigt. Bei Bronce oder Messing ist immer noch der beste Schutz eine abressive Maschinen-Politur, so dass die bewuchsmindernden “Metall-Pigmente“ wieder freiliegen. Eine Kupferbeschichtung würde daher mehr schaden als nützen. Anstelle von Kupfer, hat sich Kupfer(I)oxid bewährt, das auch auf einen Saildrive keinen Schaden anrichten kann.

    Den besten Schutz ermöglicht immer noch Silikon oder besser Flüssiggummi mit einer Shorehärte von 50-52. Der Flüssiggummi von Belzona und der Grundierung wäre bei Schrauben (nicht Faltpropeller) von Segelyachten optimal und würde für einige Jahre ausreichen, da auf Gummi kein tierischer Bewuchs dauerhaft verfestigen kann. Die Anwendung für eine Schraube kostet um die 300,-€. Gummi ist auch beständiger als die meisten Metalle gegen die Kavitationskräfte.

  4. #34
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    Das tut mit leid, miles and more. Bei mir funzt es super. Liegeplatz FL Förde.

  5. #35
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    Engel: Abgesehen von deinem Vorschlag mit Flüssiggummi für Fest-Propeller ist deine Kommentare eher alles was nicht geht oder so nicht funktioniert…
    Veil es sich so anhörst als kommst du von Fach würde es mich interessieren ob du vielleicht auch ein Vorschlag hast wie man ein Falt-Propeller schützt gegen pockenbewachst?
    Geändert von tthuesen (04.01.2019 um 15:16 Uhr)

  6. #36
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    Zitat Zitat von tthuesen Beitrag anzeigen
    Engel: Abgesehen von deinem Vorschlag mit Flüssiggummi für Fest-Propeller ist deine Kommentare eher alles was nicht geht oder so nicht funktioniert…
    Veil es sich so anhörst als kommst du von Fach würde es mich interessieren ob du vielleicht auch ein Vorschlag hast wie man ein Falt-Propeller schützt gegen pockenbewachst?

    Ein Bewuchsschutz für eine Schraube wäre z.B. eine Fluorpolymer-Beschichtung. Ähnliche Beschichtung hat auch die Schraube von den U-Booten der Bundesmarine. Wird im Flammspritzverfahren aufgetragen, Preis ca. 3-4 Mille. Nur die Firma Gore nimmt solche Aufträge nicht an, rentiert sich nicht. Das funktioniert dann die nächsten 20 Jahre oder länger. Wir hatten mal ein 3 Komp.System angeboten das BASF und Hempel hergestellt hat. Das System ist aber toxisch und wurde vor 4 Jahren verboten und wird nicht mehr hergestellt. Da es sehr teuer war, ca. 120,-€ für eine Schraube, für 3-4 Jahre, war das ein Ladenhüter.

    Billiger ist Flüssiggummi mit Grundierung von Belzona, Preis ca. 350,- bis 400,-€ mit Haftgrund, da muss einer genau wissen wie der verarbeitet wird. Eine erhebliche Verbesserung wäre eine Silicium- Beschichtung. Das kann auch ein Pfannenbeschichter erledigen der Pfannen neu beschichtet, die haben aber an einer Schraube kein Interesse, Preis um die 350,- €. Auch Propspeed - eine Silikonbeschichtung, Shorhärte 52 ist sehr gut geeignet. Da die Verarbeitung solcher Beschichtungen von den meisten Privatanwendern nicht durchgeführt werden können, muss einer für Propspeed mehr als 300,-€ kalkulieren. Nur da muss erst einer einen Fachbetrieb finden der das macht. Eine Möglichkeit wäre auch eine Schraube auszuschwitzen, mit Trychloräthylen reinigen, mit PROTECT 324 2K-EP-Primer grundieren, darauf einmal ein Marine 470 und dann ein Antifouling mit Dikupfer und Trikresylphosphat, ein Phosphorsäureester, hat im Versuch bei 2 Bavaria 30 über 300 Motorstunden funktioniert. Das AF kann dann wenn es verbraucht ist nachgestrichen werden. Aber auch da sind wir nur bei den Materialkosten bei mehr als 300,-.€. Beim Faltprobeller darf im Beweglichen Bereich keine Beschichtung aufgetragen werden. Auch die beschrieben Kupferpaste funktioniert für einige Zeit, wenn die Schraube nicht im Betrieb ist, da bekommen wir aber bei den meisten Materialien eine Elektrolyse, sieht ähnlich aus wie eine Kavitation und schadet in der Regel mehr als es nützt. Solche Empfehlungen wo einer glaubt dass es bei Ihm funktioniert sind in der Regel nicht übertragbar. Ansonsten ist alles was im Bootszubehör angeboten wird eine vergebliche Liebesmühe mit Ausnahme, es will einer Geld ausgeben. Jede einfache Silber,-Bronce,-Zink,-Aluminiumfarbe aus dem Baumarkt für 3,5 € bietet den gleichen Wirkungsgrad. Wir brauchen also eine Komponente mit einer hohen Abriebkonstante, Antihafteigenschaften, Kavitationsfest, wenn weich, Shorhärte 52-54 und die entsprechende Haftung auf Messing, Bronce, CN-Stahl oder Aluminium. Im Grunde alles kein Problem, es gibt zahlreiche Systeme, werden auch in den Edelschmieden angewendet, nur die gibt es nicht zum Nulltarif.
    Geändert von Engel (04.01.2019 um 18:49 Uhr)

  7. #37
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    Zitat Zitat von Engel Beitrag anzeigen
    Eine erhebliche Verbesserung wäre eine Silicium- Beschichtung. Das kann auch ein Pfannenbeschichter erledigen der Pfannen neu beschichtet, die haben aber an einer Schraube kein Interesse, Preis um die 350,- €. Auch Propspeed - eine Silikonbeschichtung, Shorhärte 52 ist sehr gut geeignet. Da die Verarbeitung solcher Beschichtungen von den meisten Privatanwendern nicht durchgeführt werden können, muss einer für Propspeed mehr als 300,-€ kalkulieren. Nur da muss erst einer einen Fachbetrieb finden der das macht
    Hallo,

    aber ja, Real liefert gerade Haferbrei zum Einreiben für Propeller, frisch aus dem Angebot
    http://www.real.de/besser-leben/erna...-und-silizium/

    Nicht ganz so appetitlich liefert www.nanotol.de, anfangs schön Wasser abweisend, "großes Theater".
    Nach genauerem Hinsehen wird die Keramik durch Nanotool stumpf und gelblich wie Zahnstein hinterlassen: die abgelagerte Kieselsäure, an der jeder Badreiniger scheitert und ab der Anwendung von Nanotool keine Versprechung mehr halten kann.
    Nanotool erzeugt einen stumpfenBelag, wie er für Pocken nicht perfekter als Haftgrund sein kann. Andererseits ist der stumpfe Belag ein hervorragende saugfähiges Depot fürs im zweiten Arbeitsgang aufzutragende Silikonöl.

    Ok, abgesehen von der Arbeit ist das schräge Experiment mit Kieselsäure (auch verschwurbelt benannt als "flüssiger" Sand") schadfrei.
    Mit ein paar Stunden Politur mittels Ceranfeldreiniger und Rotex ist so ein optischer Schaden behebbar.

    Ach ja, dann wäre da noch eine Emaille, ich meine nur, bezüglich mehrerer Andeutungen und "Sillizium":
    de.wikipedia.org/wiki/Email

    Also, mir persönlich sind Opale am liebsten gefolgt von vor dem Verfüllen verkieselte Kellerwände.


    Peter

  8. #38
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    Moin zusammen,

    ich werde im Frühjahr meine Schraube mit mibenco Flüssiggummi (klar glänzend) beschichten. Zumindest läßt sich diese Haut - wenn dick genug aufgetragen wurde - flott abziehen. Ich hoffe, dass die fertige Oberfläche dann so glatt wird, dass nix drauf haftet. Mal schauen. Kann ja nach der Saison wieder berichten.

    https://www.mibencoshop.com/mibenco-...anz-klar-175gr

    Gruß
    Emil

  9. #39
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    Zu Emil,
    das funktioniert nicht, mit Ausnahme die Schraube ist nicht im Betrieb. Auch wenn es als Flüssiggummi beschrieben wird, hat das Produkt mit Gummi wenig gemeinsam. Du kannst das Produkt wie eine Folie wieder abziehen. Übrigens, solche Beschichtungen möglichst dünn auftragen und nicht wie beschrieben dick auftragen. Damit kann einer z.B. seine Aluminium-Felgen zum einwintern beschichten und im Frühjahr kann die Folie wieder abgezogen werden.

    Der von mir beschriebene Flüssiggummi hat bei fachgerechter Verarbeitung eine größere Haftfestigkeit als Materialfestigkeit. Dazu bedarf es auch einer besonderen Grundierung und Arbeitsvorbereitung. Der Gummi z.B. von Belzona ist ein Neodymium-Polybutadien-Kautschuk, angereichert mit Ruß und Schwefel, entspricht etwa in der Festigkeit und ähnlichen Materialeigenschaften eines Winterreifen. Wenn Du Dir mal die die Autoreifen-Fender in den Sil-Häfen ansiehst, dann bildet sich darauf kaum Bewuchs, oder es dauert sehr lange (UV-Strahlung), bis sich darauf Bewuchs verfestigen kann.

  10. #40
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    Ich kann die immer wieder kehrende Diskussion um den Bewuchsschutz am Prop nicht nachvollziehen.
    Unten Bilder nach knapp 2000sm in Süß-, Salz- und Brakwasser.
    Der Prop. wurde in diesem Fall mit VC-Offshore behandelt, in späteren Jahren mit GTI30 (SVB), ebenso wie der Rest des Unterwasserschiffs. Unmittelbar vorher mit Schleifpapier von den feinen Oxidschicht befreit.
    Die Bilder zeigen den Propeller nach dem Kranen und dem üblichen Reinigen mit dem Kärcher.

    Gruß Franz
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