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Thema: Vendée Globe

  1. #231
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    Zitat Zitat von K.Lauer Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich bin dankbar, von Dir etwas lernen zu dürfen, das schreibe ich ohne Ironie.

    Ich stinke nur gegen den Eindruck, das VG mit unfairen Argumenten zu überhöhen um im gleichen Zug die gestandene Masse zu ignorieren.
    Ich darf hier verraten: Ich Fieber aktuell für letzten in der laufenden Wertung, für den Finnen.


    Peter
    Die breite Masse stellt keine Rekorde auf, die breite Masse entwickelt keine neuen Materialien, tested keine neuen Schiffe die aus neue Materialien gebaut wurden, Foils sind für die breite Masse Teufelszeug etc...
    Die Breite Masse hat auch für diese Entwicklungen kein Geld!
    Das Segeln wurde in Frankreich so populär, weil es den National-Helden Tabarly u.a. gegeben hat...
    Den Nachwuchs, also die Jugend motivierst Du nicht mit einer Reise von Kiel nach Bagenkop...die wollen Träumen, das Unmögliche erreichen..

    Im Übrigen, dann bist Du auch gegen das Überhöhen des Americas Cup, des Admirals Cup und vermutlich der Atlantik Rally for Cruiser, oder ?

  2. #232
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    Hallo,

    was die Jugend betrifft, widerspreche ich Dir.
    Ich bin von ihr weit mehr begeistert, als von mir -
    Die sind auch weit realistischer mit ihren Ressourcen.
    Ich lassen mich gerne von denen beraten, aber nie in dieser absurden Richtung wies VG.

    Zum letzten Satz:
    Im Prinzip ja.

    Ich fieber höchstens für den Finnen.
    Ansonsten für Raketentechnik zum Verteidigen (Töten), aber wem sollte ich das zumuten?
    Undenkbar!


    Peter
    Geändert von K.Lauer (11.02.2021 um 13:00 Uhr)

  3. #233
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    Zitat Zitat von K.Lauer Beitrag anzeigen
    Hallo,

    was die Jugend betrifft, widerspreche ich Dir.
    Ich bin von ihr weit mehr begeistert, als von mir -
    Die sind auch weit realistischer mit ihren Ressourcen.
    Ich lassen mich gerne von denen beraten, aber nie in dieser absurden Richtung wies VG.


    Peter
    Dann hast Du noch nie der Jugend richtig zugehört. Um welche Ressourcen geht es? In meinem Verein, haben die Jugendlichen schon den Wunsch moderne Boote zu segeln und auszuprobieren...deswegen werden die alten Tourensegler stets gefragt, ob sie die Juegndabteilung unterstützen könnten! Sie suchen Sponsoren und finden auch welche und segeln begeistert Regatten (und wir alten Säcke jammern nicht über den Regatta-DSV)....
    P.S.: wenn es um die Ressource "Geld" geht, dass ist in der tat der limitierende Faktor...

  4. #234
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    vermutlich segelt die jugend inzwischen eher virtuell?, die 150.000 teilnehmer der virtuellen VG (das wars) haben nunmal per mausklick entschieden nicht die polaren deines schiffes als referenz für ihr spiel zu nehmen sondern von imocas... interessanterweise haben sie dieses mal nachgewiesen wo 11 tage liegen blieben, ~15ooo kamen innerhalb von 24h nach 69 tagen an, die realitäts segler übernehmen inzwischen die wetter strategien der virtuellen, nicht umgekehrt

    schlafmangel nach der regatta haben beide, 69 tage internetspiel spielen halte ich auch für absurd, wird aber offensichtlich von einer derartigen anzahl menschen gemacht

    tatsächlich sind wir (und damit meine ich nicht uns beide) nahe dran, den letzten verbliebenen menschen auf einem solosegler schiff auch noch an land zu lassen... physikalisch theoretisch geht die länge, also schiffsgrösse, bei einem foilerschiff nicht mehr unbedingt immer positiv in die durchschnittsgeschwindigkeit ein, also albatrosgrösse dürfte bald ausreichen denke ich, damit verkleinert sich eillings "wumps" dann auch

    Nr. 15 der echten, ist heute morgen angekommen, und die nächsten 4 werden alle heute noch erwartet, helden oder nicht diese gleichzeitigkeit nach 94 tagen ist ein neues phänomen, spricht letztlich für ebenbürtige möglichkeiten von mehreren
    haribo

  5. #235
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    Noch etwas zur Historie.
    Donald Crowhurst war der tragische Protagonist eine Films bei dem der große Eric Tabarly die Beratung beisteuerte, ergreifend.


    Zitat Zitat von haribo Beitrag anzeigen
    .........

    die route des VG basiert ja auch nur abstrakt auf der alten tee-klipperstrecke bzw der ausschreibung durch die sunday times .........
    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  6. #236
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    Zitat Zitat von haribo Beitrag anzeigen
    nicht diese gleichzeitigkeit nach 94 tagen ist ein neues phänomen, spricht letztlich für ebenbürtige möglichkeiten von mehreren
    Hallo,

    ich vermute, die Imocas können gut mit einer Wetterdomäne mithalten.
    Die vorderen stechen in schwächere Winde vor und werden ausgebremst, die hinteren bekommen mehr Rückenwind und holen auf.

    Entscheiden ist dann nur die Wette im Voraus zum optimalen Zeitpunkt auf die stärkste Domäne (oder Wetterblase) zu wechseln.
    Wem das nicht so gut gelingt, fällt in die nächst zurückliegende Wetterdomäne zurück.


    Peter

  7. #237
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Donald Crowhurst war der tragische Protagonist eine Films bei dem der große Eric Tabarly die Beratung beisteuerte
    ???
    Der Film "Vor uns das Meer" ist von 2017.
    Tabarly verunglückte 1998.

  8. #238
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    eigentlich tragischer als der blender crowhurst war neigel tetley beim golden globe race 68-69, beide waren mit ähnlichen trimaranmodellen unterwegs (piver victress, 40 fuss plywood tri´s), im gegensatz zu crowhurst hatte tetley die welt aber schon umrundet (alle längengerade nacheinander in der gleichen richtung überquert, sowie dabei zweimal den äquator) und pushte sein schiff zu doll wegen der crowhurstschen fehlmeldungen... bis es zerbrach und er nahe der azoren in der rettungsinsel saß, hätte er die letzten 1200sm noch geschafft hätte er haushoch gewonnen, da er gegenüber dem sieger knox johnston mindestens 50 tage vorsprung hatte, seine durchschnittlichen etmale mit 116sm/tag waren einfach 20% schneller als knox-jonstons der 96 sm/tag schaffte

    wikipedia schreibt bis heute das tetley in einem 6,7m schiff unterwegs war, so ist es halt

    es sind schaltstellen der historie, hätte ein tri gewonnen würden heute evtl tris die mehrzahl aller segelyachten ausmachen, es war noch nicht entschieden welches modell sich für die industrie der siebziger jahre durchsetzt,

    nicht nur die frage der schiffsstabilität "kiel vs multihull" stand zur entscheidung an, auch die materialfrage war offen, die stahlindustrie sponsorte motessier mit einem schiff zum materialpreis, chay blyth liess sich später von britisch steal sponsorn... sponsoring geht also auch nichtmal immer vom teilnehmer aus
    Piver-Nigel-Tetley-Golden-Globe.jpg
    Geändert von haribo (12.02.2021 um 14:03 Uhr)

  9. #239
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    Na ja, früher hieß es auch immer zur Rechtfertigung von Autorennen, dort würden Innovationen für den Serienbau der Autoindustrie entwickelt und getestet. Inzwischen hat man in der Formel 1 all die schönen elektronischen Helferlein eines Mittelklasse-Plw verboten. die mangelndes fahrerisches Können ausgleichen. Es ist nur noch Werbung! Back to the roots? Multihull hat Freunde und Vorteile gegenüber den üblichen Einrumpf-Ballastrasportern, nur nicht, wenn man im Sommer im kleinen Ostseehafen einen Liegeplatz sucht. Und mit Familie muß das Teil schon recht groß sein um Frau und Kindern länger zu gefallen. Ob Foils je breitensporttauglich sind, habe ich so meine Zweifel, schon da das durchschnittliche Urlaubsboot kein dafür notwendiges Leichtgewicht ist. Aber klar, alles was schnell macht, findet seine solventen sportlichen Liebhaber und wenn die "Flügel" erst beiklappbar sind oder eingezogen werden können.......

  10. #240
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    Zitat Zitat von haribo Beitrag anzeigen
    ....

    nicht nur die frage der schiffsstabilität "kiel vs multihull" stand zur entscheidung an, auch die materialfrage war offen, die stahlindustrie sponsorte motessier mit einem schiff zum materialpreis, chay blyth liess sich später von britisch steal sponsorn... sponsoring geht also auch nichtmal immer vom teilnehmer aus....
    Neeneenee, das kann ich so nicht stehen lassen. Moitessier hatte sein Schiff zu dem Zeitpunkt schon etwa 8 Jahre, war damit in der Südsee und hatte bereits einmal Kap Horn umrundet. Nachzulesen in "Kap Horn, der logische Weg".
    Wie er an sein Schiff kam ist so eine typisch französische Geschichte. Er kam nach dem Schiffbruch mit Marie Therese II mittellos nach Frankreich, hielt sich mit Schreiben und wasauchimmer über Wasser. Seine Geschichten faszinierten die Franzosen, später wude vieles auch übersetzt. Z.B "Vagabund der Meere (Orig. Vagabond de Mer del sud oder so ähnlich) erreichte auch in deutschland viele Menschen.
    Ein junger Konstrukteur, Jean knocker, war fasziniert von den Geschichten und bot sich an, ihm ein Schiff zu zeichnen nach seinen Vorstellungen. Die diskutierten lange hin und her, Moitessier wollte Holz, wollte hohe Vollholzmasten, lieber früh reffern als zu langsam, wollte aber kein Rennschiff sondern einen gut segelnden sicheren Lebensraum. Wenig Tiefgang wegen der schönen Ankerbuchten, Spitzgatter wegen der damals gängien Meinung ein breites Heck wäre riskant bei Wellenschlag, und, und und...
    Alles zusammen ließ sich damals am besten in Stahl umsetzten und Moitessier willigte ein. Keine Verkleidungen im Innenraum, kein vergossener Kiel, sein Plan war, wenn schon Stahl dann alles zugänglich.
    Joshua erinnert stark an einen Colin archer und vieles ist ziemlich abgekupfert, aber ich sage mal vorsichtig für Moitessiers Anforderungen "neu interpretiert" und auf den Stand der Zeit gebracht..
    Mr. Fricaud, ein Anlagenbauer aus Tarrare an der Rhone bot sich an das Schiff zum Materialkoatenpreis zu bauen. Er war eigentlich spezialisiert auf Drucktanks für hydraulische Anlagen, aber war ebenfalls ein "Fan" von Moitessiers Geschichten. Sicherlich hatte er auch den Hintergedanken sich ein neues Geschäftsfeld zu erschließen was ja auch funktioniert hat, die Werft Meta, später Metalu ist daraus hervorgegangen. Der Bau wäre eine Geschichte für sich, aber ich fasse mich heut mal kurz.
    Dann hat Moitessier eine Weile zur Finanzierung Segelschüler im Mittelmeer kutschiert (noch eine Geschichte für sich) ujnd ist irgenwann mit seiner Frau los Richtung Tahiti.

    Daraus zu machen "Er wurde von der Stahlindustrie gesponsort (um Stahl zum Durchbuch zu verhelfen) ist soweit vereinfacht dass es einfach nicht stimmt, da wird die Geschichte bis zur unkenntlichkeit verstümmelt.

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