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  1. #1
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    Standard Diesel Motor Ruggerini MM150 - Nockenwelle steht

    Moin zusammen, leider reist grade mit dem Boot meine Pechsträhne nicht ab.
    Bei längerer Fahrt habe ich auf einmal ein schleifen am Motor festgestellt und dann ging er von alleine aus.
    Beim erneuten starten ist ebenfalls ein quietschendes schleifen zu hören doch der Motor springt nicht mehr an.
    Beim drehen der kurbelwelle nach rechts kommt irgendwann der Zeitpunkt wo sich die Nockenwelle nicht mehr mit dreht und stehen bleibt. Beim drehen der kurbelwelle nach links unter Kraftaufwand dreht sich die nockenwelle wieder mit.
    Ich werde jetzt zum nächst größeren Hafen segeln, dort Ankern und nach Hilfe suchen.
    Vermute das timing zwischen nockenwelle und Kurbelwellen stimmt nicht mehr. Ich kenne mich damit leider zu wenig aus, um genaueres sagen zu können. Hat jemand eine Tipp für mich?

  2. #2
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    Hallo, Yachtinaut, das ist wahrscheinlich ein fataler Defekt. Du hast das vermutlich richtig gesehen, und die Verbindung zwischen Kurbelwelle und Nockenwelle stimmt nicht mehr. also Zahnriemen übergesprungen oder gerissen. Die unmittelbare Folge ist, daß die Kolben die Ventilteller zerschlagen. In so einem Fall hat man manchmal eine klitzekleine Chance, daß die Ventile noch nicht kaputt sind, wenn das bei sehr niedrigen Drehzahlen (Leerlauf) passiert und der Motor sofort stehenbleibt. Nach Deinen Startversuchen besteht diese Chance sicher nicht mehr.
    Wenn Du Glück hast, ist das mit einem neuen Zylinderkopf behoben. Die Reparatur des Zylinderkopfes ist nur in Ausnahmefällen sinnvoll, weil nicht nur Ventile und Sitze, sondern auch die Nockenwelle hin ist->Schrott. Wenn Du Pech hast, sind auch die Kolben kaputt, dann ist es bis zum Totalschaden nicht mehr weit.
    Trotzdem viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  3. #3
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    Bist Du sicher, dass die Nockenwelle nicht synchron dreht?
    Wie auch immer, ich habe das Werkstatthandbuch auf PDF, 12,5 MB.
    Gib mir die Mailadresse via PN und ich maile Dir das Handbuch.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  4. #4
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    Hallo Yachtinaut, auch ohne große Demontage kannst Du an der Riemenscheibe der Nockenwelle die Diagnose stellen. Wenn diese Riemenscheibe Zähne zeigt (sie sind normalerweise unter dem Zahnriemen verborgen), ist der Riemen ab. Wenn die Ausrichtung dieser Riemenscheibe aus dem Winkel geraten ist, ist die Nockenwelle ab. Wenn unter dem Motor Fetzen des Zahnriemens herumliegen, ist er ab. Wenn Du den Motor im Gegensatz zu früher mit der Hand durchdrehen kannst, bzw. der Anlasser schneller läuft, ist die Kompression weg, weil Ventile kaputt. Alles von außen sichtbare Symptome dieses Defektes.
    Viele Grüße
    nw.
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  5. #5
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    Ruggerini MM150, Zahnriemen?

    Nach meiner Kenntnis ist das Bauerntechnik mit untenliegender Nockenwelle, Stösselstangen und Kipphebeln.

    Wo sieht man denn Die Nockenwelle drehen? Ein Indikator kann die Kraftstoffpumpe sein, diese wird von der Nockenwelle angtrieben.
    Beste Grüße

    Dieter

  6. #6
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    Zitat Zitat von kuckst du Beitrag anzeigen
    Ruggerini MM150, Zahnriemen?

    Nach meiner Kenntnis ist das Bauerntechnik mit untenliegender Nockenwelle, Stösselstangen und Kipphebeln.

    Wo sieht man denn Die Nockenwelle drehen? Ein Indikator kann die Kraftstoffpumpe sein, diese wird von der Nockenwelle angtrieben.
    Eben!

    Bei diesem Motor scherte vor Jahren mal bei uns die Schwungscheibe von der Kurbelwelle ab. Das schleifende Geräusch entsteht wenn der Anlasser die Schwungscheibe auf Drehzahl bringt.
    Aber nix Genaues weiß man nich´.
    Schlage vor erst mal festzustellen ob die Schwungscheibe noch fest ist. Dazu den Anlasser entfernen (langer 8er Inbusschlüssel, ggf. mit Verlängerung). Bei entfernten Anlasser kann man auf den Zahnkranz der Schwungscheibe schauen. Jetzt kann man feststellen ob die Kurbelwelle noch mit der Schwungscheibe verbunden ist.
    Wenn nicht:
    - Motor raus
    - Kupplungsglocke ab
    - Jetzt kann man die Schwungscheibe wegnehmen
    - wenn´s dann so wie unten dargestellt aussieht, neue hochfeste(!) beschaffen. Motorersatzteilhandel.
    - prüfen ob die Zentrierung der Schwungscheibe noch einwandfrei ist
    - wenn nicht, Büchse drehen lassen und damit eine absolut spielfreie Zentrierung schaffen.
    Das müsste es dann gewesen sein.

    Gruß Franz
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    halber Wind reicht völlig

  7. #7
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    Hallo, ja, das ist eine alte Konstruktion, nicht mit Zahnriemen, sondern mit Stirnzahnrädern als Nockenwellenantrieb, seitlich liegender Nockenwelle mit Stößelstangen und Kipphebeln. Das Handbuch gibt es hier:https://www.marinedieselbasics.com/r...iesel-engines/
    Leider ändert das an den Verhältnissen wenig, nur sieht man das nicht so ohne weiteres von außen, man muß da schon den Deckel des Steuergehäuses aufmachen. Ich weiß von früher, daß bei den ganz alten Opel-Motoren, die ähnlich gebaut waren, die Stirnzahnräder manchmal platzen, das würde zu der Beschreibung passen.
    Wenn dem so ist, ist leider der Zylinderkopf kaputt, die Nockenwelle hat es wahrscheinlich überlebt.
    Die gute Nachricht: man muß den Motor nicht ausbauen, neuen Kopf, neue Stirnzahnräder, Dichtsatz.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  8. #8
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    Hallo zusammen und vielen lieben Dank für die Antworten.
    Ich bin mir grade nicht mehr ganz sicher, ob es die nockenwelle ist, die evtl gebrochen sein könnte.
    Ein Werkstatthandbuch habe ich, allerdings lässt sich hieraus nicht erkennen, ob es die nocken Welle oder doch ein anderes Teil ist, das sich nicht mehr dreht.
    Ich hab mal ein Foto beigefügt.

    Wenn ich mich nicht täusche, liegt die nockenwelle bei dem Typ von Motor nicht über der Kurvelwelle sondern eher seitlich links davon. Hier wäre aber die Frage, was über der kurbelwelle liegt. ( gelb eingekreist) und welche Auswirkungen der Ausfall dieser auf den Motor hat.
    Eine interessante Feststellung: wenn ich den Motor starte und den Gashahn nach vorne lege, dann wird er schneller, stoppe ich jedoch den Anlasser, geht er aus, da er ja das Element oben versucht mitzudrehen, was jedoch stehen bleibt.

    Hat da jemand ne Idee was hinter dem
    Oberen rad stecken könnte?

    Besten Dank im Voraus4BDE1537-D777-4FDE-A5B6-A1E615F4D29D.jpg

  9. #9
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    Das kann nicht die Nockenwelle sein, geht wegen Schlupf nicht über Keilriemen. Ausserdem würde sie maasiv in die Beweglichleit der Kolben eingreifen. Mein Verdacht, das ist die Wasserpumpe des Inneren Kreislaufes.

    Und jetzt mal meine Meinung: Wenn Du nur so rudimentär über Bootsdiesel Kenntnisse verfügst, was willst Du mit der Meinung aus dem Forum machen? Begibt dich in fachkundige Hände, spätestens wenn Du tiefer in den Motor eindringst als zum Impellerwechsel brauchst Du Wissen, Erfahrung und möglicherweise Spezialwerkzeug. (Und nix für ungut.....)

    Ich schrieb bereits "Bauerntechnik" je nachdem wo Du dich aufhälts, kann der Gang zum Landmaschinenhändler helfen den Yachtaufschlag zu vermeiden.
    Geändert von kuckst du (10.02.2018 um 16:47 Uhr)
    Beste Grüße

    Dieter

  10. #10
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    Ein Techniker war grade bei mir an Bord. Habe nun Gewissheit. Es ist die Wasserpumpe. Nun wird’s spannend, eine neue her zu bekommmen. Die gibts hier in der Karibik nicht. Die muss ich also erst bestellen. Aus zeitlichen Gründen wird das ne Herausforderung, da ich bereits Ende des Monats nicht mehr hier sein werde.
    Dennoch gut das es nicht mein Anfangsverdacht war.
    @Dieter: geb dir da recht. Hab leider nur rudimentäre Mororkenntnisse. Leider wüsste ich nicht, welcher Landmaschienenhändler mir hierbei helfen könnte.

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