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  1. #51
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    Als Alternative zu nähen-kleben-fertig auch mal unter Leisten-Epoxy-Kanu (Bilder) googlen.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  2. #52
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    Hallo grauwal, ja das ist es ungefähr, ahnlich wie das "stripplanking. Speziell bei den Kanus wird das wg. Schönheit und Tradition gemacht, auf Kosten des Gewichts. Wenn man die Zahlen bez. Festigkeit, die ich schon gebracht habe, pauschal auf die jeweilige Bauweise überträgt, kommt man in etwa auf 1/5 (20%) des üblichen Gewichts. Zwar habe ich schonmal festgestellt, daß dieser extreme Leichtbau bei einem Surfbrett möglich aber nicht unbedingt sinnvoll ist. Das kann bei einem Tri durchaus anders sein. Wenn sich die Gewichtsreduzierung auf 1/5 als zielführend zeigt, wäre das in der Tat eine Revolution, die den Selbstbauern zur Verfügung steht.
    Ich besitze selbst ein Kanu, das aus GFK-Laminat gebaut ist, und etwa 50kg wiegt. Ich ärgere mich stets, wenn das Ding auf das Autodach hinauf und herunter gehoben, und zwischen Wehren über Land umgetragen werden muß.
    Da wird einem als gewaltige Verbesserung angedient, wenn es wie z.B. das Holzkanu "nur" 30kg wiegt. Das wäre jedoch nicht wirklich eine Verbesserung, denn man bringt es immer noch nicht allein auf ein Autodach hinauf.
    Genauso das mit dem Beiboot oder Dinghi. Alles was da auf dem Markt herumschwirrt, von Banana bis BIC, hat viele Mängel, die hauptsächlich beim Gewicht liegen. Wenn man das Gewicht, das ein Mensch allein handhaben kann, als Mindestmaß nimmt, landet man wieder bei 1/5.
    Ich finde, das ist Anlaß genug, sich ernsthaft mit einer Bauweise zu beschäftigen, die dieses ermöglicht. Es scheint jedoch, daß den meisten der Transfer von einem Surfbrett zu einem Boot, sei es Tri oder Dinghi, nicht gelingt.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  3. #53
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    Grundsätzlich Ist bei allen GFK-Verfahren ohne Negativform der Schleifaufwand nicht zu vernachlässigen, abgesehen von den statischen Anforderungen, die Sucher ja TOTAL unterschätzt.
    Ich habe selbst einen 23 Fuss Tremolino von Fixed Wing auf Swing Wing umgebaut ( Umbaubericht mit Fotos im Mehrrompfbooten Nr 86 vom Januar 1998 ) und kann da auf eigene Erfahrungen Zurückgreifen.
    Auf der IMM 2017 in Kerteminde war ein 4,8 m Tri in Leichtbauweise zu sehen, der von einem Kunststoffspezialisten mit eigener Firma (alle Materialien und Maschinen inc. leistungsfähiger Vacuumpumpe ) ohne Negativform in 2 Jahren erbaut wurde, davon 1 Jahr Schleifarbeit.
    Ausführliche Dokumentation:

    www.projekt-grenzgaenger.com/der-prototyp/

    Im Mehrrumpfbooten 163 vom November 2017 gibt es noch weitere Informationen und Bilder vom Bau.

    Vielleicht schaut Sucher sich ja mal die Daten dieses Tris an, wahrscheinlich ist er aber auch durch Tatsachen nicht zu überzeugen.

    Horst ( Der seit 1970 schon mehr als 10.000 km auf Kats und Tris vo 20 bis 46 Fuss im Kielwasser hat, und neben dem Umbau des Tremolinos auch schon einen Kat in Stressed Plywood gebaut hat)

    p.s. Das Verfahren, einen positiv gebauten GFK Rumpf mit Holzfurnier zu überziehen sollte vor allem den Schleifaufwand minimieren, hat sich aber nicht durchgesetzt.
    Geändert von segelgunnar (03.02.2018 um 12:12 Uhr) Grund: Korrektur einiger Schreibfehler zur besseren Lesbarkeit

  4. #54
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    Zitat Zitat von rosti_123 Beitrag anzeigen
    Hallöchen.

    ich bin aktuell dabei einen Trimaran zu entwerfen (6 m lang) , den ich auch selber herstellen möchte. Es ist mein erstes Projekt dieser Art, das Arbeiten mit Holz und GFK ist mir jedoch nicht neu.
    Die Außenhülle ist fertig konstruiert und nun geht es an die Details.
    Ich habe mich noch nicht zu 100% für eine Herstellungsvarinate entschieden. Zum Überschlagen des Gewichts bin ich von einer Holzkonstruktion ausgegangen, Sperrholz 5 mm (??)
    Hier möchte ich mir gerne ein paar gute Tips oder Ratschläge von eigenbauefahrenen Seglern einholen.

    Meine bisher angestrebte Methode ist die "Stich and glue" Methode. Diese scheint für mich als Neuling ganz gut geeignet zu sein. Arbeiten mit Hartsschaum (CoreCell?), oder Kleben von einzelnen Furnierlagen scheint mir zu aufwendig/teuer. Oder habt ihr da andere Erfahrungen?
    Ist diese Herstellungsmethode zu empfehlen (Gewicht, Langlebigkeit, Hüllenstabilität) gibt es geeignetere Techniken?

    Ich habe bewusst auf sphärisch gekrümmte Flächen verzichtet, Alle Flächen sind entweder nur "gebogen" oder "verdrillt", der Aufbau ist einfach gehalten. Somit sollte ich mit der Stich and Glue Variante keine Probleme haben.
    Der Plan ist eine Außenhülle aus Holz (1 Lage, nicht über kreuz verklebt) und GFK. Innen ein leichtes Stützskelett zum Versteifen.


    nun zu meinen Fragen:

    -WICHTIGSTE FRAGE: welches Holz ist zu empfehlen (Holzart, Dicke)
    -welche Plattengrößen sind erhältlich, hat jemand schon Erfahrung mit Lieferanten
    -wie viele Lagen GFK sind zu empfehlen
    -Welche Glasfasermatten (Dichte) habt ihr verwendet
    -Ich habe keinen Lieferanten gefunden, der Platten über 3,50 m Liefert. Wie habt ihr das Problem gelöst
    die Platten zu verbinden.


    Ich freu mich auf gute Ratschläge!

    Gruß

    Rosti
    Wenn nun schon die" Hülle" , der Shape, die Spantform feststeht, schliessen sich vernunfthalber einige Materialien und Bauweisen aus.
    Rosti hat das schon erkannt, weswegen er ,mehr oder minder intuitiv, " Sägen- Nähen-Kleben" bevorzugt.
    Hier gilt es m. E. nach anzusetzen, um die f. seinen Shape effektivste Methode zu erarbeiten.
    Ein paar Sketches seines " Shapes" und etwas mehr Lastenheft wären dazu hilfreich.

    Im Grunde ist es so dass bei einem Entwurf Bauweise und Spantform einher gehen.
    Man nimmt die Kompromisse einer Bauweise an, weil man Richtung Lastenheft arbeitet. Will z. B. heissen Kostengünstig , vom Amateur herzustellen.. dadurch etwas weniger an "Leistung", oder aber minimales Gewicht , max. Aufwand u. Kosten.
    Man entscheidet sich also schon im Vorfeld f. eine Bauweise, f. die Materialien.

    Es ergibt ja auch wenig Sinn einen ( kleinen) Knickspanter in stripped cedar, oder gar in "imaginary board inspired broad stripped foam à la sucher " auszuführen.
    Geändert von supra (03.02.2018 um 17:20 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder

  5. #55
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    Zitat Zitat von rosti_123 Beitrag anzeigen
    -WICHTIGSTE FRAGE: welches Holz ist zu empfehlen (Holzart, Dicke)
    -welche Plattengrößen sind erhältlich, hat jemand schon Erfahrung mit Lieferanten
    -wie viele Lagen GFK sind zu empfehlen
    -Welche Glasfasermatten (Dichte) habt ihr verwendet
    -Ich habe keinen Lieferanten gefunden, der Platten über 3,50 m Liefert. Wie habt ihr das Problem gelöst
    die Platten zu verbinden.
    Rösti, schau Dich doch mal bei Dr. Segger um. Dort findest Du Angaben über das verwendete Bootsbausperrholz, wie z.B.
    "Bootsbausperrholz 6 mm und 8 mm 5fach AW100 verleimt und mit EP verklebt"

    Darüberhinaus gibt es unzählige Bauberichte, denen Du weitere Einzelheiten über die Sperrholzarten, auch über das Schäften der Platten erhältst.

    http://www.zembra.de/s_and_g.pdf

    https://seggerlingger444.jimdo.com/

    https://www.google.de/search?q=sch%C...MvOA8Qeb_7zgDQ

    Angaben über die Plattengrössen gibt es z.B. hier: http://www.hbw-holzhandel.de/main.html

    Durch geschicktes Googeln sind alle Informationen im Netz erhältlich

  6. #56
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    Zitat Zitat von Woodpecker Beitrag anzeigen
    www.projekt-grenzgaenger.com/der-prototyp/

    Im Mehrrumpfbooten 163 vom November 2017 gibt es noch weitere Informationen und Bilder vom Bau.
    mit den beiden seitenrudern+schwertern und dem A mast könnte man den mittelrumpf ja auch gelegentlich weglassen (aushängen) dann dürfte der spass noch etwas steigen... ok die fock und geni erfordern dann ne vordere traverse...

    das gewicht is sicher zu optimieren, insbesondere die beams sehen nicht besonders leicht/gut konstruiert aus, aber niemals um den faktor fünf

    haribo

  7. #57
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    Haribo
    Wenn Du den Mittelrumpf weglässt, hast Du einen Kat von 4m Länge.
    Die Rümpfe von meinem 4,80 m Selbstbaukat in 4mm Stressed Plywood wiegen jeweils nur 28 kg, sind also noch leichter als die kürzeren Aussenrümpfe des GFK Trimarans. Diesen Vergleich hatte ich bisher noch nicht gemacht. Allerdings habe ich meinen Kat nicht mit GFK überzogen, sondern das Holz nur lackiert - mit Minimalem Putz- und Schleifaufwand an den Kanten.
    Die Sperrholz Tornados werden übrigens auch aus 4mm Sperrholz ohne GFK überzug gebaut, und wiegen bei 6,09 m Länge ca 40 kg, das Passt halt alles zusammen.
    Gruss
    Horst

  8. #58
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    Zitat Zitat von censeo Beitrag anzeigen
    Rösti, schau Dich doch mal bei Dr. Segger um. Dort findest Du Angaben über das verwendete Bootsbausperrholz, wie z.B.
    "Bootsbausperrholz 6 mm und 8 mm 5fach AW100 verleimt und mit EP verklebt"

    Darüberhinaus gibt es unzählige Bauberichte, denen Du weitere Einzelheiten über die Sperrholzarten, auch über das Schäften der Platten erhältst.
    .....
    Durch geschicktes Googeln sind alle Informationen im Netz erhältlich

    Ohne die Qualität deiner "Recherche" auch nur irgendwie abwerten zu wollen, aber in diesem Thread wurde bereits x-mal auf Segger hingewiesen, verlinkt.
    Vielleicht hilft dir der wohlgemeinte Hinweis einen Thread überhaupt ersteinmal zu lesen, bevor du jemandem " deine Recherche", dein " geschicktes Googeln" , quasi von oben herab andingst ?

    Der TE fragte nach Erfahrung und Knowledge . Er fragte nicht nach Ergebnissen eines " Google-Akrobaten".
    Geändert von supra (04.02.2018 um 02:13 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder

  9. #59
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    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    Der TE fragte nach Erfahrung und Knowledge . Er fragte nicht nach Ergebnissen eines " Google-Akrobaten".
    Irrtum, denn Erfahrung und Knowledge bzw. die

    "-WICHTIGSTE FRAGE: welches Holz ist zu empfehlen (Holzart, Dicke)"

    wird in den genannten Quellen von erfahrenen Selbstbauern beantwortet.

    Der Thread, in dem es ja leider weniger um die Sperrholzbauweise geht, hilft dem TE hinsichtlich der Frage wie Sperrholzplatten geschäftet werden, wenig. Daher wurde der diesbezügliche Link gepostet.
    Geändert von censeo (04.02.2018 um 04:57 Uhr)

  10. #60
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    Zitat Zitat von Woodpecker Beitrag anzeigen
    Haribo
    Wenn Du den Mittelrumpf weglässt, hast Du einen Kat von 4m Länge.
    Die Rümpfe von meinem 4,80 m Selbstbaukat in 4mm Stressed Plywood wiegen jeweils nur 28 kg, sind also noch leichter als die kürzeren Aussenrümpfe des GFK Trimarans. Diesen Vergleich hatte ich bisher noch nicht gemacht. Allerdings habe ich meinen Kat nicht mit GFK überzogen, sondern das Holz nur lackiert - mit Minimalem Putz- und Schleifaufwand an den Kanten.
    Die Sperrholz Tornados werden übrigens auch aus 4mm Sperrholz ohne GFK überzug gebaut, und wiegen bei 6,09 m Länge ca 40 kg, das Passt halt alles zusammen.
    Gruss
    Horst
    POC sieht halt auf den ersten blick aus als wärs nen cat mit untergehängtem dritten rumpf, klar darfst du die angegebenen gewichte mit deinem boot vergleichen, ich werd nicht schlau draus was genau bei POC alles erprobt werden sollte, der hinweis "schneller als ne leisure17" lässt ja einigen interpretationsspielraum

    ja klar passt das alles zusammen, jedenfals solange man nicht die hundertfache multihull selbstbau betreungs erfahrung eines ian, gott sei seiner seele gnädig, mit dem hinweis auf ein äh mehrere vor dreissig jahren gebaute surfbretter als zu kompliziert wegwischt und behauptet den schwimmer von dir oder POC oder nen tornadorumpf könnte man auch leicht von seinen erprobten und gewogenen 28 bis 32 kg auf das halbe gewicht bringen

    tornadorümpfe werden über hundert im jahr gebaut, schon 1977 mit honycomb-kern, heute aus carbon, nur 16kg wogen sie noch nie, sucher you can make millions!

    haribo

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