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  1. #1
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    Standard SBF für Gehörlose

    Hallo
    Hat jemand Erfahrung damit, ob es eine Möglichkeit gibt, dass Gehörlose einen SBF erwerben können?
    Problematisch ist das benötigte ärztliche Zeugnis (Schallsignale).
    Gibt es da irgendwie ein work around?
    Evtl. in die Richtung gehend, dass als Auflage immer einer mit an Bord sein muss, der hören kann; oder ein anderer SBF-Inhaber.

    Lieben Dank für Antworten.

    (Bitte keine Antworten in die Richtung: Wenn ein anderer SBF Inhaber an Bord ist, braucht der Gehörlose keinen eigenen SBF)

  2. #2
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    Es gibt da kein "Work around", jedenfalls kein legales.
    Wenn allerdings ein freundlicher Arzt dem Gehörlosen das Mindesthörvermögen bescheinigt, könnte es klappen, aber auch nur bis zur mündl. Prüfung.
    Im Übriegn erschliesst sich mir nicht so ganz, wie ein Gehörloser denn die Komandos, die Schallsignale und vor allem die Ansagen aus dem Lautsprecher der Schleusenmeister nachher in der Praxis hören will.

  3. #3
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Im Übriegn erschliesst sich mir nicht so ganz, wie ein Gehörloser denn die Komandos, die Schallsignale und vor allem die Ansagen aus dem Lautsprecher der Schleusenmeister nachher in der Praxis hören will.
    Ist das Hören wirklich so wichtig beim Segeln? Sollte man jetzt älteren Skippern, die schwerhörig geworden sind, den Schein abnehmen?

    Wegen der Schleusen: Da kann man entweder ein Revier wählen, wo man die nicht hat, oder rechtzeitig mit dem Schleusenwärter kommunizieren (Email oder vorbeigehen), und erklären wie die Situation ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Schleusenwärter dann sagt, bei mir kommt ihr nicht durch. Das geht doch auch mit ein bisschen gutem Willen.

    Ich vermute mal, als gehörloser Skipper muss man hier und da sehen, wie man andere Lösungen findet, aber das betrifft ja den restlichen Lebensbereich genau so. Ich wüßte nicht, warum ein Gehörloser nicht Skipper werden sollte.

    Das schwierigste ist sicher der UKW-Funk ... das basiert naturgemäß auf dem Hören. Den Funkschein muss also jemand anders machen. Aber: Es ist nicht verboten, ohne UKW los zu segeln. Also auch kein echtes Problem.

    Gibt es nicht beim DSV einen Beauftragten für Menschen mit Einschränkungen, den man fragen kann? Wenn nicht, sollte es ihn geben.
    Geändert von Barracuda (19.10.2017 um 09:29 Uhr)

  4. #4
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    Übrigens, hab ich grad mal gegoogelt: Gehörlose dürfen ohne weiteres den normalen Auto-Führerschein machen. Wenn das geht, muss das beim Segeln doch erst recht gehen!

  5. #5
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    @Baracuda
    Das man auch gehörlos segeln kann, möchte ich auf gar keinen Fall bestreiten.
    Auf dem eigenen Schiff sollten alle die Gebärdensprache können um Komandos auszugeben.
    Der Entgegenkommer, der dann lediglich "Warschau" ruft, wird aber nicht gehört.
    Die per Seefunk (DSC) abgesetzte Notfallmeldung wird nicht gehört und somit fährt man am Havaristen einfach vorbei.
    Wenn der Hafenmeister oder andere Segler den gehörlosen Segler per Zuruf warnen wollen, geht es nicht.
    Wie soll jemand denn unterwiesen werden, wenn der Unterweiser nicht gehört werden kann?
    Es gibt beim SpoBo eine mündl. Prüfung, wie soll die ablaufen, wenn die Fragen nicht gehört werden?

    In der Tat, beim beantragen des Kfz-Führerscheins benötigt man nur einen Seetest.
    Ob man beim SpoBo einen Hörtest absolvieren muss, entzieht sich noch meiner Kenntnis.
    Und damit es klar ist, es gibt auch gehörlose die durchaus sehr schwach hören können und ferner ist es nur eine Frage der Zeit,
    Bis Funkgeräte mittels Textanzeige dem gehörlosen mitteilen, dass dort ein DSC Anruf empfangen wurde.
    Es ist allerdings nicht zu erwarten, dass Polizeibeamte, Hafenmeister, Zöllner etc. sich in Sachen Gebärdensprache im Dienst fortbilden werden dürfen - wird alles zu teuer sein, leider!

  6. #6
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    Wenn ich SHM richtig verstanden habe, geht es ihm weniger drum, niemand an Bord zu haben, der hören kann. Sondern darum, ob ein Gehörloser verantwortlicher Skipper sein darf oder nicht (nichts anderes bezweckt ja der Schein). Eventuell eben mit Auflagen.

    Ich denke eine hörende Person mit Funkschein wäre die perfekte Ergänzung. Diese könnte sämtliche Rufe, Funksprüche, Tonsignale und Zöllnersprüche hören und an den gehörlosen Skipper weiterleiten.

    Wegen der Ausbildung und Prüfung: Das erfordert sicher eine besondere Vorgehensweise. Bei den Autos gibt es Fahrschulen, die sich darauf einstellen können. Vielleicht gibt es das bei den Segelschulen auch.

  7. #7
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    Warum muss ein Segel-Aspirant Farben sehen können? Es muss doch reichen, wenn das jemand an Bord kann. Oder?

  8. #8
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    @baracuda
    Soviel zum Hörtest
    https://www.sportbootfuehrerschein.d...ersuchung.html
    https://www.rolfdreyer.de/Downloads/Aerztliche.pdf

    Wenn der gehörlose Aspirant diesen Test nicht besteht, gibt es keine legale Möglichkeit den SpoBo zu machen.

  9. #9
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    zum SBF-binnen gibt es diverse berichte dass scheine mit auflagen (2. person mit hörvermögen an bord) ausgestellt wurden,

    ansonsten segeln bzw <15ps motoren darf doch sogar jeder einarmige bandit? haribo

  10. #10
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    Sieht nach meiner Erfahrung schlecht aus. Vor vielen Jahren beim SBF See (oder SKS?) war ein Kandidat dabei, der farbenblind war. Von Beruf war er Frachter-Kapitän. Trotz der Behinderung konnte er das Kapitänspatent machen und den Beruf ausüben. Aber den Segelschein hat er nicht gekriegt - da stellt der DSV die Regeln auf...

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