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  1. #1
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    Standard Trennschalter Ladegerät Neuinstallation

    Moin moin,

    Ich möchte auf meinem Boot das ladenetz neu machen.aus den Infos aus den Katalogen werde ich nicht so ganz schlau. 20 Jahre Kfz schrauben nützt mir da irgendwie auch wenig.
    Also ist Stand momentan:
    Irgendein altes Kfz Ladegerät ist irgendwo lieblos in die Ecke geschraubt worden....2 gleich großes Batterien sind verbaut....Batterie trennschalter 0-1-2-1&2...
    Das Ladegerät scheint am Ausgang des trennschalter zu hängen,da ich mit ihm steuern kann, ob eine, beide oder keine geladen wird.
    Wenn ich mir nun ein Ladegerät mit zwei Ausgängen kaufe,wird vermutlich ein Problem entstehen,wenn das Ladegerät an ist,und jemand auf beide Batterien um schaltet. In dem Fall wären ja beide ladeleitungen plötzlich gebrückt .auf den trennschalter möchte ich aber nicht verzichten.auch ein Ladegerät mit einem 2A Ausgang für die Starter Batterie finde ich wenig optimal da ja beide Batterien den gleichen Stand haben sollen.und die eine Batterie nur zum starten zu verweden....kann auf Dauer auch nicht toll sein.die wird ja dann quasi nie wirklich belastet....
    Wie kann man das am elegantesten lösen? Ladegerät mit nur einem Ausgang und per trennschalter nach wie vor selbst steuern,was geladen wird?
    Beim fahren Handhabe icj es momentan so,unter Motor,starten mit der vollen,umschalten auf die leerer Verbraucher Batterie....wenn die ampere Anzeige nachher Weile sinkt,sprich Verbraucher batt. Voll ist,umschalten auf beide....aber......das muss doch einfacher gehen?!
    Wäre für Tips echt dankbar.
    Gruss
    Christian

  2. #2
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    Standard

    Moin Christian,
    würde überlegen ob du den Wahlschalter nicht durch Trennung beider Batteriekreise überflüssig machst. Du brauchst neben dem neuen Ladergerät nur noch ein Trennrelais oder VSR-Trennrelais und du hast einen Kreis für den Motorstart und einen für die Verbraucher. Vorteil ist, du kannst die Batterien dafür optimiert kaufen, kleine Starterbatterie für den Motor und eine größere Verbraucher für´s Licht. Zudem besteht keine Gefahr mehr der Fehlbedienung, Lichtmaschinen kann man mit so einem Wahlschalter gut zerstören, wenn man ihn falschrum über 0 dreht.

    Hab unser Boot auch mit so einem Wahlschalter übernommen wie es in den 80ern üblich war. Hab ihn rausoptimiert aber drin gelassen:
    -je einen Hauptschalter in die Leitungen von der Batterie zum Wahlschalter montiert
    -Kabel zum Bordnetz auf Eingang Batterie 2 am Wahlschalter umgelegt
    -Kabel zum Motor am Ausgang Wahlschalter gelassen
    -Trennrelais zwischen Eingang 1 und Eingang 2 des Wahlschalters geschaltet
    Licht läuft nun immer über Batterie 2, Wahlschalter steht immer auf 1 und Motor läuft über diese. Im Notfalle kann ich den Motor von der 1 auf beide oder auf die 2 schalten.

    Zu deiner Frage zum Ladegerät:
    Den Geräten ist es meist egal, ob nur an einem Ausgang oder an alles eine Batterie angeschlossen wird. Der Ladestrom wird aufgeteilt, die Summe kann nicht größer sein als der angegeben Maximalwert. Nimm ein Ladegerät das zwei vollwertige Ausgänge hat und schalte einen auf Eingang Batterie 1 einen auf Eingang Batterie 2 am Wahlschalter. Den meisten Ladergerät ist es egal ob man die Ausgänge parallel schaltet, es läd dann halt nur nicht individuell, das kannst du mit dem Hersteller noch kurz abklären ob Parallelschaltung der Ausgänge ein Problem ist.
    Dir fehlt dann nur die Möglichkeit die Batterien vom Ladergerät zu trennen. Entweder wie ich in die Leitungen von Batterie zum Wahlschalter einen Trennschalter montieren oder in die Leitungen vom Ladegerät zum Wahlschalter.

    Handbreit
    Daniel

  3. #3
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    Standard wozu Trennschalter

    moin moin Christian,

    ich stand vor ein paar Jahren vor derselben Frage. Es gibt heute eigentlich keinen Grund mehr für diesen Trennschalter, du kannst ihn aber vielleicht als Batterie-Schalter weiter verwenden Sonst kann ich dir das Buch von M.Herrmann Elektrik auf Yachten empfehlen, aus dem ich (fast) mein ganzes Wissen habe. Wenn du Interesse hast, könnte ich dir den Schaltplan meiner Bootselektrik schicken. Wenn ja, so sende mir eine PN.

    Aage

  4. #4
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    Hallo Seahawk_30_1978, wende Deine KFZ-Kenntnisse an, jedoch mit folgender Änderung: Trenne B+ der Lima von der Starterbatterie, sondern klemme diese Leitung an + der Verbraucherbatterie an. Nimm den Wahlschalter ersatzlos heraus.
    Folge dieser einfachen Änderung ist, daß + der Starterbatterie und + der Verbraucherbatterie vollständig getrennt sind (und bleiben), der Motor zwar noch per Starterbatterie gestartet wird (Verbindung von Starterbatterie + zum Anlasserrelais, das ganz dicke Kabel, bleibt genau wie im KFZ), aber die Starterbatterie nicht mehr geladen wird, stattdessen geht der ganze Ladestrom aus B+ der Lima in die Verbraucherbatterie. (die Minusse bleiben selbstverständlich verbunden)
    Um die Starterbatterie dennoch zu laden, nimm einen B2B-Lader, der die Starterbatterie auf Kosten der Verbraucherbatterie nachlädt.

    Vorteil: nur noch eine Batterie zu laden, keine Splitter, Trenner, Wahlschalter etc. mehr nötig. Alle Ladequellen, also auch Dein altes KFZ-Ladegerät wirken nur auf die Verbraucherbatterie. Wenn Du ein Solarpanel anschaffst, geht auch das nur auf die Verbraucherbatterie.

    Den B2B-Lader kannst Du aus dem Reich der Mitte für wenige Euros kommen lassen, erfordert jedoch etwas Basteln. Du kannst den aber auch für den 100fachen Preis einbaufertig kaufen.
    Viel Erfolg
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  5. #5
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    Moin,

    ich kann dem nur beipflichten: Wahlschalter 'rauswerfen, Lima B+ direkt auf + der Verbraucherakkus. + vom Starterakku zum Anlasser. Allerdings würde ich auf Hauptschalter in den + Leitungen in der Nähe der Akkus für den Fall eines Kurzschlusses nicht verzichten wollen.

    Alternative zum B2B-Lader: mit einem einfachen KfZ-Relais (z.B. 20 A) die + Leitungen von Verbraucher und Starterakku verbinden. Angesteuert wird es durch Klemme 61/D+ der Lima. Läuft der Motor und die LiMa liefert Strom zieht das Relais an und der Starterakku wird nachgeladen.

    Da der Starterakku normalerweise immer nahezu voll geladen ist, birgt diese Installation allerdings zwei Probleme:
    - Ein möglicher Stromfluß vom vollen Starter- zu den leeren Verbraucherakkus.
    - Überladung des Starterakkus bei längerem motoren.
    Beides läßt sich vermeiden, in dem man eine einfache Diode in Durchflußrichting in diese Verbindung zusätzlich einbaut. Damit wird der Rückstrom unterbunden und durch den Spannungsabfall an der Diode (ca. 0,7 V) eine Überladung verhindert.
    Mast- und Schotbruch,

    Jürgen

  6. #6
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    Hallo cr838, das mit dem Trennrelais wird funktionieren, hat aber einen großen Nachteil: Die Starterbatterie wird erst dann richtig voll, wenn die Verbraucherbatterie auch ganz voll ist. Fügst Du zur Rückstromverhinderung noch die Diode ein, wird die Starterbatterie niemals ganz voll.
    Der B2B-Lader füllt die Starterbatterie völlig unabhängig vom Ladezustand der Verbraucherbatterie wirklich bis zum Stehkragen voll. Sorgt also in jedem Fall für eine total fitte Starterbatterie.
    Der B2B-Lader ist eigentlich ein Step-Up Wandler, kann daher die zum Volladen der Starterbatterie erforderlichen minimalen 13,8V auch aus z.B. 12,5V einer halbvollen Verbraucherbatterie erzeugen, was ein Trennrelais nicht kann, erst recht nicht mit einer Diode.
    Die Step-Up-Wandler haben gewöhnlich eine einstellbare Ausgangsspannung, die stellt man auf die gewünschte maximale Ladespannung ein, z.B. auf die 13,8V (Theoretisch kann man bis 14,4V gehen, also bis knapp unter die Gasungsspannung).
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  7. #7
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    Moin,

    stimmt, wenn die LiMa mit einem Standardregler ausgerüstet ist, welcher fest auf 13,8 V eingestellt ist.
    Da dem Akku aber weniger als 0,5 Ah für einen Startvorgang entzogen wird, halte ich das für machbar.

    Meine LiMa hat einen Regler, der nach IUoU-Kennlinie lädt und somit die Spannung für eine gewisse Zeit bis auf die von Dir genannten 14,4 V anhebt. Das wäre für den nahezu voll geladenen Starterakku definitiv zuviel. Mit der Diode bekommt er max. 13,7 V und wird damit nicht überladen.

    Ein B2B-Lader ist zwar feine Technik, wird aber wohl für seinen Dienst auch Energie benötigen. Wenn ich es korrekt verstanden habe, arbeitet er unabhängig vom Lauf der Maschine (also 24/7). Oder kann man ihn so einstellen, daß er erst ab 13 V (sprich Motor oder Ladegerät ist aktiv) anfängt zu arbeiten? Für mich persönlich wäre es irritierend, ständig ein Gerät zu betreiben, was meine Verbraucherakkus entlädt. Klar könnte man es manuell Ein-/Ausschalten, aber in der Praxis wird so etwas schon mal vergessen. Dann wird entweder der Starterakku nicht geladen oder ständig am Verbraucherakku gesaugt.
    Mast- und Schotbruch,

    Jürgen

  8. #8
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    Standard

    Ich meine man sollte eine solche Diskussion auch unter Betrachtung der geforderten Strommengen angehen :
    Wir haben eine ähnliche Installation wie cr838 beschreibt. Die Starterbatterie (100 Ah) wird von der LiMa geladen, die Netzbatterie (200 Ah) wird per 2 Relais (das eigentliche ist eins von Bosch aufgrund der massiven Auslegung mit M10 Schraubklemnen) von Klemme 61 dazu geschaltet. Das läuft seit jetzt 46 Saisons völlig unproblematisch und ist narrensicher.
    Sollte die Starterbatterie wirklich mal einen großen Ausgleichsstrom liefern müssen ist sie mit 100 Ah und dem fetten Relais dazu locker fähig.
    Der Nachteil, wenn es denn einer ist, ist die relativ große Starterbatterie. 100 Ah für ein 36 Diesel ist eigentlich unnötig groß. Sie ist aber zum Balancieren in der Größe sinnvoll. Gleichzeitig zieht sie aber auch teilentleert den Anlasser immer durch. Einen zusätzlichen Schalter, um die die Batterien manuell im Notfall zu koppeln habe ich nie gebraucht. Mangelnde Vollladung haben wir kaum beobachtet. Wir sind mit der 3. Batterie für den Starter nun in der 22 . Saison, die aktuelle ist in der 4. Saison drin

  9. #9
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    Hallo Jürgen, der B2B-Lader orientiert sich ausschließlich am Ladezustand der Starterbatterie, geht also mit der Verbraucherbatterie eher rücksichtslos um.
    Nun erfolgt das Nachladen der Starterbatterie (abgesehen vom Nachladen der Selbstentladung) nach dem Startvorgang, wenn also die Maschine läuft und aus der Lima reichlich Energie zur Verfügung steht.

    Wie alle modernen Wandlerschaltungen mit hohen Frequenzen und Mosfet-Transistoren haben die Dinger einen Wirkungsgrad in der Größenordnung von über 90%, also eher geringe Verluste. Da gibt es entsprechend auch keinen Kühlkörper.

    Ob der B2B-Lader eine Hysterese hat, bzw. wie groß diese ist, weiß ich nicht. Es wäre jedoch ein Leichtes, so einen B2B-Lader per Arduino mit etwas Intelligenz aufzupeppen, denn er hat auch einen ENABLE-Eingang, über den man ihn ein- und ausschalten kann. Da bleiben dann wirklich keine Wünsche offen!
    Vele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  10. #10
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    Moin,

    Danke für die Infos!

    Mir persönlich wäre das aber dannn doch zuviel an Technik, da ich an Bord nach der KISS-Regel agiere. aber für Technikfreaks bestimmt eine spannende Sache.

    Meine Installation entsprach zuerst auch der von @Buntesegel (B+ Leitung an den Starterakku, Verbraucherakku per Relais zuschalten). Nachdem ich mir mal die Spannungsabfälle auf der Ladeleitung - insbesondere am Relais(!) - angesehen habe, habe ich das dann umgedreht (B+ Leitung direkt an die Verbraucherakkus, Starterakku zuschalten).
    Geändert von cr838 (27.06.2018 um 11:12 Uhr)
    Mast- und Schotbruch,

    Jürgen

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