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  1. #11
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    Hallo, wenn man separate Batterien hat, z.B. Motorbatterie und Verbraucherbatterie, und diese unterschiedlich handhabt, werden sich diese in ihren technischen Eigenschaften auseinanderentwickeln. Will man diesen unterschiedlichen Eigenschaften gerecht werden, muß man sie unterschiedlich laden. Dafür gibt es ja jede Menge Rezepte. Das geht mit einem Ladungsverteiler oder Batteriesplitter nur bedingt. Da hat natürlich so ein dicker B2B-Lader den Vorteil, daß man eine extra Ladecharakteristik mit Schnellladung zur Verfügung hat, die man auf den zu ladenden Akku abstimmen kann.

    Es ist jedoch so, daß zweifellos die schonendste Art mit einem Akku umzugehen darin besteht, ihn mit kleinen Ladeströmen an seine Ladeschlußspannung heranzuführen, und die der Selbstentladung entsprechend verloren gegangene Ladung sofort bzw. permanent zu ersetzen. Das ist z.B. die Betriebsart, in der die Pufferakkus von Alarmanlagen betrieben werden, die ja ständig an einem spannungsgeregelten Ladegerät hängen. Nur diese Betriebsart verhindert dauerhaft und zuverlässig die gefürchtete Sulfatierung, ohne etwa Elektrolytverlust durch Überladung zu riskieren.

    Genau so arbeitet ein kleiner, spannungsgeregelter B2B-Lader. Warum soll man diese offensichtlich beste Möglichkeit nicht ergreifen, zumal es gleichzeitig die einfachste und billigste ist?
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  2. #12
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    Genau so arbeitet ein kleiner, spannungsgeregelter B2B-Lader. Warum soll man diese offensichtlich beste Möglichkeit nicht ergreifen, zumal es gleichzeitig die einfachste und billigste ist?
    Hallo,

    wie kommt man auf diese Meinung die stur festliegt, bevor Argumente vorliegen bzw. trotz gegenteiliger Argumente (https://www.svb.de/?t=find&action=re...y=laderelais)?
    Ist das etwa alles verträumtes Wunschdenken?

    Es ist eher das Gegenteil der Fall, hier die wirklich einfachste Möglichkeit:
    https://www.svb.de/de/laderelais-12-v-140-a.html


    Peter

  3. #13
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    Wenn Du eine nicht nagelneue Batterie hast, wird sich die in ihren elektrischen Eigenschaften mehr oder weniger deutlich von ihrem Neuzustand unterscheiden. Sie wird einen höheren Innenwiderstand haben, sie wird eine höhere Selbstentladung haben, und sie wird eine geringere Kapazität haben. Zusätzlich wird sich der Elektolyt verändert haben, in dem er sich bei Überladungen zersetzt.
    Wie weit eine Batterie bei diesen Veränderungen vorangeschritten ist, hängt von der bisherigen Handhabung und vom Alter ab.
    Motorbatterie und Verbraucherbatterie, auch wenn zu Anfang beide neu und gleich, werden sich wegen der unterschiedlichen Handhabung schon nach wenigen Zyklen deutlich unterscheiden.
    Wenn Du zwei oder mehrere auf diese Art unterschiedliche Batterien zusammenschaltest, auch temporär nur zum Laden mit Relais oder auch Splitter, werden sie sich in jedem Fall gegenseitig negativ beeinflußen. Nachdem beide die gleiche Ladungsspannung abbekommen, wird die eine nicht voll und/oder Du überlädst die andere. Beides nicht vorteilhaft! Auch spielt selbst der Einbauort eine Rolle, die Batterien könnten unterschiedliche Temperaturen haben, die Ladeleitung könnte unterschiedlich lang sein, und viele Unterschiede mehr.
    Um Nachteile zu vermeiden, muß Du sie dauernd getrennt halten, also auch getrennt laden!

    Noch krasser wird der Unterschied, wenn unterschiedliche Batterietypen eingebaut werden, was sehr sinnvoll ist. Die Starterbatterie muß kurzzeitig hohe Ströme bringen, wird aber sonst in Frieden gelassen. Die Verbraucherbatterie muß über lange Zeiträume kleinere Ströme liefern, soll aber die Spannung möglichst konstant halten. Heutzutage gibt es da unterschiedliche Technologien, sodaß jede Type woanders ihren Schwerpunkt hat.
    Wenn man auch noch z.B. teilweise auf LiPo umsteigt, geht es ohne B2B-Lader gar nicht mehr.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  4. #14
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    Hallo,

    nach deiner Logik muß demnach die Ladekennlinie mit dem Alter der Batterie jeden Tag abgeändert werden.
    Aber, genau das Gegenteil ist der Fall: sie bleibt konstant erhalten, egal was auch immer du dir denkst.

    Oder Tausch man jeden dritten Tag den Batterietyp durch, weil ansonsten Tatenlosigkeit droht?


    Peter

  5. #15
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    Vielleicht hast Du Deinen Batterien nicht genug Beachtung geschenkt, ihren Zustand nicht analysiert, Dir keine Gedanken gemacht.
    Oder wo ordnest Du die Erfahrungsberichte ein, die das Ende der Lebensdauer einer Batteriebank schon nach der 2. Saison beklagen? sogar mancchmal schon nach er Ersten? Und das Gegenteil, daß berichtet wird, daß das auch 10 oder mehr Jahre gehen kann?
    Es geht natürlich auch nach der "Plug and Play"-Methode eine Zeitlang ganz gut, manche Ladegeräte haben Automatiken drin, die Dir dieses Kümmern zum Teil abnehmen. Nichtsdestotrotz sind das phsikalische Größen, die man nicht wegdiskutieren kann, und die man vor allem nachmessen kann. Sie sind vorhanden, auch wenn man nicht nachmißt! (wie war das doch mit Schrödingers Katze?).
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  6. #16
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    Nichtsdestotrotz sind das phsikalische Größen, die man nicht wegdiskutieren kann, und die man vor allem nachmessen kann. Sie sind vorhanden, auch wenn man nicht nachmißt! (wie war das doch mit Schrödingers Katze?).
    Viele Grüße
    Hallo,

    was nützen Schlagworte wie "physikalische Größen", wenn ausnahmslos alle Geräte ihre Ladekennlinien unabhängig vom Alter der Batterien konstant halten?
    Wie kann das Wörtchen "konstant" derart missverständlich sein?


    Peter

  7. #17
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    Ja, wenn Dein Ladegerät nicht schlau genug ist, musst Du halt doch selber messen! Diese "Überwachungskultur" der Akkus war früher zu Zeiten der nachfüllbaren Akkus sehr viel ausgeprägter als heute, da wurde z.B. der Ladezustand akribisch mit dem Aräometer kontrolliert (auch auf meinem Schiff war so ein Ding). Wenn man nun glaubt, Überwachung sei nicht mehr nötig, weil es bei den wartungsfreien (nicht nachfüllbaren) Batterien nicht mehr so einfach ist, der bezahlt mit Lebensdauer der Akkus.
    Ich habe nie gesagt, daß man mit Splitter oder Relais nicht leben könne, aber " das Bessere ist des Guten Feind" nichts anderes war zu Anfang dieses Threads gefragt!
    Viele Grüße
    nw


    PS: An anderer Stelle in diesem Forum habe ich die Info mitgenommen, daß man doch auf sehr einfache Weise den Innenwiderstand eines Akkus messen kann! Offensichtlich hat sich das bei den Ladegeräteherstellern noch nicht herumgesprochen!
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  8. #18
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    Ja, wenn Dein Ladegerät nicht schlau genug ist, musst Du halt doch selber messen
    Hallo,

    wenn, wenn, wenn einem die Welt auf den Kopf fällt.
    Das ist doch komplett genau das Gegenteil von "einfach".
    Die Bedingung Ladekennlinie "Lichtmaschine" ist in Wahrheit voll ausreichend (IU) und ist auch für das geschwurbelste Ladegerät mit Schlangenöl komplett konstant. Alle können kompetent und betriebssicher Akkus aufladen.

    Eher standen die Leute, die sich etwas "besonderes" auf Biegen und Brechen dort hinoperierten, hinterher hier im Forum ratlos auf der Matte. Wegen Totalschaden, weil Toleranzen verringert wurden.


    Peter

  9. #19
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    Nachdem Du ohnehin bereit wärst Geld für ein B2B Ladegerät auszugeben, könnte als Alternative in Deinem Fall auch ein Lima zu Batterie Ladegerät Verwendung finden(Sterling).

    Was tut das Gerät? ..:
    Im Prinzip ist es ein Ladebooster der einfach an den Ausgang der Lima angeschlossen wird und eine Aufteilung der Ladeströme in Motor und Verbrauchsbatterien auf Prozessor gesteuertem Weg vornimmt.
    Der Vorteil bei diesem Gerät ist, dass man an der Lima keinen Eingriff vornehmen muss, da der Lima eigene Regler weiter in Betrieb bleibt und von dem Ladegerät gesteuert wird, quasi betrogen wird ...
    Die eigentliche Regelung welche auf die Batterien wirkt, wird vom Ladegerät vollzogen und ist so gut wie auf einer I0U0 Kennlinie basierend, das heisst , dass die Batterien immer voll werden und nicht wie von der Lima selbst mit einer W- Kennlinie dauergequält werden.

    Ein normaler Ladeverteiler hat auch den Nachteil durch den Verlust der Siliziumdioden von etwa 0,6V mit zu wenig Spannung bei den Batterien anzukommen wo zu diesem Zweck eine Referenzleitung zurück zur Lima gelegt werden muß um den Spannungsverlust durch die Dioden mit Reglerarbeit auszugleichen.

    Mit dem Lima2Batt Ladegerät hat man alle Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

    Natürlich gibt es auch einen Nachteil:
    Wenn der LimaRegler seinen Geist aufgibt funktioniert auch der Sterling Lima2Batt Regler nicht mehr, aber dieses Problem hätte man auch wenn man alles beim Alten ließe und mit Standard arbeiten würde.
    Nur der "normale" Ladebooster von Sterling umgeht den internen Regler der Lima, da muß man aber einen Eingriff an der Lima vornehmen, was aber auch hier bleibt ist dann die Tücke der Aufteilung.

    Der Lima zu Batt. Regler hat also alles im Paket was man so braucht, man kann ihn an die jeweiligen Batterietypen anpassen (Nass , AGM, US AGM, und Gel) und natürlich kann man das System auch weiter ausbauen mit einem Batt2Batt Regler, der etwa für weitere Bänke wie etwa der Batt für Bugstrahlruder oder ähnlich .

    Ich verwende dieses System seit mehreren Jahren, habe zusätzlich auf eine 100A Lima hochgerüstet und alles funktioniert prächtig.
    Das Gerät hat auch eine Temperaturkontrolle für Lima und den Regler selbst und fährt bei Überhitzung der Lima über 90°C den Betrieb auf normal herunter bis sich die Temp wieder normalisiert hat.

    Die Motorbatterie wird im Normalmodus durchgeschleift und nicht geboostet, das heisst sie zieht soviel wie sie braucht und danach regelt die Ladung ab. Was also will man mehr?

    Die Kosten sind überschaubar, bedenkt man die Einfachheit der ganze Sache, ein kühler Platz zum Einbau (also wenn möglich nicht im Motorraum oder entlang des Auspuff) ist allerdings Voraussetzung.

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