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  1. #61
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    Ich führe das mal senseoesque fort :

    Bei Roompot sollte man nicht mit einem Multi mit AB zum Angeln rausfahren, es droht Motorausfall.
    Geändert von supra (24.02.2018 um 21:50 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder

  2. #62
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    Auch ich hatte mein Probleme, mein erster Tri.
    Bei einer meiner ersten Ausfahrten hatte ich übersehen, dass ich versäumt hatte das Schwert ab zu lassen. Der Tri ging seitlich weg wie ein Nivea-Ball auf dem Wasser. Mein Dank ging an die Erfinder der Holzdalben.
    Mein Liegeplatz ist nun an einer Kaimauer, Beton.
    Ich habe an den Spitzen und Ende der Schwimmer Fenderösen montiert, an denen ich Kugelfender mit einer doppelten Zugleine platziere. So kann man bei einem weniger geglückten Manöver Schäden vermeiden. Hat sich bestens bewährt.
    In Häfen und Boxengassen fahre ich rückwärts. Ruder und der AB-Motor sind mit einer Rohr- Leinenkonstruktion gekoppelt. So kann ich, falls erforderlich, rückwärts auf dem Teller in der Boxengasse drehen.
    Vor der Einfahrt in fremden Häfen falte grundsätzlich den Tri ein. Eine Box mit 6,10 m Breite habe ich noch nie gesehen und an den Stegliegeplätzen liegen die großen Jungs mit 40 Fuß plus X. Da muss ich nicht stören.
    Eingefaltet hat der Tri nur noch eine Breite von 2,50 m und mit gezogene Schwert einen Tiefgang von 50 cm. So ich habe, auch in der Hauptsaison, immer einen Liegeplatz gefunden.
    Der Nachteil ist, dass man dann aus der Position des Rudergänges die Spitze des BB-Schwimmers nicht sehen kann. Dafür habe ich mir einen Bugfender zugelegt, den ich mit Gummistrapsen auf Position halte.
    Wichtig ist, dass das Anlegemanöver gut vorbereitet sind. Die Festmacher, die seitlichen Fender und die Fender an Bug und Heck sollten beidseitig in Position sein.

    Barrakuda
    Bei der DF-Werft werden Tri's verschartert. Für Einsteiger ist ein erfahrener Skipper zu buchbar.
    Auf Fehmarn ist (war ?) eine Corsair 37 Fuß in Charter, Yachtnetz Hannover.
    Beim Werner Stolz in Taufkirchen, Corsair Deutschland, ist die gesamte Flotte von Corsair in Charter, mit und ohne Skipper. Entweder Starnberger See oder Kroatien.
    Ich hätte mir einen Bärenführer gewünscht, es hätte mir manches Frusterlebnis erspart.
    Übrigens, meine AB-Motor bringe ich regelmäßig nach dem Aufslippen zur Wartung in eine Yam-Werkstatt. Dort bleibt er auch über den Winter, warm, trocken und diebstahlssicher.
    Es ist ein sehr spezielles Modell. Ultralangschaft, Schubgetriebe und -Schraube, E-Spule und E-Starter. Nun auch 12 Jahre jung. Er springt auf den Schlag an und läuft bestens. Wenige Betriebsstunden, denn auch bei wenig Wind geht es unter Segel auf einen Tri besser.
    Ich segle bis vor die Hafeneinfahrt und nutze ihn für Hafenmanöver, den Tri unter Segel auf meine Liegeplatz zu bekommen halte ich nicht für machbar. Auch habe ich noch nie gesehen, dass ein Tri unter Segel anlegt.

  3. #63
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    Ok, und wieder zurück zu dem Fahrtbericht, für den ich im übrigen sehr dankbar bin, da es bislang kaum Berichte geschweige denn Literatur zu Trimaran Unternehmungen gibt. Einige Passagen machen mich nachdenklich und regen zu Diskussionen an.

    1. Der Zeitdruck und das späte Reisedatum im Jahr: Start 9.Oktober

    2. Kaum Vorbereitungszeit: Zitat: "um einen werftneuen Trimaran von Flensburg zu den Kanaren zu bringen" und "hatte ihn erst im Juni bei der Quorning-Werft in Auftrag gegeben, ihn dann Mitte September abgeholt"

    3. Zitat: " Ich habe ja keine Ahnung, wie der Tri auf Welle und Wind reagieren wird, und bleibe skeptisch" ist vergleichbar mit meinem Lieblingsspruch: "Unwissenheit ist die Mutter aller Abenteuer!"

    4. Zitat1: "Ich war schon mit schnellen Katamaranen unterwegs, doch nie mit einem Tri", Zitat2"Martin hat Gelegenheit sich mit seinen Bedienungsanleitungen zu beschäftigen" Zitat3: "Holger ist auch noch nie auf einem Tri gefahren, man merkt ihm die Skepsis an"

    5. Bootsspeed : Zitate mehrere: "aber mit 12 Knoten Speed sieht es gleich viel näher aus." "laufen über sieben Knoten bei sechs Knoten Wind" Am Abend segeln wir mit 12 Knoten durch das Alderney Race" "Nach einigen rauschenden Abfahrten mit über 20 Knoten gehen wir ins 2. Reff." 52 Stunden hat die Überquerung der Biskaya gedauert" "Holgers Augen gehen zum Speedometer. „23 Knoten!“, ruft er"

    6: Zitat:" Unser Problem ist, dass wir nun schon über 1.000 Meilen mit diesem Schiff hinter uns haben, aber niemand kennen, (inklusive des World Wide Web) der uns sagen kann, wie so ein Trimaran bei 35 Knoten achterlichem Wind und 4-5 Meter hoher Welle segelt." Es sollte bekannt sein, dass Werner Stolz, Christoph Wentland oder auch Jens Quorning und Mannschaft ausgewiesene Trimaran Experten sind, dann braucht man das WWW nur noch zum Telefonnummer suchen.

    7. Zitat: "Wir reffen aus, trimmen die Segel auf Schmetterling, lassen den Tri vor dem Wind laufen." Genau das ist klassisches Fahrtensegel mit dem Passatwind denk ich mir, aber auf einem Mono mit Ballast und einer theoretischen Rumpfgeschwindigkeit.

    8. Zitat:"Wir hatten den Gennaker auf der Dragonfly bisher noch gar nicht gesetzt und tüftlen erstmal aus, wie das hier genau funktioniert." Das war am 31.Oktober bei Kap Fisterre

    So dass wären aus meiner Sicht mal Stichpunkte über die wir hier diskutieren können. Keineswegs will ich den Protagonisten des Artikels ihre Kompetenzen oder Entscheidungen anzweifeln oder in Misskredit bringen. Das liegt mir aufrichtig fern, denn auch ich hoffe daraus zu lernen und ein besserer Trimaran Segler zu werden.

    So Long
    JP

  4. #64
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    Zitat Zitat von erpel-ernst Beitrag anzeigen
    uch habe ich noch nie gesehen, dass ein Tri unter Segel anlegt.
    Ich schon, im Tidengewässer. Es war jemand, der das hier auch geschrieben hat. (Ich nicht, habe keine Multi-Erfahrung.)

  5. #65
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    Ich schon, im Tidengewässer. Es war jemand, der das hier auch geschrieben hat. (Ich nicht, habe keine Multi-Erfahrung.

    Da hätte ich den Hut gezogen.
    Auf den mir bekannten und genutzten Liegeplätzen halte ich es für nicht machbar.

  6. #66
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    Zitat Zitat von TRI4FUN Beitrag anzeigen
    Ok, und wieder zurück zu dem Fahrtbericht, für den ich im übrigen sehr dankbar bin, da es bislang kaum Berichte geschweige denn Literatur zu Trimaran Unternehmungen gibt. Einige Passagen machen mich nachdenklich und regen zu Diskussionen an.

    1. Der Zeitdruck und das späte Reisedatum im Jahr: Start 9.Oktober

    2. Kaum Vorbereitungszeit: Zitat: "um einen werftneuen Trimaran von Flensburg zu den Kanaren zu bringen" und "hatte ihn erst im Juni bei der Quorning-Werft in Auftrag gegeben, ihn dann Mitte September abgeholt"

    3. Zitat: " Ich habe ja keine Ahnung, wie der Tri auf Welle und Wind reagieren wird, und bleibe skeptisch" ist vergleichbar mit meinem Lieblingsspruch: "Unwissenheit ist die Mutter aller Abenteuer!"



    4. Zitat1: "Ich war schon mit schnellen Katamaranen unterwegs, doch nie mit einem Tri", Zitat2"Martin hat Gelegenheit sich mit seinen Bedienungsanleitungen zu beschäftigen" Zitat3: "Holger ist auch noch nie auf einem Tri gefahren, man merkt ihm die Skepsis an"

    5. Bootsspeed : Zitate mehrere: "aber mit 12 Knoten Speed sieht es gleich viel näher aus." "laufen über sieben Knoten bei sechs Knoten Wind" Am Abend segeln wir mit 12 Knoten durch das Alderney Race" "Nach einigen rauschenden Abfahrten mit über 20 Knoten gehen wir ins 2. Reff." 52 Stunden hat die Überquerung der Biskaya gedauert" "Holgers Augen gehen zum Speedometer. „23 Knoten!“, ruft er"

    6: Zitat:" Unser Problem ist, dass wir nun schon über 1.000 Meilen mit diesem Schiff hinter uns haben, aber niemand kennen, (inklusive des World Wide Web) der uns sagen kann, wie so ein Trimaran bei 35 Knoten achterlichem Wind und 4-5 Meter hoher Welle segelt." Es sollte bekannt sein, dass Werner Stolz, Christoph Wentland oder auch Jens Quorning und Mannschaft ausgewiesene Trimaran Experten sind, dann braucht man das WWW nur noch zum Telefonnummer suchen.

    7. Zitat: "Wir reffen aus, trimmen die Segel auf Schmetterling, lassen den Tri vor dem Wind laufen." Genau das ist klassisches Fahrtensegel mit dem Passatwind denk ich mir, aber auf einem Mono mit Ballast und einer theoretischen Rumpfgeschwindigkeit.

    8. Zitat:"Wir hatten den Gennaker auf der Dragonfly bisher noch gar nicht gesetzt und tüftlen erstmal aus, wie das hier genau funktioniert." Das war am 31.Oktober bei Kap Fisterre

    So dass wären aus meiner Sicht mal Stichpunkte über die wir hier diskutieren können. Keineswegs will ich den Protagonisten des Artikels ihre Kompetenzen oder Entscheidungen anzweifeln oder in Misskredit bringen. Das liegt mir aufrichtig fern, denn auch ich hoffe daraus zu lernen und ein besserer Trimaran Segler zu werden.

    So Long
    JP
    Lass gut sein.
    Viele deiner Kommentare sind durchaus berechtigt, ergeben Sinn.
    Ich denke aber auch dass eine Bewertung dieser Überführung nicht zielführend ist, bzw. sein kann.
    Nahezu ein jeder hat dazu etwas zu sagen, unabhängig von seinem Background, seiner Erfahrung ( von Multis coastal,offshore, von Monos , von was was ich, und dito) .
    Ein objektives " Urteil" wird nicht zustande kommen. Allein da Wort " Urteil" ....

    Es ist meiner Ansicht nach fruchtsam und vor allem zufriedenstellend dass dieser Bericht veröffentlicht ist, hier wurde, es zu einer Kontroverse geführt hat die anscheinend einige zum Nachdenken angeregt hat, womöglich einige Vorurteile gegenüber Multis verrückt hat.

    In meinen Augen würde jedweger weitere " Disput" in Richtung Zipfelchen von Zitrone von Schale nur unsinnige Kompetenzstreitigkeiten generieren.

    Nehmen wir doch den Bericht einfach nur als Initialzündung, als Vehikel hin, bzw. wahr.
    Seien wir doch einfach für diesen authentischen Bericht dankbar.
    Eine wie auch immer geartete Beurteilung , " Abstrafung" des Autors halte ich für falsch.

    Man möge einwenden dass der Bericht , vielmehr dessen Analyse lehrreich sei.
    Für wen ? Wer , welcher Multianfänger begibt sich in solch Verhältnisse ?
    Segeln lernen, in diesem Fall Multihullsegeln, beginnt man nicht mit dem Pauken der hohen Schule der Schwerwettertaktik.
    Wie sich in diesem Thread gezeigt hat liegt das primäre Manko, auch einiger Multihullsegler und " Ausbilder" , woanders .
    Ich will das abmildern, Bootsbeherrschung fehlt den allermeisten.
    Man möge sich das deutlich machen --Bootsbeherrschung ! Immer, nix mit kontrolle aus der Hand geben ( das Ruder nicht mehr in der Hand haben) , sich abhalten lassen , rein/ ranziehen lassen, passiv sein, ausgeliefert sein ( dem Wind oder Helfern) , was auch immer. Es bedarf der Kontrolle , immer !
    Geändert von supra (25.02.2018 um 01:34 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder

  7. #67
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    Nachtrag
    Hat man " Bootsbeherrschung" , kennt man sein Schiff. Da fällt es dann auch nicht mehr schwer dem Schiff auf See nur das zuzumuten was es will und vor allem nur kann.





    Einschränkung
    Wie Barracuda schon schrieb, vermutete , vieles ist intuitiv.
    So ist Segeln nun mal.
    Mmh, der Eine mehr , der Andere weniger.
    Das sollte den Anderen -- egal ob mit Mono oder Multi--aber nicht davon abhalten es zu üben. Er kann ja nur gewinnen.
    Da beginnt man doch mal --- ganz einfach--mit dem eigenem, erstem , "großem" Schiff mit einem stumpfdummen Aufschießer an die Boje....Nachdem der Auslauf " eingenommen" , erkannt wird , inwieweit man ihn durch Ruderausschlag ( evtl. gar heftig schnelles Ùberreissen in Gegenrichtung - Bremse) , Radius der Annäherung verlängern/ verkürzen kann.....
    Ach ---das 1x1.
    Man lernt es mehr oder minder,eher minder , mit der Jolle .
    Selbiges aber danach mit dem eigenem Schiff......man hat ja eine Maschine. Power nimmt Gefühl ( für's Schiff, für dessen Ruder)
    Geändert von supra (25.02.2018 um 03:03 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder

  8. #68
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    Moin supra,

    ich habe mir deine Einwände und Tipps noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Grippe bettgebunden habe ich gerade viel Zeit dazu.

    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    Es ist dein erster Tri, du segelst ihn noch nicht lange , versuchst immer noch dein Monohandling auf dieses Schiff zu übertragen ?
    Ja, denn mit einem leichten Mono würde ich die Hafenmanöver genauso fahren wie mit unserem eingeklappten Tri. Wodurch unterscheidet sich nach deiner Meinung unser eingeklappter Tri von einem leichten Mono? Ein Joli, eine hochbordige Sapire, ja so gut wie jeder moderne Racer, hat doch bei Seitenwind die gleichen Probleme im Hafen. Im Vergleich zu denen ist das jedoch bei uns durch den mitschwenkenden AB mit etwas Übung sehr einfach beherrschbar. Im übrigen hast Du es schön beschrieben, das man sich die Eigenarten eines Bootes zu nutze machen muss und sie dann durchaus zum Vorteil umkehren kann.

    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    Um es kurzum in zwei Worte zu fassen: mit Geschwindigkeit.

    .....
    Ich weiß nicht was für einen Trimaran du segelst, vielleicht ist das bei dem die richtige Manövertaktik. Für unser Boot wäre dein Tipp - Manöverfähigkeit durch Geschwindigkeit - auf jeden Fall gänzlich falsch. Natürlich legt man sich nicht quer zum Wind und wartet darauf das die Kiste auf Drift geht, sondern hält es in Bewegung. (Es sei denn man will längsseits in Lee anlegen). Unser drehbarer Außenborder wirkt ja wie ein Schubvektor Triebwerk. Für Richtungsänderungen auf kleinstem Raum reduziere ich die Geschwindigkeit bis auf ein Minimum um einen max. Drehimpuls zu bekommen. Dazu gebe ich bei eingeschlagenem Ruder einen kurzen Gasstoß. So kann ich das Boot fast so einfach dirigieren wie die Dicken mit ihrem Brüllruder. Einmal gelernt und mit etwas Gefühl für Wind und Boot ist das tatsächlich ein Kinderspiel. Mit unserem 15 PS Superlangschaft-Motor kann ich das Boot so bei jeder Windstärke in jede Position dirigieren und halten. Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern haben wir beim halbtägigen Einweisungstraining vor unserer DF-Charter vermittelt bekommen. Unser Einweisungsskipper war Anders Bastiansen, der im gleichen Jahr das Silverrudder mit diesem Boot souverän gewonnen hatte.

    http://www.yacht.de/regatta/news/anm...1/7143409.html

    Das Regattaergebnis ist auch wieder ein gutes Beispiel für die überlegenen Segeleigenschaften dieser Boote. Er gewann das Silverrudder gegen einige hundert Boote. Zweite wurde die sehr erfolgreiche schwedische Rennyacht Blur mit 3 Std. Rückstand !!!!. Die Blur ist eine J111, also ein deutlich größerer Vollblutracer. Die Dragonfly 28 war das Vorführschiff der Werft mit fast allen Extras, also ein vollwertiges Fahrtenschiff !!!

  9. #69
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    Hallo Zusammen

    Ich lese immer wieder gerne pro und contra über die Trimarane.

    Ich selber segle mit meiner Lebenspartnerin seit zwei Jahren einen Dragonfly 28 Performance auf dem Zürichsee in der Schweiz.

    Der Hauptgrund uns dieses Boot zu kaufen war die Möglichkeit ein Segelschiff zu haben, mit welchem wir hier auf dem See unseren Spass haben, zudem mit dem Schiff ans Mittelmeer oder die Ostsee fahren können. Der Dragonfly ist ein kleines Tourenboot und kein Rennboot. Die meisten Dragonfly Eigner hier in der Schweiz haben dieses Boot aus demselben Grund gekauft. Ich kenne einige die mit diesem Boot den ganzen Sommer durch unterwegs waren.

    Ich kenne kein Tourentauglichen Monohull der so viel Spass macht und zudem einfach trailerbar ist!

    Nun zu den Segeleigenschaften. Man kann einen Dragonfly nicht mit einem Monohull vergleichen. Wie segeln diese Schiffe! Bei beinahe keinem Wind stehen diese Boote wie ein Floss auf dem Wasser. Da hat man mit einem leichten Daysailer noch die Möglichkeit Leekrängung zu machen um im Segel ein Profil zu bekommen. Bei leichter Briese Segeln der DF28 wie ein leichter Daysailer. Jedoch schon wesentlich schneller als ein Tourenboot. Unser Trimaran ist bei stärkerem Wind an einer Regatta nicht sehr viel Schneller als zum Beispiel eine ONYX oder ESSE. Diese Boote sind aber reine Regattaboote. An der Kreuz segeln diese Boote mehr Höhe und können jeden Wenddreher aussegeln. Zudem kommt, dass wir hier auf dem See sehr viele Wenden fahren müssen. Mit einem leichten Sportboot macht eine erfahrene Crew Rollwenden in denen die nach der Wende die gleiche Geschwindigkeit haben wie vor der Wende. Dass Schaffen wir mit unserem Trifft nicht. Vor dem Wind kommen die Daysailer sehr schnell ins Gleiten. Die fahren dann wie wir bis 15 Knoten vor dem Wind.

    Also meine Erfahrung ist, dass wir auf einer Regatta auf dem Zürichsee nicht schneller sind als schnelle Daysailer.

    Unser Trimaran ist jedoch sehr sehr schnell wenn man keine Höhe fahren muss. Können wir mit unserem Boot ca. 10 Grad abfallen kann uns kein gleichgrosser Mono mehr folgen bis wir wieder vor dem Wind segeln. Nur ist das an Regatta bei uns auf dem See nur selten der Fall!

    In hohem Seegang stapft ein kleiner Mono sich auch schnell in den Wellen fest. Das macht unser Tri mit der Zeit auch. Wir können dann jedoch leicht abfallen und schon steht die Logge wieder im zweistelligen Bereich. So gehr es wieder an den Wind.

    Im Vergleich zu einem Mono Yacht möchte ich behaupten, dass wir bei viel Wind stressfrei zu zweit unser Boot segeln können.

    An dieser Stelle möchte ich auch mal sagen, dass wir unseren Trimaran nicht so schnell segeln wie es immer wieder auf den Werbefilmen von der Quorning Werft gezeigt wird. Diese Schiffe sind auf das leichteste getrimmt. Bei Jens Quorning ist an einer Regatta alles ausgebaut was nicht gebraucht wird! Uns ist dieser Aufwand einfach zu gross.

    Ich habe viele Kontakte zu Dragonfly Eigner. Auch zu jenen in Deutschland. Wenn jemand von Euch konkret Interesse hat mit so einem Boot zu segeln kann sich gerne bei mir melden. Da liesse sich bestimmt etwas organisieren.

    Jene die einen Trimaran besitzen können sich gerne bei mir melden. Am besten mit Adresse, Telefon, Mail und wo euer Boot steht.

    Hier noch ein paar Filme von unseren Reisen mit unserem Trimaran.

    https://www.youtube.com/watch?v=vRRSUxi3M_E
    https://www.youtube.com/watch?v=lRYA4FQQq7U
    https://www.youtube.com/watch?v=GU-q9Fe8888

    Den DF 35 kenne ich leider nicht persönlich. Weiss aber von Engeln die dieses Schiff haben, dass sie sehr zufrieden sind mit dem Boot. Alle Eigner von Dragonflys sind durchs Band aktive Segler. Da wird nach Möglichkeit nicht Motor. Das brauchen wir auch nicht, da diese Boote bei wenig Wind schon flott unterwegs sind.

    Jener DF 35 welcher im Spätherbst zu den Kanaren und anschliessend mit dem ARC über den Atlantik gesegelt ist haben wir beim Auswassern nach der Silverrudder im Hafen von Skaerbaek gesehen. Da habe ich mir gedacht, dass der Eigner das zeitlich nicht mehr schaffen würde. Wäre mit einem Mono bestimmt auch nicht leicht gewesen!

    Grüsse aus der Schweiz
    Martin

  10. #70
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    Hallo Martin,
    ich denke für einen Binnensee mit leichten drehende Winden gibt es tatsächlich geeignetere Boote als Multihulls. Obwohl der DF ja für ein Mehrrumpfboot klasse wendet (zumindest tut das unser Touring), will er doch eigentlich lieber Strecke machen. Das Boot verliert in der Wende einfach zu viel Fahrt und muss dann jedes Mal wieder beschleunigen. Mit einem Sportkat hast du gegen eine Laser auf einem kleinräumigen Binnenrevier auch kaum eine Chance. (hatten wir das nicht schon mal?) Wenn du von Daysailern schreibst, sind das übertakelte Binnenseeracer oder normale Großserienboote? Geschwindigkeiten von 15 Kts sind ja schon mal eine Ansage für ein Einrumpfboot.

    Nach einer recht windigen Saison in Korsika und Sardinien sind wir vor allem von dem Wellen- und Schwerwetterverhalten des Bootes begeistert. Natürlich muss man das alles in Relation zu den nur 28 Fuß und dem geringen Gewicht sehen und kann es nicht mit einem deutlich größeren und zig Mal so schweren Mono vergleichen. Der Tri will bei Welle auch ganz anders gesegelt werden als ein Mono. Da kommt uns unsere Erfahrung mit F18 Katamaranen sehr zu Gute.

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