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  1. #11
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    Interessanter Bericht!
    Zitat Zitat von erpel-ernst Beitrag anzeigen
    Wie war es noch: "Das Positive liegt im Auge des Betrachters".
    Mir reicht die Anzeige der Logge. Mir ist noch kein Fahrtensegler begegnet der mich abgehängt hat.
    Unter Deck gibt es auf anderen Schiffen Besseres. Autopilot, bei mir ein PP, findet schnell seine Grenzen. Aber damit kann ich bestens leben. Wer einmal mit einem Tri die 20 KN-Marke geknackt hat dürfte für die Welt der Monos verloren sein.
    In einem stimme ich gerne zu, zu der Jahreszeit, bei den Wetterbedingungen eindeutig nein, denn dafür ist auch der DF 35 nicht gemacht.
    Ich bin noch nie einen Tri gesegelt, habe nur sehr selten mal die 10 KN-Marke geknackt und bin schon häufig abgehängt worden. Aber während dieser Skipper schon bei 7 bis 8 kn Wind Sorge hat, was mit ihnen passiert, wenn etwas bricht, hatte ich diese Sorge auf einem Monohull bei ähnlichen Bedingungen (vor Portugal) nicht.

    Im übrigen können die Wetterbedingungen vor Portugal zu jeder Jahreszeit heftig sein, auch wesentlich heftiger als im Bericht geschildert.

  2. #12
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    Auch ich bin schon mal in ekliges Wetter gekommen. Da habe ich konsequent das Groß weggerefft und bin nur mit den recht kleinen Vorsegel mit angenehmen 10 KN nach Hause gesegelt. Sorgen habe ich mir hinsichtlich der Bauqualität meines Tris (Corsair) nicht gemacht, dass passte schon. Aber die letzte Rille vermeide ich, denn mit dem Teil möchte ich nicht auf dem Kopf liegen.
    Ob zu der Jahreszeit und den zu erwartenden Witterungsbedingungen ein Tri das geeignet Boot ist bezweifle ich. Es ist doch immer die Frage, was muss ein Schiff können und haben, welchem Zweck soll es dienen.
    Ich segle im Sommer auf der O-See, überwiegend Tagesfahrten. Dafür ist mein Tri mit seinen 28 Füssen ideal, mehr brauche ich nicht. Nur muss die Logge ab und an geschmeidige Werte anzeigen und wenn mich einer überholt mache ich etwas falsch.
    Das Faltsystem der DF's ist technisch anspruchsvoll und wartungsbedüftig. Wer aber die Vorgaben der Bauwerft berücksichtigt dürfte auf der sicheren Seite sein. Leider konnte ich mit meinem schmalen Budget den Kaufpreis eines gebrauchten DF 28 S nicht abdecken. Aber mit dem Cosair bin ich aller bestens bedient.

  3. #13
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    Zitat Zitat von Barracuda Beitrag anzeigen
    Doch, ein Tri ist - jedenfalls unter den Bedingungen - schneckenlangsam. Nach Gesamt-Reisezeit.

    Was nützen 20-kn-Surfs, wenn man dann tagelang im Hafen liegen muss, während andere ohne Stress Strecke machen können?

    Es bewahrheitet sich wieder, dass Mehrrümpfer im Fahrtenbereich nicht wirklich schneller sind als Einrümpfer. In diesem Fall sogar langsamer.

    Unkomfortabel nenne ich zum Beispiel das harte Aufschlagen auf die Welle (und die damit verbundene Belastung der Crew bis hin zum Schlafentzug), die kaum vorhandene Privatsphäre bei nur drei Mann Besatzung, das stundenlange manuelle Steuern, wo bei einem Mono die Windfahne gesteuert hätte.
    Irgendwie scheinst Du den Bericht nicht so ganz genau gelesen zu haben.
    Der 40 Fuaa einrümpfer Pogo 2 mit der Crew auf der hohen Kante wurde nach einer Stunden achteraus gepeilt.
    Die beiden im Bericht erwähnten Segler die unter rauhen bedingungen vorbeisegelten, waren ein 54 Fuss Katamaran - nach meiner Meinung auch ein Mehrrümpfer, übrigens mit jeder Menge Raum unter Deck- und ein 17m langer Mono, dessen Skipper auch froh war, heil angekommen zu sein.
    Vergleichbare Monos werden da nicht erwähnt.
    Und was die Transatlantiktauglichkeit kleiner Trimarane angeht, da haben schon einige den Atlantik überquert, und nicht immer unter optimalen Bedingungen, z.B. Werner Stolz, der den ersten 27 Fuss Farrier von den USA nach Europa überfühert hat, der Lichtbildervortrag bei der Multihull Deutschland dazu war sehr interessant. Ebenfalls interessant war ein Lichtbilervortrag 2er Amerikaner, die in einem Tremolino 23 von den USA im Golfstrom nach England gesegelt sind, mit 2 Thermometern in den Auslegern und einer Differenz Temperaturanzeige im Cockpit, um immer im Zentrum des Golfstroms zu bleiben.
    Und was die Tourengeschwindigkeit der Multis anbetrifft, da sind sit Jahren die Trimarane sowohl auf der Transatlantil "Kurzstrecke" als auch Rount the World Rekordhalter.
    Und die Tourengeschwindigkeit kleiner Trailertris habe ich letztes Jahr bei dem Törn von der Schlei zum Multihull Festival in Kerteminde und zurück auch einige Erfahrungen mit meinem 24 Fuss Tri bei nicht so idealen Verhältnissen gesammelt.
    Bei rund 7 Bft, hoch am Wind 8 bis 10 Knoten (ab 10 Knoten wurde es allerdings ziemlich nass, aber welcher gleichgrosse Einrümpfer schafft schon diese Geschwindigkeit unter diesen Bedingungen ? )
    Auf der Rückfahrt dann ab Kerteminde bei 32 Knoten Wind im Hafen "ohne Termindruck" habe ich es dann bei 3 qm Fock belassen und bei 6 bis 8 Knoten "voll und bei" auf dem Log haben wir 2 wesentlich grössere Bleitransporter mit reichlich Lage überholt und meine Vorschoterin sogar noch gekocht ( ohne kardanische Aufhängung). Das ganze übrigens mit einem "vorgerefften Rigg" , damit der Mast noch in die Halle passt.
    In über 45 Jahre Mehrrumpfsegeln habe ich nur 2 Situationen gehabt, bei denen ich wegen Seegang und Gegenwind wieder in den letzten Hafen zurücksegeln musste.
    Vielleicht söltest Du einmal einige Törns mit einem Mehrrümpfer mitsegeln, aber wie der Erpel-Ernst schon sagt, dann bist Du hoffnungsloss an die Mehrrümpfer verloren.
    Gruss
    Horst

  4. #14
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    Zitat Zitat von Woodpecker Beitrag anzeigen
    mit meinem 24 Fuss Tri
    @Woodpecker, ich habe gerade auf die Schnelle nix gefunden: Was ist Deiner für ein Teil? (Bei 24' fällt mir spontan Corsair ein.)

  5. #15
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    Hallo rwe
    Ich habe einen Astus 24, der hat eine etwas grössere Breite im Mittelrumpf gegenüber den 24 Corsaires, dafür aber auch etewas mehr Raum im Mittelrumpf, insgesamt 2 Nummern zahmer als die Corsaires, aber trotzdem noch ein flottes Tourenschiff.

    Gruss
    Horst

  6. #16
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    ... schönen Dank. Ist im Moment nicht wirklich akut, aber letztendlich lässt mich das Thema seit Jahren nicht los, wenngleich ich bisher immer nur auf Monos gefahren bin.

  7. #17
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    Dann solltest Du dich um einen Mitsegelgelegenheit bemühen oder einen Tri chartern.
    Wäre direkt bei DF machbar. Der persönliche Eindruck ist immer prägender als das Für und Wider hier im Forum.
    Aber es ist auch nicht Alles Gold was glänzt, auch die Tris's haben ihre Schwächen und unterscheiden sich im Detail.
    Ich habe vor meinem Kauf den C 24 Sprint, den C 28 R und den C 31 gesegelt. Mein Fazit, der C 31 war mir zu groß, der Sprint ein Sportgerät, der C 28 passte, allerdings nicht in der R-Version. Es wurde die abgespeckte Variante, kürzerer Mast, kleinere Segel.
    Auch an DF 800 und den 920'ger konnte ich nicht vorbei und habe beide gesegelt. Leider deckten sich die Preisvorstellungen der Verkäufer nicht mit den meinen und einen Mehrwert konnte ich nicht erkennen.
    In der letzten Saison habe ich die Gelegenheit für einen Probeschlag auf einen DF 25 gehabt. Me mehr ein Sportgerät mit exzellenter Segelleistung, aber recht klein.
    In der Palette der Tri's, unabhängig von Hersteller, gibt es für jeden Anwendungsbereich das passende Modell.

  8. #18
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    Zitat Zitat von Woodpecker Beitrag anzeigen
    Irgendwie scheinst Du den Bericht nicht so ganz genau gelesen zu haben.
    Dann sag ich es mal andersrum:

    Die Strecke Flensburg - Gran Canaria sind ungefähr 2100 sm, sagen wir 2200 sm mit ein paar Stopps.

    Dafür haben sie 35 Tage gebraucht. Das war das absolut schnellste, was diese ambitionierte 3er-Crew (davon 2 Profis) mit dem Tri schaffen konnte. Schneller konnte der Tri nicht - auch, weil der Tri die Crew zermürbt hatte.

    Das entspricht einem durchschnittlichen Etmal von 63 sm!

    Das hätte eine betagte HR 352 mit ausgelutschten Dracon-Tüchern auch geschafft. Wahrscheinlich wäre sie sogar schneller gewesen. Denn sie hätte in mehreren Situationen ohne weiteres durchsegeln können, wo der Tri nicht mehr konnte.

    Die haben sich in ernsthafte Gefahr begeben für 63-er Etmale!

    Was ich damit sagen will: Usain Bolt ist der schnellste Mann der Welt - auf 100 Meter. Einen Marathon wird er niemals gewinnen, im Gegenteil, er wäre auf der Langstrecke erschreckend langsam.

    Genau so ist es mit dem Tri.
    Geändert von Barracuda (22.02.2018 um 23:10 Uhr)

  9. #19
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    ... dann hätte ich jetzt gerne die Ergebnisse der Jules Verne Trophy erklärt bekommen ...

  10. #20
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    Mmh, das durchschnittliche (!) Etmal einer Überführung , also deren absolute Dauer, als Kriterium für die Leistung eines Schiffes heranzuziehen ist fragwürdig.
    Dass sie sich zum Erreichen (!) dieses durchschnittlichen Etmals , also um dieses " Peak" v. 63sm zu erreichen , in Gefahr begeben haben, ist demzufolge noch fragwürdiger.

    Aus eigener Erfahrung weiss ich dass ein 35' Tri in der Lage ist bei handigem bis starkem halbem bis raumen Wind dazu in der Lage ist eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 17Kn zu liefern. Man rennt da zw. über 20 und 12kn.
    Anstrengend das.

    Ich fand den oben verlinkten Bericht sehr offen, ehrlich, authentisch. Es waren da , aus meiner Sicht, meiner Erfahrung heraus , einige Fehler im Handling bei Starkwind ersichtlich, ....egal.

    Zahlenwerferei, Interpretationen über die " Gefährlichkeit" , zumal anhand der absoluten Zeit der Überführung.......
    Da gehe ich nicht mit.



    @Barracuda
    Bitte lege detaillierter dar wie du dieses durchnittliche Etmal ermittelt hast. Nur 63 Meilen in 24h abzusegeln klingt etwas strange---rund 4 Kn Speed. Hast du die Hafentage miteingerechnet, bei der von dir z. Vergleich herangezogenen HR nicht ?
    Mit Zahlen kann man zaubern.
    Churchill( mal wieder):
    " Ich glaube keiner Statistik, es sei denn ich habe sie selbst verfälscht."
    Geändert von supra (23.02.2018 um 00:30 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder
    Schabowski: " ...sofort, unverzüglich. "
    Bob Ross kucken !

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