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  1. #11
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    Hallo, die Klagen über zu kurze Lebensdauer der Akkus scheinen mir mit den Klagen über das schwere Ausbauen der Akkus für das Winterlager zu korrelieren. Sind das vielleicht dieselben Skipper?
    Nein, Akkus baut man fürs Winterlager aus, weil es in vielen Hallen/Werften Vorschrift ist wg, Brandgefahr.
    Ein Akku muß wg. Selbstentladung regelmäßig, am besten permanent nachgeladen werden, damit er immer möglichst voll ist. Nur bei dieser Betriebsart hält er wirklich lange. Das geht meist nur zuhause, deshalb muß der Akku raus. Kann (darf) man den Akku am Erhaltungsladegerät hängen lassen, darf er natürlich drin bleiben.
    Baut man darauf, daß ein im Winterlager ungeladener Akku im Frühling immer noch zu 70% voll ist, und tatsächlich der Motor problemlos anspringt, muß man damit rechnen, daß die verlorenen 30% Kapazität nicht nur leer, sondern auch weg sind. Nach dem 2. oder spätestens 3. Winterlager ist der Akku hin.
    Das Gleiche gilt selbstverständlich auch für ein KFZ, wenn es im Winter stillgelegt wird. (siehe der obige Link). Wird es im Winter regelmäßig gefahren, so kann man nur hoffen, daß die Bordelektronik stets für eine volle Batterie sorgt, was nach der Erfahrung durchaus zweifelhaft ist.

    Es gibt eine unübersehbare Vielfalt von billigen und auch teuren Ladegeräten. Ein Erhaltungsladegerät muß keinen hohen Ladestrom bringen, selbst für einen 100Ah-Akku reicht 1A. Aber das Gerät muß die Ladespannung sauber und exakt auf die Ladeschlußspannung begrenzen. Das geht nur mit einer elektronischen Regelung. Das kann man nachmessen, ohne Akku darf an den Klemmen nur die Ladeschlußspannung stehen (13,8V). Ist die Spannung höher, so ist das Gerät für eine unkontrollierte Erhaltungsladung nicht geeignet.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  2. #12
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    Ich lasse meine AGM Batterie jetzt im achten Jahr im Boot. Draussen stehend, nur mit Plane abgedeckt. Die Batterie "fühlt" also alle Temperaturen,die so in einem Winter auftauchen.

    AGM ist aber auch ziemlich resistent gegen Selbstentladung. Spannung 6.11.16 12,87Volt am 20.03.2017 lag die bei 12,82 Volt. 0,05 Volt weniger über denn Winter definierte ich als qusi ohne Verlust.

    Auch diesen Winter alles okay mit der Spannung. 14.01 waren es ,12,90volt und am 24.02 nachdem es so scheisse kalt gewesen ist immernoch 12,88 Volt.im Winterlager wird die Batterie nie nachgeladen. Habe da leider gar keinen Strom.

    Ausbau oder nicht und Bedarf nach Ladung bzw. Erhaltungsladung hängt eben auch vom Batterietyp ab.
    www.fam-kv.de

  3. #13
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    Zitat Zitat von yippieaye Beitrag anzeigen
    Hallo,
    was bitte ist ein "Handelsübliches" Ladegerät? Hier reicht die Pallette von Baumarktmist um €15.-bis hin zu hochwertigen Geräten mit nach oben offenem Preis. Je nachdem was Du hast, kann das natürlich ein Auslöser sein.

    Bevor ich jetzt hier lange erkläre, ich habe vor kurzem eine nette Seite entdeckt wo die Zusammenhänge gut erklärt werden. Ist zwar aus dem Motorradbereich, doch das Prinzip ist gleich. Für Verbraucherakkus ähnlich zu sehen.
    http://www.motelek.net/allgemein/erhaltungsladung.html
    Hallo,

    was nützen 95-Millionen "Erklärungen", wenn sie fast ausnahmslos ins Leere laufen?
    Auf dem Boot sind klar andere Benchmarks erstrebenswert.
    Rückstrom: 0 mA
    Ausgleichsladungsspannung: 14,4V
    Die gelobten 13,8V ohne 14,4 Volt Ausgleichsladung (darf von der Lima auch ständig geliefert werden) sind für verbrauchsbelastete Akkus ein großer Mist und verkürzt deren Lebensspanne.


    Peter

  4. #14
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    Batteriesäure stinkt,
    kochende Batterien auch.

    Alle Spekulationen hier sind über,
    solange BB hier keine qualifizierten Angaben liefert. (Punkt)
    Indios & Eulenspiegel
    Rw2
    letzter Häuptling vom Stamm der Häuptlinge
    lebt nun in Indochina

  5. #15
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    Danke für einige Antworten.
    Wer meine Frage gelesen hat, weiß, dass ich keine Grundsatzdiskussion über Batterie-an-Bord oder Batterie-von-Bord führen wollte. Die Frage war: Kann sie nach "Kanalgas" stinken?
    Was da für qualifizierte oder detaillierte Erläuterungen zu machen sind, entzieht sich meiner Vorstellungskraft. Aber wenn Ihr wollt: Batterie DP1 10 110 Ah (C20) - Ladegerät BLG 12A 9-160 Ah.
    Sobald ich sie durchgemessen habe (Messgerät ist noch auf dem Boot, also muss ich mir mal eines ausleihen), melde ich mich wieder...
    B.B.

  6. #16
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    Moin Moin!

    Das Ladegerät könnte evtl. die Ladespannungen nicht eingehalten und die Batterie gekocht haben.
    Für wahrscheinlicher halte ich es aber, dass die Batterie während der Lagerung einen Zellenschluss entwickelt hat. Das erkennen selbst viele teuer Ladegeräte nicht. Statt wie einen Batterie mit 6 Zellen verhält sie sich dann wie einen mit 5 Zellen weil einen überbrückt ist. Statt bei Spannungen z.B. über 14,4V für 6 Zellen reichen dann schon Spannungen von über 12V zum gasen. Die Gesammtspannung teilt sich dann nicht auf 6 sondern 5 Zellen auf.
    Für Ladegeräte ist dieser Fehler schwer zu erkennen, da ein voller Bleiakku mit 5 Zellen sich im ähnlichen Spannungsbereich befindet wie ein leerer mit 6 Zellen. Sie schalten dann meist in die I-Phase und kochen mit hohem Strom die restlichen Zellen schnell leer.

    Ob es das war kannst du einfach rausfinden, Akku vom Ladegerät trennen und eine Weile warten. Die sich dann einstellenden Ruhespannung zeigt recht deutlich ob eine Zelle einen Schluss hat.
    Bei einem Bleiakku mit intakten 6 Zellen sollte sich ein Wert zwischen 12V...13V einstellen. Stellt sich etwas zwischen 10V...11,5V ein, fehlt eine Zelle.
    Alternativ kanns du das auch über Säuredichte und Säurestand rausfinden wenn die Batterie noch Schraubstopfen hat. Die Zelle mit Schluss sollte einen etwas höheren Säurestand haben als alle anderen und auch von der Säuredichte von den anderen abweichen.

    Handbreit
    Daniel

  7. #17
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    Zitat Zitat von B.B. Beitrag anzeigen
    In der letzten Saison habe ich eine neue Batterie bekommen. Den Winter über habe ich sie ausgebaut und im Keller trocken gelagert sowie an ein handelsübliches Erhaltungsgerät angeschlossen. Seit 6 Wochen stinkt sie fürchterlich nach H2S!!!
    Was ist da passiert?
    fragt sich und Euch
    B.B.
    Öfters mal Lüften - da war wohl der Akku mal benutzt worden bzw geladen

  8. #18
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    Also, wenn man das von Dir erwähnte Ladegerät googelt kommen leider nur Treffer, die jene bereits als ungeignet zu betrachtenen Batteriekocher anzeigen.
    Warum so ein Mist immer noch angeboten, und auch gekauft wird, hängt zum Einen mit Unwissenheit und Spargedanken der Käufer ab, und zum Anderen mit einer Veräppelung durch den Massenverkauf. In keinem echten Fachgeschäft wird man so etwas angeboten bekommen.

    Andererseits kann durch langes ungeladenes Ruhen der Batterie eine bereits ausgeprägte Sulfatierung der Platten erfolgt sein, noch dazu mit einer massiven Schichtung der Säure (absetzen der Säuredichte hin zum Boden der Batterie) wodurch beim Laden, noch dazu mit einem unregulierten Gerät (kann aber wie bereits von Anderen erwähnt unter derartigen Umständen auch mit einem guten Ladegerät so sein), es zu einer enormen Gasung, Erwärmung und zum absetzen von Schwefelgasen (Geruch fauler Eier) kommen kann.
    In so einem Fall ist die Batterie unbedingt auch auf Erwärmung zu prüfen und die Ladung sofort zu unterbrechen.

    Als Faustregel muss man sagen, dass eine gesunde Batterie ein gutes geregeltes Ladegerät benötigt und auch benötigt wird um die Gesundheit langfristig zu erhalten. Das wird halt mit so etwas was Du hier verwendest nicht erreicht werden. Gute Ladegeräte kosten Geld, aber das ist eine gute und nachhaltige Investition.

  9. #19
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    Hallo,

    kein Ladegerät kann etwas dafür, dass es mißbraucht wird.
    Das Ladegerät ist schon ok, aber nicht für den aufgeführten Unfug.

    Ebenso kann keine Axt etwas dafür, wenn sie ein Stück Möbel zerhackt.


    Peter

  10. #20
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    Zitat Zitat von K.Lauer Beitrag anzeigen
    Hallo,

    1 kein Ladegerät kann etwas dafür, dass es mißbraucht wird.
    2Das Ladegerät ist schon ok, aber nicht für den aufgeführten Unfug.


    Peter
    Tut mir leid, aber ich muß widersprechen.

    zu 1.
    Das mag so stimmen, allerdings sind das für mich keine Ladegeräte sondern Foltergeräte für Batterien...arme Batterie.

    zu 2.
    Wozu ist es denn OK? So ein Gerät könnte man theoretisch verwenden wenn einem die Zeit zu lange ist, daneben sitzen bleibt und man genau weiß wann man die Ladung unterbrechen muß und wann man wieder ran kann. Im Prinzip müsste man versuchen eine Kennlinie manuell nachzubilden.
    Wenn absolut keine andere Lademöglichkeit bestünde, was weiß ich, entweder in der Wüste oder mitten auf dem Ozean und man hätte nur einen Generator und so ein Gerät, dann könnte man zur Not etwas nachladen und ständig die Ladeschlußspannung im Auge behalten, doch sonst ist das zum Kübeln.

    Nur Leute, die die Zusammenhänge nicht verstehen oder verstehen wollen, versteifen sich auf alte Überlieferungen und stoßen gute Kennlinienlader in die Abzockecke und bezeichnen sie als unnötig, schade und nicht wirklich offen für Neues.

    Was ich hier diesbezüglich alles schon gelesen habe ist gravierend....

    L.G

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