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  1. #21
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    Zitat Zitat von ophelia Beitrag anzeigen
    Wann ist ein Persenningstoff wirklich dicht gegen UV -Strahlen???
    Ihr müsst wissen, daß ich ein absoluter Verfechter des " Do it Yourself - Lebensstils" bin. Und seit frühester Jugend mit dem Umgang einer Nähmaschine vertraut. Das soll mein Winterprojekt 18/19 werden!

    Grüße Volker
    Polyethylen ist sehr UV-Stabil und sehr preiswert und einfach für ein kleines Boot zu nähen. Eine Terra S90 Plane bekommst Du für ein paar Euro. Z.B. 3 x 5 m kosten um die 14,-€

    ansonsten sind Organische UV-Absorber - Benzophenone, Benzotriazole, Oxalanilide, Phenyltriazine

    Anorganische UV-Absorber, - Titandioxid, Eisenoxidpigmente, Zinkoxid

  2. #22
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    Zitat Zitat von maxiyachti Beitrag anzeigen
    Interessant ist, dass HR in seinen Manuals Boracol empfiehlt.
    Zumindest werden damit die Fugen wohl nicht so stark angegriffen.

    @Engel
    Nun mal Butter bei de Fische, welche konkrete, fugenfreundliche Emulsion sollte man wie oft verwenden?
    (Evtl. als PN)
    Danke
    Der Hinweis auf Boracol bei HR ist aus den 80-ziger Jahren, nur das ändert nichts dass Boracol für ein bewittertes Teakdeck nicht geeignet ist. Weder die Teakdecks der Luxusliner, noch das Teakdeck der Gorch Fock werden mit Boracol behandelt, sondern seit Jahrzehnten mit einer UV-Schutz-Alcydharzemulsion. Ansonsten wird Dir kein Farbenfachhandel in Bayern empfehlen, bewittertes Holz z.B. Blockhäuser, Balkone, Fenster, Wintergärten usw. mit Boracol zu streichen.

    Nimm einen Olassy UV-Schutzprimer, Erstanwendung bis zur Sättigung, dann trockenwischen, in südlichen Breiten alle 2 Jahre mit einen Schwamm oder Fellrolle, Pinsel einlassen und das Teak behält seine natürliche braune Farbe (wird am Anfang etwas heller) über Jahrzehnte. Wenn es dann einmal regnet, wird das Teak nicht schmutzig schwarzbraun, da das Wasser abperlt und behält auch da seine natürliche Farbe.

  3. #23
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    Zitat Zitat von Engel Beitrag anzeigen
    Natürlich ist z.B. auch das Boracol 20 das immer wieder warum auch immer, was sicherlich kein Zufall ist, in verschiedenen Foren empfohlen wird, ein Holzschutzmittel das für einen Dachtstuhl bestens geeignet ist, wenn wir nicht mehr als 20% Feuchte im Holz haben. Nur der Dachstuhl ist nicht einer ständiger Nässe ausgesetzt, wie ein Teakdeck einer Yacht das ständig bewittert wird
    Reicht schon.

    Lies doch nochmal auf der Homepage von lavtox nach, vielleicht fällt dir dann der Unterschied zwischen Boracol 10 und Boracol 20 auf.

    Ich sag ja, Hunderte Bootseigner, die jahrzehntelang gute Erfahrungen gemacht haben, stören noch lange keinen Herrn Engel, die fleischgewordene Gebetsmühle von Falschinformationen.

  4. #24
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    Mein Tip: minimale Pflege, verrotten lassen und final abreißen.
    Es gibt haufenweise gut gepflegte Boote aus den 1970- und 1980ern im MM und der Karibik, die das Teakdeck letztlich entfernt haben (hat nur Vorteile!). Z. B. vielen Swans aus den 1970- und 1980ern haben gar kein Teakdeck mehr und sind dennoch wertstabil und funktional verbessert worden.

  5. #25
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    Zitat Zitat von Engel Beitrag anzeigen
    Polyethylen ist sehr UV-Stabil ...
    Polyethylen (PE) ist NICHT UV stabil.
    PE Folie hat im Aussenbereich eine Bestaendigkeit von etwa drei Monaten.
    Die UV Bestaendigkeit kann aber erhoeht werden, etwa durch Zusaetze oder Beschichtung.
    Durch Zusatz von Russ (schwarze Folie) erkann die Bestaendigkeit auf 12 Monate erhoeht werden.
    Durch andere Zusaetze koennen es auch drei bis fuenf Jahre Bestaendigkeit werden, die Zusatze haben aber immer auch ihren Preis.
    Eine Beschichtung mit Flourpolymeren, die sehr UV bestaendig sind (z.B. PTFE), kann dann die Lebensdauer wirklich erheblich verlaengert werden.

  6. #26
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    Zitat Zitat von IOR Beitrag anzeigen
    Mein Tip: minimale Pflege, verrotten lassen und final abreißen. ...
    Das laesst sich bei Holzbooten, bei denen dann der Mond reinscheint, nicht wirklich machen.

    Bei unserem Holzboot in den Tropen (Indonesien) mit Teakdeck gab es trotz minimaler Pflege ueber etwa 30 Jahre (in der Zwischenzeit duerfte das Boot 50 Jahre alt sein, das Deck ist dabei wahrscheinlich am besten erhalten) keine sichtbare Verrottung oder sonstige Verfallserscheinungen des Teakdeckss.

    Ob es sinnvoll ist, auf ein vorhandenes Stahl oder GFK-Deck noch ein Teakdeck aufzulegen, ist aber wirklich fraglich.

  7. #27
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    Zitat Zitat von 9999 Beitrag anzeigen
    Reicht schon.

    Lies doch nochmal auf der Homepage von lavtox nach, vielleicht fällt dir dann der Unterschied zwischen Boracol 10 und Boracol 20 auf.

    Ich sag ja, Hunderte Bootseigner, die jahrzehntelang gute Erfahrungen gemacht haben, stören noch lange keinen Herrn Engel, die fleischgewordene Gebetsmühle von Falschinformationen.
    Solche Beiträge müssen wirklich nicht kommentiert werden.

    Ich kenne zufällig den Unterschied von B10 und B20. Im B20 ist noch ein wenig Dinatriumtetraborat enthalten was eine Veralgung besser reduziert. Nur, ich kenne keinen der sein Teakdeck veralgen lässt, so doof sind normalerweise nur sehr wenige. Um das zu vermeiden genügt einfaches abürsten mit Wasser. Haben wir aber es mit UV-Strahlung zu tun, dann veralgt ein Teakdeck nicht, sondern das Lignin im Teak wird abgebaut. Wird die Holzoberfläche zudem direkt bewittert, werden die wasserlöslichen Abbauprodukte des Lignins ausgewaschen, wobei die photochemisch stabile silbrig-weiße Zellulose zurückbleibt. Die Holzbefeuchtung durch Tau und Regen führt aber zu einer Besiedelung von dunkelfarbigen Schimmelpilzen und zu einem Eintrag von Staubpartikeln, sodass sich die Oberfläche beim Teak mit der Zeit grau bis schwarz bei Nässe sich verfärbt. Da das Teak ständig durchfeuchtet ist, beginnt der Verrottungsprozess im Übergangsbereich der Verklebung und dem Teakdeck. Jeder der damit schon einmal zu tun hatte, weiß auch, wenn sich das Teak dann vom Untergrund löst, dass es sich nachträglich nicht mehr verfestigen lässt.

    Das Ergebnis kennt jeder der mit einen bewitterten Teak zu tun hat. Wer mehr darüber wissen möchte, wie das verhindert werden kann, der auch sein Teakdeck und den Wert seiner Yacht Jahrzehntelang erhalten möchte, weiß ja wo ich zu finden bin.

    Zu Sayang,
    Ich habe auf eine Terra S90 Polyethylen-Plane hingewiesen. Die wird auch für Schwimmbadabdeckungen verwendet und da ist die Standzeit mehr als 30 Jahre bei Bewitterung. Meine eigene Erfahrung bei einer 80 m² Terra S90 für das Schwimmbad, ist inzwischen 28 Jahre ohne UV-Schäden oder Auflösungserscheinungen.

    Zu IOR,
    Wir betreuen inzwischen viele Kunden (weltweit) mit Baltic-Yachten oder einer Swan im 7-8 Stelligen Bereich. Bei diesen Yachten wird das Teak erhalten und da ist es egal was das kostet. Im Grunde ist es auch bei den Skippern einer HR nicht anders, denn die Skipper sind keine Hobbyologen, oder ein Metzger der zum Boots-Sachverständigen mutierte, sondern die Skipper lassen Ihre Boote fachgerecht warten was den Wert der HR, Baltic usw. für Jahrzehnte erhält. Was z.B. das Laminat, Gelcoat einer HR, Baltic usw. betrifft, das ist nicht anders als bei einer Bavaria, Schöchel, Oceanis usw. Nur bei der Kundschaft übernimmt die Wartung keine Anstreicherfirma oder Pflegedienst wo der Chef noch selbt arbeitet und am Telefon nur über einen Freund erreichbar ist, sondern entsprechende Firmen wir Wrede, König, Rambeck usw. die den Wert solcher Boote auch für Jahrzehnte erhalten. Da streicht auch keiner ein VCTar2 oder Gelshield für einen Osmoseschutz der noch nicht erfunden ist. Nur das kostet nun mal und ist daher natürlich vielen Yachtbesitzern, bei denen der Wert der Boote geringer ist als die Entsorgungskosten kaum vermittelbar.

    Im Grunde sind meist die Skipper selbst das Problem, die mit Ihren Pflegemaßnahmen jeden Gelcoat oder ein Teakdeck möglichst schnell ins Jenseits befördern.

  8. #28
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    Zitat Zitat von Engel Beitrag anzeigen
    Zu IOR,
    Wir betreuen inzwischen viele Kunden (weltweit) mit Baltic-Yachten oder einer Swan im 7-8 Stelligen Bereich. Bei diesen Yachten wird das Teak erhalten...
    http://www.yachtworld.de/Boote/1975/...ource=enhanced listing#.WvgotM9dPIU

    http://www.yachtworld.de/Boote/1980/...ource=standard listing#.WvgrLs9dPIU

    http://www.yachtworld.de/Boote/1971/...ource=standard listing#.WvgrzM9dPIU

    usw.

  9. #29
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    sondern die Skipper lassen Ihre Boote fachgerecht warten was den Wert der HR, Baltic usw. für Jahrzehnte erhält. Was z.B. das Laminat, Gelcoat einer HR, Baltic usw. betrifft, das ist nicht anders als bei einer Bavaria, Schöchel, Oceanis usw. Nur bei der Kundschaft übernimmt die Wartung keine Anstreicherfirma oder Pflegedienst wo der Chef noch selbt arbeitet und am Telefon nur über einen Freund erreichbar ist, sondern entsprechende Firmen wir Wrede, König, Rambeck usw. die den Wert solcher Boote auch für Jahrzehnte erhalten.
    Hmm, da wird ob des Wettstreites ums "Besserwissen" wieder mal vom Thema abgegangen und fest aneinander vorbei geredet.

    Über "Werterhaltung" in Zeiten wie diesen zu sprechen, in dem man ein Vermögen in die Sanierung eines Teakdecks eines 20 Jahre oder noch älteren Schiffes reinsteckt ist wohl etwas unentspannt. Mag vielleicht in nördlichen Breiten noch irgendwie Sinn ergeben, aber hier wird ja explizit vom Mittelmeer geredet, zumindest hat der TE das so eingeleitet.

    Der ewige Quatsch um's "Schiffige" füllt bestenfalls die Taschen Derer, die solche Maßnahmen unbedingt für notwendig erachten, und daher alles was davon abgeht als unseemännisch hinstellen um den Ergeiz der Eigner anzukurbeln.
    Wenn ich bloß überlege was für tolle und nützliche Dinge man in sein Schiff einbauen könnte oder welch bessere Segel man anschaffen könnte um den Preis einer sinnlosen kosmetischen Maßnahme, und dann stellt man das auch noch als wichtig hin.

    Nicht jeder besitzt ein wertvolles Unikat bei dem eine Sanierung den Wert erhält, und nicht einmal solche Schiffe finden immer einen Investor, der da die Scheine locker macht. Also was soll's, weitersegeln ohne Teakdeck macht genauso Spaß und ist um nichts weniger "schiffig", eher erleichtert...

    L.G

  10. #30
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    Es bedarf wirklich kein Vermögen, um ein Teakdeck dauerhaft zu schützen. Den größten Schaden am Teak verursacht wie bereits beschrieben, der Skipper selbst und die UV-Strahlung, die in südlichen Breiten - auch Mittelmeer erheblich belastender ist, als für ein Boot im Norden. Ich denke, dass dass die im Forschungszentrum der Fachhochschule Rosenheim und auch Braunschweig doch etwas weiter sind, als mancher hier, der sich in der Anonymität versteckt und dann meint er muss sich an mir reiben, weil fachliches kann er nicht anbieten.

    Natürlich lässt sich ein Teakdeck mit einer Plane schützen. Was also für ein kleines Boot durchaus vertretbar ist, wird bei größeren Booten zur Gallerenarbeit und unrealistisch. Wenn dann noch einer sein Boot im Velebitbereich hat, mit einer Bora von 55 bis über 100 Knoten, dann löst sich eine solche Plane schnell in Einzelteile auf. Damit muss auch der Einzelfall beurteilt werden.

    Auch meine eigene Erfahrung im Mittelmeer / Split beträgt mit dem UV-Schutz inzwischen 22 Jahre. Das Teak wurde noch nie unter einer Plane versteckt, wird jedes Jahr mit einen Druckluftzerstäuber vom Aldi eingesprüht und im Frühjahr abgekärchert ohne Reinigungsmittel. Die natürliche Teakfarbe wurde dabei ein wenig heller und behält auch seine hellbraune Farbe wenn es tagelang regnet. Die Kosten bei ca. 50 m² betragen dann alle 1-2 Jahre um die 22,-€.

    Nautor112.PNG

    Auch ein vergrautes Teak das noch keine Verrottungserscheinungen hat lässt sich nachträglich konservieren. Vergesst die "Entgrauer" von Owatrol oder aus dem Farbenfachandel. Damit lässt sich ein Teak sehr gut reinigen, aber nicht "entgrauen", denn das macht nur die Werbung möglich. Wird ein solches Teak mit einen Entgrauer behandelt, dann wird das Lignin im Teakdeck durchgehend zertört und die Verrottung beginnt dann sehr schnell. Das gleiche passiert auch mit Reinigungsmittel die Tenside enthalten. Wird ein solches Teak nicht sofort konserviert, dann ist es nach 10-15 Jahren verrottet und kann nachträglich nicht mehr konserviert werden. Da würde nicht einmal eine Plane helfen, um die Verrottung aufzuhalten.

    Wird ein vergrautes Teak damit eingelassen, dann erfolgt das bis zur Sättigung und sollte dann nochmals bis zur Sättigung wiederholt werden. Dabei wird die Vergrauung etwas heller durch die Zinkoxide, das Lignin im Teak wird nicht mehr ausgewaschen, das Teak wird hydrophob, nimmt kein Wasser mehr auf und wenn es regnet perlt der Regen ab und es wird nicht schwarzbraun wie es die Skipper die ein Teakdeck haben kennen.

    Es wird aber immer einen Skipper geben, der uns erzählt dass sein Teak inzwischen 50 Jahre alt ist und nur mit Borsalz in der Garage behandelt wurde und aussieht wie "Neu"

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