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  1. #11
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    Zitat Zitat von Engel Beitrag anzeigen
    Antifoulings werden bestimmt auf Grund der Anforderungen und nicht weil Antifoulings teuer sind. Wenn Du einmal Silan - Nanobeschichtungen aufträgst, dann wirst Du die Nanos nicht mehr los. Es wird darauf kein anderes Antifouling, kein Bewuchsschutz, auch kein Epoxid, wenn Du mal reparieren musst darauf haften. Übrigens, tierischer Bewuchs wie Muscheln, Seepocken, Röhrenkalkwürmer usw. haften darauf bestens und bilden die Haftgrundlage für den Pflanzlichen Bewuchs. Beim Verkauf musst Du den Käufer auf eine Nanobeschichtung hinweisen, denn solche Boote sind meist unverkäuflich. Für eine Sanierung solcher Boote sollte einer ca. 1200,-€ je laufenden Bootsmeter zzgl. 19% Mwst. kalkulieren.
    mfg
    Guter Punkt! Bei mir ist jetzt nagelneues VC17 drauf. Da könnte man das Zeug einfach auftragen oder sprühen. Ein neuer VC17-Anstrich würde da ja natürlich nicht mehr halten. Nach meinen Erfahrungen hält da fast gar nix mehr. Man muß es sich also gut überlegen, da hast Du Recht!

    Das mit den Pocken etc. müßte mal getestet werden. Mir kommt da gerade eine gute Idee. Ich werde einfach mal eine gfk platte (muß ja nicht groß sein) mit vc17 streichen, dann das nanopool-zeug drauf und dann hänge ich das Ganze unter die Boje an die Kette und lasse hängen...

    Das mit dem Verkauf ist auch ein guter Hinweis, danke!

    Wobei ich denke, daß beim Abschleifen die Nanopartikel (sind ja dann mit dem Grund verbunden) nicht das Problem darstellen. Man hat ja ohnehin eine entsprechende Schutzausrüstung an.

  2. #12
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Engel,
    natürlich wirst Du die Silan-Nanopartikel durch Schleifen los, nur dabei setzt man die Nanopartikel schön frei und der Staubsauger pustet die Nanopartikel fröhlich in die Umwelt...Mit allen bekannten Folgen für die Gesundheit.
    Auch auf Windschutzscheiben wird die Beschichtung mit Hilfe der Schweibenwischer abgetragen, wobei dann die Nanopartikel durch das Regenwasser abgespült werden.
    Mit Silanen beschichtete Partikel werden auch bei der BASF als Füllstoffe oder Pigmente verkauft bzw. In Kunststoffen verarbeitet. Z.B. Werden in den Patentklassen C09C1/3081, C09C1/3684, sowie C09C3/12 (alles CPC) werden eben genau diese, mit Silanen, Siloxanen(PDMS) beschichteten Füllstoffe/Pigmente und ihre verbesserten Eigenschaften in Farbmittelmatrizen, Kunststoffen etc. Beschrieben.
    Desweiteren hat der TO von „flüssigem Glas“ gesprochen, wobei weder er noch die Webseite des ominösen Herstellers das näher beschreibt. Und dann wissen wir beide, dass nicht jede hydrophobe Beschichtung die Zulassung hat, als „Antifouling“ auf Unterwasserbeschichtung verwendet zu werden.
    Der TO sollte da mal für Klarheit sorgen.....
    Durch Schleifen werden die Nanopartikel frei gesetzt? Sie lösen sich also vom Schleifgut ab und das in nano-größe? Ein wundersamer Vorgang finde ich.

    Meiner bescheidenen Ansicht nach, haftet das Mittel nach wie vor an den Schleifpartikeln und die sind so groß, daß man sich mit einer Staubschutzausrüstung schützen können sollte.

    Wenn ich es recht verstanden habe, dann handelt es sich im weitesten Sinne um Glas/Sand (SiO2). Das dürfte immer noch ungiftig sein. Und - ich bin kein Physiker/Chemiker, aber nach meiner Recherche ist Sio2 kein Silan.

    Der Gesichtspunkt der Gesundheit ist vom Antworter zu Recht gesehen worden, wenngleich dies eher beim Auftrag von Belang ist. Hier sehe auch ich das Risiko, daß es zu einer Kontamination beim Auftrag kommen könnte. Nach meiner Recherche ist die Toxizität von SiO2 immer noch nicht zweifelsfrei nachgewiesen. Ein Grund bis dahin vorsichtig zu sein. Die Frage wäre, wie man sich bei einem Auftrag auf das Unterwasserschiff wirksam schützen könnte, mit welchem Atemschutzfilter man sich davor schützen könnte, wenn es in Alkohol gelöst aufgetragen wird. Auch wieder eine Physiker-Frage, die ich mich nicht zu beantworten getraue.

    Um Füllstoffe geht es hier nicht.

    Der TO sucht hier nach Klarheit. Wenn der TO hierzu einen Betrag leisten kann, macht er das sehr gerne. Wenn der Antworter selbst für Klarheit sorgen kann, dann sei er so frei.

  3. #13
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    Standard Nachtrag zum Thema -

    Ich habe mal bei der Firma Nanopool nachgefragt, wegen Unbedenklichkeit etc. und 2 pdf dazu erhalten, die ich hier einstelle. Vielleicht können die Kundigen etwas damit anfangen.

    Bemerkung: Bei der Recherche im Netz, habe ich den Hinweis gefunden, daß hiermit Algen-, Schimmel und sonstiger Bewuchs gehemmt werden. Ich bin von der Idee, das Unterwasserschiff damit zu behandeln immer noch recht angetan. Hoffentlich äußern sich noch viele dazu, damit sich am Ende herausstellt, ob es einen gute oder eine schlechte Idee ist. Irgendwie scheint es doch eine sehr umweltfreundliche Sache zu sein. Auf den Aspekt, daß man damit schneller sein könnte ist noch niemand eingegangen. Ich freue mich auf die Beiträge.

    Hier die Dokumente:

    Faser protect DE bunt.pdf
    SDB_nanopool faser protect.pdf

    Hier noch Aussagen aus der Antwort-eMail von Nanopool:

    • Der Grundstoff all unserer Produkte ist SiO2 . Der Grund weshalb es unterschiedliche Produkte gibt, ist der, dass die Produkte auf die unterschiedlichen Oberflächen und deren unterschiedliche Parameter abgestimmt sind. Unsere Produkte bilden ultradünne Schichten auf den diversen Oberflächen aus, ohne die Verwendung von Nanopartikeln. Die auf der Oberfläche gebildete Schicht liegt im Bereich von weniger als 100 nm.
    • Die Trägerflüssigkeit für das SiO2 ist entweder Wasser oder Ethanol. Die Produkte sind hautverträglich. Hierzu liegen uns ärztliche Gutachten vor. Anbei senden wir Ihnen exemplarisch eine Produktinformation und ein Sicherheitsdatenblatt zu Ihrer Information.
    • die NP-Produkte gehen keine Vernetzung mit der Haut ein.
    • SiO2 ist eines der am häufigsten auf der Welt vorhandenen Moleküle (Sand). SiO2 ist auch in Wasser und anderen Lebensmitteln wie z. B. Ketchup zu finden. SiO2 ist absolut umweltneutral und die behandelten Oberflächen (z. B. Schuhe) sind nach den Richtlinien des Herstellers zu entsorgen. Die SiO2 Veredelung hat keinen Einfluss auf diesen Vorgang.
    • Von Nanopool wurden klinische Studien in Auftrag gegeben, diese belegen, dass die Produkte unbedenklich sind für die Implantation in den menschlichen Körper, d.h. mit anderen Worten die Produkte sind absolut biokompatibel.
    • Da es sich hier um ein chemisches Produkt handelt sollte man es generell nicht trinken oder einatmen. Beachten Sie hierzu bitte die Gebrauchshinweise in der angehängten Produktinformation.

  4. #14
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    Auch wenn Du das Boot mit Melkfett oder Wasserpumpenfett einreibst, wird der Bewuchs gehemmt. Im Boote Forum haben haben trotz eindringlicher Warnung auf Grund vieler Versprechen einer Firma, zahlreiche Skipper Ihre Boote mit Nanos behandelt. Ich wurde sogar von der Firma angerufen, doch den Verkauf nicht zu behindern. Das Ergebnis in Sachen Bewuchsschutz oder Geschwindigkeitszuwachs war gleich "Null". Bei den Booten ohne Antifoulings kam es zu gelb Verfärbungen des Gelcoat und da sich Nanos wie Flüssigkeiten verhalten und zwischen die Riesen-Polymermoleküle einbetten wird die einer nicht mehr los. Auch nicht durch schleifen wie da einer meint. Als es dann zu zahlreichen Reklamationen kam, war die Firma telefonisch, oder im Internet nicht mehr auffindbar. Wenn dem so wäre, dann würde die Berufsschifffahrt ein solches System anwenden.
    Am besten ist immer - "auszuprobieren" - und Lehrgeld bezahlen.
    mfg

  5. #15
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    Hallo,

    so ein Mist!

    Wasserglas, darum geht es hier https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserglas, ist gut für edle und pflegeleichte (Premium) Beton-Terrassenplatten https://www.woehe.com/.


    Peter

  6. #16
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    Hallo Ihr, ich melde mich hier spät (ich hoffe, nicht zu spät): Das Hauptproblem der Antifoulings ist immer noch weitgehend ungelöst: Die freischwimmenden Larven der meisten festsitzenden Tiere im Meerwasser verfügen über einen Haftungsmechanismus, gegen den es bislang kein Mittel gibt (abgesehen von den "selbstpolierenden" Antifoulings). Die Larve kann sich schlagartig und dauerhaft auf beliebigen Oberflächen festheften, auch auf stark hydrophoben Oberflächen. Sie vollbringt das mit Hilfe eines Proteins, für das es m.W. noch keine technische Entsprechung gibt. Wenn das nun festsitzende Tier anschließend durch die Giftwirkung des Antifoulings stirbt, ändert das nichts an der Haftung, sondern das nunmehr tote Tier bildet eine perfekte Grundlage für die nächste anschwimmende Larve.
    So weit ich das verstanden habe, hängen die Haftungsmechanismen hauptsächlich von der "Oberflächenenergie" des betreffenden Stoffes ab. Da nimmt Polyethylen einen (negativen) Spitzenplatz ein. Auch eine Plastiktüte wird bewachsen, wenn sie nur lange genug im Wasser schwimmt.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  7. #17
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    zu Sucher,
    auch die selbstpolierenden Antifoulings sind nur von kurzer Dauer, da die Antifoulings in der Regel nach 3 Monaten verbraucht sind und die Wasserliegedauer nicht unterbrochen werden darf. Für Dauerwasserlieger bedarf es andere Anforderungen, denn
    gegen Seepocken - Rankenfußkrbse und Röhrenkalkwürmern gibt es keinen Bewuchsschutz. Wenn sich die Organismen "anzementieren", dann haben die keinen Kontakt zum Antifouling und können sich wie die Seepocken ungehindert vermehren. Des weiteren sind die Organismen gegen Biozide weitgehend resistent. Da Trybuthylzinnoxide, Irgarol usw. seit Jahren verboten wurden, bleibt im Grunde nur noch Kupfer (bei den preiswerten AF), PTFE (auch sehr preiswert) als Antihaftbeschichtung, wirkungslos gegen tierischen Bewuchs, Silikonbeschichtungen für kühle Gewässer, die nicht überschichtet werden können, Kupfer(I)oxide mit Zineb wie z.B. das Micron WA, oder die Industrieantifoulings mit Kupfer(I)oxid, Zinkoxiden,
    Try-o-cresylphosphate als Alternative zu den TBT-Antifoulings, das meist für den Privatanwender nicht erhältlich ist. Mit diesen Antifoulings wird erreicht, dass sich eine unangenehme Oberfläche für Microorganismen bildet. Kommt es aber zu einen direkten Kontakt mit Rankenfußkrebse z.B. über Fender, Muringleinen, dann zementieren die sich an, da gibt es keinen Schutz mehr. Was bei Miesmuscheln in Travemünde noch zu 100% funktioniert, funktioniert nur noch mit Einschränkung bei den Seepocken. Diese SPC-Antifoulings erreichen noch annähernd den gleichen Bewuchsschutz wie die TBT-Antifoulings, sind aber um ein vielfaches teurer, da die Biozidanteile z.B. im Vergleich zu einen Standardantifoulings mehr als 10-15 mal so hoch sind. Ein Bewuchsschutz von 3 Monaten für einen Saisonwasserliger ist ausreichend, da das Boot im Herbst aus dem Wasser kommt und abgekärchert wird. Für einen Dauerwasserlieger der nur alle 3-4 Jahre aus dem Wasser kommt, bedarf es eine Standzeit von 60 Monaten, somit auch einen entsprechenden Bewuchsschutz der min. 10 mal so lange wirksam sein muss wie bei den meisten Standardantifoulings.

    Antihaftbeschichtungen wie PTFE, Teflon, Slikon, Silane, Nanos, usw. machen nur Sinn bei Hartantifoulings, kurze Wasserliegedauer, Trailerbooten, hohe Geschwindigkeiten und wenn kein tierischer Bewuchs vorhanden ist. Ändert sich dann der Anwendungsfall, dann wird es in der Praxis sehr teuer. Im Grunde sind solche Beschichtungen eine Arbeitsbeschaffung und beim Verkauf einer Yacht immer ein Problem, was sogar ein Rückgaberecht ermöglicht, wenn der Verkäufer nicht darauf hingewiesen hat, dass z.B. eine Naobeschichtung aufgetragen wurde. Für eine Sanierung bzw. vollständige Beseitigung solcher Beschichtungen in einer Werft, sollte einer zwischen 1000,- bis 1200,-€ je laufenden Bootsmeter zzgl. 19% Mwst. kalkulieren.
    mfg

  8. #18
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    Zitat Zitat von Engel Beitrag anzeigen
    Für eine Sanierung bzw. vollständige Beseitigung solcher Beschichtungen in einer Werft, sollte einer zwischen 1000,- bis 1200,-€ je laufenden Bootsmeter zzgl. 19% Mwst. kalkulieren.
    Hallo,

    wie hoch ist deine Fehlerquote bei dieser Art von Kalkulation eines nutzlosen Silikat-Anstrichs?
    https://www.hausjournal.net/silikatf...spersionsfarbe


    Peter

  9. #19
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    Zitat Zitat von K.Lauer Beitrag anzeigen
    Hallo,

    wie hoch ist deine Fehlerquote bei dieser Art von Kalkulation eines nutzlosen Silikat-Anstrichs?



    Peter
    Ganz bestimmt sehr viel niedriger als deine, mit all deinen Posts, die offensichtlich nur aus dem Zwang entstehen zu jedem, aber auch jedem Thema eine konträre Meinung , Ansicht , whatever produzieren, und verteidigen zu müssen.
    Du hast ein Problem.
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder

  10. #20
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    Hallo,

    naja, das "jeden" ist ein Plural, wenn bereits oberhalb von Drei der Überlauf einsetzt.
    Anscheinend ist derartiger Superlativ ganz groß im kommen.
    Frage: Sind denn Glasfasermatten im Polyester genau so "kostenschädlich"?

    Abgesehen davon, dass sich wegen großer Haftschwierigkeiten genau entlang der Glas-Fasern "Osmose" ausbreitet,
    ist die Wasserglasbeschichtung auf Gelcoat unschädlich, einfach nicht relevant.
    Das begründet sich schon allein wegen unterschiedlicher Ausdehnungskoeffizienten beider Materialien und dem fehlenden Haftvermittler.


    Peter

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