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  1. #1
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    Standard Beschaffen eines Kartenplotters...

    Wenn man sich als Bootsbesitzer zur Navigationsunterstützung in dieser Zeit auch der Digitalen Welt nicht verschließen möchte
    und sich den Wunsch eines Kartenplotters erfüllen möchte, stößt man schnell an Grenzen.
    Beiträge in diesem Forum zeigen, beim Wunsch einen Kartenplotters zu besitzen stellen sich immer die gleichen Fragen.
    Welche Bedingungen soll dieser erfüllen und welches Gerät soll man nehmen.
    Antworten sind je nach Bedarf und Kosten unterschiedlich.

    Geräte von Garmin, Raymarine etc. haben ohne Zweifel ihre Berechtigung, wenn Geld keine Rolle spielt.
    Qualitativ hochwertige Geräte sind je nach Größe des Portemonnaies dagegen nicht ohne weiteres bezahlbar.
    Hersteller kommen in Regel mit einem Mäusekino als Bildschirm daher, deren Kartendarstellung dann auch noch zu 2/3 durch diverse Informationseinblendungen abgedeckt wird.

    Die digitalen, am häufigsten bitmap Karten, erzeugen zusätzliche Kosten. Die Herkunft und Pflege des Kartenmaterials bekannter Hersteller wie Navionics, C-Map ist nicht wirklich überprüfbar, da die Darstellung nicht exakt den Internationalen Standards S57 bzw. S63 entspricht. Softwarelösungen für Smartphone und Tabletcomputer sind zwar ganz nett, aber bei Wind, Wellen und hellem Sonnenlicht im Außenbereich kaum nutzbar.

    Ich habe mal versucht, meine Anforderungen an einen Kartenplotter zu formulieren.

    Minimale Voraussetzungen:

    Ein Kartenplotter sollte...
    ... keine große Leistungsaufnahme haben (Engpass von Batteriestrom an Bord).
    ... ein Display sollte mindestens eine Größe von 10" besitzen und tageslichttauglich sein (Helligkeit minimal 1000 nits, cd/qm).
    ... gegen Staub und Spritzwasser geschützt sein.
    ... eine Stromversorgung sollte direkt über 12 V möglich sein.
    ... amtliches,aktuelles Kartenmaterial in seiner Software darstellen, auch wenn es die Bedürfnisse der
    ... Berufsschifffahrt widerspiegelt(Vorteil ist die Aktualität und Zuverlässigkeit).
    ... GPS Aufzeichnung rund um die Uhr.
    ... Programm nach Bedürfnis nutzbar(trotz Abschaltung des Programms, wird GPS aufgezeichnet).

    Wenn man hier auch noch ein NMEA WiFi Netz hätte(keine Kabelverlegung an Bord), dass wäre aus meiner Sicht optimal.
    Last but not least sollte der Preis stimmen(Eine Hardware unter 1000 EUR und Seekarten unter 100 EUR z.B. Deutschland).


    Mich würde interessieren was Ihr dazu meint oder gibt es so etwas etwa schon?

    Grüße S57Navigator
    Geändert von S57Navigator (18.06.2017 um 16:45 Uhr)

  2. #2
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    Es mag sein, dass es so etwas gibt, aber ganz bestimmt nicht zu dem Preis.
    Einige deiner Forderungen schließen sich auch gegenseitig aus. Großes, helles Display und geringer Stromverbrauch gleichzeitig wird kaum machbar sein.

    Am nächsten kommst du deiner Wunschliste wohl mit einer Open CPN Lösung. Da kannst dir die Hardware selbst zusammenstellen und S57 Karten nutzen.
    Michael
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  3. #3
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    Hallo S57Navigator, so eine Maximallösung, was die Features angeht, wird es vielleicht geben, aber nicht zu dem Preis. Und ich finde, das ist gar nicht nötig. Bescheide Dich mit dem, was Du wirklich brauchst, dann ist z.B. der Preis noch weit unterbietbar. Wenn Du umfassend alle Daten digital aufbereitet zur Verfügung hast, ist das zwar schön, aber was hat tatsächlich Konsequenz und was bleibt Spielerei? Welche Daten kannst Du einfacher und direkter gewinnen, indem Du Dein biologisches Sensorium einsetzt, statt es von einem Display abzulesen? Stell Deine Forderungen auf den Prüfstand und magere das zur Minimallösung ab. Dann könnte z.B. ein Tablet oder Lapttop mit Opencpn übrigbleiben. Ein schlichter Schirm sorgt für Sonnen- und Spritzwasserschutz, oder laß das Ding gleich unten auf dem Navitisch. Die modernen Wandler haben auch so einen guten Wirkungsgrad, daß von Deiner Forderung nach 12V-Versorgung nicht viel übrigbleibt.
    Das wichtigste Kriterium für so ein Ding ist die Konsequenz. Ist das, was Du da abliest, die wirklich einzige Datenquelle, oder weißt Du das ohnehin schon? Wenn es die einzige Datenquelle ist, hat das irgendwelche besonderen Folgen für Dein Handeln, oder tätest Du das sowieso?
    Denke auch daran, es gibt eine Ausrüstungspflicht, z.B. für aktuelle papierne Seekarten. Da steht alles drin, was du wissen mußt. Ist es wirklich notwendig, daß Du alles das nochmal vom Bildschirm abliest? Oder reicht es wenn Dir das GPS zur örtlichen Orientierung verhilft, und Du für genauere Infos einen Blick in die Seekarte wirfst, die Du ohnehin an Bord hast?
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  4. #4
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    Hi S57Navigator,

    Dein Post liest sich so, als würdest Du bislang ausschließlich mit Papierkarten navigieren. Was willst Du also mit dem Plotter erreichen? Man kann sich gut und gerne mit Lösungen auf dem Sektor zu Tode spielen und sein überflüssiges Geld versenken - Grenzen gibt es da kaum. Wenn die NMEA und WLAN Einbindung aller Instrumente, von Klo, Kocher, Autopilot und iPad fertig ist, steht dann die Renovierung der Installation an. Das ist ein eigenes Hobby innerhalb des Segelsports.

    Wenn Du allerdings Kartennavigation machst und diese mit einem passenden Gerät unterstützen möchtest, kann die Welt ganz anders aussehen:

    Position tracken ist sinnvoll, am wichtigsten ist aber die aktuelle Position.

    Display im Cockpit ist lässig, besonders bei Hafenansteuerungen etc. - aber mal ehrlich: bisher kamst Du auch mit der Navi unter Deck zu recht. Und die Installation an Deck kostet viel Geld (auch, weil sich die Geräteauswahl ändert).

    Die Kartendarstellungen sind bei Plottern stets ein Kompromiss, weil Du entweder den Überblick nicht hast oder die Details. Das ist auf Papier einfach anders. Und allein das sorgt dafür, dass Du an Deck mehr mit dem Plotter beschäftigt bist statt zu segeln. Dem gegenüber ist es unnötig aufwendig, die Position aud dem Cockpit auf Papier zu bringen... Du solltest also unterscheiden, ob Du wirklich segeln möchtest, oder Pliplim-Begeisterung ausleben möchtest.

    Was wirklich sinnvoll ist, sind Kurs über Grund, Geschwindigkeit über Grund, Position, ggf. Track in der Navi-Ecke. Das gibt es für wenige hundert Euro und stellt eine gute Sicherheit neben der terrestrischen Navi dar. Wenn´s ein Plotter sein soll - obwohl die Darstellung auf der Karte das Geld nicht wert ist - dann hat man immer noch eine deutlich günstigere Geräteauswahl für die Installation unter Deck.

    Gruß R.

  5. #5
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    Standard

    Rantanplan,
    Ich verstehe Deinen Beitrag nicht so ganz. Jeder Chartplotter ist heutzutage in der Lage COG, aktuelle Position etc. anzuzeigen. Auch sind, bis auf die Plotter auf PC-Basis, alle wassergeschützt, so dass man sie aussen installieren kann.

    Ich sehe das Problem mit dem S57 Standard. S57 ist ein Standard der Berufsschifffahrt, bei dem die danach hergestellte Seekarte, automatisch via Internet (Sat oder Wlan) upgedatet wird und das regelmäßig.
    Im Gegensatz zu unseren bisherigen elektron. Seekarten(..nicht zur Navigation geeignet), dürften die S57 Seekarten erheblich teurer sein, schon alleine wegen des update Service.
    Der TO nennt Preise, die mit Sicherheit niemals für eine S57 elektr. seekarte und 1000 Eur für einen dazugehörigen Plotter reichen werden.
    Desweiteren frage ich mich, was der S-57 Standard für Sportboote bringen soll. Die Bereiche in denen wir segeln, werden eh nicht regelmäßig vermessen (es sei denn die Berufsschifffahrt fährt da auch durch). Dann haben wir keine gefährliche Ladung an Bord, verglichen mit der Berufsschifffahrt weniger Tiefgang und für einen 3 wöchigen Sommertörn reicht doch der aktualisierte Stand vom Kaufdatum. Selbst in den Watten wird nicht wöchentlich die Ansteuerungstonne verlegt....
    S57 ist sicherlich "nice to have", für uns allerdings zu teuer und nur bedingt nötig.

  6. #6
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Rantanplan,
    Ich verstehe Deinen Beitrag nicht so ganz. Jeder Chartplotter ist heutzutage in der Lage COG, aktuelle Position etc. anzuzeigen. Auch sind, bis auf die Plotter auf PC-Basis, alle wassergeschützt, so dass man sie aussen installieren kann.
    Ja - man kann sie außen installieren, aber sie haben deshalb nicht zwingend die Eigenschaften, sie draußen auch gut benutzen zu können (Qualität, Display). Da der TO einen engen monetären Rahmen setzt, halte ich es für sinnvoller auf die Außenmontage zu verzichten. Dass es noch andere Eigenschaften gibt, auf die es zu verzichten lohnt, ist davon unbenommen ;-)

    Beste Grüße R.

  7. #7
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    @runtanplan: jetzt ist alles klar!

  8. #8
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Rantanplan,
    Ich verstehe Deinen Beitrag nicht so ganz. Jeder Chartplotter ist heutzutage in der Lage COG, aktuelle Position etc. anzuzeigen. Auch sind, bis auf die Plotter auf PC-Basis, alle wassergeschützt, so dass man sie aussen installieren kann.

    Ich sehe das Problem mit dem S57 Standard. S57 ist ein Standard der Berufsschifffahrt, bei dem die danach hergestellte Seekarte, automatisch via Internet (Sat oder Wlan) upgedatet wird und das regelmäßig.
    Im Gegensatz zu unseren bisherigen elektron. Seekarten(..nicht zur Navigation geeignet), dürften die S57 Seekarten erheblich teurer sein, schon alleine wegen des update Service.
    Der TO nennt Preise, die mit Sicherheit niemals für eine S57 elektr. seekarte und 1000 Eur für einen dazugehörigen Plotter reichen werden.
    Desweiteren frage ich mich, was der S-57 Standard für Sportboote bringen soll. Die Bereiche in denen wir segeln, werden eh nicht regelmäßig vermessen (es sei denn die Berufsschifffahrt fährt da auch durch). Dann haben wir keine gefährliche Ladung an Bord, verglichen mit der Berufsschifffahrt weniger Tiefgang und für einen 3 wöchigen Sommertörn reicht doch der aktualisierte Stand vom Kaufdatum. Selbst in den Watten wird nicht wöchentlich die Ansteuerungstonne verlegt....
    S57 ist sicherlich "nice to have", für uns allerdings zu teuer und nur bedingt nötig.
    OPENCPN.org hat sehr gute Infos und freie Programme
    Für die gesamte Welt gibt es die CM93 v2 2010
    S57 Seekarten sind ohne Passwortschutz und viele Gebiete frei verfügbar - Siehe ELWIS unter Elektronische ENC Wasserstraßen. Neue Karten gelten oft nur für 1 Jahr und kosten je nach Fahrgebiert kaum mehr wie 50 EUR

    erst die S63 Karten sind geschützte Karten mit Lizenz Freischaltung

  9. #9
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    Hallo Forum,
    vielen Dank für Eure konstruktiven Antworten zu diesem Thema.

    Weshalb S57?

    Der Vorteil solcher Daten besteht eindeutig in der Aktualität. So werden die deutschen Daten wöchentlich aktualisiert (BSH Warnhinweise täglich im Seewetterbericht). Die in anderen Kartenprodukten enthaltenen Tiefenangaben, sind für mich fragwürdig, da es in den S57 Daten keine Entsprechung gibt (bei verschieden Kartenherstellern findet man unterschiedliche Positionen für die Ansteuerungstonne von Langeoog).

    Soweit es die Ausrüstungspflicht betrifft, sind Papierkarten nicht vorgeschrieben sondern aus Gründen der Seemannschaft sinnvoll (Information der Wasserschutzpolizei Hamburg, die auch bestätigt, dass Schwimmwesten nicht vorgeschrieben sind).

    Aus den von Euch gegebenen Antworten entnehme ich folgende Punkte:

    Die Anforderungen...

    ...sind für den Preis unrealistisch.
    ...sollten auf das Machbare reduziert werden,
    ...widersprechen sich teilweise in der Technik

    Das kann man so sehen...
    Ich würde sagen, hier ist Kreativität gefragt...

    Wenn man Herausforderungen nicht annimmt, wären wir noch in der Steinzeit!

    Wo ist für Euch die Schmerzgrenze für die elektrische Leistung und den Preis meiner Anforderungen?
    Würdet Ihr Euch so ein System anschaffen, wenn es verfügbar wäre?

    Ich bin gespannt...

    S57Navigator
    (Mein Nickname ist mein Programm(Motto))

  10. #10
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    Die elektrische Schmerzgrenze hängt wohl stark von der gesamten elektrischen Installation ab. Mit hinreichend Strom aus Sonne, Wind und Wellengenerator sieht das für mich ganz anders aus als für jemanden ohne all dies. Trotzdem würde ich bei 25W eine Grenze sehen.
    Preislich läge die bei 2-3000 € und kaufen würde ich mir so etwas in meinem aktuellen (Griechenland) eher nicht weil es eh keine Updates gibt und manche Vermessungsdaten noch aus Zeiten von Odysseus stammen. In der Nordsee könnte man darüber nachdenken.
    Michael
    http://www.sioned.de

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