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  1. #1
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    Frage SKS Gültigkeit Ostsee für gewerbliche Nutzung

    Liebe Freunde,

    ich überlege mit einem Freund Törns anzubieten um die Charterkosten zu Senken und neue Leute kennen zu lernen. Dabei möchte ich ein paar Wochen im Jahr gerne Chartern und die leeren Kojen für einen Unkostenbeitrag anbieten. Das habe ich bisher schon in Kroatien getan, möchte es aber auch in meinem Heimatrevier, der Ostsee tun.
    Jetzt ist mir aufgefallen, dass man durch die 12sm Grenze auf Seekarten gar nicht übersetzen kann von Heiligenhafen zur Dänischen Südsee, auch wenn die reale Distanz nur 23sm sind. Habe ich recht in der Annahme, dass ich dann für das Gebiet zwischen den 12sm Zonen rechtswidrig handle? Ich habe keine Ambitionen noch mehr Geld, und das ist wirklich sehr teuer, für den SSS auszugeben, nur um einen Schein zu haben.

    Ich würde mich sehr über eine Einschätzung eurerseits freuen.

    Grüße

  2. #2
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    Wenn du Leute suchst mit denen du dir die Charter teilst, also dann quasi mit neuen Bekannten/Freunden segelst, dann brauchst du bzw der Skipper nur den SBF See. Fahren kannst dann wohin du willst.

    Wenn du kommerzielle Törns (zum Geld verdienen) anbieten willst, dann brauchst auch 5m vorm Strand den SSS. Ausserdem müsste die Yacht dann eine Abnahme der BG Verkehr haben, damit du „sicher“ bist.

  3. #3
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    Moin,

    ist es fair mit einem SKS Schein ein gewerbliches Angebot zu machen...... (man selbst die höhere Ausbildung scheut)

    Wenn der gewerbliche Profi:
    - ein angemeldetes Gewerbe hat
    - auf seine gewerbliche Arbeit Steuern zahlt
    - eine entsprechende Versicherung abgeschlossen hat
    - eine professionelle Ausbildung hat (sicherlich einen SSH Schein)
    - eine See-Berufsgenossenschaftlich zugelasse Yacht nachweisen muss
    ... usw ...


    Bis neulich

  4. #4
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    Danke. Aber den SSS braucht man schon lange nicht mehr in der 12sm Zone. Und ein Schein ist nicht gleich Ausbildung.

  5. #5
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    Zitat Zitat von Sailingfan Beitrag anzeigen
    Danke. Aber den SSS braucht man schon lange nicht mehr in der 12sm Zone. Und ein Schein ist nicht gleich Ausbildung.
    Das ist hier nicht das Problem! Der Gesetzgeber verlangt von gewerblichen Charterskippern diesen SSS-Schein. In Frankreich müssen die gewerblichen Schipper sogar ein Kapitänspatent an der Seefahrtschule machen.

    Wenn ich Dich richtig verstanden habe, willst Du ein Schiff chartern und die leeren Kojen auf dem Schiff durch zahlende Gäste auffüllen ? Es geht nicht um Dein Schiff, korrekt ?
    Gründe einen Verein (z.B. "Unterstützer von Sailingfan") und lass diesen Verein das Schiff chartern Törnsanbieten und belege die Kojen ausschließlich mit Vereinsmitgliedern. Dann sollte es ohne SSS gehen!
    Die Versicherungsfrage ist damit natürlich nicht geklärt, die kann man mit Sachverständigen Mitgliedern aber sicherlich klären.

  6. #6
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    Zitat Zitat von Sailingfan Beitrag anzeigen
    Danke. Aber den SSS braucht man schon lange nicht mehr in der 12sm Zone. Und ein Schein ist nicht gleich Ausbildung.
    Derartiges Halbwissen kann im Zweifel teuer werden. Man benötigt sehr wohl einen SSS für gewerbliche Törns, die Idee liest sich aber so, dass man es auch locker privat organisieren könnte.

    Bevor du über Vereinsgründung, Versucherung etc. grübelst, solltest dann vielleicht doch einfach mit Freunden segeln.

  7. #7
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    Ich hatte derlei ein paar mal gemacht - gewerblich geskippert(SSS vorhanden), um mit dem Segeln mal rauszukommen und dabei wenig bis kein Geld zu zahlen. Es war größtenteils ein Reinfall und das lag auch aber nicht nur an mir. In erster Linie ist man dann Dienstleister, dessen Hauptaufgabe nicht der Zeitvertreib mit Segeln, sondern der Spaß der anderen ist.
    Auch damit, fremde Leute auf eigenen Chartertörns mitzunehmen, habe ich Erfahrungen gemacht. Sehr gute aber auch entbehrliche.
    Ich wäre mit derlei heute vorsichtiger, man kann sich schnell einen Törn versauen und/oder auf Außenständen sitzen bleiben.

    Zunächst einmal wäre trotz allem zu empfehlen, den SSS zu machen. Kostet Geld - ja, bringt aber auch ein bißchen was. Vor allem das Zusammentreffen mit Gleichgesinnten und in der Praxis lernt man schon was, was man später auch mal brauchen kann.

    Wenn es ansonsten darum geht, preiswert zu segeln, wäre vlt. eher zu empfehlen, nicht andere Leute bespaßen zu wollen, sondern selber woanders aufzusteigen. Es gibt hier ja eine Mitseglerbörse und da sind ab und an Leute, die regelmäßig Mitsegler -auch HgK- suchen.

  8. #8
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    So wie Volmar, sehe ich das auch. Als Kapitän mit Kunden sieht das Geschäft völlig anders aus gegenüber einem Segeltörn mit Bekanten. Du bist Wirt, Chef, Manager aber nur noch latent Segler. Ein Profi eben, der sein Geschäft mit der Freude seiner Kunden am Segeln verdient. So ein Unternehmer sehnt sich danach, nach Feierabend mal allein rauszufahren;-) Und so ein Profi macht sich keine großen Gedanken um sein Zertifikat, sondern erledigt das einfach.

    Für Deine Ambition würde ich - wie man heute so schön sagt - ein Community aufbauen. Leute suchen - hier und da mal ne Anzeige. Gut auswählen, wer zusammen passt. Und dann gemeinsam Segeln.

    ds

  9. #9
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    Hi,

    tatsächlich ist das so bei gewerblicher Nutzung, bleibst Du innerhalb der 12sm (Küstengewässer) reicht der SKS, darüber hinaus benötigst Du den SSS. Das übrigens als Deutscher auch in Kroatien. (See-Sportbootverordnung - SeeSpbootV Anlage 4)

    Den Hinweis, das die Yacht dann auch eine BG-Zulassung benötigt, würde ich ebenfalls ernst nehmen.

    VG

  10. #10
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    Und tatsächlich ist diese Aussage zwar teilweise richtig, aber eben nur teilweise. Für SKS Inhaber gibt es in der gewerblichen Fahrt ein paar Einschränkungen :

    http://www.gesetze-im-internet.de/se.../anlage_4.html
    Michael
    http://www.sioned.de

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