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  1. #1
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    Standard Rund Pelepones oder lieber hin und zurück?

    Moin,

    im Juli habe ich 2 Wochen ab Athen gechartert (Familiencrew auf Oceanis 37). Ich will die Peleponesküste runtersegeln, um die Ecke und möglichst bis Pylos kommen. Von da aus wieder zurück oder weiter und durch den Golf/Kanal von Korinth? Zu weit? Ist es da überhaupt schön?

    Bin für jeden Hinweis und jede Anregung dankbar.

    Gruß
    Matze

  2. #2
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    Aaargh! Mit "o"...

  3. #3
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    Ja. Und Doppel-"n"

    Klugscheißermodus aus:

    Zu Deiner letzten Frage: Ja, es ist sehr schön, nicht zuletzt, weil noch sehr ursprünglich.

    Aaaaaber: Ob bis Pylos und retour oder rund Peloponnes is bei nur zwei Wochen völlig wurscht; beides ist Stress pur, erst recht als Familiencrew. Im Süden der Peloponnes kannst Du mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit damit rechnen, den Wind auf die Schnauze zu bekommen, 30 - 40 kn sind dabei keine Seltenheit, auch über Tage hinweg, vor allem an den Kaps Maleas und Tainaron; wie's dabei mit dem Seegang ausschaut, kannst Du Dir angesichts des Fetch selber ausmalen.

    Und wenn Du zurücksegelst, musst Du in der Ägäis mit ebenso hoher Wahrscheinlichkeit gegen den Meltemi. Bei der Variante durch die Golfe von Patras und Korinth hast Du den Wind entweder (fast) genau von achtern oder von vorn, wobei im Sommer die Wahrscheinlichkeit westlicher Winde die höhere ist; Seegang ist zwar nicht so hoch wie im Ionischen oder der Ägäis, kann aber trotzdem ruppig sein.

    Ich würd's mir in so kurzer Zeit nicht antun; bedenke, dass Du kaum Zeitreserven einplanen kannst. Aber vielleicht gehört ihr ja zu den ganz Harten.

    Gruß

    Benno

  4. #4
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    Hallo Benno,

    vielen Dank für den Beitrag! Hatte mir selbst schon gedacht, dass das sehr ambitioniert ist, zumal mit Familie...Eine Frage zum Wind: Ich war bisher der Meinung, dass der Meltemi im Saronischen Golf noch ein Thema ist, weiter südlich aber eher mit (moderaten) Scherwinden aus Süd und ganz im Süden dann wieder mit Meltemi (aber deutlich schwächer als in den Kykladen) zu rechnen sei. Was Du schreibst, klingt eher nach Süd- oder Westwind in Sturmstärke. Wie sieht´s denn da unten üblicherweise im Hochsommer wirklich aus? Ich bin auf Törnberichte gestoßen, die eher ein Windszenario wie von mir angenommen, nahelegen...

    Gruß
    Matze

  5. #5
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    Das mit dem Wind bei Kap Malea ist wohl richtig, genauso gut kannst du das aber bei Flaute unter Motor umrunden, so wie bei uns 2015.
    Der Meltemi ist nach meinen Beobachtungen entlang der Ostküste des Peloponnes nicht so stark ausgeprägt wie weiter östlich.
    Einmal um den Peloponnes herum sind ca. 400sm ohne Abstecher. Ob man sich das in 14 Tagen antun will mit einer 37er muß man selbst entscheiden. Auf der Westseite hast du meist NW, im Golf von Patras ist W üblich, auf der Ostseite halt i.d.R. N wenn auch wie gesagt nicht so stark wie weiter östlich. Und im Süden bläst es tagsüber gerne mal von S in die Golfe hinein.

    Ein Rundumsorglos-Paket läßt sich daraus leider nicht schnüren.

    Bedenke auch, daß die Passage durch den Kanal von Korinth nicht ganz billig ist. Für eine 37er dürfte das irgend wo bei €150 liegen.

    Das gesagt hat der Peloponnes natürlich einiges für sich. Es sind wenig andere Yachten unterwegs. Charterbasen gibt es nicht. In Pylos liegen 2-3 Yachten aber das war's dann auch. In zwei Wochen würde ich (abhängig von der Situation bei Kap Malea) maximal in den Lakonikos Golf, also den zwischen Mittel- und Ostfinger mit einem Abstecher nach Kythira. Zurück dann mit einem langen Schlag über Mylos und die westlichen Kykladen. Das aber auch nur, wenn der Meltemi nicht zu stark ist.
    Michael
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  6. #6
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    Standard

    Ich habe vor 2 Jahren den Törn gemacht.
    Athen Salamina Korinth Galaxidi Navpaktos Kylini Zakynthos Phylos Finikounda Mani(Porto Kago) Neopolis Monemvasia und über Aegina wieder hoch nach Athen.

    Wir sind langjährige, ich denke einigermaßen erfahrene Segler aber keine Meilenfresser. Schiff war ne 32er SO.
    Der Törn war 3 Wochen. War für uns an der unteren Grenze, da wir gerne Mal bummeln und öfter verweilen, wir machen allerdings auch immer gerne mal einen 70/80 Meilen Nachttörn. Das heisst dass ich mir oft etwas mehr Zeit gewünscht hätte um hier und da noch ein wenig zu bleiben.
    Das ist aber Recht subjektiv. Ich kenne Crews die haben rund Peleppoles in 2 Wochen gemacht und dabei noch Kreta mitgenommen. Das ist aber echt meilenfressen. Dann habe ich (in Phylos) ein junges Pärchen mit netten alten HR35 getroffen, die machten unseren Törn in 3 Monaten. DIE waren gechillt

    ... wenn Fragen dann fragen.

    Viele Grüße
    Vic
    Geändert von Vic (20.01.2018 um 15:25 Uhr)

  7. #7
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    Standard

    Seit einigen Jahren organisiere ich One Way Törns ab Korfu rund um den Peloponnes. Bewährt haben sich 3 x 2 Wochen:
    Korfu - Kalamata, Kalamata - Athen, Athen - Korfu. Alle drei Abschnitte sind sehr reizvoll, man kommt in sehr einsame Gegenden, der Wind ist in den Sommermonaten meist nicht zu viel, eher zu wenig. Man könnte ev. eine oder zwei Wochen "einsparen", die Grundidee von so einem Törn geht dabei aber verloren.
    LG

  8. #8
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    Standard

    ... japp. Das mit der "Grundidee" bringt es auf den Punkt!

    Vic

  9. #9
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    Standard

    Vielen Dank für die Antworten!

    Ich werde dann mal sehen, wohin und wie weit uns der Wind (aus welcher Richtung und mit welcher Stärke auch immer) weht. Als Maximalziel habe ich jetzt erstmal Porto Kagio veranschlagt, mehr scheint mir nach einem kritischen Blick auf die Seekarte und Lektüre eurer Kommentare tatsächlich zu stressig. Letztes Jahr haben wir im Ionischen Meer in zwei Wochen zwar auch knapp 350 Meilen gemacht; mehr wäre den Kindern aber wohl nicht zuzumuten gewesen, das war an der Grenze.

    Grüße
    Matze

  10. #10
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    Standard

    Würde Dir Athen - Hydra - Monemvasia - Elafonisos - Porto Kagio - Kythera und am Weg retour Spetses - Poros etc. empfehlen.

    Die Winde sind entlang der Östküste des Peloponnes meist nicht so stark, obwohl wir dort im Juli auch schon des öfteren Windstärken bis 9 Bft. erlebt haben. Du findest dort am Weg aber überall gut geschützte Ankerplätze oder auch kleine Stadthäfen...
    Wenn du zu der gegend Revierberichte suchst, wir haben über viele der Orte schon ausführlich bebilderte Berichte erstellt...
    http://www.untersegeln.eu/segelrevie...-griechenland/

    LG Markus
    www.untersegeln.eu / UNTER SEGELN zu den schönsten Orten der Welt.

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