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  1. #1
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    Standard Rumpf und Deck erneuern - Lack oder Gelcoat - Empfehlungen?

    Hallo liebe Wassersportler,

    Ich weis zwar dass dieses Thema schon des öfteren behandelt wurde, aber ich bin mir leider immer noch nicht ganz sicher was ich letztendlich tun soll...

    Kurz zur Einleitung - Ich bin gerade dabei meine Happy Sailing aufzuhübschen und etwas umzubauen und stehe gerade vor der Entscheidung wie und vor allem mit was ich den Rumpf und das Deck neu beschichten soll. Der Jollenkreuzer soll dann auch mal in der Saison ein paar Wochen im Wasser liegen können oder dass gleich die neue Lackierung Schaden nimmt.. Aktueller Stand ist, dass ich das Schiff komplett abgeschliffen, gespachtelt und mit Epoxy (Interprotect von International) grundiert habe. Nun soll’s weitergehen mit der Endlackierung..

    Hierzu habe ich schon viel gelesen, dass der 2k Perfection Lack von International ganz gute Ergebnisse erzielen soll - allerdings nicht wasserbeständig ist.. (offizielle Aussage der International-Hotline) Ich habe hier halt meine Bedenken, wenn ich z.B. Das Deck damit lackiere und es längere Zeit regnet oder auch einfach nur etwas Wasser in der Pflicht steht, dass sich dann der Lack wieder auflöst... Hat damit jemand Erfahrungen oder kennt hier eventuell jemand einen 2k Lack der auch wasserfest ist aber gut rauskommt bei der Anwendung? Anderer Hersteller?

    Alternativ habe ich schon daran gedacht, dass ich alles mit Gelcoat (bzw. Topcoat als Endschicht) wieder aufbaue und zum Schluss wieder plan hochpoliere.. Aber das ist halt dann ein riesiger Aufwand, da sich Gelcoat ja auch nicht so toll glatt rollen/streichen lässt..

    Ich hoffe ihr mir dabei mit euren Erfahrungen weiterhelfen Sodass die Endbeschichtung auch die nächsten 10 Jahre hält

    Anbei noch ein paar Bilder

    Vielen Dank schon mal im Voraus & Handbreit

    Daniel
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  2. #2
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    Polyurethan 2K Lacke wie das Zeug von International sind wasserfest, so lange sie nicht im Unterwasserbereich eingesetzt werden. Gilt auch für AWL GRIP Lacke.
    Mein Kahn wurde im Überwasserbereich mit Perfection Plus gestrichen, später mal mit AWL Grip, ist alles tadellos in Ordnung.
    Du solltest für den Unterwasserbereich Antifouling streichen und den Rest mit PUR 2K Lack streichen.

  3. #3
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    Zitat Zitat von dani-1307 Beitrag anzeigen
    ……...

    Alternativ habe ich schon daran gedacht, dass ich alles mit Gelcoat (bzw. Topcoat als Endschicht) wieder aufbaue und zum Schluss wieder plan hochpoliere.. Aber das ist halt dann ein riesiger Aufwand, da sich Gelcoat ja auch nicht so toll glatt rollen/streichen lässt..

    ……...
    Nur wenn das Gelcoat unrettbar zerstört ist lackiern.

    Ausgekreidetes Gelcoat bekommt man wieder hin, allerdings nicht mit den viel beworbenen Mittelchen der Yachtbranche.
    Das gilt vor allem für den Rumpf.
    3M Schleifmittel (das mit der grünen Kappe) wirkt derb, bringt aber schon eine glänzende Oberfläche. Das mit der gelbe Kappe bringt schon echten Hochglanz, ggf. ein Jahr später.
    Verletzungen auffüllen und mit Tesa abdecken und glattziehen bringt eine perfekte Oberfläche ohne Nacharbeit.
    Ein zerklüftetes Deck lässt sich schwerlich mit der Poliermaschine bearbeiten. Deckstrukturen sind schwierig zu rekonstruieren. Hier sollte man über Lackieren nachdenken. Wir haben seinerzeit mit Epifanes Monurethan guten Erfolg gehabt, der Aufwand ist beim Lackieren jedoch erheblich.
    Konserviert haben wir nach vielen Fehlversuchen mit Yachticon Hartwachs mit Teflon

    Bei Lack oder Konservierung mag es auch andere wirkungsvolle Mittelchen geben. z.B #2

    Gruß Franz

    PS:Topcoat ist Gelcoat mit Paraffinlösung (gleiche Menge wie der Härter)

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  4. #4
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    Hallo,

    ich nutze Gelcoat.
    Spritzen liefert bessere Ergebnisse als eine sehr feine Schaumstoffrolle und die als ein Pinsel.
    Der Auftrag mit einem Pinsel muss dick genug sein um das GK glatt zu schleifen.


    Peter

  5. #5
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    Super, schon mal vielen Dank für die schnellen Antworten!

    Zitat Zitat von K.Lauer Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich nutze Gelcoat.
    Spritzen liefert bessere Ergebnisse als eine sehr feine Schaumstoffrolle und die als ein Pinsel.
    Der Auftrag mit einem Pinsel muss dick genug sein um das GK glatt zu schleifen.


    Peter
    Peter - spritzt du das Gelcoat dann selber? Wenn ja wie machst du das dass das gut funktioniert? Hab mal gelesen, dass man dafür eine „Airless“ Spritzanlage benötigt oder geht das auch mit herkömmlichen (z.B. HVLP) Pistolen mit größerer Düse?

  6. #6
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    Wir reden hier,wie Franz schon schrieb, von Topcoat, nicht von Gelcoat.
    Topcoat ist Gelcoat dem zur klebefreien Aushärtung in Styrol gelöstes Paraffin zugegeben wird. Das Styrol erhöht zwar die Viskosität etwas, wirklich günstig f. Baumarktspritpistolen ist das jedoch noch nicht.
    Im Allgemeinen verwendet man 2,5 mm Düsen, trotzdem sprotzen und spucken diese Farbpistolen allermeist. Abhilfe kann ( KANN !) eine weitere Verdünnung mit 5-10% Styrol schaffen.
    Um bei solcher Verdünnung die gewünschte Schichtdicke zu erreichen bedarf es angepasster, d. h. möglicht kurzer Topfzeit. Dat dick aufgespritzte Zeugs soll schnellst anziehen , nicht laufen/trânen.
    Is der Rotz, also eine Füllung , ein Mix der Pistole durch, gilt es sie zu reinigen.
    Kaum jemand ist bei geringster Topfzeit , hoher Viskosität , großer Schichtdicke fähig ein ganzes Schiff einzusprühen.
    Man muss da probieren, experimentieren. Gegebenenfalls in eine Profipistole investieren ?
    Die Reinigung der Pistole ist immer aufwendig. Sie muss komplett zerlegt, in/mit viel Aceton, usw.
    Ob sich der ganze Aufwand für fur eine 5,40 m Happy Sailing lohnt ist mehr als fraglich.

    Da der TE schon mit Epoxy inne Gänge war empfehle ich guten Lack.
    Ob 2- K , oder 1- K ist dabei nicht nur eine Glaubensfrage, d. h. nicht allein von der f. den Laien propagierten ,angeblich größeren Härte eines 2-K abhängig.
    Man will ja das beste, "härteste" , dauerhafteste....
    2-K bringt aber nun mal mehr Umsatz, dessen Primer auch, dessen spez. Verdünnung, dessen teilw.spez. Rollen/ Pinsel/Pistolen, die benötigte PSA ( persönliche Schutzausrüstung), usw..
    Auch die Fläche, vielmehr deren Struktur ( glatter Rumpf und/oder Antislipstruktur an Deck) spielen ebensoeine Rolle wie unbedingt nötiger Primer , wie die Konditionen beim Auftrag ( Temperatur, Luftfeuchtigkeit) .
    Auch die Auftragsmittel sind dahingehend variabel, sprich v. obigen Bedingungen/ Möglichleiten abhängig, sprich immer teuer.
    Es ist aber z. B.nicht so das teures, aufwendiges Spritzen immer das beste Ergebnis bringt !
    Anders ausgedrückt : die teuerste Farbe samt teuerstem , bestem Equipment bringt nicht zwingend beste Qualität der Lackierung.
    Ich habe unter idealen Bedingungen schon Schiffe mit schnödester SchaumRolle und sehr gutemSchlichtpinsel lackiert denen hinterher nicht anzusehen war dasssie überhaupt lackiert waren.
    Ich will und kann hier nicht mehr ins Detail gehen. Manche Tricks sind auch "Betriebsgeheimnisse".
    Tipp:
    Erste Anlaufstelle für dahingehende Beratung ist. m. E. Helge.
    https://www.vonderlinden.de/
    Er vertreibt, unter vielen anderen Produkten, auch das v. Franz empfohlene Monourethan , mit dem ich früher teilweise* auch schon sehr gute Erfahrungen gemacht habe

    * nur teilweise, weil manchem Farbton irgendwann aus Umweltgründen manch essentielle Zutat vorenthalten wurde.

    Mmh, früher haben wir unsere Schiffe noch gepönt. Das Ergebnis war , im wahrstem Sinne, immer hervorblendend.
    Jedes Jahr mit der billigsten Farbe, die Dose Buntlack 7 Mark, amorpher Epiphanes Klarlack auf Terpentinbasis für Holz ( drei Wochen Ablüften) für 11 Mark.

    Ischa nu' ma ' so.
    Desto mehr Fragen , " Info" ür den Verbraucher durch das www - desto gröšer die Möglichkeiten der Industrie ihre Produkte zu platzieren. Man sieht das so schon an den vielen, vielen, selbstsicheren durch die Industrie konditionierten " Experten" , und das nahezu auf jedem techn. Terrain.

    ....und dann gibt es da noch die " Erfinder" . Diejenigen, die mit Eigenkompositionen bar jedem Beweis, gar Langzeitbeweis, alles besser machen und wissen.
    Ich schreibe, also bin ich.

    Eine Krux, insbesondere für den Anfänger, den Laien.
    Geändert von supra (15.08.2018 um 23:11 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder
    Schabowski: " ...sofort, unverzüglich. "
    Bob Ross kucken !

  7. #7
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    Zitat Zitat von K.Lauer Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich nutze Gelcoat.
    Spritzen liefert bessere Ergebnisse als eine sehr feine Schaumstoffrolle und die als ein Pinsel.
    Der Auftrag mit einem Pinsel muss dick genug sein um das GK glatt zu schleifen.


    Peter
    Wenn du dein " Gelcoat" so schön und vor allem gleichmäßig dünn spritzt , dass du es hinterher für eine spiegelnd glatte Oberfläche nicht mehr nachschleifen musst, hast du es spätestens nach der zweiten Saison bis auf das Laminat wegpoliert.
    Topcoat ist ebenso kein Lack, wie Kalauer ein Witz.
    Geändert von supra (15.08.2018 um 23:14 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder
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  8. #8
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    Hallo Daniel,

    für dich ginge eine sehr feinporige Rolle und Materialpirtionen vom Volumen einer Farbschale dazu.
    Wie bereits beschrieben ist Parafin reinzumischen.

    Epoxy als Untergrund geht nur, wenn der Mischungsfehler unter 10% liegt oder es eine Saison abgewittert ist. Das Gelcoat bleibt sonst flüssig, härtet dort auf den Stellen nicht aus und 20 Grad sollten auch herrschen.
    Gelcoataufbau:
    2 x 50ml auf 0,5#m

    Wenns nicht gefällt, gehen immer noch pur-Lacke


    Peter

  9. #9
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    Hallo,

    ach so, noch etwas zur Rolle:
    Wenn du die Wahl, bevorzuge die Rollen mit messerglatter Oberfläche.


    Peter

  10. #10
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    Hallo,

    ach so, noch etwas zur Rolle:
    Wenn du die Wahl hast, bevorzuge die Rollen mit messerglatter Oberfläche.


    Peter

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