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  1. #1
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    Standard E-Versorgung auf Motoryacht

    E-Versorgung für die Motoryacht

    Auf der Motoryacht bestehen andere Anforderungen an die Stromversorgung wie auf der Segelyacht.
    - Keine Angst vor Zusatzgewicht für Akkus
    - Reichlich Fläche für Solarpanele
    - Große Lichtmaschinen (hier 110A)
    - Höheres Komfortbedürfnis
    - Keine Krängung

    Der Umstieg fordert einige Überlegungen. Im ersten Ansatz ist geplant:
    Das Boot soll für mehrere Tage von einer Energieversorgung unabhängig sein. Der Betrieb eines 230V TV und weiterem 230V-Kleinkram soll möglich sein. Ob bei viel Licht ein kleiner Wasserkocher betrieben werden kann, wird sich zeigen.

    - Zwei 125Ah Baterien, einzeln zuzuschalten, zusätzlich zu denen für Bugstrahlruder und Motorstart.
    - 160W(p) Solarpanel
    - Wandler 1500W (Steigt der Ruhestrom mit zunehmender Leistung?)
    - Statt des Absorberkühlschranks 12V,230V,Gas, einen Haushaltskompressor mit ca. 300Wh/d. (Wieviel Gas verbraucht so ein Absorberdingens pro Tag? Schafft es ausreichend Kühlung bei hohen Temperaturen? Ist vielleicht der Austausch überflüssig?

    Alternativ 2 x Solarpanele und nur eine Verbraucherbatterie. Ich rechne dann mit knapp 1000Wh/d Ernte. Investition gleich, Lebensdauer des Panels höher aber Versorgung bei drei Tage Regenwetter fraglich.

    Bitte um Kommentar und Kritik. Gerne auch Antworten auf Detailfragen. Gebt alles, Männer ��

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  2. #2
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    ... Das Boot soll für mehrere Tage von einer Energieversorgung unabhängig sein. Der Betrieb eines 230V TV und weiterem 230V-Kleinkram soll möglich sein. ...
    Gemeint ist sicher: unabhängig von Landstrom ;-)

    - m.E. beste Lösung: Generator, oder
    - ausreichend Batteriekapazität + Spannungswandler, oder
    - gelegentlich Motor laufen lassen und über Lima Batterien laden

    Wie im Leben: alles hat Vor- und Nachteile. Ich würde mir jedenfalls die Decks nicht mit Solarpanelen zupflastern (Seglerdenke?)!

  3. #3
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    Hallo grauwal, soo viel anders als bei einem Segelboot ist das nicht!

    Ich habe mal mit einer Idee gespielt, die ich für mich wieder fallen gelassen habe, die aber in Deinem Fall vielleicht interessant ist:
    An meiner Hauptmaschine habe ich auf der Kurbelwelle ich meine insgesamt 4 Riemenscheiben, von denen jedoch nur zwei (Lima, Wasserpumpe) genutzt sind. Es war da auch richtig eine 2. Lima installiert, die ich aber abgebaut habe. Ursprünglich wollte ich da einen 230V-Sychron-Generator anbauen. Diese Generatoren (aus dem Reich der Mitte) sind erstaunlich billig als Ersatzteil für die Benzingeneratoren zu haben. Es fehlt ihnen allerdings das vordere Lagerschild, weil das direkt an den Antriebsmotor angebaut wird. Das muß man nachbauen, ist aber ein einfaches Drehteil. Im Durchmesser sind die Dinger kaum größer als eine Lima, nur etwas länger. Ich hätte nun die Riemenscheiben so bemessen, daß bei Marschfahrt (bei mir ~ 2500 U/m) gerade die 50 Hz zustandekommen. Zum Starten oder bei anderen Drehzahlen wäre nur die Erregung abzuschalten, dann läuft das einfach leer mit. Hat man nun eine längere Strecke mit Marschfahrt vor sich, schaltet man die Erregung ein, und hat ein permanentes 230V-Netz mit je nach Generator sogar Drehstrom mit bis zu 10kW zur Verfügung.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  4. #4
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    Ich würde auf jeden Fall einen LiMa zu Bat Ladegerät (Sterling) einbauen, der zügig die Batterien lädt, wenn in Fahrt.
    Dann würde ich mich für Batterien im Bereich 200AH entscheiden.
    Diese Akkus würden sofort geladen werden, wenn der Jockel läuft.
    Was die Wandler 12DC und 230AC angeht, würde ich drauf verzichten. Es gibt auch 12v Fernseher etc. Und man spart die Stromverluste der Wandler ein.

  5. #5
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    Der Lima2Batt-Lader mag ja hin und wieder auf einer Segelyacht hilfreich sein, wenn man nur hin und wieder nachladen oder mal etwas manövrieren will. Aber auf so einem Motorböötchen läuft der Jockel doch ohnehin meist den halben oder ganzen Tag, da bringt dann so ein teurer Speziallader herzlich wenig. Ich würde das Geld eher in eine größere Batterie investieren (ab 200Ah aufwärts), vor allem, wenn da eine 110A-LiMa auf ein bisschen Arbeit wartet. Wenn man bei den Batterien auf dem Teppich bleibt und halbwegs zyklenfeste, nasse Typen mit freiliegenden Verschlusstopfen zum Nachfüllen von Wasser wählt, bleiben auch 400 Ah absolut bezahlbar.

    Wir haben noch ein Wohnmobil, dessen Einsatzprofil dem eines Motorbootes wahrscheinlich sehr stark ähnelt: halbe/ganze Tage durchfahren, dann 1 bis 3 Tage Pause ohne Netzanschluss/Generator und dann wieder weiter, gerne auch im Winter z.B. zum Skifahren, wenn allein für die Heizung und für Licht schon viel Strom gebraucht wird. Dessen aktueller (200Ah-) Batteriesatz hat unter 1Euro/Ah gekostet und lebt nun auch schon 4 Jahre ohne fühlbaren Kapazitätsverlust.

    Handbreit ...

  6. #6
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    Ja franz, es wurde viel getextet
    Ich habe lange autark an bord und im gepanzerten wohnmobil gelebt, oft monatelang ohne schwatten festmacher, aber immer mit blick aufs Voltmeter.
    Unter 12,7 wurde umgeschaltet, nachgeladen oder auf sparflamme weitergemacht.
    Im tri hatte ich zwei agm blöcke,
    3 kleine solarzellen und den dicken windgen,
    der binnen nicht viel brachte ( ausser bei schittwetter wo ich eeh nur in der kajütte hockze ... war, gut für tv etc )
    Im Rollinghome hatte ich riesige Batterien >1800AH , ein gasgen. & benzingen. & ne fette lichtmaschiene an dem 5,7liter MB 813
    Damit hab ich bis - 23 grad sogar sogar im wald gewohnt. Der Diesel sprang trotz 10prozent benzin , nem feuer unterm motor und ner 2000 W heizluft pistole aufen d-filter erst nach einem halben tag wieder an.
    Das war mein absolutes no-go.

    Wichtig ist zu wissen was du brauchst,
    dann kannst du viel oder weniger investieren.

    Gn8
    Indios & Eulenspiegel
    Rw2
    letzter Häuptling vom Stamm der Häuptlinge
    lebt nun in Indochina

  7. #7
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    - Zwei 125Ah Baterien, einzeln zuzuschalten, zusätzlich zu denen für Bugstrahlruder und Motorstart.
    - 160W(p) Solarpanel
    Hallo,

    gefühlt mind. hundertmal geschrieben:
    - 160Wp bringen ca. 50Ah pro Tag, die Differenz zum Rest muß anderweitig herkommen
    - dazu passt eine Batterie von 160Ah (ca. 14% Entladetiefe)
    - ergänzend dazu ein Solarregler mit Indikator für Überangebot einsetzen (um Kühlbox zu aktivieren)


    Peter

  8. #8
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    Kühlschrank: keinesfalls Gas, habe bei mir trotz 12V-Versorgung alle (zwei) rausgeschmissen und fahre jetzt normale Haushaltsgeräte über Wandler.
    Gaskühlschränke bringen ca. 12, höchstens 15 Grad Kühlung, kann im Sommer schon recht mau sein.
    Herzliche Grüsse aus Wien
    Peter

  9. #9
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    Vielen Dank.

    @Moritz: Generator halte ich bei unserer Anwendung für rücksichtslos, kommt nicht infrage!

    @sucher: zusätzliche Limas nützen nicht wen der Motor steht

    @2ndtonone: Ein 3Bat-Lader ist vorhanden (Bugstrahl, Starter, Service). In die Leitung zur Service-Bat. möchte ich einen Umschalter zu einer weiteren setzen. Diese zweite Service-Bat soll auch vom Solarpanel gespeist werden.

    @4five: richtig, wie bei dem Womo, auch mal 1-3 Tage keinen Motor

    @rw2: 2-Bat umschalten hatten wir auf den Segelboot auch, aber ohne Windgenerator, der kommt auch nicht infrage. Jetzt brauchen wir was anderes.

    @K.Lauer: 50Ah * 12V = 600Wh, ich hatte 500 angenommen (x2 =1000Wh), passt doch.

    @Jugokapitän: “…Gas nur 12-15 Temp-Diff“, danke für den Erfahrungswert


    Nochmal danke, jeder Beitrag ist ein Denkanstoß, …mehr, mehr.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  10. #10
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    Wo wirst Du unterwegs sein? Wieviel wirst Du fahren?

    Solarzellen und Batterie erscheinen mir viel zu knapp. Ich würde so dimensionieren, dass die gewünschte Liegezeit ohne Landstrom ohne weitere Stromquelle nur aus den Batterien versorgt werden kann, die dann bei der nächsten Fahrt wieder aufgeladen werden. Batterien würde ich auf dem Mobo billige Bleiakkus nehmen und einmal jährlich auffüllen.

    Solarzellen kann man nie zuviel haben, sagen manche. Uns reichen 4 x 120 in der schönen Jahreszeit im MM locker, bis Oktober sind am Anker die Batterien gegen Mittag wieder voll. Auf der Ostsee reicht das wohl kaum.

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