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  1. #1
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    Standard Rat gesucht: RS Vision Wassereintritt über Lenzer, Wasserstand am Mastfuss - normal?

    Hallo zusammen,

    acht Jahre haben wir nun eine Sailart 20 gesegelt, (Bodensee und Ostsee), einen Taschenkreuzer, mit dem wir ungemein zufrieden waren. Wir vertauschten sie jetzt gegen eine RS Vision, die 6-8jährig ist (wir arbeiten noch daran, das festzunageln). Abgesehen davon dass Schadensfreiheit auch vertraglich zugesichert ist, habe ich doch ein paar Fragen zum Wasser. Zum Wasser im Boot.

    Gestern riggten wir sie das erste Mal auf und segelten sie ohne Gennacker bei nix bis 2 Bf. Hocherfreulich war wie sie ansprang. Rasend gutmütig fand ich sie jetzt nicht, aber es stört uns nicht, konzentriert mit ihr zu segeln.

    Irritierend war, dass vor dem Schwertkasten im vertieften Mastfußbereich das Wasser genauso hoch stand wie im Schwertkasten. Ist das normal?

    Die beiden Lenzer sind keine Elvström: Ein Stück Rohr mit ca. 5 cm Durchmesser ins Plastik-Heck eingesetzt, innen offen, außen eine Klappe drauf, so ähnlich wie Lastwagenplane mit einer ringförmigen Versteifung am Rand. Gut, die ist nicht ganz taufrisch, steht aber auch nicht brutal ab. Wenn nun der Herr Gatte das Boot seitlich betritt, tritt schonmal hinten das Wasser in halbem Rohrdurchmesser flott ein. Läßt er sich hinten alleine nieder, empfehlen sich aufgekrempelte Hosen und zwar pronto. Ich als Vorschoterin segelte angenehm trocken.

    Beim zweiten Probesegeln mit zwei halbwüchsigen Enkeln konnte ich die Wasserlinie von Land aus beobachten. Mein Seelöwe saß hinten. Ein Zentner Enkel quasi auf der Mittelbank, ein Zentner Enkel vorne als Vorschoter. Sie war lt. technischen Angaben keinesfalls überladen. Trotzdem hing ihr das Heck ganz traurig runter. Hinten sei der Wasserstand innen und außen gleich gewesen. Zwar sah auch ich beim Probeschlag ein paar Mal wie sie sich blitzschnell leerzog, aber ebenso schnell war wieder Wasser drin und nicht wenig. Bei der 3-Mann-Beladung habe sie sich auch bei 2 Bf nicht leergezogen. Diese Sauerei muss eine Andere werden.

    Gibt es vielleicht Erfahrungen hier im Forum? Natürlich können wir neue Klappen draufmachen, aber ob das Zeug wirklich was taugt? Kann man vielleicht in das Rohr einen vernünftigen Lenzer einbauen ober gibts Edelstahlklappen irgendwo?

    Ansonsten verspricht sie viel Spaß

    Gibt es vielleicht Erfahrungen, die jemand mit uns teilen könnte?

    Viele Grüße Gabriele
    Geändert von cassa blanca (05.10.2018 um 13:09 Uhr)

  2. #2
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    Standard

    Da kann man doch bestimmt einen Lenzball nachrüsten.
    https://bootsport.sprenger.de/access...l-o-48-mm.html
    Solch Gummiball wird im Bedarfsfall von Innen mittels Leine vor das Loch gezogen, die Leine danach in einer Kammklemme festsetzen.
    Damit Ball u. Leine nicht verlustig gehen macht man in letztere einen Achtknoten und nimmt eine geschlossene Clamceat.
    https://www.google.com/search?q=clam...rjb-qhjuiYyBM:
    Geändert von supra (05.10.2018 um 14:59 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder
    Schabowski: " ...sofort, unverzüglich. "

  3. #3
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    Nicht übel...nicht übel! Danke für den Tipp!
    Nun noch beide Lenzbälle an eine Kammklemme und der Tag ist mein Freund...Ich grüble mal ein bisschen.

    Viele Grüße Gabriele

  4. #4
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    Standard

    Das tatsächliche Alter herauszufinden ist über den Hersteller möglich:

    Einfach eine Email (in englischer Sprache) mit der Seriennummer des Rumpfes (GB-LDCF.... oder so ähnlich) an 'info@rssailing.com' schicken, die Mitarbeiter sind sehr hilfsbereit.

    Grundsätzlich ist die RS Vision keine Wanderjolle, sondern eher noch sportlicher als viele in Deutschland gebräuchliche Regattajollen. (Das Rumpfgewicht ist nicht weit vom 505er entfernt, die Segelfläche ist auch ordentlich)

    => Da durch den Doppelboden das Wasser nach einer Kenterung schnell abfließt, gibt sich der Hersteller nicht so viel Mühe, auf anderen Wegen ins Cockpit kommendes Wasser zu verhindern. Neoprenstiefel werden vorausgesetzt.

    Die "Plane" an den Spiegelöffnungen ist eventuell nachgerüstet worden, die Visions, die ich bis jetzt gesehen habe, hatten so etwas nicht.

    Die "technischen Angaben" beantworten eher die Frage, wann eine Jolle sinkt, nicht ob sie noch bestimmungsgemäß segelt.
    150 kg Mannschaftsgewicht und bei wenig Wind der Steuermann direkt hinter der Luv-Wante (Vorschoter haben keinen Anspruch auf einen komfortablen Sitzplatz ), dann ist der Wasserablauf am Spiegel in Ordnung und die Öffnungen sind oberhalb der Wasserlinie.

    Sonstige Erfahrungen:
    Die Vision liegt anfänglich sehr stabil im Wasser, ab einer gewissen Krängung kentert sie aber blitzschnell => Neoprenanzug ist Pflicht.


    Aber: Eine Vision ist sehr robust und kann bei Wind sehr viel Spaß machen - im Extremfall so https://www.youtube.com/watch?v=4aWCca05oQI

  5. #5
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    Standard

    Moin Moin!

    Ich schule seit einigen Jahren auf einer Flotte von etwa 10 Visions und kann bestätigen, dass ein Fußbad bei diesem Boot meist inklusive ist. Unsere Visions haben größtenteils Plane vor den Spiegelöffnungen, die aber auch im neuwertigen Zustand das Boot nicht wirklich trocken hält. Auch das Wasser im Mastfuß ist normal.

    Zum Kentern möchte ich noch hinzufügen, dass das Boot auf Krängung sehr empfindlich reagiert, allerdings anfangs eher seitlich wegschiebt. Wenn man also immer mehr Gewicht nach außen bringt, fällt das Boot weniger um, sondern luvt stark an oder fährt seitwärts.

    Viele Grüße

  6. #6
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    Standard

    Zitat Zitat von skslr Beitrag anzeigen

    Die "technischen Angaben" beantworten eher die Frage, wann eine Jolle sinkt, nicht ob sie noch bestimmungsgemäß segelt.
    150 kg Mannschaftsgewicht und bei wenig Wind der Steuermann direkt hinter der Luv-Wante (Vorschoter haben keinen Anspruch auf einen komfortablen Sitzplatz ), dann ist der Wasserablauf am Spiegel in Ordnung und die Öffnungen sind oberhalb der Wasserlinie.

    Sonstige Erfahrungen:
    Die Vision liegt anfänglich sehr stabil im Wasser, ab einer gewissen Krängung kentert sie aber blitzschnell => Neoprenanzug ist Pflicht.

    /watch?v=4aWCca05oQI[/url]
    Da unterscheidet sich die RS nicht von anderen Trapezjollen. Die Mannschaft muss durch die Sitzposition den Spiegel aus dem Wasser heben. Als Rudergänger einfach hinten sitzen geht bei solchen Booten eben nicht. Der Neo oder der Trockenanzug (je nach Temperatur) ist immer Pflicht. Unabhängig von einer möglichen Kenterung. Ein Overall wie er auf einem Kielschiff üblich ist, ist auf solch einer "Rennziege" absolut ungeeignet. Wer seinen Vorschoter schon einmal am Trapez durch das Wasser gezogen hat weil dieser nicht schnell genug zurück ins Boot gekommen ist kann mir da sicher nur zustimmen.

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