Hallo Silencio, seinerzeit, als ich dieses Projekt in Angriff genommen hatte, wußte ich nichts von einem einschlägigen Forum. Ich kannte ein paar Fachleute, die mir zwar das Prinzip der Seewasserkühlung erläutern konnten, aber der einstimmige Ratschlag war, das Schiff an einer besonders tiefen Stelle zu versenken, um die Entsorgungskosten zu sparen. Der Kostenvoranschlag der Werft am Ort sagte im Prinzip das Gleiche: Reparaturkosten weitaus höher als der Zeitwert = Totalschaden.
Ich bin nicht ganz ohne Schrauberkenntisse, jedenfalls was Kfz betrifft,und habe das Projekt "Learnig by Doing" ähnlich wie Du in Angriff genommen. Mein Hauptvorteil war, nur die Maschine war kaputt (fest), alles andere war leidlich brauchbar. Man hat mir auch prophezeit, daß das niemals was werden würde, aber mit der nötigen Harnäckigkeit ging das bis zum Erfolg. Ich habe das Schiff nach dieser Aktion auch richtig auf eigenem Kiel nach Hause gefahren.
Aus dieser Erfahrung heraus kann ich im Nachhinein sagen, wirklich unüberwindliche technische Hindernisse gibt es da nicht. Die Probleme liegen eher im eigenen Kopf. Ähnlich wie bei Dir wird das Ganze natürlich zum Verlustgeschäft, wenn man die eigene Arbeitskraft und aufgewendete Zeit buchhalterisch korrekt einrechnet. Der letztlich wichtigste Vorteil erscheint später, wenn man z.B. eine Langfahrt unternimmt in Gegenden, wo einem keine Werft unter die Arme greifen kann. Wenn man da im eigenen System mal die Finger drin hatte, kann man so gut wie alles bewältigen. Das wirkt kollosal beruhigend!
Viele Grüße und ein Gutes Neues
nw