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  1. #21
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    Hallo, Woodpecker, man hat auch schon nicht geglaubt, daß man ein Surfbrett mit 4 kg bauen könnte, An anderer Stelle hier wurde schon bemerkt,, daß das 3-5 fache normal wäre. Nimm 1/5 vom Standard-Gewicht, dann wären wir ja beieinander!
    Diese Hartschaumplatten-Bauweise ist offenbar so ungewöhnlich, daß hier abgesehen von mir niemand wirklich Erfahrung damit hat.
    Ich denke schon seit einiger Zeit über ein anderes Projekt nach, das Dich vielleicht auch interessiert, sodaß Du es für Dich in Erwägung ziehst:
    Ein wirklich leichtes, platzsparend zu verstauendes, festes Dinghi! Auch da gibt es fertige Pläne nach der Stitch and Glue -Methode, ein Dinghi, das in 2 bzw 3 Teile zerlegbar ist, und die Teile zum Stauen ineinander geschachtelt werden können, passend und individuell gefertigt für das eigene Schiff!
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  2. #22
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    ............ Wenn man die von mir geschätzten 50kg (klingt ziemlich unwahrscheinlich? ist einfach von einem 4kg-Surfbrett nach oben extrapoliert) ........
    Ja, Sucher,
    klingt unwahrscheinlich. Blanks bestehen aus Schaum mit ca. 60kg/m³, das ergibt für ein Board von ca. 100l eine Masse von 6kg. Da kommt dann noch GfK, Schlaufen, Finnenkästen, Lack, .... dazu.
    Wenn Du einen Mördersinker von 70l mit 10-11kg hinbekommst bist Du ein Ass.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  3. #23
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    Einen 6m Trimaran möchte der TE bauen.

    User "Sucher" erfindet den Bootsbau neu.


    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    Hallo rosti_123, .........
    Grob geschätzt kann ich mir vorstellen, daß Du unter 50kg bleiben kannst, wenn Du Dir Mühe gibst.
    Viele Grüße
    nw

    Will man als Laie Holz und leicht und mehrrümpfig, bietet sich m. E. zumindest f.d. Schwimmer stressed-ply an.
    Den Mittelrumpf würde ich Scharpie oder einfach Knickspant mit Ratio v. 10plus bauen.
    Woods, Brown, Cross und viele andere Designer machen es seit Jahrzehnten nicht umsonst genau so.
    Es ist eben leicht, kostengünstig und auch v. Laien beherrschar
    Die Gougeons beschreiben, neben vielen anderen, wie stressed -ply geht.
    Ihr Buch gibt es seit einigen Jahren als download :
    https://sites.google.com/a/rajano.st...bau-3926308001

    Ansonsten empfehle ich ebenfalls die Site dieses smalltrimaran-guys.
    Man muss da viel durchklicken, findet aber enorm viele Anregungen, Lernt grundsätzliches , findet viele Links.
    Im Idealfall findet der TE dort einen passenden Bauplan der genau seinem Lastenheft entspricht.
    Er bräuchte das Rad also nicht neu erfinden. Als Anfänger würde dieses Rad evtl. eh eierig mit exzentrischer Achse.

    Vielleicht passt ja schon dieses seit Jahrzehnten bewährte und beliebte Boot:
    https://www.boatdesign.net/attachmen...re-pdf.103520/

    Das obige Boot wiegt übrigens viermal so vie wie eines nach Suchers Bauweise.
    Geändert von supra (31.01.2018 um 18:09 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder
    Schabowski: " ...sofort, unverzüglich. "

  4. #24
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    Hallo grauwal, ich gebe zu, das war ein Rekordversuch, keine Standardbauweise. Es wurde gezielt für meine Schwägerin angefertigt, ein schmales zierliches Persönchen von vermutlich weniger als 40kg (eine Dame fragt man nicht nach ihrem Gewicht). Es wurde vom Schaumkern auch alles Unnötige weggeshaped. Der Schaumkern wurde aus 3 Streifen zusammengesetzt, also 2 Verstärkungsfugen. Der Kern wurde im Prinzip auf die Mindestdicke, die durch die Einbauten (Mastschiene, Finnenkasten, Fußschlaufenösen)vorgegeben war, reduziert. Anhand des Gewichtes konnte man das Volumen bestimmen, damit es kein Sinker wurde (das haben wir damals später immer gemacht, das Volumen auf den Fahrer zugeschnitten). Der Schaumkern wurde NICHT ausgehöhlt, eine damals übliche Methode zur Gewichtsreduzierung. Es wurde auch nur eine Lage Gewebe auflaminiert, nur die reine Standfläche bekam 2 Lagen
    Das Ergebnis war fahrtechnisch absolut phänomenal. Ich meine das Brett (mit der richtigen Fahrerin) kam schon ab 2 Windstärken ins Gleiten, sie fuhr damit allen davon.
    Ich weiß natürlich nicht mehr, welchen Schaum wir damals genau verarbeitet haben, es war sicher so ähnlich wie dieserhttp://www.xps-waermedaemmung.de/wp-...insulation.pdf, und der hat 30kg/m³. Um 80kg Auftrieb zu erzielen,braucht man nicht mal 2kg Schaum, bleibt noch Spielraum für Laminat und Einbauten!
    Viele Grüße
    nw

    PS: es gibt auch leichtere geschlossenporige (!) Schaumqualitäten!
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  5. #25
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    hallo, man kann dreisatz auf jedem fluss rechnen, wenn man will auch mehrmals auf dem selben:
    30x80/1000=2,4 kg für 80l volumen

    es gab mehrere designer welche erst auf nem tisch flache platten aus schaum und gfk herstellten und danach verwendeten genau wie sperrholz, aber sicher nicht mit 20mm plattenstärke fürn 6m tri

    es gibt ansich keinen grund eine sperrholzplatte flächig mit gfk zu überziehen sie ist ja so schon lakierbar...
    gruss haribo
    Geändert von haribo (31.01.2018 um 18:52 Uhr)

  6. #26
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    Hallo Haribo, die 20mm Platten waren ein Anhaltspunkt, ein Beispiel. Wenn Du es drauf anlegst, gibts die für Isolierzwecke bis 200mm, wenn Du sie Dir extra zuschneiden läßt, auch mehr.
    Der spezielle Punkt für die Stabilität ist nicht, daß man den Schaum so verarbeitet, wie er aus dem Baumarkt kommt, sondern er wird vorgebogen! Damit er sich nicht wieder zurückbiegt, wird er vor dem Biegen in Streifen geschnitten, und im gebogenen Zustand wieder zusammengeklebt. Dabei kommt in die Fuge eine Lage Glasgewebe, das dieser gebogenen Platte die vielfache Stabilität verleiht als der ursprünglichen Schaumplatte. Wenn Du als Ausgangsmaterial eine dickere Platte nimmst, etwa 100mm, kannst Du, nachdem Du ihr nach dem obigen Verfahren eine Krümmung verliehen hast, ihr in der anderen Richtung, quer dazu per Schleifen (beim Surfbrettbau nennt man das "shapen") eine Krümmung mit dem gleichen Radius verpassen. Dabei kommt ein Kugelsegment heraus. Das kannst Du dann mit einem Decklaminat versehen (laminieren kann man auch sphärisch gekrümmte Flächen) und hast damit ein äußerst stabiles Kugelsegment. Ich nehme an, es fällt Dir nicht schwer, diese Techniken auf einen Bootrumpf zu übertragen, der auch sphärisch gekrümmt ist bzw. sein kann.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  7. #27
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    Hallo Sucher
    Mach doch einfach ein Neues Thema "Surfbrettbau" auf.
    Bei einem Boot mit fest verstagtem Mast gibt es ganz andere Anforderungen an die Statik, verglichen mit einem Surfbrett.
    Und zwischen Einrümpfern und Mehrrümpfern liegen noch einmal Welten in der Statik.
    Und wie Supra schon schrieb, kann Sperrholz von einem Anfänger viel besser beherrscht werden als GFK !!!
    Und bei der von Haribo erwähnten Vorfertigung von Sandwichplatten ( Bader Werft, Rosslau) werden diese auch unter Vacuum verklebt.
    Gruss
    Horst

  8. #28
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    Hallo Woodpecker, nein ich will kein Surfbrett mehr bauen, die Zeiten sind vorbei! Nachdem ich jedoch mit der zugehörigen Bauweise offensichtlich mehr Erfahrung habe als andere Foristen, kann ich da wohl ein paar Hinweise geben. Nichts anderes habe ich getan. Ganz klar eignet sich diese Bauweise nicht für einen (billigen) Serienbau, weder bei Surfbrettern noch bei Tris. Das heißt jedoch nicht, daß man einen Eigenbau nicht damit erstellen könnte. Umgekehrt kann man sagen daß die traditionellen und erprobten Bauweisen zwar im Serienbau üblich sind, aber bei einem Selbstbau keine wirklichen Vorteile bieten, sondern insbesondere bei Kosten und Arbeitsaufwang eher gravierende Nachteile. Wenn also jemand an den Selbstbau rangeht, warum nicht eine Technik nutzen, die dem Serienbau verschlossen ist, aber im Ergebnis dem Selbstbauer Vorteile bringt, die dem Serienbau nicht möglich sind?
    Bei den Surfbrettern ist das jedenfalls gelungen! Warum nicht mit einem Tri?

    Wenn jemand etwas selberbauen will, darf man doch getrost davon ausgehen, daß es da einen gewissen Grundstock an technischen Fähigkeiten gibt. Es ist ja bekannt, daß man ohne diese Fähigkeiten selbst an einem Ikea-Regal scheitert. Das bedeutet, mit meinen Hinweisen muß ich mich nicht auf dieses Niveau herabbegeben, sondern kann davon ausgehen, daß jemand, der zu Stitch and Glue Überlegungen anstellt, schon mit Harz und Glasgewebe umgehen kann, und daher nicht überfordert ist, das auf einen Hartschaum anzuwenden.

    Speziell die Statik, die bei den Mehrrümpfern besonders schwierig ist, kann mit dieser Bauweise in idealer Weise berücksichtigt werden. Auch ohne daß man das von einem schlauen (und teueren) Computer durchrechnen läßt, kann man sich vorstellen, wo die zugehörigen Spannungslinien verlaufen, und kann diese Zonen bzw. Linien gezielt verstärken, ohne die schwächer belasteten Zonen auch verstärkt ausführen zu müssen, wie es z.B. bei einem Sperrholzbau der Fall ist.

    Letztlich ist und bleibt es die Entscheidung des TO, ob und wie er sein Projekt durchzieht, was da aus dem Forum kommen kann, sind maximal Anregungen. Ich gehe auch davon aus, daß dem TO bewußt ist, daß die Mehrheit derartiger Projekte nicht zum Abschluß bzw. Erfolg kommt. Ob das Forum da wirklich den Ausschlag gibt, wage ich zu bezweifeln!
    Viele Grüße
    nw
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  9. #29
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    ......... Ganz klar eignet sich diese Bauweise nicht für einen (billigen) Serienbau, weder bei Surfbrettern noch bei Tris. Das heißt jedoch nicht, daß man einen Eigenbau nicht damit erstellen könnte. ..............
    . Wenn also jemand an den Selbstbau rangeht, warum nicht eine Technik nutzen, die dem Serienbau verschlossen ist, aber im Ergebnis dem Selbstbauer Vorteile bringt, die dem Serienbau nicht möglich sind?
    Bei den Surfbrettern ist das jedenfalls gelungen! Warum nicht mit einem Tri?

    .......

    Speziell die Statik, die bei den Mehrrümpfern besonders schwierig ist, kann mit dieser Bauweise in idealer Weise berücksichtigt werden. Auch ohne daß man das von einem schlauen (und teueren) Computer durchrechnen läßt, kann man sich vorstellen, wo die zugehörigen Spannungslinien verlaufen, und kann diese Zonen bzw. Linien gezielt verstärken, ohne die schwächer belasteten Zonen auch verstärkt ausführen zu müssen, wie es z.B. bei einem Sperrholzbau der Fall ist.


    Viele Grüße
    nw



    Warum bloß haben in den letzten Jahrzehnzten sämtliche namhaften Konstrukteure für ihre Baupläne f. Amateure nicht auf diese nur Vorteile bietende Bauweise zurückgegriffen ?
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  10. #30
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen

    Auch ohne daß man das von einem schlauen (und teueren) Computer durchrechnen läßt, kann man sich vorstellen, wo die zugehörigen Spannungslinien verlaufen, und kann diese Zonen bzw. Linien gezielt verstärken, ohne die schwächer belasteten Zonen auch verstärkt ausführen zu müssen, wie es z.B. bei einem Sperrholzbau der Fall ist.


    Viele Grüße
    nw
    Das ist falsch.
    Bei Beamaufnahmen, Püttings und dergl. doppelte man das Sperrholz nur dort auf, setzte Laschen , ggf. Knie, Halbschotten oder dergleichen.
    Heute laminiert man dort unidirektionales od. ähnlich lastverteilendes Gewebe auf.
    Das geht bei Schaumkern je nach Härte des Schaums nicht wirklich( Delamination), weswegen man dort , insbesondere bei hohen Lasten, Vollaminat bevorzugt.





    https://hensevalyachtdesign.jimdo.co...rimaran-5-50m/

    http://basalt.today/2017/02/9603/
    http://forum.woodenboat.com/showthre...-Duo-Adventure
    Geändert von supra (01.02.2018 um 15:15 Uhr)
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