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  1. #1
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    Standard Überführung Bodensee - nördliche Adria

    Liebe Segler-Community!

    Meine Freundin und ich sind letztes Wochenende sozusagen "ins kalte Wasser gesprungen" und haben uns gemeinsam ein Segelboot gekauft, welches aktuell in Konstanz am Bodensee liegt.
    Meine Freundin ist in ihrer Kindheit viel gesegelt, mir jedoch fehlt die Segelerfahrung komplett.

    Bei der Segelyacht handelt es sich um eine Wauquiez Centurion 32 Baujahr 1972 mit einem GKF-Rumpf und einer Verdrängung von 4200kg. Maße: 9,75m x 3,00m x 1,8m (Tiefgang).

    Das Boot ist nicht mehr ganz taufrisch, so einiges ist renovierungsbedürftig und insgesamt wurde die Segelyacht als "Langzeitprojekt" angeschafft, welches in Handarbeit durch meine Freundin und mich aufbereitet werden soll.

    Aktuell sind wir jedoch mit der Thematik konfrontiert, dass das Boot aktuell in Konstanz am Bodensee liegt - dort kann es noch bis spätestens Ende März 2018 bleiben - wir es jedoch aufgrund unseres Wohnortes südlich von Wien gerne an die nördliche Adria (Italien, Slowenien od. Kroatien) bringen möchten.

    Da unser Budget relativ begrenzt ist, hoffe ich auf den Input der regen Seglergemeinschaft:
    Welche Erfahrungen habt Ihr bezüglich der Überführung von Segelyachten vom Bodensee ans Mittelmeer gemacht?
    Welche ist die effizienteste Route für die Überstellung?
    Gibt es bereits (gute) Erfahrungen mit bestimmten Frächtergesellschaften?
    Welches Land an der nördl. Adria bzw. welchen Hafen könnt Ihr uns für die Unterbringung des Bootes empfehlen? (Wasser- od. Landliegeplatz)

    Wir haben bereits Angebote bei Transportgesellschaften eingeholt und unsere aktuelle Meinung ist, dass entweder:
    1. Das Boot von Meersburg aus per LKW nach Slowenien verbracht wird. (~2700€) oder
    2. Das Boot zunächst vom Bodensee wegen der günstigeren Frachtkosten an die Südküste Frankreichs gebracht wird (z.B. Port Napoleon) und von dort event. mit einem Skipper an die nördliche Adria, was den Effekt hätte, dass die Überführungsfahrt als Training/Ausbildung im Segeln dient.



    An der Stelle bin ich natürlich für euren Input extrem dankbar! Wie ist eure Meinung dazu? Und vor allem: Kennt ihr Frächtergesellschaften, die für einen extrem fairen Preis bekannt sind? Mit welchen Kosten muss man für die Überführung rechnen?

    Herzlichen Dank schon im Vorhinein für eine rege Diskussion!

    Freundliche Grüße, Dominik.

  2. #2
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    1.068

    Standard

    Insbesondere wenn das Schiff etwas höheren Wartungsbedarf hat, würde ich einen Transport zum Zielort wählen. Bodenseeschiffe sind zwar meist gut gepflegt aber werden auch selten(er) gefordert- sprich die Wahrscheinlichkeit, dass z.B. das stehende Gut regelmäßig getauscht wurde, dürfte eher gering sein. Auch ist die Ausstattung meist eher (Boden)See-tauglich, was nicht gleichzusetzen ist mit seetauglich, was bei Funke und Klo anfängt und bei Strecktauen etc. aufhört.
    Das kann man sicher alles in Frankreich machen aber ... das muss dann eben auch gemacht werden, weil man ja eine Tour von mehreren hundert Seemeilen vor sich hat. Wäre nicht meins - weder als Eigner noch als überführender Skipper ...
    Miteigner oder Verkauf Pogo40 : https://www.boat24.com/de/segelboote/pogo/pogo-40/detail/412999/

  3. #3
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    Standard

    Hallo Dommes, rein monetär dürfte ein Straßentransport nach Basel, und von dort auf eigenem Kiel bis zum Ziel am billigsten sein, also Mastlegen, Kranen + Tieflader. Für die weitere Fahrt muß das Antriebssystem ok sein. Rhein-Rhein-Rhone-Kanal, Rhone. Maststellen in Port Napoleon (Rhonemündung). Die Fahrt im Wasser kann man auch in Etappen absolvieren, bei guter Organisation besser als Urlaub.
    Wenn das Schiff Restaurierungsbedarf hat, per Tieflader nach Wien, Dort erstmal an Land aufstellen (am besten im eigenen Vorgarten) und restaurieren. Dann wieder per Tieflader zur Donau, von Dort auf eigenem Kiel weiter bis zum Ziel.
    Den ersten Teil der Tour (und noch etwas weiter) in umgekehrter Richtung habe ich mit einer Amphitrite (breiter, schwerer, gleicher Tiefgang) schon hinter mir, ging entgegen der Unkenrufe eher problemfrei, Das Restaurieren ist fast abgeschlossen, der zweite Teil geht demnächst los.
    Viele Grüße
    nw

    PS: schau mal nach www.fortgeblasen.at Die haben das auch gemacht.
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  4. #4
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    Zu suchers Variante würde ich auch tendieren, wenn so einiges zu tun ist.
    dann kann man mehr dran arbeiten und erstmal alles soweit checken, in Ordnung bringen... die Wege sind dann halt nich so weit.
    Gruss Gunnar

    Moderator Yacht-Forum

  5. #5
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    992

    Standard

    Suedlich von Wien... So aus der Huefte wuerde ich Dir den Andreas Hanakamp empfehlen. Der hat in Wiener Neustadt einen Segelshop und steht sicherlich beratend zur Seite, was den Transport betrifft. So als Langzeitprojekt wuerde ich mir das Teil auch erst mal in den Garten stellen, nur nicht zu lange. Die oben vorgeschlagenen Routen sind gut, gefallen mir auch.

    Der Transport um 2700 scheint mir guenstiger als gedacht. Sowas kostet ein Umzug innerhalb Wiens alleine... Nur zum Schrauben jedesmal nach Slowenien oder Kroatien zu tingeln... Da schaffst Du im Garten mehr (zeitlich gesehen).

    Leider hast Du die Messen fuer heuer verschlafen. Ich haette mir da Friedrichshafen oder Tulln naeher angeschaut. Ausstellungsstuecke werden bis zur Messe geliefert, der neue Eigentuemer bezahlt den Transport von Messe zu Liegeplatz. Da faehrt so mancher Tieflader am Rueckweg leer nach Hause. Bei solchen Fahrten kommst Du als Anhalter guenstiger weg.

    Halt uns auf dem Laufenden. Bim gespannt, wie das weiter geht.
    Geändert von Bones (16.03.2018 um 20:25 Uhr)
    Moderator YACHT-Forum

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