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  1. #1
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    Standard Untwasserschiff mit flüssigem Glas beschichten - Gute Idee?

    Servus,

    eine Frage an die Physiker unter den Segler-Kollegen:

    Ich spiele mit der Idee, meinen Rumpf mit flüssigem Glas (Firma Nanopool, dt. Innovationspreis von 2007) zu beschichten. Es handelt sich nicht um den üblichen Silikon-Kram, sondern um tatsächlich um eine nano-beschichtung, kann man auf der webseite von denen nachlesen.

    Was mir gut gefiele ist der Umstand, daß es 100%ig ungiftig ist. Es bildet sich nach Verflüchtigung des Lösungsmittels (Alkohol) eine hydrophobe Schicht. Wir haben daheim zahlreiche Dinge damit beschichtet und sind davon recht angetan. So habe ich es beispielsweise auf der Windschutzscheibe und kann dann im Regen ohne Scheibenwischer fahren, da die Scheibe schlicht nicht naß wird.

    So kam mir der Gedanke, daß das auch beim Boot funktionieren könnte. Es gibt ja bei Tankern diese Hai-Haut-Beschichtung, die damit angeblich bis zu 6% Sprit sparen.

    Könnte doch auch beim Rumpf meines Schiffes funktioneren, oder? Bei einer Hai-Beschichtung, gleiten dann Wassermoleküle an Wassermolekülen, also ganz geringe Reibung.

    Wir wäre das, wenn der Rumpf gar nicht mehr nass würde? Das Schiff schwämme sozusagen in einer Blase.

    Was haltet Ihr davon? Ich stelle mir vor, daß dann weniger Bewuchs als bei VC17 statt fände und vielleicht ist es dann auch (viel) schneller? Wobei es mir mehr um den ungiftigen Schutz als um die Geschwindigkeit geht.

    Früher haben sie bei Weltmeisterschaften der Hobies die Rümpfe mit sehr feinem Schleifpapier aufgeraut, um noch schneller zu sein.

    Aber, wenn man dann gleich gar keinen Kontakt mehr zu Wasser hat?

    Das könnte möglichweise auch kontraproduktiv sein... oder genial...

    Ich erbitte Euren Rat.

    Grüße

    Jansemann

  2. #2
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    Und der Preis?????
    Wenn der Preis annähernd dem des normalen Antifouling ist könnte man das ja mal testen.
    Der Franki
    http://frankisegelt.jimdo.com/

  3. #3
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    Zitat Zitat von frankisegelt Beitrag anzeigen
    ...... könnte man das ja mal testen.
    Ja genau, und gegen den Bewuchs gleichzeitig mit dieser Firma einen Vertrag abschließen:
    http://www.profil-gebäudereinigung.de/
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder

  4. #4
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    #1
    Das eigentliche Problem ist, dass Sportboote nicht viel bewegt werden, ganz im Gegenteil zur Berufsschifffahrt. Analoge Antifoulingalternativen sind hoch-hydrophobe Folien, Du wirst jedoch nicht umhin kommen regelmäßig Dein U-Schiff reinigen zu müssen, so wie bei biozidfreien Antifoulings. Vorteil: weil diese Beschichtungen als ungiftig/ umweltfreundlich gelten, kannst Du das U-Schiff mit einem 1000-füßler reinigen, während es am Liegeplatz liegt.
    Probleme:
    Wie muss der Untergrund bearbeitet werden, bevor die Beschichtung aufgebracht wird?
    Kann die Beschichtung rückstandslos entfernt werden? Abschleifen könnte ein Problem werden, weil dabei die Nanopartikel u.U. Freigesetzt werden(Arbeitsschutz).

    Wenn Du bei nichtgefallen die Beschichtung gut wieder entfernen kannst, würde ich es machen.

    Ich beschäftige mich mit dem Thema ebenfalls, will aber Folien anwenden(z.B. Von Renolit).

  5. #5
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    Zitat Zitat von frankisegelt Beitrag anzeigen
    Und der Preis?????
    Wenn der Preis annähernd dem des normalen Antifouling ist könnte man das ja mal testen.
    Der Preis steht absolut im Verhältnis und ist abhängig von der georderten Menge ab. Ein Antifouling ist teurer.

  6. #6
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    Zitat Zitat von Jannemann Beitrag anzeigen
    Der Preis steht absolut im Verhältnis und ist abhängig von der georderten Menge ab. Ein Antifouling ist teurer.
    Wichtiger wäre es zu wissen, wie der Untergrund aussehen/vorbereitet werden muss?
    Due Webseite des Unternehmens sagt nix zu deren Produkten etc....

  7. #7
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    Antifoulings werden bestimmt auf Grund der Anforderungen und nicht weil Antifoulings teuer sind. Wenn Du einmal Silan - Nanobeschichtungen aufträgst, dann wirst Du die Nanos nicht mehr los. Es wird darauf kein anderes Antifouling, kein Bewuchsschutz, auch kein Epoxid, wenn Du mal reparieren musst darauf haften. Übrigens, tierischer Bewuchs wie Muscheln, Seepocken, Röhrenkalkwürmer usw. haften darauf bestens und bilden die Haftgrundlage für den Pflanzlichen Bewuchs. Beim Verkauf musst Du den Käufer auf eine Nanobeschichtung hinweisen, denn solche Boote sind meist unverkäuflich. Für eine Sanierung solcher Boote sollte einer ca. 1200,-€ je laufenden Bootsmeter zzgl. 19% Mwst. kalkulieren.
    mfg

  8. #8
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    Engel,
    natürlich wirst Du die Silan-Nanopartikel durch Schleifen los, nur dabei setzt man die Nanopartikel schön frei und der Staubsauger pustet die Nanopartikel fröhlich in die Umwelt...Mit allen bekannten Folgen für die Gesundheit.
    Auch auf Windschutzscheiben wird die Beschichtung mit Hilfe der Schweibenwischer abgetragen, wobei dann die Nanopartikel durch das Regenwasser abgespült werden.
    Mit Silanen beschichtete Partikel werden auch bei der BASF als Füllstoffe oder Pigmente verkauft bzw. In Kunststoffen verarbeitet. Z.B. Werden in den Patentklassen C09C1/3081, C09C1/3684, sowie C09C3/12 (alles CPC) werden eben genau diese, mit Silanen, Siloxanen(PDMS) beschichteten Füllstoffe/Pigmente und ihre verbesserten Eigenschaften in Farbmittelmatrizen, Kunststoffen etc. Beschrieben.
    Desweiteren hat der TO von „flüssigem Glas“ gesprochen, wobei weder er noch die Webseite des ominösen Herstellers das näher beschreibt. Und dann wissen wir beide, dass nicht jede hydrophobe Beschichtung die Zulassung hat, als „Antifouling“ auf Unterwasserbeschichtung verwendet zu werden.
    Der TO sollte da mal für Klarheit sorgen.....

  9. #9
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Der TO sollte da mal für Klarheit sorgen.....


    Ha !

    ......
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder

  10. #10
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Wichtiger wäre es zu wissen, wie der Untergrund aussehen/vorbereitet werden muss?
    Due Webseite des Unternehmens sagt nix zu deren Produkten etc....
    Keinerlei Vorbereitung. Halt sauber und fettfrei, wie bei allem.

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