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  1. #11
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    Die gleichen Einschränkungen gelten auch für Besitzer der größeren Scheine, wo ist der Punkt?

    - Wer innerhalb von 24 Stunden länger als 10 Stunden fährt, oder
    - Boote über 15 m einsetzt, benötigt weiteres entsprechend qualifiziertes Personal (das kann dann aber auch ein "Mitfahrer" sein)

    Zitat Zitat von MichaelK Beitrag anzeigen
    Und tatsächlich ist diese Aussage zwar teilweise richtig, aber eben nur teilweise. Für SKS Inhaber gibt es in der gewerblichen Fahrt ein paar Einschränkungen :

    http://www.gesetze-im-internet.de/se.../anlage_4.html

  2. #12
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    Auch wieder wahr.
    Michael
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  3. #13
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    Zitat Zitat von konbert Beitrag anzeigen
    Die gleichen Einschränkungen gelten auch für Besitzer der größeren Scheine, wo ist der Punkt?

    - Wer innerhalb von 24 Stunden länger als 10 Stunden fährt, oder
    - Boote über 15 m einsetzt, benötigt weiteres entsprechend qualifiziertes Personal (das kann dann aber auch ein "Mitfahrer" sein)
    Danke für die teilweise guten Kommentare!

    Ich finde es super, wenn ihr alle die hohen Scheine habt, aber ich frage mich warum die Dänen auch ohne 4 Scheine zurecht kommen... Für mich kommt es eher auf Erfahrung und aktuelles Training an. Sicherheitstrainings, Erste-Hilfe auf See usw. und man sollte sich halt auch im rechtlichen Weiterbilden. Und nicht seit 15 Jahren mit dem gleichen Wissen (ich habs ja mal gemacht) herumlaufen.

    Die eigentliche Frage der 12sm Zone (Basislinie/Küstenlinie) und deren Reichweite auf der Ostsee ist damit aber noch nicht beantwortet. Gelten 12sm als Distanz oder die teilweise nur 1sm aus der Seekarte zwischen Dänemark und Deutschland? Vielleicht können ihr mir ja mit dem Kernthema helfen.

  4. #14
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    Das kannst Du hier nachlesen:
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Spor...schifferschein

    ...und weil Du sicherlich keine Zeit hast, Dich mit Regeln auseinander zu setzen, muss Du die 12sm als Abstand zur Küste betrachten.
    Aber, Einerseits willst Du offensichtlich gegen die Regeln verstoßen(gewerbliches Segeln ohne gültigen Fahrschen) und dann machst Du Dir sorgen, was die 12sm bedeuten? Wenn illegal, dann bitte richtig!

  5. #15
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Das kannst Du hier nachlesen:
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Spor...schifferschein

    ...und weil Du sicherlich keine Zeit hast, Dich mit Regeln auseinander zu setzen, muss Du die 12sm als Abstand zur Küste betrachten.
    Aber, Einerseits willst Du offensichtlich gegen die Regeln verstoßen(gewerbliches Segeln ohne gültigen Fahrschen) und dann machst Du Dir sorgen, was die 12sm bedeuten? Wenn illegal, dann bitte richtig!
    Wikipedia ist jetzt dein Ernst um zu zeigen, dass du dich mit "Regeln auseinander gesetzt hast"?

    Man verstößt mit dem SKS nicht gegen Regeln (Gesetze). Der gewerbliche Geltungsbereich ist für Küstenmeere nach § 1 Absatz 2 der Sportseeschifferscheinverordnung anzusetzen: "(2) Küstengewässer im Sinne dieser Verordnung sind die Gewässer aller Meere bis zu 12 Seemeilen Abstand von der Festlandküste."


    Weiterhin gilt nach internationalem SeeRechtsÜbereinkommen:

    "Die Souveränität eines Staates erstreckt sich nach Art. 2 I SRÜ (Seerechtsübereinkommen; Seerecht) über sein Hoheitsgebiet zu Lande und die inneren Gewässer hinaus auf einen an seine Küste angrenzenden Meeresstreifen, der als K. bezeichnet wird. Art. 3 SRÜ erlaubt es, das Küstenmeer bis zu 12 Seemeilen auszudehnen. Deutschland hat mit Proklamation vom 11. 11. 1994 (BGBl. II 3428) sein K. in der Nordsee auf 12 Seemeilen ausgedehnt und für die Ostsee detaillierte Koordinaten zur seewärtigen K.begrenzung (ohne Überschreitung der völkerrechtlichen 12-Seemeilen-Zone) festgelegt. K.ansprüche verschiedener Staaten, die über 12 Seemeilen hinausgehen, sind völkerrechtswidrig. Die Breite des Küstenmeeres wird von der Basislinie (s. innere Gewässer, 1) aus gemessen. Im Anschluss an die Grenze zweier Küstenstaaten ist die Grenze der aneinander angrenzenden Küstenmeere durch Vereinbarung zu regeln. Hilfsweise gilt die Äquidistanzlinie."

    Ich setze mich sehr intensiv damit auseinander. Wahrscheinlich mit mehr Verständnis mittlerweile, als viele hier in der Diskussion.

    Unklar bleibt, ob eine kartografische seewärtige Grenze des Küstenmeeres den Gültigkeitsbereich des SKS einschränkt oder, da er eine Befähigung darstellt, den Bereich einer maximalen Distanz von 12sm von der Basislinie entfernt zu befahren.

    Sicherlich ist die Herausforderung in Tidengewässern noch eine andere. Also wenn ich mich zwischen Dänemark und Deutschland bewege, ist der Anspruch bestimmt unvergleichlich mit der Herausforderung 12 sm NW-lich von Helgoland zu segeln. Mit meiner Frage will ich doch eigentlich präventiv meine rechtliche Lage klären, also wie weit ich gehen dürfte und nicht "ganz offensichtlich gegen die Regeln verstoßen".

    Mal als kleine Anekdote frage ich mich, ob die hier so rege Schein-Bessesenen nicht alle noch die Befähigung mit ihrem PKW Führerschein haben, einen 7,5t LKW zu fahren, obwohl dazu heutzutage ein Führerschein notwendig ist. Ist das nicht auch GROB fahrlässig? Nur mal als Denkanstoss zum Thema Scheinwesen...

  6. #16
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    Zitat Zitat von Sailingfan Beitrag anzeigen
    Unklar bleibt, ob eine kartografische seewärtige Grenze des Küstenmeeres den Gültigkeitsbereich des SKS einschränkt oder, da er eine Befähigung darstellt, den Bereich einer maximalen Distanz von 12sm von der Basislinie entfernt zu befahren.
    Was ist denn da unklar ? Du hast die Definition von Küstengewässern doch selbst gepostet. Die hat - im Zusammenhang mit dem SKS - nichts mit irgendwelchen Hoheitsgewässern zu tun.
    Der SKS gilt solange deine Entfernung zum nächstgelegenen Punkt an der Festlandsküste nicht größer als 12 sm ist. Man kann sich freilich noch darüber streiten, was die Festlandsküste in Tidengewässern ist.
    Du kannst damit also auch vor der Küste von Chile fahren, aber nicht vor der Küste von Mallorca, weil kein Festland.
    Relevant ist das freilich nur für gewerbliche Nutzung und ggfs. im Versicherungsfall.

    Aber du solltest dir erstmal darüber klar werden was du willst.

    - Möchtest du privat mit Freunden, Bekannten (auch aus dem Internet) chartern und segeln ?

    Dann reicht der SBF See - und bei < 15 PS brauchst du nicht mal den. Aber das dürfte dir sicher bekannt sein.


    - Möchtest du legal(!) gewerbliche Kojencharter betreiben (unter deutscher Flagge) ?

    Dann greift die oben gepostete Besatzungsverordnung. Und die ist kostenmäßig sicher noch der kleinste Posten. Da kommen mit regelmäßiger Abnahme etc. noch ganz andere Positionen auf dich zu. Wird schon seinen Grund haben, warum viele gewerbliche Kojenvercharterer eben nicht unter deutscher Flagge fahren.

    - Ist es dir egal, ob du die gewerblichen Bestimmungen einhältst (aufgrund deines Postings vermute ich mal nein) ?

    Nur zu, jeder ist seines eigenen Unglückes Schmied. Das mag lange gut gehen, aber nur solang mal was ernstes passiert. Oder bis ein unzufriedener Chartergast dir ans Bein pinkeln möchte. Hatten wir hier im Forum schon.
    Eine Bekannte von mir macht mit nur dem SBF auf gewerblich. Im Ausland zwar aber unter deutscher Flagge. Passt schon, meinte sie. Dass sie dabei mit einem Bein wenn vielleicht nicht im Knast aber doch vor der eigenen finanziellen Ruin steht, ist ihr egal. Na denn...
    Michael
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  7. #17
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    Zitat Zitat von Sailingfan Beitrag anzeigen
    Wikipedia ist jetzt dein Ernst um zu zeigen, dass du dich mit "Regeln auseinander gesetzt hast"?

    Man verstößt mit dem SKS nicht gegen Regeln (Gesetze). Der gewerbliche Geltungsbereich ist für Küstenmeere nach § 1 Absatz 2 der Sportseeschifferscheinverordnung anzusetzen: "(2) Küstengewässer im Sinne dieser Verordnung sind die Gewässer aller Meere bis zu 12 Seemeilen Abstand von der Festlandküste."


    Weiterhin gilt nach internationalem SeeRechtsÜbereinkommen:

    "Die Souveränität eines Staates erstreckt sich nach Art. 2 I SRÜ (Seerechtsübereinkommen; Seerecht) über sein Hoheitsgebiet zu Lande und die inneren Gewässer hinaus auf einen an seine Küste angrenzenden Meeresstreifen, der als K. bezeichnet wird. Art. 3 SRÜ erlaubt es, das Küstenmeer bis zu 12 Seemeilen auszudehnen. Deutschland hat mit Proklamation vom 11. 11. 1994 (BGBl. II 3428) sein K. in der Nordsee auf 12 Seemeilen ausgedehnt und für die Ostsee detaillierte Koordinaten zur seewärtigen K.begrenzung (ohne Überschreitung der völkerrechtlichen 12-Seemeilen-Zone) festgelegt. K.ansprüche verschiedener Staaten, die über 12 Seemeilen hinausgehen, sind völkerrechtswidrig. Die Breite des Küstenmeeres wird von der Basislinie (s. innere Gewässer, 1) aus gemessen. Im Anschluss an die Grenze zweier Küstenstaaten ist die Grenze der aneinander angrenzenden Küstenmeere durch Vereinbarung zu regeln. Hilfsweise gilt die Äquidistanzlinie."

    Ich setze mich sehr intensiv damit auseinander. Wahrscheinlich mit mehr Verständnis mittlerweile, als viele hier in der Diskussion.

    Unklar bleibt, ob eine kartografische seewärtige Grenze des Küstenmeeres den Gültigkeitsbereich des SKS einschränkt oder, da er eine Befähigung darstellt, den Bereich einer maximalen Distanz von 12sm von der Basislinie entfernt zu befahren.

    Sicherlich ist die Herausforderung in Tidengewässern noch eine andere. Also wenn ich mich zwischen Dänemark und Deutschland bewege, ist der Anspruch bestimmt unvergleichlich mit der Herausforderung 12 sm NW-lich von Helgoland zu segeln. Mit meiner Frage will ich doch eigentlich präventiv meine rechtliche Lage klären, also wie weit ich gehen dürfte und nicht "ganz offensichtlich gegen die Regeln verstoßen".

    Mal als kleine Anekdote frage ich mich, ob die hier so rege Schein-Bessesenen nicht alle noch die Befähigung mit ihrem PKW Führerschein haben, einen 7,5t LKW zu fahren, obwohl dazu heutzutage ein Führerschein notwendig ist. Ist das nicht auch GROB fahrlässig? Nur mal als Denkanstoss zum Thema Scheinwesen...
    1. Ich habe mich mit den Regeln auseinandergesetzt und muß es daher nicht mehr tun, weil meine Segelaktivitäten (Privat, Singlehanded) dies z.Z. Nicht erfordern. Aus Spass, lese ich natürlich Artikel zu solchen Themen, aber wirklich nur zum Spass.
    2. Wikipedia ist eine Quelle, wo Du Antworten zu Deiner Frage finden kannst.
    3. Die Frage ist doch beantwortet: „ Der gewerbliche Geltungsbereich ist für Küstenmeere nach § 1 Absatz 2 der Sportseeschifferscheinverordnung anzusetzen: "(2) Küstengewässer im Sinne dieser Verordnung sind die Gewässer aller Meere bis zu 12 Seemeilen Abstand von der Festlandküste."
    5. wie diese 12sm Zone (Küstenmeer) definiert ist steht hier:
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Küstenmeer
    Dort gibt es eine Karte, die die Definition nach SRÜ erklärt. Hier hast Du es mit dem Internationalen Seerechtsübereinkommen zu tun.
    Wikipedia ist hier durchaus glaubwürdig, weil es auch die Quellen verlinkt.
    Wenn Du es einwandfrei und juristisch korrekt wissen willst, dann wende Dich einfach an das BSH, die beschäftigen sich nämlich täglich damit.
    6. Der Verweis auf den 7,5t LKW ist lächerlich und dumm. Wir, die Dinosaurier (alter >50 Jahre) haben einen Führerschein Klasse 3 gemacht und durften, damals bei der Umschreibung auf den neuen EU-Gührerschein, diesen sogar auf das führen von 12t LKW erweitern lassen. Auch wenn wir Dinos nicht so aussehen, diejenigen die tatsächlich einen 12 tonner fahren, wissen und wussten, dass sie sich ab 50 regelmäßig einem Gesundheitstest unterziehen müssen um weiterhin einen 12tonner fahren zu dürfen.
    Im Gegensatzt zu Dir, sind wir aus Tradition nämlich Mitglied im ADAC und bekommen von dort unsere Infos.
    7. Viele von uns alten Dinos sind nämlich auch noch Mitglied in einem Segelverein und dort gibt es Freunde, mit denen man sich darüber sachkundig unterhalten kann und man über solche Vereinsmeier dann sogar direkten Kontakt mit dem DSV, der einem dann die Frage beantwortet.

    Mein Tip:
    Wenn Du es ganz genau wissen willst, wende Dich mit Deiner Frage an das BSH oder beauftrage einen RA mit Schwerpunkt Seerecht für Dich diese Frage zu klären.

  8. #18
    Registriert seit
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    Standard So sieht das in der Praxis aus

    Ich bin nach wie vor gern mit Gästen (Kunden) unterwegs und hab wohl so ziemlich alles durch: Meuterei, Mastbruch, viel zu viele Reparaturen durch die intensive Nutzung der Yacht und immer wieder die Abnahme durch die BG-Verkehr + BSH (bei Erstabnahme). Die Kosten für die einmalige “Aufrüstung” gegenüber einer Charteryacht liegen bei ca. 4000 €, die Abnahme selbst kostet 650 € (BG-Verkehr und 220 € BSH). Zum Glück gab es bisher keine ernsthafen Verletzungen, aber viele Freundschaften zu Seglerinnen und Seglern die gern wieder kommen. Über meine Lockbücher und Videos bekomme ich den Dampfer nicht immer, aber immerhin so ausreichend voll, das ich nicht die volle Saison fahren muss.

    Mal ein konkretes Beispiel? Kuckstu hier ...

    Fairwinds & Gruß

    Ralf U
    Geändert von flexi65 (18.05.2018 um 14:53 Uhr)

  9. #19
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    Die Lockbücher sollen Kunden locken oder wie?

    Gruß Urowilli

  10. #20
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    Standard

    Dich würde ich damit vermutlich nicht locken, andere schon. Das allein reicht natürlich nicht, aber es geht hier nicht um Marketing.

    Fairwinds & Gruß

    Ralf U

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