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  1. #1
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    Frage Ankern und Ankerleine auf Heckklampe belegen - spricht etwas dagegen?

    Moin,

    der Platz des (Haupt-) Ankers ist ja üblicherweise am Bug. Genauso wie der Kettenkasten, die Klampe für die Teufelskralle usw.

    Beim Vor-Anker-Liegen schwoit man dann tlw. recht ordentlich.

    Spricht eigentlich irgend etwas dagegen, wenn man ohnehin keinen Ankerkasten am Bug und den Hauptanker nicht dauernd am Bugkorb hängen hat, in einer Bucht sozusagen vor "Heckanker" zu liegen?

    Sowohl die Bugform, die dem Wind häufig mehr Angriffsfläche bietet, als auch die Unterwasserschiffsform, die das Boot eigentlich immer "vorraus" segeln lassen wollen, sorgen doch dafür, dass das Schiff beim Ankern so dermaßen schwoit.

    Könnte man das nicht einfach verhindern, indem man die Ankerleine meinetwegen auch per Hahnepot auf den Heckklampen belegt?
    Am nächsten Morgen könnte man mit der Leine ja wieder zum Bug, damit man das Groß (im Wind) setzen kann. Auch generell könnte man ja mit der Ankerleine jederzeit wieder zum Bug, falls es die Lage erforderlich machen sollte.

    Weiß jemand, ob etwas dagegen spricht, außer dass es nicht üblich ist und tlw. (s.o.) unpraktikabel?
    Vielen Dank.
    Grüße
    Ahab

  2. #2
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    Ich bin der Meinung am Schwoien ändert sich nicht das geringste ob du den Anker am Bug oder Heck befestigst. Aber du handelst dir etliche Probleme mit einer Befestigung am Heck ein.
    leichtes verfangen der Ankerleine im Trieb, mehr Windangriffsfläche am Heck, ein schiefstehen im Wind wenn nur an einer Klampe belegt, das Anker auf Manöver muss im Retourgang gefahren werden, wenn du das Heck fixierst keine Ruderwirkung........
    Liebe Grüße
    Willi

  3. #3
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    Ich habe vereinzelt kleinere Boote gesehen, die so etwas machen. Ist aber eher selten. Prinzipiell spricht aber nichts dagegen.
    Klatscht halt immer Wasser unters Schiff, falls du in der Achterkajüte schläfst. Und das Ruder wird m.E. auch mehr belastet, da falsch herum angeströmt bei Welle. Dafür sollte das Swojen reduziert sein (Windfahnen-Effekt).
    Auf größeren Schiffen verbietet sich das ohne festes Heckankergeschirr aber meist von selbst, da man sicher nicht 30 kg Kette oder mehr immer von vorne nach hinten führen möchte.
    Michael
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  4. #4
    Ausgeschiedener Benutzer Gast

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    Spitzgatter, eine selten gewordene Bootsform, machen das oft. Die nehmen keine Kette, sondern nur Leine + Reitgewicht.

  5. #5
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    In ruhigem wasser bei wenig wind und sehr heißen nächten hab ich schon des öfteren den kleinen bügelanker am heck ausgebracht,
    dadurch wehte einfach mehr wind durchs schiff.
    Allerdings hab ich die leine aus Sicherheitsgründen an beiden heckklampen und besanmast belegt.
    Indios & Eulenspiegel
    Rw2
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  6. #6
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    Moin Gummiente,

    was ist daran so schlimm, schräg im Wind zu liegen?
    Die Klampen am Heck sind genauso stark dimensioniert wie meine Bugklampe, an der ich sonst die Ankerleine befestigen würde.
    Das Anker-Auf-Manöver muss ich auch nicht zwingendermaßen rückwärts fahren: Ich kann ja die Ankerleine von der Heckklampe/den Heckklampen lösen, damit zum Bug laufen. Dann schwenkt das Boot langsam mit dem Bug in den Wind und ich kann das Manöver ganz gewöhnlich zu Ende fahren.
    Das Schwoien reduziert sich deutlich, wenn man vor Heckanker liegt. Meines Erachtens aus den genannten Gründen.
    @alle:
    Es handelt sich zugegebenermaßen um ein leichtes Boot von 1,35 Tonnen und einem überdimensionierten Anker von 13kg, der dann allerdings an einer Ankerleine hängt. Ohne Kette.
    Vom Handling ist das also machbar.
    Einleuchtend finde ich das Argument mit den klatschenden Wellen am Heck und der Belastung für das Ruder.
    Das Spitzgatter das öfter machen, leuchtet auch wieder ein, wenn man bedenkt, dass bei denen dann im Prinzip ja vorne und hinten recht gleich ist und somit egal.
    Kurzer Einwand noch zu der Belastung des Ruders: Wenn das Boot hierdurch im Prinzip nicht mehr schwoit und es keine Fahrt mehr durchs Wasser macht (strömungsfreie Ankerbucht) wird das Ruder doch eigentlich gar nicht mehr angeströmt???
    Das muss doch nur noch die senkrechten Nickbewegungen in der Welle mitmachen. Aber ob rückwärts oder vorwärts ist doch eigentlich auch die selbe Belastung, oder?
    Grüße
    Ahab

  7. #7
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    Das ausgeprägte Schwojen ist eine Art Wirbelschleppe. Das Boot befindet sich im indifferenten Gleichgewicht, wird irgendwann vom Wind zur Seite gedrückt bis zum maximalen Ausschlag. Der Zug der Ankerleine(kette) begrenzt den Ausbruch und der Wind drückt (zieht) das Boot in die andre Richtung, u.s.w.
    Steckt man eine Spring auf die Ankerkette, belegt die auf der Springklampe und fiert die Ankerkette etwas gerät das das Boot in einen Winkel zur Windrichtung. Der Wind bewegt das Boot etwas zur Seite und bringt es in eine stabile Lage.
    Viel weniger Arbeit und der Wind steht nicht in den Niedergang.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  8. #8
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    Grade mit hanepot sollte das was bringen.
    Und der Versuch kostet nix, weil wie beschrieben der Anker ja auch über den bug ausgebracht und dann die Leine nach achtern geführt werden kann.

  9. #9
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    Spring auf Ankerkette ist eine tolle Möglichkeit, das Schwojen zu begrenzen, allerdings
    hängt hinterher das ganze Antifouling an der Leine!

  10. #10
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    Zitat Zitat von Abyss Beitrag anzeigen
    Spring auf Ankerkette ist eine tolle Möglichkeit, das Schwojen zu begrenzen, allerdings
    hängt hinterher das ganze Antifouling an der Leine!
    Verstehe ich nicht

    Gruß Franz
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