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  1. #21
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    Da bin ich voll Deiner Meinung; auch mit meinen 5t auf 27 Fuß hab ich manchmal an Schoten gezupft, wenn mir danach war.
    Und hatte ich dann mal 6kn, hab ich mich genau so gefreut wie andere bei 8 oder noch mehr.
    Aber mit der Selbststeueranlage dahindümpeln, den lieben Gott nen guten Mann sein lassen und dem Geschrei der nordwärts ziehenden Gänseschwärme zu lauschen, das hat auch was.
    Gruß
    Winfried

    www.heinkele.net

  2. #22
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    Zitat Zitat von Pilgrim Beitrag anzeigen
    .........
    Aber mit der Selbststeueranlage dahindümpeln, .........
    Das ist kein Privileg der schweren Boote, Winfried,
    unter Autopilot ruhig ihre Bahn ziehen, können die filigranen auch oder besser.
    Vor Jahren habe ich hier Erstaunen, später Zustimmung geerntet, als ich behauptete:
    Tourenboote müssen schnell sein, Regattaboote haben eine Handicapzahl, eine Rennformel oder sind Einheitsboote. Egal wie schnell sie absolut sind, die Regatta ist trotzdem spannend.
    Beispiel: Reise von Polen nach Bornholm, hoch am Wind, schwachwindig, ein schweres Tourenboot gleicher Größe verlässt den Starthafen eine Stunde vor uns. Nach genau einer Stunde haben wir es eingeholt. Wir haben für die gesamte Strecke knapp 12 Stunden benötigt. Das schwere Boot wird 24 Stunden gebraucht haben, oder den Motor. Um Nachtfahrten betteln alt Leute nicht, wir jedenfalls vermeiden sie wenn es geht. Es geht ja nicht nur um die Geschwindigkeit, die Höhe ist noch wichtiger.
    Fazit: Ein wenig "Performance" kommt den alten Segler schon entgegen.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  3. #23
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    Franz, ich hab doch nix gegen aktuelle Boote und das mit der Performance ist bestimmt ok.
    Aber mit gehts eher ums Innere (des Seglers, nicht des Bootes). Im Beruf war immer Performance gefordert, 110 % waren normal, noch mehr immer gerne gesehen. Bin ich deshalb gezwungen, auch auf dem Wasser die Performance eines Bootes immer voll zu nutzen ? Ist der Entschluß, die vom Aufkommer angezettelte "Regatta" einfach nicht mitzumachen irgendwo zu kritisieren ? Mal macht mans und mal läßt mans; das war das, was ich eigentlich sagen wollte. Und mit dieser Haltung kann man auch am schweren Boot Spaß haben. Im übrigen haben die neben Nachteilen auch ein paar gravierende Vorteile. Aber Stop, nicht nochmal alles aufrollen ...
    Gruß
    Winfried

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  4. #24
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    Zitat Zitat von Pilgrim Beitrag anzeigen
    Aber mit gehts eher ums Innere (des Seglers, nicht des Bootes). Im Beruf war immer Performance gefordert, 110 % waren normal, noch mehr immer gerne gesehen. Bin ich deshalb gezwungen, auch auf dem Wasser die Performance eines Bootes immer voll zu nutzen
    Na ja, es macht einfach Spaß, ein gut getrimmtes Boot zu segeln. Ich muss vielleicht nicht immer den Spi hochziehen, aber mich auch nicht "unter Wert verkaufen". Traveller oder Cunningham sind schnell bedient.

    Zitat Zitat von Pilgrim Beitrag anzeigen
    Ist der Entschluß, die vom Aufkommer angezettelte "Regatta" einfach nicht mitzumachen irgendwo zu kritisieren ? Mal macht mans und mal läßt mans
    Nö, zur Regatta gehört ja nicht nur der Trimm, sondern auch die Taktik, das Abdecken, das Unterwenden etc. Das muss ich auch nicht mitmachen. Aber ein gut getrimmtes, gut laufendes Boot - das ist einfach Zen... (So viel Besinnliches zur Weihnachtszeit...)

  5. #25
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    Zitat Zitat von Pilgrim Beitrag anzeigen
    Franz, ich hab doch nix gegen aktuelle Boote und das mit der Performance ist bestimmt ok.
    Aber mit gehts eher ums Innere (des Seglers,..........
    Nach dem was hier geschrieben wurde, muss der Frager sich nicht zwischen Extremen entscheiden. Wir sind uns einig, dass ein Boot das vor dem Wind langsam nirgendwo hin treibt, kein brauchbares Tourenboot ist, egal wie zünftig die Einrichtung ist. Vor "überkompletten" Booten sollte er sich sowieso hüten. Ebenso wird er erkennen, dass der Wanderer und der Wettbewerbssegler unterschiedliche Ansprüche an ein Tourenboot stellen. Der Themenstarter wird erkennen. dass er auf seine Frage keine allgemeingültige Antwort bekommen kann.
    Empfehlen möchte ich ihm, selbst eine Meinung zu generieren. Dazu sollte er selbst segeln, als Gast, als Mitglied einer Überführungscrew, als Logbuchschreiber und Ballast bei einem Wettbewerb, oder wo auch immer.
    Die Ansichten gehen auseinander, wem soll er glauben, vielleicht haben auch alle recht. Nach meiner Meinung zwar nicht, aber das ist ja auch nur eine subjektive Meinung.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  6. #26
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    Hallo noch mal
    Danke für die interessanten Aspekte zu dem Thema.
    Auf der Insel Ios ist es wie gesagt im Sommer sehr windig. Juli/August waren 35d >5 Beaufort. Wenn wir dann mal rausfahren dann eher mit der Beneteau First32,5 Bj87 eines Freundes als mit dem Tri. Ab 5 ist der Tri doch nicht so einfach zu handeln (vor allem in den engen Häfen). Wie gesagt ich kenne nicht so viele Boote, diese First ist schon ganz gut aber ein bisschen altbacken. Ich möchte nicht viel Holz innen, wichtig ist einfaches Handling, ein bisschen flot sollte es schon auch sein und dann auch mal bei 7Beaufort noch einigermassen sicher (bei 7 fahre ich nicht freiwillig raus, aber manchmal erwischt es einen).
    Wenn ich ehrlich bin gefallen mit diese Pogos. Weiss aber nicht wie schwer die zu segeln sind, Wind könne die ja offensichtlich ab....und klar der Preis is auch nicht ohne.

    Bei euch heisst es handbreit bei uns ruhiger Ankerplatz

  7. #27
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    Auch ich bin vor fünf Jahren auf ein altersgerechtes Schiff umgestiegen. Meinen 1/4-Tonner mit einem 7/8-Rigg mit Achter, Back- und Checkstagen habe ich an einen Binnensegler abgegeben und bin auf einen Tri, Corsair 28 EC umgestiegen.
    Vor der Einfahrt in die kleine Häfen an der O-See falte ich ihn von 6,10 m auf 2,50 m ein. Die nicht vorhandene Stehhöhe vermisse ich (noch) nicht und den vorhandenen Sani-Raum mit einer See-Toilette empfinde ich als angenehm und sehr sinnvoll. Da ist auch meine Frau sehr von angetan.
    Es ist bei kräftigen Wind und Welle nicht immer angenehm die Sicherungsbolzen zu lösen, aber es ist machbar. Eine R-Weste mit Sicherungsleine sollte sein. Wenn es sein muss gehe ich vor Anker und mache den Tri für den Hafen klar.
    Die Beams ziehe ich mit dem S-Fall hoch und sichere sie mit dünnen langen Schraubendrehern. Der Austausch mit den Sicherungsbolzen erfolgt dann im Hafen.
    In die Häfen fahre ich bei schwierigen Windverhältnisse rückwärts, denn so lässt der Tri sich besser manövrieren.
    Aufstoppen geht im F-Gang erheblich schneller, besonders wenn der Wind von achtern drückt. Und wenn es denn sein muss, zum Verlassen der B-Gasse steht er in Fahrtrichtung.
    Beim dem Tri, mit einem "Cruiser-Rigg", habe ich noch keine Instabilität im eingefalteten Zustand festgestellt, was bei einem Race-Rigg anders sein dürfte. Ich möchte nicht mehr auf einen Mono zurück und sollte ich noch einmal umsteigen, dann wird es ein Tri von DF, bei denen der Einfaltmechanismus me die bessere und variablere Lösung ist. Da wäre das ältere Modell, der DF 920'ger meine Wahl. (Leider reichte mein Budget vor fünf Jahren nicht aus für einen brauchbaren 920'ger)
    Die Bedienung des Riggs ist denkbar einfach. Kein Achter-, keine Back- und Checkstagen. Ich habe das Groß auf Rollenrutscher umgerüstet und mir eine E-Winchkurbel zugelegt. Gerefft wird über zwei nachgerüstete Reffleinen. Das werftseitig montierte Baumwickelreff ist me nicht mehr zeitgemäß.
    Die G-Nase, der G und der C0 mit den Rollanlagen liegen (noch) im Keller. Bisher habe ich sie nicht vermisst.
    Ausheutiger Sicht war der Schiffswechsel ein gute Entscheidung. Wir segeln mehr und auch bei schwachen Winden. Bei kräftigten Wind nehme ich das Groß ganz weg und segle stressfrei und komod in (m)einen Hafen.
    An Langfahrten oder dem MM habe ich kein Interesse.
    Den mangelnden Platz unter Deck haben wir durch eine F-Wohnung in unmittelbarer Schiffsnähe kompensiert. So kann ich meinen Ruhestand flexibel gestalten und bin nicht zu 100% aufs Schiff fixiert, was sich auch beziehungstechnisch als sehr sinnvoll erwiesen hat.

  8. #28
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    Wenn ich ehrlich bin gefallen mit diese Pogos. Weiss aber nicht wie schwer die zu segeln sind, Wind könne die ja offensichtlich ab....und klar der Preis is auch nicht ohne.

    Da mache Dir bitte keine Illusionen, Pogos sind Schiffe für erfahrene Segler, besser, für eingespielte Crews. Bei den Schiffen braucht man viel Hände
    Mein Tipp: Lasse Dir das Tri-Segeln von einem erfahren Tri-Segler näher bringen, denn es sind Schiffe bei denen ein gesundes Basiswissen und seglerische Erfahrung sich als sinnvoll erwiesen hat. Einsteigerschiffe sind sie nicht!
    Einen C31 ein zu falten ist nicht gerade leicht. Versuche es mit auf den Beamköpfen festgeschraubte Gurtschlaufe in die Du das Spi-Fall einpickst, dann mit der Winsch anheben.
    Gut ist auch beide Seiten gleichzeitig zu lösen, eine Seite leicht anheben und einen Kugelfender in die Öffnung legen. Dann die andere Seite hoch winschen und sichern. Danach die Seite mit dem Kugelfender auch mit dem Spi-Fall anheben und sichern. So wird der Schwimmer nur wenig durch den bereits gelifteten Schwimmer ins Wasser gedrückt und er ist schon mal höher, fast am Klapppunkt. Ich lasse auch immer die Hilfswanten, die zum Stellen des Mastes, montiert. Man kann sich daran bestens festhalten oder sichern.
    Auch versuche rückwärts in die Häfen zu fahren, es geht erheblich besser.
    Im ersten Jahr habe ich auch gekämpft und gezweifelt, ob der Tri für mich die richtige Wahl war. Ich hatte einen Boxenliegeplatz und musste ständig ein- und ausfalten. Wenn der Wind zu stark war und es nicht anders ging, habe ich fest vertäut an den Heckdalben den Tri in der Boxengasse eingefaltet. Da war ich dann der Star des Hafenkinos.
    Der Tri hat mir so einiges ab verlangt, aber man wächst ja mit den Aufgaben. Gut war aber auch, dass ich in der Region mehrere erfahren Corsair-Segler hatte, die mich bei den ersten Schritten begleitet haben.
    Da Du offensichtlich in einem Windsicheren Revier segelst würde ich auch das Groß im zweiten Reff fahre und es bereits dafür im Hafen vorbereiten. Ausreffen kannst Du immer noch, wenn es denn passt.
    Ich habe auch auf einen C31 mit gesegelt, mir war er zu groß und zu unhandlich. Da war der C28, obwohl nur drei Fuß kürzer, mir angenehmer im Handling.

  9. #29
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    Warum werden eigentlich immer , wie vonm Erpel, " Einzelschicksale" produziert ?
    Das bringt doch niemanden, vor allem den TE nicht weiter.
    Muss wohl ein " individuelles" Problem sein, so in Richtung kompensieren , oder Bestätigung suchend. " Ich habe, ich habe das und das ...."

    Franz hat dahingend mit seinem Beitrag 25 den Kern getroffen. Auf eine individuelle Frage gibt es keine allgemeingültige Antwort.

    Insofern sind individuelle , also abschweifende ego-Antworten, siehe oben, komplett für's Heck.
    Zumal der Erpel auch ein ganz anderes Segelprogramm als der TE hat. Vor's Heck also.
    Erpels Probleme, glorreiche Problemlösungen , sind f. d. TE irrelevant.
    Der Erpel möge darüber nachdenken lieber ein selbstverliebtes Buch im Selbstverlag zu veröffentlichen, statt etliche Threads zur Selbstdarstellung zu missbrauchen.
    Geändert von supra (22.12.2017 um 23:12 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder

  10. #30
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    Hallo Erpel
    Ich dachte die Pogos sind auch für einhand ausgelegt.
    Mein größtes Problem mit dem Tri ist das Anlegen mit starkem Seitenwind zwischen anderen Booten wie GR üblich Buganker. Ab 5B brauche ich 2Helfer die uns von den anderen Booten mit den Händen abdrücken.
    Das geht mit der First viel leichter. Und innen bei 31 Fuß halt Platz wie ein Jollenkreuzer.
    MfG Wasilis

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