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  1. #1
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    Standard Tankatmung verhindern (Dieselpest Prophylaxe)

    Tag zusammen,

    Würde ich das Thema Tankatmung gerne mal diskutieren:

    Ich würde nach Möglichkeit gerne die Tankatmung und damit den Eintrag von Feuchtigkeit stark reduzieren oder sogar verhindern wollen, wenn das Schiff ungenutzt liegt. Meine Überlegung wäre, ein Vakuum- oder Druckventil oder ähnliches in den Entlüftungsschlauch einzubauen. Das Ventil soll nur dann für eine Belüftung sorgen, wenn ein entsprechender Unterdruck im Tank durch Motor- oder Heizungsbetrieb etc. vorliegt. Bei den vermutlich deutlich geringeren Druckunterschieden durch atmosphärische Schwankungen (Tag/Nacht/Sonneneinstrahlung etc.) soll das Ventil dann entsprechend nicht öffnen und somit die Feuchtigkeit draußen halten.

    Was ist davon zu halten und gibt es solche Ventile?

    Klar, immer Volltanken ist ebenfalls angedacht.

  2. #2
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    oder einfach ein 12V Ventil in den Entlüftungsschlauch. Bei Batterie-Hauptschalter Ein öffnet es. Keine Ahnung, ob es da was sinnvolles gibt.

  3. #3
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    Unterdruck kriegst Du auch, wenn die Temperatur um 20° C fällt und Sprit + Luft im Tank schrumpfen. Und der ist bei geschlossener Belüftung ausreichend groß, um Dir den Tank zu verbeulen.
    Mathias

    (Bald wieder zu Hause)

  4. #4
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    Zitat Zitat von M_Dietrich Beitrag anzeigen
    Unterdruck kriegst Du auch, wenn die Temperatur um 20° C fällt und Sprit + Luft im Tank schrumpfen. Und der ist bei geschlossener Belüftung ausreichend groß, um Dir den Tank zu verbeulen.
    ....und so dicht sind die Anschlüsse am Tank auch nicht, dass sie das Vakuum halten können.
    Eine andere Möglichkeit könnte sein, in die Entlüftungsleitung eine Patrone mit Trockenmittel einzusetzen. Die muss dann zwar regelmäßig ausgetauscht werden, könnte aber das Problem lösen.

  5. #5
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    Hallo DOS, wenn Du mal nachrechnest wie viel Atmung durch Temperatur und Druckänderung stattfindet und wie viel Wasser dadurch ausfallen kann, kannst Du das Problem wohl vergessen, die Mengen sind so gering, dass sie unwesentlich sind. Ich tanke daher den Tank vor dem Winterlager auch nicht extra voll.
    Handbreit,
    Horst

  6. #6
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    Zitat Zitat von safarovic Beitrag anzeigen
    Hallo DOS, wenn Du mal nachrechnest wie viel Atmung durch Temperatur und Druckänderung stattfindet und wie viel Wasser dadurch ausfallen kann, kannst Du das Problem wohl vergessen, die Mengen sind so gering, dass sie unwesentlich sind. Ich tanke daher den Tank vor dem Winterlager auch nicht extra voll.
    Handbreit,
    Horst
    So ist es! Und als "Dieselpest Prophylaxe" am besten Kraftstoffe ohne Gemüsebrühe verwenden. Sowie ab und an den Tank drainen.
    Beste Grüße

    Dieter

  7. #7
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    Moin,
    ich würde mir etwa durch zusätzliche Ventile/Elektrik zusätzliche Fehlerquellen mit der Folge eines möglichen Maschinenausfalls nicht einhandeln wollen. Allerdings sind Bioanteile im Diesel heute nicht mehr ganz auszuschließen, oder man tankt ungewollt Bakterienstämme mit, denen geringe Bioanteile und wenige Tropfen Kondenswasser ausreichen, um sich sprunghaft zu vermehren. Ich schlage vor, den Tank stets gut gefüllt zu halten und zur Sicherheit (schon wegen wenig Durchsatz) ein Biocid zu dosieren. Auch kann die regelmäßige Kontrolle der Kraftstofffilteranlage nicht schaden. Hilfreich wäre auch ein Inspektionsdeckel in der Tankoberseite, was die eventuelle Tankreinigung erleichtert. Letztere blieb uns bislang erspart.
    Jedenfalls ist die sog. "Dieselpest" bei uns somit nach 28 Saisons und im Schnitt nur ca. 28 Betriebs-hrs p.a. nicht ansatzweise aufgetreten...
    Handbreit...! F.

  8. #8
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    Zitat Zitat von kuckst du Beitrag anzeigen
    ....... am besten Kraftstoffe ohne Gemüsebrühe verwenden. Sowie ab und an den Tank drainen.
    Das wird wohl kaum klappen. Die Reiseroute nach Tankstellen planen ist nicht realistisch. Obendrein tankt man die Kacke nicht, sie wächst im Tank.
    Das Wasser abschlämmen geht gar nicht, denn die Gemüsebrühe bindet das Wasser.
    Ceterum censeo: Tankreinigen und Gift! Es gibt keine Alternative.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  9. #9
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    Naja, ich fahre (manchmal leider) recht viel Diesel spazieren. Tanken kann man durchaus Kraftstoffe ohne die Ökoplörre drin.
    Tanks ohne die Möglichkeit am Grund abzulassen sind schlechte Konstruktion. Ich habe am Ende der Saison dann etwa 300ml mit Schmutz versetzten Diesel im Auffangbehälter.
    Der Separator ist ständig völlig sauber. Ich verwende jedoch auch Gift.
    Beste Grüße

    Dieter

  10. #10
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    Hallo grauwal, ja, so ist es! Es schwebt vielen nicht nur hier die Idee vor, man könne eine Infektion verhindern, wenn man nur den Austausch unterbindet. Man macht sich ja überhaupt keine Vorstellung, was so alles in unserer Umgebung lebt! Die Bakteriensuppe in unserer Luft ist so dicht, daß sich jedes beliebige Bakterium an jedem Ort findet. Ausnahmen sind technisch sehr schwierig zu bewerkstelligen und gelingen trotz größem Aufwand oft nicht vollständig!
    Ob ein Bakterium an einem bestimmten Ort zu wachsen beginnt, wird nahezu ausschließlich durch das Milieu bestimmt. Für die Dieselpest bedeutet das, kaum macht man den Tankdeckel auf, sind bevor man den Tankrüssel hineinstecken kann schon jede Menge Dieselpest-Bakterien aus der Luft hineingeregnet. Da braucht es keinen Austausch über die Entlüftung. Die anderen wichtigen Bestandteile für das Milieu ist der Biodiesel, den kann man schon lange nicht mehr ausschließen, und Wasser, das kriegt man auch nicht weg, denn schon der jungfräuliche Diesel aus der Raffinerie hat einen gewissen Wassergehalt.
    Bleibt nur das Gift. Gottseidank scheint das bis jetzt zu funktionieren, aber für die Zukunft sind Zweifel angebracht.
    Man kann nur Staunen, was die Evolution alles zustandebringt. Es könnte sogar sein, daß die Existenz der Dieselpest erst durch das reichliche Vorhandensein von Diesel provoziert wurde: die Evolution hat eine neue Nische gefunden und gleich besetzt. Leider wird sie genauso lernen, mit dem Grotamar zurechtzukommen. Die Frage ist nur, wie lange es dauert!
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

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