Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 19
  1. #1
    Registriert seit
    17.11.2014
    Beiträge
    54

    Standard Ladestromverteiler vs Batteriebooster / B2B / Batterie zu Batterie Ladegerät

    Liebe Forumgemeinde,
    zunächst wünsche ich ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für das neue Jahr, insbesondere für "kuckst du", der garantiert diesen Artikel lesen wird.

    Kann mir mal jemand zu folgendem Fall erklären, warum ein Ladestromverteiler oder warum ein B2B Ladegerät verwendet werden sollte:
    Kleine Yacht, 80 Ah Starterbatterie, 180 Ah Verbraucherbatterie, BEIDE Blei nass, beide Batterien stehen nebeneinander, LiMa 80 Ah. Verkabelung besteht noch nicht.

    1. Version:
    LiMa liefert Strom wie vorgesehen an Starterbatterie. Von dort wird ein B2B Ladegerät installiert, welches die 180 Ah Verbraucherbatterie läd. Kosten ca 300 Euro.
    2. Version:
    Es wird vor der Starterbatterie und der Verbraucherbatterie ein Ladestromverteiler ( z.B. https://www.fraron.de/batteriemanage...-2/a-25456816/ ) installiert.
    Kosten ca 100 Euro.

    In verschiedenen Foren las ich, dass dringend zum Einbau eines Boosters / B2B geraten wird. Aber warum? Jemand schrieb, der Ladestromverteiler sei ein Garant dafür, dass die Batterien schnell kaputt gingen. Warum, das so sei, wurde nicht erklärt.
    Es kommt -so denke ich- nicht auf eine 100% Volladung an, da ohnehin regelmäßig der Landstrom das Ladegerät versorgt, welches die Batteriepflege übernimmt. Bei 180Ah stehen realistisch nahezu 100 Ah zur Verfügung. Ich denke, das ist üppig für eine kleine Yacht, ohne viel Ankern oder Langfahrt.

    Grundlage meiner Recherche sind:
    1) Technisches Interesse und Streben nach einer guten, dauerhaften Lösung
    2) Gewichtsaspekte
    3) Kostenaspekte

    Ich danke schon jetzt für eure Hinweise,
    Karl aus dem Winterlager

  2. #2
    Registriert seit
    09.01.2016
    Beiträge
    765

    Standard

    Hallo,

    dann waren es jeweils Glaubensantworten.

    Wichtig für einen Bleiakku ist ihn 4h in der Absorptionsphase zu halten.
    Wenn denn sonn teurer Batterielader statt 2h nur 1h 45min bis zur Absorptionsphase braucht, sehen manche Experten darin einen gravierenden Unterschied.
    Unterm Strich bedeutet das aber real 1h 45min + 4h (Absorptionsphase) = 5h 45min, statt 6h Ladezeit.

    Ich meine: Der Unterschied ist tatsächlich gravierend, aber leider nur in der Preishöhe. Hohe Preise finden halt viele generell gut.


    Peter

  3. #3
    Registriert seit
    15.10.2010
    Beiträge
    4.480

    Standard

    Geh mal auf die webseite von Sterling Power, da gibt es die gewünschten Erklärungen!

  4. #4
    Registriert seit
    07.10.2012
    Ort
    Mittelfranken, weit vom Wasser
    Beiträge
    1.892

    Standard

    Hallo, in Deinem Beispiel ist der B2B- Lader falsch eingesetzt. Der B2B-Lader (Kostenpunkt < 10€) ist nur geeignet für eher kleine Ströme, d.H. für Batterien, denen wenig Ladung entnommen wird. Das ist typischerweise z.B. die Starterbatterie. Die wird zum Anlassen gebraucht, das sind zwar hohe Ströme, aber nur für wenige Sekunden, unterm Strich nur eine kleine Leistung. Da läuft der B2B-Lader nur wenige Minuten um die für einen Startvorgang entnommene Energie aus der Verbraucherbatterie wieder aufzufüllen, und zwar unabhängig davon, wie lange die Maschine läuft. Das hat auch so ganz nebenbei den Effekt, daß die Starterbatterie immer voll ist, was sich sehr positiv auf deren Lebensdauer auswirkt.
    Die Lima, und auch alle anderen Ladestromquellen wie Windgen, Landstrom oder Solar sollen direkt und ohne Ladestromverteiler in die Verbraucherbatterie gehen. Die wird auch per Monitor überwacht, so daß man die Ladeströme modifizieren bzw. anpassen kann.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  5. #5
    Registriert seit
    13.06.2002
    Ort
    HH
    Beiträge
    1.955

    Standard

    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    ...
    Die Lima, und auch alle anderen Ladestromquellen wie Windgen, Landstrom oder Solar sollen direkt und ohne Ladestromverteiler in die Verbraucherbatterie gehen. Die wird auch per Monitor überwacht, so daß man die Ladeströme modifizieren bzw. anpassen kann. ...
    Moin,

    beide Aussagen kann ich nur unterstützen.

    Bei mir an Bord (44 Ah Starterakku, 2x80 Ah Serviceakku, Lima 70 A) ist die Lima direkt (natürlich über Trennschalter!) mit den Serviceakkus verbunden. Der Starterakku - wie oben richtig erwähnt immer nahezu voll geladen - wird über ein Trennrelais zugeschaltet sobald die Lima läuft. Um die Ladespannung am Starterakku sowie einen möglichen Strom vom Starterakku zu den Serviceakkus zu unterbinden, liegt in der von Trennrelais geschalteten Ladeleitung eine Diode in Durchlaßrichtung. Somit wird die Überladung des Starterakkus (typisch bei Trenndioden ohne entsprechende Vorkehrung) verhindert. Kosten für Relais und Diode < 5 €, das beides nur für kleine Ströme ausgelegt werden muß.

    Ein Monitor für die Serviceakkus ist sinnvoll, ein Hochleistungsregler für die Lima nicht unbedingt.

    Um Deine Eingangsfrage direkt zu beantworten: beides ist nicht notwendig, z.T. (Trenndioden) sogar potentiell schädlich und auf jeden Fall finanziell aufwendig.
    Mast- und Schotbruch,

    Jürgen

  6. #6
    Registriert seit
    07.10.2012
    Ort
    Mittelfranken, weit vom Wasser
    Beiträge
    1.892

    Standard

    Hallo, ich kenne zwar die jeweiliege Verschaltung rund um die Starterbatterie nicht, wenn es aber die übliche Standard-Schaltung ist, muß man nur die + Leitung, die zum Ausrückrelais des Anlassers führt, vom restlichen + separieren und zur Anlasserbatterie führen. Wenn man will, kann man auch die Speisung der Vorglüheinrichtung dorthin führen. Alles andere, vor allem rund um die Lima, insbesondere B+ der Lima gehen zur Verbraucherbatterie.
    Die Folge ist, daß die Anlasserbatterie nur noch vom Anlasser selbst und evtl von der Vorglüheinrichtung belastet wird. Alles andere rund um den Motor wird aus der Verbraucherbatterie gespeist, also Limaerregung, Speisung der Instrumente usw. Der Ladestrom kommt aus dem B+-Anschluß, und auch die Spannung, nach der der Limaregler den Ladestrom regelt, kommt aus der Verbraucherbatterie,
    Da entstehen eine Reihe von Effekten: Wenn durch Nachlässigkeit oder Defekt die Verbraucherbatterie nahezu leer ist, wird sie dennoch z.B. die Motorelektronik treiben können, die Lima erregen, Relais anziehen und sonstigen Kleinkram zu Wege bringen. Wäre es die Starterbatterie, würde mit dem Anziehen des Ausrückschalters die Spannung zusammenbrechen, und nichts geht mehr. Mit dieser Trennung wird der Starter freudig losjubeln, und die Verbraucherbatterie kann geladen werden.
    Die erhöhte Lebensdauer der Starterbatterie habe ich schon angesprochen.
    Bei einem Unfall entsprechend "All is lost" könnte man nach einem Totalausfall des Bordnetzes noch die Starterbatterie an die Stelle der Verbraucherbatterie umsetzen und die Funke betreiben, ohne daß man diese ausbauen muß.
    Dieses System funktioniert auch mit noch mehr separaten Batterien, die zwar hohe Ströme, aber nur geringe Leistungen bringen müssen, z.B. für Ankerwinschen, e-Winschen, Bugstrahlruder und ähnliches. Man muß nur für jede separate Batterie einen extra B2B-Lader stiften https://www.ebay.de/itm/Boost-Buck-D...8AAOSwXPNaGGKd.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  7. #7
    Registriert seit
    17.11.2014
    Beiträge
    54

    Standard

    Liebe Segelfreunde,
    hier eine Ergänzung, was ICH von einem B2B Lader verstehe (Batterie zu Batterie)
    https://www.yachtbatterie.de/de/votr...lader-vcc.html
    Grüße

  8. #8
    Registriert seit
    07.10.2012
    Ort
    Mittelfranken, weit vom Wasser
    Beiträge
    1.892

    Standard

    Hallo, das ist es schon, wenn auch in einer ziemlich verbogenen (gewinnorientierten?) Ausführung. Am Beisiel der Starterbatterie kann man ganz leicht nachrechnen, daß solch hohe Ladeströme völlig unnötig sind. Wie schon gesagt, es besteht die Einschränkung auf Batterien mit geringem Energieumsatz, wie es eben die Starterbatterie ist. Andererseits, wenn es um wirklich große Energiemengen ginge, wo und vor allem aus welcher Batterie wollte man die hernehmen? Bei einem Startvorgang, der bei einer gesunden Maschine vielleicht 5sec Anlasserstrom von höchstens 500A braucht, werden daher 12V*500A * 5sec umgesetzt. Bei einem B2B-Lader, der mit 1A lädt ist das in 40 Minuten wieder aufgefüllt. Eine sehr realistische Sache, die so ganz nebenbei keine besonders dicken Kabel oder hohe Absicherung braucht.
    Nimmst Du von Deinem Link den kleinsten Lader (25A), ist der einzige Vorteil(???), daß diese Ladezeit auf 1Minute schrumpft. Das erkauft man nicht nur mit dem teueren Gerätepreis, sondern auch der zugehörigen Installation mit dicken Kabeln und dem zugehörigen Gewicht. Nichts ist ausgesagt über den Eigenverbrauch des Gerätes, der womöglich so hoch ist, daß da wirklich nur Nachteile übrigbleiben.
    Nein, mir erschließt sich der Sinn eines so gewaltigen B2B-Laders beim besten Willen nicht.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  9. #9
    Registriert seit
    13.06.2002
    Ort
    HH
    Beiträge
    1.955

    Standard

    Moin,

    ich mutmaße mal, daß der Themenstarter das Gerät zum Laden seiner Serviceakkus einsetzen will.

    Heißt: direkte Verbindung Starterakku - Anlasser - Lima. Das Gerät bezieht seinen Strom aus dieser Verbindung und stellt dann am Ausgang Strom für die Ladung der Serviceakkus zur Verfügung. Aktiviert wird das Gerät, sobald die Lima Strom liefert. Da das Gerät die Serviceakkus kennliniengesteuert lädt, handelt es sich im Prinzip um ein IUoU-Ladegerät welches statt mit 230 V Wechselspannung im Hafen mit 12 V (eher 14 V) Gleichspannung aus der Lima betrieben wird.

    Nur: warum so aufwendig? Gut, Standardregler steuern die Lima konstant auf ca. 14 V oder etwas weniger. Ist ein Kompromiß zwischen schneller Ladung und Vermeidung von Überladung (starke Gasung). Wenn man dies nicht möchte, gibt es die Möglichkeit den Standardregler durch einen sogenannten Hochleistungsregler zu ersetzen. Der steuert die Lima so, daß eine Kennlinienladung erfolgt. Das System ist preisgünstiger und hat zudem einen besseren Wirkungsgrad.

    Die notwendige(!) Trennung zwischen Starter- und Serviceakkus kann durch ein einfaches Relais in Kombination mit einer Diode wie von mir beschrieben sehr einfach realisiert werden.

    Allerdings sollte man das Ganze verstanden haben, wenn man die Elektrik modifiziert. Für den Hochleistungsregler ist zudem meistens (wenn's keinen Anschluß "DF" gibt) ein Eingriff in die Lima notwendig. Aber auch das ist mit Heimwerkermitteln durchführbar.

    Ein B2B-Ladegerät ist für absolute Laien zweifelsohne einfacher zu installieren.
    Mast- und Schotbruch,

    Jürgen

  10. #10
    Registriert seit
    09.01.2016
    Beiträge
    765

    Standard

    Zitat Zitat von cr838 Beitrag anzeigen
    Ein B2B-Ladegerät ist für absolute Laien zweifelsohne einfacher zu installieren.
    Hallo,

    ich frage mich, wie man zu solchen Gerüchte kommt?
    https://www.svb.de/?t=find&action=re...esc&perPage=36
    https://www.svb.de/?t=find&action=re...ery=laderelais


    peter

Ähnliche Themen

  1. Batterie-Ladegerät
    Von girouette im Forum Privater Verkauf
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 08.06.2014, 10:25
  2. LiMa zu Batterie Ladegerät
    Von clausgo im Forum Technik & Elektronik
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 30.10.2013, 10:20
  3. Ladestromverteiler Sterling ProSplit / Batterie-Monitor
    Von Siggi_B im Forum Technik & Elektronik
    Antworten: 23
    Letzter Beitrag: 01.04.2011, 19:11
  4. Lichtmaschinen-Batterie-Ladegerät
    Von EgoN im Forum Privater Verkauf
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 08.05.2009, 00:00
  5. 24V Ladegerät, 12V Batterie was tun ?
    Von Schamuhn im Forum Technik & Elektronik
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 11.06.2003, 19:29

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •