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  1. #51
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    Hallo 2ndtonone, doch, es gibt noch einige:https://de.wikipedia.org/wiki/Mittelwellenrundfunk, leider ohne genauen Standort. Das sind nur Sender in Europa. Wenn man da nachts reinhört, erkennt man, daß im arabischen Raum (für das östliche Mittelmeer nutzbar) noch sehr viel mehr sind. Leider wirst Du in nicht allzuferner Zukunft recht haben. Der Aufwand für einen Versuch ist ja eher gering, solange es noch funktioniert, sollte man es ausprobieren.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  2. #52
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    ....... Wenn man da nachts reinhört, erkennt man, daß im arabischen Raum (für das östliche Mittelmeer nutzbar) noch sehr viel mehr sind.......
    Verehrter Sucher,
    ich bin von Dir keine Ironie gewohnt, sollte ich mich getäuscht haben? Die GPS-verwöhnten Starnavigatoren haben sich an dreistellige Minutenanzeigen gewöhnt*, das sind am Meridian 1,8m, am Breitengrad weniger, und denen kommst Du mit fragwürdiger Funkpeilung?
    Der Wahn zur Genauigkeit vernebelt den Verstand. Die Küstennavigation, wer von uns segelt schon auf Blauwasser, braucht den Krempel nicht. Eine gekonnte terrestrische reicht völlig! Sehen wir mal von Revieren mit heftiger Strömung ab, da wünscht sich der Ungeübte öfter mal einen Ort zu machen.
    Als ich das erste Mal auf der Nordsee war, wäre der Törn ohne GPS noch stressiger gewesen, die alten Salzbuckel brauchten keinen Satelliten.
    .... und wer Tage oder länger ohne Landsicht segelt sollte sich an Pilgrim wenden, dann verlieren die Horrormeldungen vom fehlerhaften GPS an Schrecken.

    *was sie nicht daran hindert zuweilen auf kartographierte Sandbänke zu brettern.

    Gruß Franz

    PS: https://forum.yacht.de/showthread.ph...21#post1380821
    Geändert von grauwal (11.05.2018 um 18:37 Uhr)
    halber Wind reicht völlig

  3. #53
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    Hallo grauwal, nein, ist keine Ironie. Tatsächlich habe ich diese Navigationsmethode schätzen und nutzen gelernt, als es noch kein GPS gab. Ich fand es sehr sicher, damit z.B. den großen Belt geleitet von den vielen Konsolfunkfeuern rauf und runter zu segeln, und weine heute noch dieser dadurch vermittelten Sicherheit nach. Mein Weg dahin war selbstverständlich die Elektronik, womit andere wohl ihre Probleme hatten. Nicht nur in diesem Thread werden die Lücken der "modernen" Navigation deutlich. Leider habe ich bisher keine Quelle gefunden, die mir die Standorte der immer noch vorhandenen Mittelwellensender verraten hätte.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  4. #54
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    Solange Onkel Donald mit seinen Militärkollegen Einfluss auf GPS nehmen kann, also immer, kann es jederzeit passieren, dass die Signale Abweichungen haben. Und das werden die lieben Kollegen niemals zugeben, denn daraus schlagen sie ihren militärischen Vorteil. Und da das der eigentliche Nutzungsgrund für GPS ist, müssen alle andere Nutzer, auch wir, damit leben.

    Papier hat da den Vorteil, dass es schlecht jemand beeinflussen kann, außer dem der es gerade in der Hand hat. Allerdings sollte jeder die Nutzung beherrschen, es wird sogar in der Ausbildung heute noch vermittelt.

    Schöne Grüße

    Jim

  5. #55
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Die Küstennavigation, wer von uns segelt schon auf Blauwasser, braucht den Krempel nicht. Eine gekonnte terrestrische reicht völlig! Sehen wir mal von Revieren mit heftiger Strömung ab, da wünscht sich der Ungeübte öfter mal einen Ort zu machen.
    Vor 20 bis 25 Jahren wurde GPS für Fahrtensegler nutzbar und modern. Bis dahin haben wir gepeilt, gekoppelt, Tonne gesichtet und identifiziert. Bei der Astronavigation bin ich der Stoppuhrbediehner geblieben;-) Die Navigation saß und man war sich sicher, weil man wusste, was man tat. Und weil man schnell merkte, wenn etwas unstimmig oder merkwürdig (in dem Kontext ein interessantes Wort) war. Das Schlimmste zu befürchtende war Nebel in der Wattensee.

    Ich hab mir das nie abgewöhnt. Bin nur ganz selten am Ruder - halte die Augen auf, rechne vor mich hin, Versegelungspeilungen, usw. Die Position im Bauch, die Zahlen im Kopf, den Kompass in der Hand und die Karte auf dem Tisch. Wie schon mal geschrieben, das GPS in der Ecke. Zur Selbstkontrolle, aus sportlichem Ergeiz, als zweite Quelle.

    Neulich bin ich mit einem jungen (nicht wirklich jung, aber neu - alle Scheine) Skipper mitgefahren. Die Traumtänzerei zwischen Pads, Pods, Phones, ebooks und Plotter hat mich sehr nachdenklich gemacht. Der arbeitete gar nicht! Der wusste auch nicht wirklich, wo er war und was abging. Hafenhandbuch - Fehlanzeige. Dementsprechend haben sich die nautischen Ereignisse auch überschlagen;-)

    Letztendlich ein Ideologiethema. Mir wär es schlicht zu blöd, nachlässig und unaufmerksam zu fahren.

    Gruß R.

  6. #56
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    Zitat Zitat von RunTanplan Beitrag anzeigen
    .......Das Schlimmste zu befürchtende war Nebel in der Wattensee.

    ........
    Ja Run,
    das ist selbst mit GPS spannend, in einem Reisebericht steht folgende Schmonzette.
    ----------------------
    Stimmen.

    Vor Nebel wird gewarnt. Um 0630h geht die Reise los, oder nicht. Als eine Stunde vorher die Lage gepeilt wird, lichtet sich der Nebel.
    Wie bestellt schiebt das ablaufende Wasser das Schiff das Westgatt runter und die Sicht wird ständig besser. Im offenen Wasser der Nordsee ändert sich das schlagartig. Ein zusätzlicher Radarreflektor wird geriggt. Vor dem Queren der Westerems, ein viel befahrenes Fahrwasser, ist die Sicht plötzlich wieder gut, zumindest gemäßigt gut. Um Borkumriff, entlang von Juist, weiterhin kein Grund zur Besorgnis. Einige Meilen vor der Ansteuerung des Schluchters herrscht plötzlich wieder dicke Suppe. An den Riggteilen hängen Tropfen.
    Die Ansteuerungstonne für den Schluchter, S1, wird als Zielpunkt in den Plotter gegeben, der weist uns von nun an den Weg. Die Segel sind geborgen, der Motor läuft im Leerlauf. Zwei Knoten durchs Wasser, vier über Grund. Noch wenige Meter bis zur Tonne, nichts zu sehen. Wir erwägen zu ankern, da steht sie plötzlich unscharf in voller Größe vor uns, ca. 25m entfernt. Mit Schleichfahrt nähern wir uns der nächsten roten Tonne, zu sehen ist nichts. Sie steht nicht genau auf Kartenposition, aber die fluoreszierende rote Farbe scheint zart durch die Watte. Wir fahren die wenigen Meter hin und identifizieren sie. Genauer Kurs zur nächsten, sie finden wir auch. Die dritte nicht, aber wir sind am „Schmitz Backes“ vorbei. Bei Kurs 045° erreichen wir das tiefe Wasser des Gatts, 5,5m, 5m, 6m, 15m, 19m –
    geschafft, Kurs Süd. Ziel ist die große Fahrwassertonne D20, direkt am Weststrand. Wir könnten einen Zwieback auf die Strandkörbe werfen, wenn wir sie sähen.
    19m, 17m, 13m, oups, schnell wieder weg vom Strand.
    Obwohl bei schwachem Wind und langsamer Fahrt nie eine Gefahr bestanden hat, stehen beim Skipper alle Knöpfe auf zehn als seine-beste-Steuerfrau-von-allen sagt: „Ich höre Stimmen“- „Wie schrecklich, kann man da nichts machen? Sprich mal mit einem Psychiater“.
    Flash! Schlagartig bricht gleißend die Sonne durch. Azurblaues Wasser, klarer Himmel, und die weiße Fassade des 'Hotels am Weststrand' leuchtet an bb. Die „Stimmen“ sind keinen schwachen Steinwurf entfernt, die D20 unmittelbar voraus.
    Zwanzig Minuten später sitzen wir im T-shirt im Yachthafen Norderney in der Plicht.
    Besanschot an!
    ------------------------------------------------

    .....Aber mit einem guten Plotter merkt man nix, selbst wenn die Tonnen längst verlegt sind.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  7. #57
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Zwei Knoten durchs Wasser, vier über Grund. Noch wenige Meter bis zur Tonne, nichts zu sehen. Wir erwägen zu ankern, da steht sie plötzlich unscharf in voller Größe vor uns, ca. 25m entfernt.
    Erfahrungen, die man nicht vergisst. Der Nebel drückt auf Augen und Ohren. Der Motor ist zu laut, das ständig Ausschauen in die Suppe macht blöd. Um Schallsignale hatte man sich sonst nie gekümmert. Man konzentriert sich immer weiter - in der Sorge die wenigen Sekunden zwischen Insichtkommen und Kollision werden verpennt... Oder ist sie doch 30m stb???

    Nette Geschichte! Danach schmeckt das Bier jedenfalls!

    Gruß R.

    PS.: Jetzt neu: Hoffenlich, hoffentlich sucht am Strand von Norderney niemand die Monster von Borkum ;-)

  8. #58
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    Nicht nur, dass der elektronische Spielkram unzuverlässig ist, er macht auch noch blöd.

    Soeben im Hörfunk:
    Die Fahrlehrerverbände berichten, dass die Führerscheinausbildung immer länger dauert. Die Fahrschüler haben in zunehmendem Maß Schwierigkeiten die Umgebung einzuschätzen.
    Obendrein steigt die Durchfallquote bei der theoretischen Prüfung. (Sind hier Handys etwa verboten? )

    Die Fahrlehrer führen diese Entwicklung auf die zunehmende Nutzung von Smartphones zurück

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

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