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  1. #41
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    ..................
    Ich brauche also die hohe Genauigkeit des GPS nicht.
    .................
    Niemand braucht sie. Trotzdem werden Geräte mit drei Stellen hinter dem Komma bei den Minuten angeboten und gekauft.
    Der Thread droht ins Ernsthafte abzugleiten, schade.

    Man kann also bei der GPS-Anzeige nicht sicher sein, unser Anspruchsdenken stößt an die Grenze. Vor der GPS-Zeit konnte man erst recht nicht sicher sein, ein Reiz der heutzutage unbekannt ist und mit diesem Thema als Schreckgespenst an die Wand gemalt wird.
    Die alten segelnden Helden waren niemals sicher, sie nutzten jeden Hinweis um ihre Schätzungen plausibel zu halten. Der gegisste Ort wurde mit Echolot, Log, Peilkompass und Fernglas abgeglichen. Bei einiger Geschicklichkeit reichte das völlig.

    Der bedenkenlose und ausschließliche Gebrauch der Elektronik wird auch durch Heise nicht gestört werden, was bleibt den jungen Hüpfern denn auch sonst übrig? Sie folgen sogar dem leuchtenden Navionics-Pfad voller Vertrauen, selbst wenn die Tonnen schon vor Tagen verlegt wurden. Et hät noch emmer jood jejange.

    ... und mal ehrlich, die Wahrscheinlichkeit, dass uns GPS in die Irre führt ist fast so klein wie dass uns der Himmel auf den Kopf fällt. Vertrauen wir dem 12" großen, hochauflösenden, ganz genauen Prachtplotter, der Gebrauch von Log, Lot, Peilkompass, Fernglas und der grauen Zellen wird völlig überbewertet

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  2. #42
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    .... und wer zu diesem Thema noch mar richtig was zum Schmunzeln braucht, dem sei eine kürzlich erschienene DVD empfohlen: "Last Ship Home - die Weltumsegelung des Peter von Danzig". ( https://shop.laika-verlag.de/shop/so...last-ship-home )

    Da gibt's auch einiges zum Thema Navigation drin, z.B. wie man eine Quarz-Küchenuhr hierfür einsetzt.

    Viel Spaß!
    Mathias

    (irgendwo zwischen Skagerrak und Haparanda)

  3. #43
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    ... by the way: Zu einer genauen Navigation mit GPS braucht man auch genaue Karten auf Basis genauer Vermessungen. Da gibt es noch etwas Nachholbedarf, auch wenn der in Mitteleuropa vielleicht geringer ist... (Wichtig ist ja im Regelfall nicht, wo ich bin, sondern wo die Dinge sind, zu denen ich möchte oder die ich vermeiden möchte, und wie ich dahin komme.)

  4. #44
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    ...die Gefahr, die von betrügerischen Pokemon-Go-Spielern 30 sm vor der Küste ausgeht, sollte man aber auch nicht unterschätzen!

  5. #45
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    Ja diese Einschätzung und Argumentation liegt nahe. Aber sie trifft das Problem nicht. Das System ist prinzipiell anfällig - es muss nicht einmal kompromittiert werden - nur überlagert. Jetzt kann man sich um Kopf und Kragen diskutieren, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist. Aber das spielt kaum eine Rolle - wenn es passiert, kann man sich nicht wehren, wenn man keine Arbeitsweise verwendet, die eben auch prinzipiell mit dem Fehlerpotential umgeht.
    Dass wegen Pokemon GPS gespooft wird, hätte vorher auch niemand erwartet - die Welt und die Gesellschaft sind eben unvorhersehbar.

    Im übrigen ist die Gefahr in Landnähe größer und gravierender.

    Gruß R.

  6. #46
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    Es ist, wie immer, ein Hase und Igel rennen.
    Die GNSS Empfänger werden sukzessive mit Signalüberwachungen, Plausibilitätsprüfungen (GPS vs. Galileo vs. Beidou vs. Glonass) usw. erweitert werden.
    Die ganz bösen Buben werden sich etwas dagegen einfallen lassen - nur ob wir Sportbootfahrer die Zielgruppe der Bösen sind, das möchte ich bezweifeln. Das wir eher eine Art kalter Krieg sein...
    Wachsam sollte ein jeder Navigator ohnehin sein...
    Jan

  7. #47
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    Zitat Zitat von round-world2 Beitrag anzeigen
    ...
    Und ich wiederhole:
    Der angezeigte gps punkt lag > 190 m weiter an land
    ...
    Dazu brauchst Du aber kein gestörtes GPS, siehe hier:
    Zitat Zitat von rwe Beitrag anzeigen
    ... by the way: Zu einer genauen Navigation mit GPS braucht man auch genaue Karten auf Basis genauer Vermessungen. Da gibt es noch etwas Nachholbedarf, auch wenn der in Mitteleuropa vielleicht geringer ist... (Wichtig ist ja im Regelfall nicht, wo ich bin, sondern wo die Dinge sind, zu denen ich möchte oder die ich vermeiden möchte, und wie ich dahin komme.)
    So isses, und auch mit "genauer" Karte sind die Fehlermöglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft. Zum Beispiel sucht man bisweilen vergeblich nach einer Angabe zum Bezugspunkt der Karte... Sorry, 190m sind zwar schon eine Menge, aber damit muss man doch auch rechnen.
    Zitat Zitat von RunTanplan Beitrag anzeigen
    ... Das System ist prinzipiell anfällig - es muss nicht einmal kompromittiert werden - nur überlagert. ...
    Das trifft wohl auf jedes System zu. Astronomische Navigation? da fallen mir spontan die gefürchteten Wasserdampf-Störfelder in der Troposphäre ein. Von Ablesefehlern, Rechenfehlern, Anfälligkeit von chronometer und mechanischer Beschädigung des Sextanten nicht zu reden.
    Was ist also die Lösung?
    Der Jakobsstab? Nee-macht auf Dauer blind.
    Bienen dabei haben und hin und wieder eine fliegen lassen in der Hoffnung dass sie Richtung Land fliegt?
    Auf Tauben mit Ölzweigen warten?
    alles nicht das Wahre. Was also?
    Ganz klar, das was Seefahrer zu allen Zeiten immer schon gemacht haben. Alle verfügbaren Informationsquellen ausschöpfen (da kommt GPS heute zu allererst), sich nicht zu sicher fühlen und ggf. einen Plan B im Kopf haben.
    Oder Kurz - Jede Information durch denn GMV-Filter schicken. Wenn der versagt (was öfter passiert als man denkt) ist das verbleibendes Restrisiko

  8. #48
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    Habt ihr schon vergessen, das GPS-Kurse zu den Anfängen immer über Inseln führte?
    Und da war nix gefälscht, ge-was weis ich was, das war Realität!
    Herzliche Grüsse aus Wien
    Peter

  9. #49
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    Hallo Ihr, jedenfalls theoretisch gibt es noch eine Variation der alten Funknavigation, die man für Notfälle oder auch zur Kontrolle des GPS heranziehen könnte: Rundfunksender auf Mittelwelle eignen sich annähernd so gut zum Peilen wie die inzwischen abgeschalteten Funkfeuer auf Langwelle.
    Dazu braucht man ein mittelwellen-fähiges Radio (konnten früher wirklich alle), und in der Karte eingetragene Standorte der Mittelwellensender sowie deren Bezeichnung/Stationsnamen. Leider sind in DE nahezu alle abgeschaltet, aber im (südlichen) Ausland gibt es sie noch reichlich. Man stellt das Radio auf eine Kompaßrose, entlang der Längsachse gibt es ein scharfes Minimum des Empfangs, quer dazu ein weniger scharfes Maximum.
    Damit kann man mit den üblichen Peilregeln zur Not brauchbare Standlinien ermitteln.
    Was fehlt, sind die in der Karte eingetragenen Rundfunksender, leider! Wer noch ein altes Kofferradio hat, sollte das mal ausprobieren!
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  10. #50
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    @sucher:
    Ich meine, dass es auch keine Mittelwellensender mehr gibt. Die wurden kurz nach dem Abschalten der LW-Sender abgestellt.

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