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Thema: Mob ais

  1. #11
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    Zitat Zitat von jr1234 Beitrag anzeigen
    ...So wie ich mich kenne, bin ich erstmal irritiert, brauche ein paar Sekunden mich aufzurappeln, weil die Nacht ja recht kurz ist, ...

    Ein Blick, ein Ruffen nach draussen: keine Antwort. Den Alarm quittieren, orientieren.........da ist schon eine Zeit um

    So fände ich es gut, wenn das Boot auto. bremst.
    ...
    Wenn das Boot dann auch noch einen automatischen Aufschießer fahren würde, wäre die Verwirrung erst recht groß, weil man mit backstehenden Segeln oder mit frisch absolvierter Patenthalse erst recht "irritiert" ist, wenn man verschlafen an Deck stolpert. Orientierungsverlust etc. kommt dann noch dazu.

    Und tatsächlich, bevor man für einen solchen Fall über elektronische Systeme in Schwimmwesten nachdenkt, sollte man erstmal in der persönlichen Schutzausstattung über Sicherungsleinen nachdenken. Insbesondere wenn nur 1 Person an Deck segelt, während die 2. Person schläft. Finde ich selbsterklärend.
    In den meisten Teilen der Offshore-Industrie (da arbeite ich) haben sich AIS-MOB-Sender nicht durchgesetzt, weil ein Set Life-lines länger hält und weniger oft gewartet werden muss als etliche Spezial-Schwimmwesten für eine Deckscrew. Es geht dabei also um Kosten.
    Bei hochprofessionellen Regattaseglern, die bestimmte Bewegungsfreiheiten haben müssen, sehe ich die Notwendigkeit für AIS-MOB-Sender schon, denn dort ist das Anleinen tatsächlich hinderlich.
    Aber bei normalen Fahrtenseglern??

    Gruss
    jan

  2. #12
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    Klar, ich habe zweimal nachgedacht ob ich diesen Thread starte oder nicht, weil ich befürchtet habe eine
    Diskussion "Weste tragen" oder "einpicken" zu starten.

    Als Chartersegler kommst Du immer auf unterschiedlich ausgerüstete Yachten. Aus diesem Grund haben wir immer die ein oder andere eigene Leine mit und auch Strecktaue werden gespannt.

    Für mich ist es auch normal die Weste immer zu tragen, da ich weiß, dass mich der verbleibende Mann oder die Frau an Bord nicht so schnell wieder an Bord nehmen wird.

    Bei meiner Frage ging es darum wie sinnvoll wirklich dieses zusätzliche Feature ist und welchen Sicherheitsgewinn ich damit erziele.

    @DOS: was meinst du mit Sicherungsleinen "mittig befestigt"?
    LG aus Köln
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    ~Botemedlet för allt är saltvatten-Svett, tårar eller havet~
    (Ann Rosman)

  3. #13
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    Warum sendet der AIS-MOB kein DSC-Mayday an alle? Gerade als Einhandsegler nützt es mir wenig wenn auf meinem verlassenen Boot der Alarm los geht.

  4. #14
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    Zitat Zitat von Oriba Beitrag anzeigen
    ...Bei meiner Frage ging es darum wie sinnvoll wirklich dieses zusätzliche Feature ist und welchen Sicherheitsgewinn ich damit erziele.
    Oliver, ich denke es geht nicht zwangsläufig um "Einpicken oder nicht".
    Alles was die Sicherheit erhöht ist ja zunächst mal sinnvoll. Das kann aber sowohl ein (technischer) Gegenstand sein, aber auch die bloße Selbstdisziplin.
    Je mehr Gimmicks man hat, desto mehr wird die Sicherheit evtl suggeriert. Sprich mit einem AIS-MOB-Sender wird man sich vielleicht unbewusst seltener einpicken, wenn denn überhaupt noch.
    Man möge das mal mit dem Fahrverhalten mancher Autofahrer bei Nässe/Glätte vergleichen, seit es ESP, ABS etc gibt.

    Manche Sicherheitstechnik fürs Schiff ist schön zu haben, aber man muss sich sehr individuell fragen, ob das im Rahmen des eigenen "Segelprofils" tatsächlich notwendig ist. Uns reichen zB gute Schwimmwesten mit Lifelines, eine Rettungsinsel und Handfunke mit DSC. Über eine EPIRB wird nachgedacht.
    Aber alles das nimmt man nicht mit in die Kneipe um "aufzufallen"
    Wenn vor ein paar Jahren noch die großen 275er Schwimmwesten das "must-have" waren, stellt man jetzt fest, dass ebendiese
    vielleicht doch ein bisschen zu viel/groß/unpraktisch sein können. Und da ist eine leichte 150er am Körper immer noch besser als eine 275er im Schrank.
    Wenn Du Dich mit einem AIS-MOB-Sender aus irgednwelchen persönlichen Gründen sicherer fühlst, kaufe ihn.

    Gruss
    jan

  5. #15
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    @Oriba: Wollte da keine Grundsatzdiskussion anstarten, keine Sorge :-), alles gut.
    Wollte nur einen Denkanstoß hinsichtlich Priorisierung und möglicherweise falschen Sicherheitsgefühl geben. Aber denke das ist so wie Jan schreibt: Das Ganze ist sehr individuell auf das eigene Segelprofil anzusehen. Bei einer Offshore Regatta machen die Teile sicherlich schon Sinn. Ich sehe das oft etwas vorschnell durch meine Fahrtensegler-Brille.

    was meinst du mit Sicherungsleinen "mittig befestigt"?
    Die mittige Befestigung der Sicherungsleinen soll sicherstellen, dass Du nicht mit Deinem (vielleicht noch zusätzlich zu lang eingestellten) Lifebelt an der Sicherungsleine dennoch über Bord gehst und dann am Freibord hängst mit entsprechender Verletzungsgefahr. Wird so mittlerweile auch vom BSU so empfohlen. Im Worst Case bei entsprechender Freibordhöhe kommst Du dann auch nicht mehr an Bord oder wirst vom Schiff im Seegang zerstampft. Das Ganze mittig über das gesamte Schiff laufen zu lassen anstatt z.B. direkt vor der Reling lässt sich nicht immer komfortabel bewerkstelligen, man muss da meistens Kompromisse eingehen...

  6. #16
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    @Jan:
    Es geht nicht darum dass ich mich sicherer fühle. Ich war immer ein Dauerwestenanzieher. Mich stört das Ding einfach nicht.

    Wir sind früher immer zu viert, zu sechst oder auch mal zu zehnt unterwegs gewesen. Dieses Jahr nun zum dritten Mal nur noch "Zweihand".

    Da geht die Lernkurve am Anfang ziemlich steil und letztendlich überdenkt man viele Sachen noch einmal.
    Dabei bin ich halt auf diese MOB AIS gestoßen.

    @DOS:
    OK, dann hatte ich das richtig verstanden mit dem "mittig". Ist halt zumeist schwer realisierbar, da wir ja auch immer auf wechselnden Schiffen fahren. Aber dass das Strecktau möglichst weit innen verlaufen soll ist klar.
    LG aus Köln
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  7. #17
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    Zitat Zitat von mocas Beitrag anzeigen
    Warum sendet der AIS-MOB kein DSC-Mayday an alle? Gerade als Einhandsegler nützt es mir wenig wenn auf meinem verlassenen Boot der Alarm los geht.
    Das tut er je nach Hersteller schon, auch auf dem AIS können die Schiffe in der Nähe (die nen AIS Empfänger haben ) deine Position sehen. Macht meines Erachtens schon Sinn. (Wie Einpicken etc).

  8. #18
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    SVB schreibt zum MOB1 von Ocean Signal:
    Darüberhinaus aktiviert der MOB1 einen DSC-Alarm auf Ihrem Funkgerät an Bord.

    *Die DSC-Funktion hängt von den Bestimmungen der jeweiligen Länder ab.
    Auch beim ähnlichen Gerät von Weatherdock hält SVB sich unklar, es ist immer nur von einer AIS-Notfallmeldung die Rede, nie aber von DSC-Notalarm.

  9. #19
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    Die Einschränkung mit *erfolgt deswegen, weil in manchen Ländern ein automatisch ausgelöster DSC-Alarm verboten ist. Ist er in Deutschland aber nicht. Und das Verbot gilt immer nur für denm Verkauf, nicht für die Benutzung. Also: In Deutschland gekauft? Dann ist DSC-Alarm aktiv, auch in GB, GR, TR.

    Und DSC-Alarm "an alle" geht mit dem MOB1 auch, allerdings nicht automatisch. Dazu muss man am bereits aktivierten Sender eine Taste drücken.

    Bitte aber die physikalischen Grenzen des Systems beachten:
    Es handelt sich um ein VHF-Signal, ausgesendet von einer 25 cm langen Antenne höchstens in Höhe des Wasserspiegels. Wen kann das wohl erreichen? Jenseits von höchstens 5 sm mit Sicherheit niemanden. Es geht also wirklich nur darum, das eigene Schiff zu alarmieren und den MOB wiederzufinden, auch wenn er sich vor der untergehenden Sonne oder im Nebel befindet.
    Mathias

    (Bald wieder zu Hause)

  10. #20
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    Danke für die klare Antwort, so konnte ich das im Netz nicht finden.
    Ich könnte mir auch eine (Bastel-) Lösung vorstellen dass beim DSC-Alarm auf dem eigenen Boot dieser weitergeleitet wird vom Funkgerät an Bord und so eine große Reichweite erreicht wird. Vielleicht hat ein Rhaspberry-Nerd einen Plan wie das gehen könnte.

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