Hallo, Allerseits,

inzwischen ist die 3. Etappe meiner Reise "Rund westliche Ostsee" in Ueckermünde zu Ende gegangen. Insgesamt habe ich mit unterschiedlichen Mitseglern die Strecke von Berlin bis Stettin unter Motor, ab Stettin überwiegend gesegelt, absolviert, wobei die erste Etappe nach Rostock, die 2. über Boltenhagen, Heiligenhafen, Bagenkop, Marstal, Eckernförde nach Kappeln/Maasholm und die 3. über Schleswig, Aerösköbing, Bagenkop, Kragenaes, Vordingborg, Stubbeköbing nach Klintholm und weiter nach Stralsund, Seedorf, Wolgast und schließlich nach Ueckermünde führte.

Im Ragösund, nördlich von Lolland und schon in Sichtweite von Kragenaes passierte uns das Malheur, dass wir uns auf dem Flach südlich der Insel Ragö festgefahren haben. Ich war früher schon einmal mit der Jantar 21, die etwa den gleichen Tiefgang wie die Dehler 28 hat, dort ohne Probleme durchgesegelt, bin aber diesmal etwas zu weit nach Norden abgekommen.

Wir sind aus eigener Kraft nicht freigekommen, auch absteigen und schieben hat nicht geholfen. Auch Lyngby Radio konnte nicht helfen. Aber nach einer 3/4 Stunde kam unsere Rettung: Ein deutsches Segelboot, wie sich herausstellte, ein 30er Jollenkreuzer, übernahm unser Schleppende, und nach kurzem Schlepp, mit meinem Motor natürlich mitgewirkt, waren wir wieder frei.

Der Jollifahrer ist dann durch den Sund weitergefahren. Ich habe lieber nichts riskiert und bin außen um die Insel Ragö herum nach Kragenaes gefahren. Der Jolli muss aber einen anderen Hafen angelaufen haben, so dass ich mich nicht mal ordentlich bei ihm bedanken konnte.

Ich glaube mich zu erinnern, dass der 30er Jollenkreuzer die Segel-Nr. 519 hatte. Der Bootsname war irgend etwas mit Elv.... . Genauer weiss ich es nicht mehr, die ganze Geschichte war für mich ziemlich aufregend!

Ich möchte mich wenigstens im Nachhinein bei dem Paar auf dem Jolli, die uns von dem Flach gezogen haben, bedanken. Kann mir jemand weiterhelfen? Passiert ist die ganze Sache am 21.7.2017 gegen 1815, freigezogen hat er uns gegen 1900.

LG Thilo