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  1. #11
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    Vorfall 1, über Funk mitverfolgt an einem Sommertag mit Bft. 3-4 aus SE:
    "Mayday, Mayday, hier ist die xxx. Wir treiben mit Maschinenschaden."
    "Hier Bremen Rescue, xxx. Wie ist Ihre Position?"
    "Wir sind knapp südlich von Alsen"
    "Können Sie uns Ihre genaue Postion gebenn, xxx?"
    "Nein, aber wir sind ungefähr 3 - 4 Meilen von der Küste"
    "OK, xxx, wir schicken ein Boot, das Sie einschleppen kann. Welche Farbe hat Ihr Boot?"
    "Das ist eine weiße Segelyacht mit einem breiten roten Streifen".

    Da ruft also bei bestem Segelwetter eine Najad Mayday, nur weil der Jockel nicht will.

    Vorfall 2, bei fast identischen Wetterbedingungen:
    Ohne Ansprache: "Hier ist xxxx. Wir sind vor Jellenbek [das ist Eckerförder Bucht] auf Grund gelaufen. Kommen selber nicht mehr frei."
    "Hier Bremen Rescue, xxxx. Sind Personen gefährdet?"
    "Nein alle wohlauf, aber wir kommen nicht frei."
    "xxx, wir schicken ein Boot. Es wird in etwa 10 min. da sein"

    Und dann sahen wir, die in der Nähe segelten und auch schon nach dem Havaristen Ausschau hielten, wie mit Voll voraus die Nis Randers um die Ecke bog, gefolgt von der ebenfalls Full speed fahrenden kleinen Wuppertal. Und dann meldete sich xxx wieder über Funk:

    "Oh, wir sind jetzt doch selber freigekommen. Aber wir sehen Sie auch schon auf uns zuhalten. Ist nicht mehr nötog - vielen Dank"

    Wenn ich mir da überlege, was so 1.900 PS Schiffsdiesel wegschlürfen, muss ich glatt meine Jahresspende verfünffachen, um einen solchen Einsatz zu bezahlen.

    Was ich sagen will: Es gehören immer zwei dazu, wenn so ein Unsinn passiert: Ein Sailor, der mit seiner Lage nicht umgehen will / kann und das Rettungsteam, das trotz eindeutiger Lappalienmeldung doch losfährt.

    Ist vielleicht wie beim Hausarzt am Sonntag Abend am Telefon: "Herr Doktor, können Sie mal ganz schnell kommen? Mein kleiner Sohn hat seit Donnerstag so hohes Fieber und das geht einfach nicht weg."
    Mathias

    Oje, Winterlager. Armes Schiff!

  2. #12
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    Kommen da jetzt noch mehr Döntjes, plakative, meinungsbildende Einzelschicksale , Klischees ?
    Um was geht es hier mittlerweile eigentlich ?
    Um ein Thema zu dem aber auch nahezu ein jeder etwas zu sagen hat, seine(!) mehr oder minder unreflektierte Ansicht, sprich Meinung hat ?
    Meinung !!!
    Indifferent, nicht objektiv-- beklagte der Journalist
    Hier nun werden lauter lang- und wohlgepflegte "erste Steine" geworfen.
    Menschlich das, aber auch ebensowenig zielführend.
    Geändert von supra (16.02.2018 um 22:04 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder
    Schabowski: " ...sofort, unverzüglich. "
    Bob Ross kucken !

  3. #13
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    Zitat Zitat von M_Dietrich Beitrag anzeigen
    Und dann sahen wir, die in der Nähe segelten und auch schon nach dem Havaristen Ausschau hielten, wie mit Voll voraus die Nis Randers um die Ecke bog, gefolgt von der ebenfalls Full speed fahrenden kleinen Wuppertal. Und dann meldete sich xxx wieder über Funk:

    "Oh, wir sind jetzt doch selber freigekommen. Aber wir sehen Sie auch schon auf uns zuhalten. Ist nicht mehr nötog - vielen Dank"

    Wenn ich mir da überlege, was so 1.900 PS Schiffsdiesel wegschlürfen, muss ich glatt meine Jahresspende verfünffachen, um einen solchen Einsatz zu bezahlen.

    Was ich sagen will: Es gehören immer zwei dazu, wenn so ein Unsinn passiert: Ein Sailor, der mit seiner Lage nicht umgehen will / kann und das Rettungsteam, das trotz eindeutiger Lappalienmeldung doch losfährt.
    Wo ist das Problem ? Die Seenotretter unternehmen doch ständig sog. "Kontroll- und Übungsfahrten" und sind daher froh, wenn sie tatsächlich einmal Hilfe leisten können.

    Man sollte im übrigen auch Verständnis dafür aufbringen, dass eine Chartercrew sich lieber einschleppen lässt, statt in einem engen Hafen ein Anlegemanöver unter Segel durchzuführen und dabei einen Riesenschaden anzurichten.

  4. #14
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    Zitat Zitat von censeo Beitrag anzeigen
    Wo ist das Problem ? Die Seenotretter unternehmen doch ständig sog. "Kontroll- und Übungsfahrten" und sind daher froh, wenn sie tatsächlich einmal Hilfe leisten können.
    .

    Hahahahaha !!!!!!!!
    SAR wörtlich genommen, etwas sehr überinterpretiert, mal wieder, wa ?
    Vielleicht sollten sie dann auch HSAJR auf ihre Schiffe pönen-- Hyperactive Search And Joyous Rescue ?

    Senseos Sicht ist und bleibt eine andere-- seine eigene.


    Nein , ein Rettungskreuzer ist kein Patrouillenboot zur Erbaung der Besatzung.
    Die Crewmitglieder sind Profis.
    Es gibt einige Übungsfahrten, einige wenige.
    Ansonsten liegen die Kreuzer auf Stand-by, in Alarmbereitschaft, sei es an der Mauer, oder auf Position.
    Bei den kleineren, ehrenamtlich bemannten , weniger genutzten Einheiten , gibt es ab und wann aus rein techn. Gründen zusätzl. Bewegungsfahrten.

    Die Vorstellung , sie würden , Zitat: " ständig" ihr Revier abdieseln, um sich zur eigenen Erbauung quasi geierhaft auf jeden potentiellen Notfall zu stürzen , ist transgalaktisch daneben, mindestens.
    Geändert von supra (17.02.2018 um 00:30 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder
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  5. #15
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    Zitat Zitat von censeo Beitrag anzeigen
    Wo ist das Problem ? Die Seenotretter unternehmen doch ständig sog. "Kontroll- und Übungsfahrten" und sind daher froh, wenn sie tatsächlich einmal Hilfe leisten können.
    Beispiel Brunsbüttel:

    "In den zurückliegenden 25 Jahren hat der DGzRS-Stützpunkt Brunsbüttel rund 2000 Kontroll- und etwa 1000 Übungsfahrten mit dem Rettungsschiff - aktuell die "Gillis Gullbransson" - gefahren und sich zu 600 Übungsabenden ge troffen. – Quelle: https://www.shz.de/166328 ©2018

    Pro Jahr führt die Gillis Gullbrandtson also 120 Kontroll- und Übungsfahrten durch.

    An jeden dritten Tag führte das Schiff also eine Kontroll- oder Übungsfahrt durch, was ja auch sinnvoll ist, damit die Seenotretter in Übung bleiben.

    "Hilfeleistungen für Wasserfahrzeuge aller Art" stellen zahlenmässig das Haupttätigkeitsgebiet der DGzRS dar.
    Es ist daher völlig OK, wenn statt einer Übungsfahrt einem Wasserfahrzeug tatsächlich Hilfe geleistet wird.
    Geändert von censeo (17.02.2018 um 00:54 Uhr)

  6. #16
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    Ich weiss nun nicht welchen Grund die Brunsbütteler für so viele Fahrten hatten, bzw. sahen,
    von anderen Stationen a. d. Nordsee kenne ich das so nicht.



    Es gibt ehrenamtliche übereifrige Feuerwehrmänner , DLRG- Bootsführer und THWler.
    Die bekommen bei Jubiläen aufgrund der Quantität ihrer Aktivitäten einen Artikel i. d. Lokalpresse ( inkl. einer Schachtel Pralinen).
    Geändert von supra (17.02.2018 um 01:16 Uhr)
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  7. #17
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    Zitat Zitat von censeo Beitrag anzeigen
    Beispiel Brunsbüttel:

    "In den zurückliegenden 25 Jahren hat der DGzRS-Stützpunkt Brunsbüttel rund 2000 Kontroll- und etwa 1000 Übungsfahrten mit dem Rettungsschiff - aktuell die "Gillis Gullbransson" - gefahren und sich zu 600 Übungsabenden ge troffen. – Quelle: https://www.shz.de/166328 ©2018
    2017:

    "Zudem sind sie 2.633 Mal in ihren Revieren zwischen Borkum im Westen und Ueckermünde im Osten auf Kontrollfahrt gegangen."

    "Einschließlich aller Such- und Rettungsaktionen sowie Kontrollfahrten haben allein die 20 Seenotkreuzer (die 39 Seenotrettungsboote nicht mitgerechnet) im vergangenen Jahr 68.644 Seemeilen (ca. 127.129 Kilometer) in Nord- und Ostsee zurückgelegt. Das entspricht mehr als drei Erdumrundungen. "

    https://www.seenotretter.de/aktuelle...ee-im-einsatz/

    Zusammenfassend kann man also sagen, dass die Seenotkreuzer quasi ständig auf Kontroll- oder Übungsfahrt sind. Einige Male war ich übrigens selbst als Gast an Bord.

  8. #18
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Die DGzRS rettet in Gefahrensituationen bei Motorausfall umsonst, die bekannten Pannenhelfer halt kosten etwas..... wie hiess noch diese Firma, bei der man ein Abo abschliessen konnte, und so jederzeit gerettet werden konnte. Hatten gelbe Schiffe und man konnte sie leicht mit den Gelben Engeln vergleichen...war aber teuer...
    Falsch! bei der DGZRS kostet es 200€/h, bei uns auch!
    www.haar-bootsmotoren.de

  9. #19
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    Zitat Zitat von M_Dietrich Beitrag anzeigen
    Vorfall 1, über Funk mitverfolgt an einem Sommertag mit Bft. 3-4 aus SE:
    "Mayday, Mayday, hier ist die xxx. Wir treiben mit Maschinenschaden."
    "Hier Bremen Rescue, xxx. Wie ist Ihre Position?"
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    "Können Sie uns Ihre genaue Postion gebenn, xxx?"
    "Nein, aber wir sind ungefähr 3 - 4 Meilen von der Küste"
    "OK, xxx, wir schicken ein Boot, das Sie einschleppen kann. Welche Farbe hat Ihr Boot?"
    "Das ist eine weiße Segelyacht mit einem breiten roten Streifen".

    Da ruft also bei bestem Segelwetter eine Najad Mayday, nur weil der Jockel nicht will.

    Vorfall 2, bei fast identischen Wetterbedingungen:
    Ohne Ansprache: "Hier ist xxxx. Wir sind vor Jellenbek [das ist Eckerförder Bucht] auf Grund gelaufen. Kommen selber nicht mehr frei."
    "Hier Bremen Rescue, xxxx. Sind Personen gefährdet?"
    "Nein alle wohlauf, aber wir kommen nicht frei."
    "xxx, wir schicken ein Boot. Es wird in etwa 10 min. da sein"
    wäre beidemale Kostenpflichtig gewesen!
    www.haar-bootsmotoren.de

  10. #20
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    Zitat Zitat von divefreak Beitrag anzeigen
    Falsch! bei der DGZRS kostet es 200€/h, bei uns auch!
    Nicht ganz richtig: Kommt auf die Situation an! Im Notfall schleppen sie kostenlos ab, Du aber nicht. Nur wenn keine akute Notlage vorliegt (Flaute, bestes Wetter) und keine Gefahr für Leib und Leben vorliegt, dann kostet es........

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