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  1. #1
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    Standard Risse im GFK Rumpf von Krangurten

    Hallo, ich bin neu hier.
    Ich helfe seit 2 Monaten eine Westerly Segelyacht Baujahr 1979 seetauglich zu erhalten.
    Alle bekannten Mängel wurden beseitigt. Leider ist durch die Gurte des Krans ein neuer Schaden entstanden. Die Yacht hing über das Wochenende am Kran um sie ins Wasser zu lassen. Leider lief Wasser in das Boot, nicht sehr viel, die Bilgenpumpe ging alle 2-3 Stunden an und konnte es bewältigen. Dennoch entschieden wir uns das Boot wieder an Land zu setzen.

    Nun ist zu sehen, dass an der Stelle an der die Gurte des Krans waren, Risse entstanden sind am Heck an der schmalen Stelle unterhalb der Welle zwischen Ruder und Kiel. Zuvor waren dort keine (Unterwasserboot wurde erneuert-Primer/Sealent/Antifouling).
    Ein ca. 30 cm großer Riss Backbord und ein ca. 25 cm großer Riss Steuerbord. (Siehe Bilder) Die Risse sind durchgängig, als das Boot wieder an Land war konnte man Wassertropfen von innen nach außen tropfen sehen.

    Ist es möglich diese Risse nur von außen zu reparieren? Der Zugang von innen ist sehr eng und man müsste die Welle und frisch abgedichtete Stopfbuchse entfernen.
    Ist es überhaupt möglich die Risse zu reparieren oder wäre es sinnvoller den gesamten Teil zu erneuern? Beim Abklopfen kann man hören, dass die Gegend um die Risse herum auch nicht im besten Zustand sind, aber auch nicht total marode. Kann man das mit genügend GFK Matten so stark bekommen, dass die Yacht wieder mit dem Kran zu Wasser gelassen werden kann?

    Wie würdet ihr vorgehen? Wir haben über verschiedene Vorgehensweisen gelesen, sind uns aber unsicher welche hier sinnvoll ist. Müssen die Risse auf jeden Fall mit Bohrungen gestoppt werden? Oder könnte man den gesamten Teil bis zum breiteren Teil des Rumpfes mit GFK stabil bekommen?
    Das Boot liegt in Portugal und sollte auch im Ozean standhalten.

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  2. #2
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    wenn ein Krangurt das anrichtet, würde ich das Boot nicht mehr (= nie mehr !) ins Wasser setzen

  3. #3
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    Hallo, erstmal von Außen alle Farbschichten incl. Gelcoat großzügig im Bereich des Schadens runter, damit man evaluieren kann, ob sich weiteres überhaupt nocht lohnt., Wahrscheinlich wird es unumgänglich sein, das auch von innen zu machen.
    Wenn sich das in engen Grenzen hält, das Laminat von Außen entlang der Risse im Verhältnis 1:10 (Laminatdicke zur Breite des Aufschleifens) oder besser 1:20 aufschleifen. Dann mit neuem Epoxid-Laminat wieder wieder auffüllen.
    Das ist sehr viel Arbeit, erfordert einen eintsprechenden Teil des UW-Schiffs neu zu bearbeiten, und man muß damit rechnen, daß es die alte Stabilität nicht mehr erreicht, die offensichtlich ohnehin ungenügend war (Osmose?). Eine sehr fragliche Aktion!
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  4. #4
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    Mein Verdacht geht dahin, dass das Schiff sehr lange an Land stand und das GFK durch die Sonne komplett bearbeitet wurde. Wenn die Oberfläche den Gurt nicht aushält, denke daran, eventuell eine zweite Wanne zu setzen von aussen.
    Einfach so ein paar Matten drauf, bringt es m.E. nicht.

    Ergo, bevor ich weiter schwafle, besuche mal einen GFK Bootsbauer.

  5. #5
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    Zitat Zitat von 19Hope57 Beitrag anzeigen
    Mein Verdacht geht dahin, dass das Schiff sehr lange an Land stand und das GFK durch die Sonne komplett bearbeitet wurde. Wenn die Oberfläche den Gurt nicht aushält, denke daran, eventuell eine zweite Wanne zu setzen von aussen.
    Einfach so ein paar Matten drauf, bringt es m.E. nicht.

    Ergo, bevor ich weiter schwafle, besuche mal einen GFK Bootsbauer.
    Dieser Ansicht kann ich mich anschliessen. Soweit es die Fotos andeuten, kann ich mir nicht vorstellen, dass so ein tiefer Riss(Wassereinbruch) durch Gurte entsteht. Da muss ein nicht unerheblicher Vorschaden gewesen sein....
    Ich würde auch eine Werft bitten, sich den Schaden anzusehen und um einen Kostenvoranschlag bitten.

  6. #6
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    Danke für die Antworten und Tipps.
    Ihr liegt ziemlich nah mit euren Einschätzungen.
    Das Boot ist seit November aus dem Wasser, vor mehr als 2 Jahren war es für etwas längere Zeit aus dem Wasser als der Vorbesitzer verstorben ist.

    Die Risse sind nun weiter frei gelegt und es ist ein Loch entstanden. Es sind Teile weggebrochen. Es sieht so aus, als wäre da mal ein Schaden repariert worden. Das war nicht bekannt und ersichtlich zuvor.

    Es sind Fachleute in dem Shipyard, in dem das Boot steht, die ersten Reaktionen waren: So etwas habe ich noch nicht gesehen.
    Jetzt warten wir auf eine Einschätzung wie viel entfernt werden muss. Dürft gerne auch Euren Senf dazu geben.
    Die geplante Segelreise fällt wohl erst mal nicht ins Wasser, sondern bleibt an Land.
    IMG_1299.jpgIMG_1298.jpgIMG_1300.jpg

  7. #7
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    Standard

    In der Tat, ein interessantes Schadensbild!
    Der Vorbesitzer, bzw. Seine Familie, konnten die bzgl. der vorangegangenen Reparatur was sagen?
    Mir ist unklar, wie so ein Schaden entstehen kann...
    Trotz allem, nicht den Mut verlieren, Reparatur ausführen lassen und dann endlich segeln...

  8. #8
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    So was hab ich auch noch nicht gesehen!!! Aber ich hätte kein Problem damit innen und außen großflächig zu laminieren und gut ist!.....
    Viel Glück !
    Volker

  9. #9
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    Lasse es, verschrotten! Das Schiff wurde wohl mal mit Mackes auf Steine gesetzt.
    Man sollte dem schlechten Geld keine gutes hinter werfen.

  10. #10
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    Standard

    Als wenn da mal was drangebolzt worden ist und irgendwann abgerissen durch Grundberührung.

    Wenn der Verkäufer von wusste und nicht beim Kauf darauf hingewiesen hat.....

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