Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 18
  1. #1
    Registriert seit
    17.08.2017
    Beiträge
    12

    Standard Ruderblatt vergrößern oder lieber bleiben lassen? Wer hat Erfahrung?

    Meine LM32 steuert sich wie ein 100m langer Großsegler. Auch bei schwachem Wind ist der Autopilot schnell überfordert, weil die notwendigen Ruderlagen unheimlich groß sind. Unter Motor, besonders rückwärts ist das Manövrieren oft schwierig. Man braucht viel zu viel Fahrt im Schiff bis das Ruder anspricht. Im Hafen ein Problem, weil man ja auch wieder aufstoppen muß. Ich denke, daß das Ruderblatt etwas zu klein ausgefallen ist. Eine Vergrößerung der Fläche könnte eine Verbesserung bringen. Jetzt im Winterlager wäre die Gelegenheit etwas zu ändern. Ich dachte eventuell mit einem Stück Edelstahl das Ruderblatt nach hinten zu verlängern. Die Frage ist nun: Um wieviel muß die Fläche größer werden, damit ein spürbarer Effekt entsteht? Besteht die Gefahr, daß sich das gesamte Verhalten des Schiffs negativ verändert? Hat irgendjemand Erfahrung mit solchen Umbauten. Vielleicht ist es ja besser die Finger davon zu lassen. Die technische Umsetzung wäre kein Problem.

  2. #2
    Registriert seit
    19.10.2004
    Beiträge
    477

    Standard

    LM32, so eine?





    Zitat Zitat von Schwabenstreich Beitrag anzeigen
    Eine Vergrößerung der Fläche könnte eine Verbesserung bringen
    oder auch nicht

    Zitat Zitat von Schwabenstreich Beitrag anzeigen
    Ich dachte eventuell mit einem Stück Edelstahl das Ruderblatt nach hinten zu verlängern
    wenn dann eher unten drunter als hinten dran

    Zitat Zitat von Schwabenstreich Beitrag anzeigen
    Besteht die Gefahr, daß sich das gesamte Verhalten des Schiffs negativ verändert?
    ja

    Zitat Zitat von Schwabenstreich Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist es ja besser die Finger davon zu lassen
    ja, ist besser


    Nur mal so als Stichwort: Für mehr Ruderwirkung brauchst du Profil / Auftrieb. Fläche allein nützt dir nichts.

  3. #3
    Registriert seit
    15.10.2010
    Beiträge
    5.294

    Standard

    Aus alten Modellbautagen kennt man die Fragestellung:
    Auch bei einem größeren Ruder bleibt die Frage der Anströmung und das wird sich nicht ändern.
    Es gibt jedoch die Möglichkeit, ähnlich wie beim Flugzeug, Trimmklappen anzubringen: Stichwort Becker Ruder.

  4. #4
    Registriert seit
    02.04.2017
    Ort
    742 Evergreen Terrace in Dasow
    Beiträge
    1.477

    Standard

    Zitat Zitat von Schwabenstreich Beitrag anzeigen
    Meine LM32 steuert sich wie ein 100m langer Großsegler. Auch bei schwachem Wind ist der Autopilot schnell überfordert, weil die notwendigen Ruderlagen unheimlich groß sind. Unter Motor, besonders rückwärts ist das Manövrieren oft schwierig. Man braucht viel zu viel Fahrt im Schiff bis das Ruder anspricht. Im Hafen ein Problem, weil man ja auch wieder aufstoppen muß. .
    Ich denke da läuft grundsätzlich etwas verkehrt.
    Bei Vorrausfahrt unter Steuerautomat
    würde ich erst einmal an der Dämpfung letzterem " rumschrauben".
    Dein Automat schlägt zu schnell zuviel ein.

    Das dein Schiff Rückwärts erst unter hoher Fahrt auf Ruderausschlag reagiert , liegt daran dass du von Beginn an Ruderausschlag gibst, d. h. sobald der Rückwärtsgang eingelegt ist.
    Ein Schiff ist kein Auto, der Auftrieb am Blatt (Ruderwirkung) muss sich erst entwickeln ( Zirkulationsaufbau).
    Man stellt das Ruder bei Umsteuerung in den Rückwärtsgang auf Null Grad, erhöht dann bei Fahrtaufnahme langsam den Ruderwinkel. Die Strömung liegt bei dieser Vorgehensweise von Beginn an--Ruderwirkung von Beginn an, auch , bzw. vor allem bei langsamer Fahrt.
    Hast du das Ruder hingegen v. Beginn an max. gelegt, leidet es lange unter Strömungsabriss, es zeigt erst sehr spät ( nach etlichen Metern und unter höherer Fahrt) Wirkung.

    Eine wie auch immer verwirklichte Ruderblattvergrößerung ist bei der LM 32 unsinnig.
    Richtig " bedient" --siehe oben-- ist sie normal drehfreudig.

    Ein oben vorgeschlagenes Beckerruder wird sicher etwas bringen,
    das Ergebnis steht bei der LM 32 jedoch in keinem Verhältnis z. Aufwand. Sie dreht schließlich mit ihrem Standardruder ausreichender Streckung gut. Hinzu kommt das Ruder mit Skeg , oder Halbskeg , für ein Beckerruder denkbar ungeeignet sind.
    Beckerruder sind nur an Pendelrudern wirklich effektiv.

    Wirklich Sinn ergibt ein Beckerruder auch nur bei Rudern geringer Streckung und kleiner Fläche ---z. B. bei der LM 27.
    Geändert von supra (12.09.2017 um 16:32 Uhr)
    O.K., wir haben sie jetzt da wo sie uns haben wollen.

  5. #5
    Registriert seit
    02.04.2017
    Ort
    742 Evergreen Terrace in Dasow
    Beiträge
    1.477

    Standard

    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Es gibt jedoch die Möglichkeit, ähnlich wie beim Flugzeug, Trimmklappen anzubringen: Stichwort Becker Ruder.
    Nein , was du oben beschreibst ist ein Flettnerruder; Stichwort " Trimtab". Diese Trimmklappe schlägt gegenläufig zum gewünschten Ruderausschlag aus, initiert selbigen . Als direkte Folge benötigt das Ruderlegen weniger , vielmehr keinen Kraftaufwand-- man legt die Trimmklappe. Die mechanische Lösung dafür ist natürlich komplex. Ein Flettnerruder ermöglicht auch nur mäßige Ruderausschläge ( Flugzeug).

    https://upload.wikimedia.org/wikiped...ontrol-tab.png

    Bei einigen Schiffen mit angehängtem Ruder ist der Pinnenpilot an ein Trimtab angeschlossen. Eine clevere Lösung - kraft- und energiesparend.
    Geändert von supra (12.09.2017 um 17:04 Uhr)
    O.K., wir haben sie jetzt da wo sie uns haben wollen.

  6. #6
    Registriert seit
    15.10.2010
    Beiträge
    5.294

  7. #7
    Registriert seit
    06.06.2005
    Beiträge
    2.372

    Standard

    Hast Du etwas mehr Informationen zu den Steuereigenschaften?
    Wieviel Raddrehung ergibt welche Ruderwinkel?
    Welche Ruderwinkel sind nötig, sie auf Kurs zu halten?
    Läuft das Boot ohne Vorwarnung aus dem Ruder?
    Ist Kraft erforderlich, das Boot zu steuern?

    Ruderblatt nach achtern zu verlängern wird wenig bis gar nichts bringen. Die Last wird nur höher, weil der Hebel hinter der Welle zunimmt. In dem Fall würde ich das Optimierungspotential zwischen Rad und Ruderblatt vermuten.

  8. #8
    Registriert seit
    08.08.2011
    Beiträge
    6

    Standard

    Hallo Schwabenstreich,
    was du vorhast, hat mein Vater Ende der 70er Jahre an seiner Dufour 31 gemacht. Zwei an den Enden verschweißte Edelstahlbbleche von hinten über das Ruderblatt geführt und daran verschraubt. Das Ruder wurde dadurch um ca. 10 bis 15 cm nach hinten verlängert, durch das seitliche Aufbringen der Bleche wurde das Profil des Ruders nach hinten "verlängert", also nicht zu sehr verändert. Fotos habe ich leider nicht. Ich selbst bin allerdings nur nach dem Umbau mit dem Boot gesegelt, es ließ sich jedoch immer, und auch rückwärts, sehr gut manövrieren. Wenn du das selbst machen kannst, probiere es doch einfach aus. Es ist ja kein Umbau der unumkehrbar ist.

  9. #9
    Registriert seit
    13.01.2013
    Beiträge
    15

    Standard

    Hallo Schwabenstreich,
    Ich habe die hintere ruderflaeche meiner 37 fuss segelboot vergroessert.
    Einlaminiert ein Glassfaser dreieck 20cm gegen den rumpf, 40 cm nach unten. Mit besten ergebnissen!

  10. #10
    Registriert seit
    14.03.2005
    Beiträge
    11.082

    Standard

    Zitat Zitat von Pogolino Beitrag anzeigen
    ........ wenig bis gar nichts bringen. Die Last wird nur höher, .......
    Das suggeriert eine bessere Ruderwirkung genau wie ein lauterer Motor mehr Geschwindigkeit.

    Die Arbeitszeit für eine Verschlimmbesserung des Ruderblattes würde ich in "Üben unter erschwerten Umständen"(eben mit schwach wirkendem Ruder) investieren.
    Sieht man wie z.B. die 'Braune Flotte' Skipper mit ihren unhandlichen schweren Riesenblechdosen filigran rangieren glaubt man, dass die schlechte Streckung des Blattes durch Geschicklichkeit wett zu machen ist. Noch augenfälliger wird das bei den alten (kleinen) Frachtschiffen in den Kanälen vin NL, B und F. Die Schiffe sind so bemessen, das sie soeben in die alten Schleusenkammern passen. Die berühmte Handbreit passt nicht(!) dazwischen.
    Bei diesen sieht man noch gelegentlich eine Ruderkonstruktion, s.u., die ich bis vor 10 min für eine Flettnerklappe gehalten habe.
    Wer weiß wie diese Konstruktion heißt? Bei Vollausschlag bewegt sie das Heck seitwärts ohne Vorausfahrt, vielleicht sogar mit Schubumkehr(?).

    Gruß Franz
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    halber Wind reicht völlig

Ähnliche Themen

  1. Alten Trailer übernehmen oder doch lieber mieten ?
    Von fmwag im Forum Kleinkreuzer
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 22.10.2016, 16:14
  2. wasserlassen oder im wasser lassen oder so
    Von steffen64 im Forum Technik & Elektronik
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 01.10.2009, 19:32
  3. etap 21i oder doch lieber was anderes??
    Von inbrand im Forum Kleinkreuzer
    Antworten: 22
    Letzter Beitrag: 22.06.2009, 10:55
  4. Ruderblatt vergrößern
    Von Phobos24 im Forum Technik & Elektronik
    Antworten: 24
    Letzter Beitrag: 27.02.2009, 19:35
  5. Lattengroß oder lieber kurze Latten.
    Von nixbart im Forum Kleinkreuzer
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 15.11.2005, 10:42

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •