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  1. #21
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    Sucher,
    Vielen Dank für Deine Aufklärung. Der Preis einer Schraube mit Mutter und U-Scheibe beträgt dann 25€.
    Da Monel eine Speziallegierung ist, die wohl nur selten zum Einsatz kommt, kann ich mir den Preis schon erklären.

    Wenn Monel aber die optimale Möglichkeit darstellt, etwas mittels Gewinde an Deinen Mast zu schrauben, würde ich das Geld ausgeben.
    Mit freundlichen Grüßen
    2nd

  2. #22
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    Hallo 2ndtonone, nein nur Schrauben ohne Muttern (die Gewinde sind ja im Mast). So ein Wucher widerstrebt mir prinzipiell. Das können die nur allen Ernstes verlangen, weil jeder so schnell klein bei gibt.
    Die Alternative wäre, wie hier auch schon angeregt wurde, ich kaufe mir eine Stange Monel und stelle mich ein paar Stunden an die Drehbank.
    Das Problem mit der Elektroliese ensteht ja erst, wenn Wasser ins Gewinde gerät. Wenn diese jedoch z.B. mit Loctite versiegelt ist, sollte da nicht soviel passieren.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  3. #23
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    Was soll der ganze Schmunsens mit Monelschrauben in/für Alugewinde überhaupt ?
    Monel liegt i. d. elektrochemischen Spannungsreihe nahezu gleichauf m. Edelstahl.
    Mir ist noch nie ein Mast- oder Baumbeschlag , z. b. Toppbeschlag, Mastfuß, Lümmellager, Baumnock, begegnet der mit Monelschrauben fixiert ist. Edelstahlschrauben sind usus.
    Es geht bei deiner Befestigung des Radars ja auch nicht um Wanten- Stagehänge, für deren Befestigungen man die Eigenschaften hinsichtlich Festigkeit, Dehnung v. Monel(nieten) gegenüber Edelstahl(nieten) wirklich sinnvoll einsetzt.

    Man kann sich das Leben auch schwer machen, bzw. suchen.

    Tupf die Edelstahlschrauben in Silikon und leier sie in das Gewinde. Mehr kann man da nich' machen.
    Nach max. 10 Jahren bekommst du sie eh nicht mehr heraus, drehst ihnen den Kopf ab. Mit Monelschrauben und Loctite verhält es sich genauso.
    Wartung ist das Gebot, will heissen alle ein bis zwei Jahre Schrauben raustrullern und neu mit Silikon einklitschen.
    Unter anzuschraubenden Edelstahlbeschlägen hat sich doppelseitiges Klebeband ( Teppichklebeband) als Isolator bewährt

    Beispiel aus der Praxis, von wegen "Wartung"
    Jedes Frühjahr, jeden Herbst muss das Inlet f. d. Mastspur aus und wieder eingeschraubt werden. Also das Ding welches man herausnimmt um die Mastrutscher einzuführen.
    Das Teil ist mit 6mm Gewindeschrauben im Alumast fixiert. Weil das jedes Jahr zweimal getrullert, also die Schrauben im Gewinde bewegt wurden, war die Korrosion minimal-- das über 30 Jahre. Es war übrigens ein britischer Kemp Mast, irgendwann aufgekauft v. Selden. Das Prinzip hat Selden übernommen, verkauft es heute noch.
    Anders ausgedrückt,was einmaleingeschraubt, aiuch mit Silikon, oder Loctite, und nie wieder bewegt wird, das frisst sich durch elektrochemische Korrossion unwiederbringlich fest. Kannste machen nix.
    Aber,
    wenn man da an so eine Halterung eines Radars nie wieder ran muss, kann einem diese Quasiverschweissung fer Materialien eigentlich recht egal sein.
    Wer baut schon 30- 40 Jahre alte Baumnocks ab ? Die sitzen, im wahrsten Sinne, fest.
    Geändert von supra (08.08.2018 um 00:47 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder
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  4. #24
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    Nachtrag
    Wennste da so akademiker- oder lehrermäßig ganz sicher gehen willst, dann ziehst du um deine Beschläge noch eine Silikonnaht, gibst dem Schraubenkopf noch eine Haube.
    Kuck mal deine Monelniete an den Wanten nach. War der Mastenbauer vom Fach, hat er das Loch, also dort wo der Dorn abgerissen, anschließend mit Dichtungsmasse versiegelt.

    Nebenbei
    Mit tatsächlicher, vielmehr gravierendem Weggammeln des Aluminiums ist nur dort zu rechnen wo permanent bis oft Salzwasser beikommt. Regenwasser, bzw. salzhaltige Luft is' dahingehend pillepalle, zu vernachlässigen.
    Dein Radarbeschlag schleift doch nicht durch Seewasser ?

    So schwer ist das doch alles nich' .
    Geändert von supra (08.08.2018 um 01:09 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder
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  5. #25
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    Hallo Ihr, mein Schiff ist alt, 40 Jahre, davon bestimmt 30Jahre ohne besondere Wartung im Mittelmeer. Vieles ist danach in einem reparaturbedürftigem Zustand. Ich mache alles höchstpersönlich selbst, und mache mir auch Gedanken darüber. Ich sehe daher Dinge, die andere womöglich erst nach 30 Jahren zu Gesicht bekämen.
    Zu den Befestigungen in Alu: Nachdem das Schiff vor mir 2 Vorbesitzer hatte, wenn man die Neuerstellung durch die Werft dazurechnet, haben 3 verschiedene Gruppen ihre Spuren hinterlassen. Speziell am Mast sehe ich so gut wie alle möglichen Varianten der Befestigung und deren Zustand nach 30 Jahren. Eingeschnittene Gewinde genauso wie Poppnieten, Niro wie Monel, mit Isolierlagen und ohne.
    Ich sehe mich daher in diesen Fragen durchaus als erfahren und kompetent.
    Im besten Zustand sind fraglos Niro-Beschläge, die mit untergelegter Isolierung mit Monel-Nieten befestigt sind. Monel erkennt man an einer schwach grünlichen Oxidschicht.
    Im schlechtesten Zustand sind die Befestigungen von Beschlägen mit Niro-Schrauben ohne Isolierschicht. Im fortgeschrittenem Zustand der Degeneration sind die Gewindegänge mehr oder weniger aufgelöst und in weißes Pulver verwandelt. Wenn man die Schraube rausdrehen will, ist sie zunächst sehr schwergängig, wenn dieses Anfangsdrehmoment überwunden ist, fällt sie einfach heraus. Den noch schlechteren Zustand, daß die Schraube ganz von selbst herausfällt, habe ich zwar noch nicht erlebt, halte das jedoch für möglich, und vermute, der Zustand wird zwangsläufig irgendwann eintreten,
    Wenn die Degeneration noch nicht so weit fortgeschritten ist, kann man die Schraube noch herausdrehen, sie hat aber danach im Gewinde ziemlich viel Spiel (das betrifft z.B. die Befestigung meiner Radarkonsole). Eine andere Variante dieses Zustandes führt insbesondere bei kleineren Schrauben (M6 oder kleiner) zur völligen Unlösbarkeit, entweder weil der Schlüsselansatz (Inbus) durchdreht, oder gleich die ganze Schraube abreißt. Das betrifft bei mir die Winschen am Mastfuß, die auf aufgeschweißtem Alu-Konsolen aufgeschraubt sind. Die Unmöglichkeit der Demontage behindert den Winschenservice beträchtlich.

    Das Problem entsteht durch den innigen elektrischen Kontakt zwischen Alu und Niro im Inneren des Gewindes, und die gleichzeitige Anwesenheit von Wasser im Inneren der Gewindegänge. Dadurch wird das unedlere Material, das Alu, zersetzt, Man kann nun die Elektrolyse unterbinden, indem man dem Wasser den Zutritt verwehrt, z.B. durch Versiegeln des Gewindes durch Loctite. Oder man sorgt durch geeignete Materialwahl für geringe Spannungsabstände.
    Bei Monel wird das offenbar durch Bildung eines besonderen Oxids erreicht, nicht durch das Meterial selbst.
    Soweit mein Kenntnisstand.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
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  6. #26
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    Hallo,

    ich habe bspw. die Schrauben meinen Mastfußes ausgebohrt und Rändelmuttern mit Pantera hinters Loch geklebt.
    Rändelmuttern deshalb, weil die als Vorteilspack im Regal liegen habe, sie sind mein schweizer Messer für Befestigungsfragen.
    Alle Gewinde halte ich mit Weicon Anti-Seize gängig.


    Peter

  7. #27
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    @ sucher
    Ich verstehe grundsätzlich Dein Anliegen um eine nachhaltige Installation mit einem gewissen Hang zur Perfektion. Wer nicht dem absoluten Pfuschdenken unterliegt wird sich jedenfalls seine Gedanken machen.
    In Deinem Fall würde ich auch ein Material wie Monel nehmen wenn es das denn weit verbreitet zu akzeptablen Preisen gäbe, doch wie man sieht ist es nicht so.

    Ich würde einfach konventionell mit Niroschrauben arbeiten, diese mit Tefgel ordentlich einreiben und gut sein lassen. Was soll sein? Es wird locker 10 Jahre halten und dann sieht man weiter.
    Ich würde mir jedenfalls nicht so den Kopf über diese Sache zerbrechen und die gute Segellaune verderben.

    Wenn es aber trotzdem weiter juckt, vielleicht einige Anregungen, sollten diese Dir nicht ohnehin schon vorgeschwebt sein.

    Mal mit einer Werft für Alurümpfe Kontakt aufnehmen und das Gespräch suchen.

    In ausländischen Webseiten (US, Franz., UK, IT. etc) stöbern, sofern die Sprachkenntnisse es zulassen.

    Schon mal über Titanschrauben nachgedacht? Oder Aluschrauben...?

    Es gabe auch die Möglichkeit eine Gewindeniete einzupressen (Alu oder Niro) , das verhindert zwar die Korrosion nicht, aber die Niete lässt sich leicht ausbohren bei gleich bleibender Lochgröße.

    Sind alles nur Ideen, vielleicht hilft es ja was...
    Guten Erfolg

  8. #28
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    Naja nun gut.
    Wenn der TE , einzig vor dem Hintergrund, der Erkenntnis, dass sein altes Schiffes mit mannigfaltigen Befestigungen an Mastbeschlägen bestückt ist ( von Erfahrung , gar Kompetenz kann man hier nicht sprechen) meint, dass (s)eine rein kraftschlüssige Verbindung der Radarkonsole mittels Monelschrauben in Alugewinde "haltbarer" , länger haltbar, also auch resistenter gegen elektrochemische Korrosion zu Lasten des Aluminiums ist als selbige mit Edelstrahlschrauben --die in der Spannungsreihe mit Monel gleichauf liegen--so sei es für ihn so.
    Vielleicht mal so, als hinkender Vergleich, wenn ich statt schnöder Spaxschrauben Edelstahlschrauben nehme, hält der Gasbetondübel auch nicht besser.

    Ich bin hier raus.
    Geändert von supra (10.08.2018 um 00:55 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder
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  9. #29
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    Hallo Ihr, es bestehen kaum Zweifel, daß Edelstahlbeschläge am Alu-Mast mit Monel-Nieten befestigt gehören. Ich halte das für den Stand der Technik, und sehe auch den langfristigen Erfolg dieser Methode.
    Zwangsweise hat die Monel-Niete sowohl mit dem Alu-Mast als auch mit dem Nirobeschlag innigen elektrischen Kontakt, ohne daß irgendwelche erkennbaren Nachteile daraus entstehen.
    Bei mir handelt es sich um eine Konsole aus Aluminium, die einstmals mit Niro-Schrauben im Mast per eingeschnittenem Gewinde befestigt war. Der Mißerfolg und damit die drohende Gefahr des Versagens ist offensichtlich.
    Davor die Augen zu verschließen und einfach den vorherigen Fehler zu wiederholen halte ich für grob fahrlässig.
    Ich möchte einfach einen Weg finden, der einerseits den Mast schont, also keine zusätzlichen Bohrungen erfordert, und andererseits den alten Fehler vermeidet.
    So habe ich aus der Verträglichkeit von Alu und Monel bei den Nieten auf eine vergleichbare Verträglichkeit bei Schrauben geschlossen.
    Ob die technische Verbesserung den exorbitanten Preis wert ist, weiß ich noch nicht, aber "Augen zu und durch" ist nicht meine Art!
    Trotz alledem viele Grüße
    nw
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  10. #30
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    Hallo,

    was soll ich sagen, das ist halt eine Abwägungsfrage wie beim fahrradfahren.
    Entweder man kurvt herum und kommt relativ unfallfrei durchs Leben oder man fährt stur gerade aus und prallt innerhalb kurzer Zeit gegen ein Hindernis.
    Dass der Mast vor Lebensende der Verbindung abbricht halte ich fast für wahrscheinlicher als mit guten Aktien Geld zu verlieren.


    Peter

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