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  1. #61
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    Hallo, eigentlich habe ich schon aufgegeben, hier jemand überzeugen zu wollen, aber ich habe extra ein Foto geschossen, um es hier zu präsentieren:http://www.mariner.lima-city.de/DSCF0785.JPG
    Paßt zwar überhaupt nicht in ein Seglerforum, zeigt aber deutlich diese Schaum-Glasgewebe-Harz Bauweise:
    Ich habe mir für mein Kanu einen Transportwagen gebaut. Da spielt das Gewicht auch eine wichtige Rolle, deshalb habe ich diese Bauart gewählt. Ich habe es nicht gewogen, aber das ganze Ding ist vielleicht 200g schwerer als die Einbauten, also Räder, Achsen und Ösen. Es besteht aus Stücken von 20mm-Schaumplatten, zunächst grob vorgeschnitten. Dann in der beschriebenen Weise mit je einer Lage Glasgewebe zu Klötzen zusammengeklebt. Dann die Außenseite per Schleifen mit Schwingschleifer bearbeitet, dabei die konkave Seite genau an die Seitenwand des Kanus angepaßt. Für die Einbauten (Achsstummel, Ösen (aus Kleiderbügel)) die entsprechend genau passenden Nuten eingefräst, Dann alles mit Harz verklebt und gleichzeitig auf alle Oberflächen 1 Lage Glasgewebe auflaminiert. Dabei darauf geachtet, daß die Einbauten ausreichend Klebekontakt zu den Glasfaser-Zwischenlagen bekommen.
    Das Ganze funktioniert besser als gedacht, insbesondere ist es viel stabiler als nötig. Wenn man mit den aufgeladenen Kanu (mit Gepäck drin) über eine Holperstrecke fährt (Die Umtragewege sind selten perfekt glatt gebahnt), dann können durch die ungünstigen Winkel auch größere Krafte als 100kg auf die Ösen wirken, von den Achsstummeln ganz zu schweigen.
    Auch das mußte ein Selbstbauprojekt sein, denn sowas (so leicht, so klein, so leicht handhabbar) gibt es nicht zu Kaufen!
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  2. #62
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    Zitat Zitat von haribo Beitrag anzeigen
    ich werd nicht schlau draus was genau bei POC alles erprobt werden sollte,

    haribo
    Ich hab auf dem IMM auch mit dem Konstrukteur gesprochenund lange gebraucht, bis ich das Verfahren durchschaut habe.
    Der Konstrukteur möchte sich einen grösseren Tri zum reisen ohne aufwendigen Formen- oder Grüstbau bauen.
    Formgebendes Element ist eine verlorene Aussenhaut aus Abreissgewebe in verbindung mit einer inneren Luftblase aus PVC Folie. Das ähnelt dann der Formgebung eines Schlauchboot Rumpfes, erfordert aber viel Verputz- und Schleifarbeit, daher das hohe Gewicht der Aussenrümpfe.
    Um die Machbarkeit dieses Verfahrens zu testen, hat er daher erst einmal einen kleineren Tri gebaut.

    Gruss
    Horst

  3. #63
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    oh ha, aber wie ist die wand denn nun aufgebaut wenn er sie von innen aufbläst kann es ja erstmal kein schaum sein??? bzw fals doch bräuchte er für den schaum ja doch wieder eine äussere form???

    oder erstellt er aus einer schaumplatten eine röhre die er unten zusammennäht und innen eben mit überdruck aufpustet, das wäre ja mal tatsächlich ne neue technik
    haribo

  4. #64
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    Aus der HP:
    " Allen voran das Fertigungskonzept der Rümpfe, das von Freddy entwickelt worden ist: wir blasen die Rümpfe monolitisch in einem mehrphasigen Vakuum-Infusionsverfahren. Ziel ist ein stabiler und leichter Rumpf, bei dem die Innen- und Außenschale fest miteinander verbunden ist. Um das neue Fertigungsverfahren in der Praxis testen zu können und dabei die Materialkosten im Auge zu behalten, entscheiden wir uns für den Bau eines Prototypen. Die drei Rümpfe eignen sich hierfür perfekt, zum Testen des Verfahrens an sich, aber auch* zum Testen der Materialien, z.B. verschiedene Harze, Gelege-Arten, Spachtelmaterialien (inkl. der Techniken) und Lacke"
    Quelle : https://www.projekt-grenzgaenger.com/der-prototyp/

    Vakuum blasen ?
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  5. #65
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    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    Vakuum blasen ?
    Das "Blasen" bzw. Blasformen ist ein Fertigungsverfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus thermoplastischen Kunsstoffen.
    Im Falle der POC wird kein Schlauch aufgeblasen und in die Form gepresst, sondern das Laminat per Vakuum (Vakuum-Infusionsverfahrenan) in die Form des Hohlkörpers bzw. des Rumpfes gepresst.

  6. #66
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    Welche "Form",welcher Rumpf ?
    Der Erbauer ( Freddy) hat lt. woodpecker auf aufwändigen Formen- und Gerüstbau verzichten können/wollen.

    Wie das Vakuum- Infusionsverfahren funktioniert wissen wir. dabei braucht es aber keine aufwändigen Spachtelarbeiten..
    Auch ergibt dieses Verfahren keine innen- und Aussenschale, es bedarf jedoch eine Negativform.

    Was hat der Freddy denn nun da neu entwickelt ,der auch "nur" das Infusionsverfahren modifiziert ?
    Zumindest die Spanform der Schwimmer in den vorderen Sektionen weist auf etwas neues hin. Sie scheint durch sein Konzept im Shape limitiert ?
    Aben die Erbauer in der HP evtl Inner- u. Outer-Skin m. Innen- und Aussenschale falsch übersetzt ?

    Hat er vielleicht das Infusionsverfahren an einer Positivform angewendet, beispielsweise einem "Schlauchbootrumpf" " ?
    Dass könnte den Scwimmershape und das Wort " monolithisch" ( Rumpf und Deck in einem Rutsch) erklären.

    Die Abwicklungen für einen schlanken Schlauchrumpf können denen des Monocat v. Stellmach ähneln:
    http://www.mono-cat.de/bau.htm
    Geändert von supra (05.02.2018 um 10:14 Uhr)
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  7. #67
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    Auf der HP von Freddy ist das ganze extrem verkürzt beschrieben, und daher etwas verwirrend.
    Hab ja auch bei meinem ersten Eintrag zum POC darauf hingewiesen, dass ich sehr lange gebraucht habe, das Verfahren zu durchschauen.
    Ich versuchs mal etwas ausführlicher.
    Die Aussenrümpfe sind monolitisch ohne Schaumkern.
    Der Mittelrumpf besteht aus einem Monolitisch erstellten Innenrumpf, der dann mit Styrodurleisten mit Fliesskanälen und teilweiser Glasfaserumwicklung (Jede 2. Leiste) belegt wird.
    Darauf kommt dann das Aussengewebe und die Abdichtung für das Infusionsverfahen mit den verschiedenen Infusionsstellen.
    (wie schon von Supra vermutet, das Infusionsverfahren über einem Positivkern, hier der Innenschale)
    Das "mehrstufige" monolytische Verfahren für die Aussenrümpfe und die Innenschale des Mittelrumpfes:
    Die Form wird durch eine Hülle aus Abreissgewebe vorgegeben (Prinzip Schlauchboot) , die mittels eines Reissverschlusses geöffnet wird, um das genau zugeschnittene Glasgewebe, die Fliesshilfen für das Infusionsverfahren und die aufblasbare Innenhülle mit Trennfolie einzulegen.
    Dann wird der Reissverschluss geschlossen und die Innenhülle aufgeblasen, um das Glasgewebe an die Schlauchbootartige Aussenhaut anzupressen.
    Bei der Innenschale des Mittelrumfes wird die Form noch durch zusätzliche Zugpunkte korrigiert.
    Anschliessend wird das Glasgewebe im Infusionsverfahren mit Harz getränkt und ausgehärtet.
    Dann kann die Innenhülle jeweils am Spiegel herausgezogen werden, und auch die äusere Hülle aus Abreissgwebe entfernt werden.
    Die aufwendigen Schleifarbeiten ergeben sich beim Mittelrumpf durch das Infusionsverfahren auf der Innenform , und bei den Aussenrümfen durch die nicht ganz ebene Schlauchbootform.
    Letztere ist ist es auch, die die Formgebung etwas Limitiert (Supra).

    Gruss
    Horst

  8. #68
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    Zitat Zitat von censeo Beitrag anzeigen
    Das "Blasen" bzw. Blasformen ist ein Fertigungsverfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus thermoplastischen Kunsstoffen.
    Im Falle der POC wird kein Schlauch aufgeblasen und in die Form gepresst, sondern das Laminat per Vakuum (Vakuum-Infusionsverfahrenan) in die Form des Hohlkörpers bzw. des Rumpfes gepresst.

    aber er benutzt keine thermoplastischen materialien ?, jedenfals nicht für die schwimmer, oder?

    mir würden bilder bzw nen schnitt helfen beim verstehen
    haribo

  9. #69
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    Ich habe mich endgültig für die Stich and glue Variante entschieden.

    Ich habe mir weitere unzählige Bauberichte und Videos angeschaut- und diese Variante scheint mir die beste für mich als Neueinsteiger, zumal ich in der Verarbeitung mit Holz schon etwas Erfahrung habe, mit Sandwich oder Foam gar nicht.

    Alles andere sind für mich Experimente, auf die ich mich nicht einlassen will. Ich habe keine Lust auf Error. Vorallem möchte ich den Aufwand an Laminiren und schleifen möglichst gering halten.
    Kein Ultraleichbauexperiment, sondern stabil mit kleinem Sicherheitsfaktor. Natürlich so leicht wie es eben irgendwie geht.

    Im Groben:
    -Der Aufbau wird ein mit geschäfteten Sperrholzplatten(6mm) beplanktes Innenskelett.
    -Stärker beanspruchte Teile des Rumpfes bekommen 1 bis 2 Schichten (?) GFK. Wie zb das Unterwasserschiff (stark beansprucht u.a. beim Trailern)
    -Der Rest bekommt farblosen Lack oder Gelcoat.

    Auch optisch verspreche ich mir einiges von der Holzbauweise.

    Falls jemand mit Know How bzgl. Harzen/Holzen/Geweben (gute und Schlechte Efahrungen, wovon sollte man die Finger lassen) trumpfen kann: her damit.

    Danke an alle für den Input, Ich bin hier auf sehr Interessante Herstellungsverfahren gestoßen, die aber leider für mich nicht in Frage kommen.

    Der Bau Beginnt im Frühjahr, eine Fotostrecke folgt, Erfolg vorausgesetzt.

  10. #70
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    Sehr gut , KISS ( keep it simple stupid).
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