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  1. #1
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    Standard Nordsee Segeln im Winter als Anfänger

    Hallo,

    Wir sind neu hier und auch was das Thema segeln angeht, mehr oder weniger neu.
    Wir haben uns in NL eine gebrauchte Segelyacht von 35 Fuß gekauft. In dem jetzigen Verkaufshafen kann sie bis Ende November liegen, dann muss sie aber raus. Wir haben nur wenig Erfahrung und auch unser Kurs (SBF SEE) an einer deutschen Segelschule war ein totaler Reinfall. Wir haben zwar den Schein aber Können es nicht.
    Wir möchten gerne auf unserer Segelyacht das segeln richtig von Anfang an lernen. Im besten Falle mit einem Skipper für ein paar Tage. Erstmal wären wir froh, wenn wir Hafenmanöver lernen, damit wir sie überhaupt über die Kanäle nach Amsterdam bekommen.
    Dann wäre ein Skipper ratsam, der uns das segeln auf unserer Yacht beibringt. Gerne raus in die Nordsee und üben. Das ganze sollte dieses Jahr, also ab jetzt stattfinden?!
    Unser langfristiger Plan mit dieser Yacht ist die Welt zu bereisen, also erstmal ausgiebig das Mittelmeer und dann weiter raus auf den Atlantik usw. Dass das ganze Zeit braucht ist uns bewusst und überstürzen wollen wir es auch nicht. Schließlich wollen wir es richtig machen und auch perfekt können.

    Habt Ihr Ideen wo man einen Skipper „buchen“ kann für den Raum Amsterdam (sollte allerdings deutschsprachig sein)?

    Außerdem stehen wir vor der Frage, wo lässt man eine Segelyacht registrieren? Derzeit ist sie noch in Holland registriert. Wir (beides Deutsche) wohnen allerdings in Österreich, noch!

    Teilweise sind wir ratlos. Kann man als Anfänger mit genügend Zeit (vielen Stopps, erstmal nur bei schönem Wetter segeln, etc.) seine eigene Yacht über die Nordsee / den Atlantik ins Mittelmeer überführen? Oder lieber per Transport? Kann man das im Winter machen oder sollte man lieber auf den Frühling warten?
    Wo lassen wir die Yacht registrieren? Wo macht man am günstigsten die Haftpflichtversicherung? Was ist noch alles zu beachten?

    Wie ihr seht haben wir so einige Fragen und hoffen in diesem Forum Hilfe zu bekommen. Wir wollen unseren Traum nicht aufgeben, sondern endlich leben!!!!!!

    Danke Euch schon jetzt für konstruktive Vorschläge und Informationen!


    Lieben Gruss aus Österreich!
    „SealHamburg“

  2. #2
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    973

    Standard

    Zitat Zitat von SealHamburg Beitrag anzeigen
    .......
    ........
    ............
    ...........
    Lieben Gruss aus Österreich!
    .



    Mehr als das volle Programm.
    Viel Glück !




    .
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder
    Schabowski: " ...sofort, unverzüglich. "
    Bob Ross kucken !

  3. #3
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    Standard

    Hallo, da habt Ihr was vor! Ist aber machbar! Als erstes, Prüfungswissen aus dem Sportbootschein reicht für einfache Hafenmanöver. Wichtiger ist jedoch die technische Zuverlässigkeit des frisch erworbenen Schiffes. Der beste Skipper bringt kein gutes Hafenmanöver zustande, wenn ihm mittendrin die Maschine stehenbleibt. Die Technik ist immer ein Knackpunkt, vor allem wenn man das Schiff noch nicht kennt!
    Viel Glück
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  4. #4
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    4.841

    Standard

    Registrierung:
    Wo ist euer ständiger Wohnsitz, wo arbeitet ihr?
    Wenn ihr beide Fragen mit AU beantwortet und auch AU Staatsbürger seid, muss das Schiff in AU registriert werden. Ihr müsst Euch nur in AU erkundigen, wo ihr einen Internationalen Bootsschein beantragen dürft.
    Als Deutsche mit Wohnsitz in AU könnt ihr euren Dampfer in D. Registrieren lassen(Flaggenzertifikat, Seeschiffsregister(teuer) oder IBS). Im Falle des des Seeschiffsregisters müßt ihr eine Adresse in D. angeben bzw. Denen einen, in D. Ansässigen Bevollmächtigten angeben, der für das Seeschiffsregister erreichbar ist.
    Genaueres erfahrt ihr im ELWIS und auf den Seiten des BSH.

    Versicherung: schliesst dort eine Versicherung ab, wo Eure Landessprache gesprochen wird und wählt den Gerichtsstand in D. Oder AU. Ansonsten kann billig auch teuer werden.

    Es tümmeln sich viele Deutsche in den NL herum, besonders in Friesland...Dann gibt es zich Segelschulen in Holland und die sprechen i.d.R. alle Englisch und auch Deutsch.
    Wenn ihr dort nicht fündig werdet(Tante Gurgel fragen), dann könnt ihr auch beim DHH in Glücksburg Törns buchen, wo man Euch sehr viel beibringt.

    Ansonsten kann man auch bei schönem Wetter losfahren, Manöver üben....
    ...und wenn ihr den SpoBo gemacht habt, sollte das bei der notwendigen Sorgfalt und Rücksichtnahme keine großen Probleme machen!

    Die Überführung über den Englischen Kanal, die Biskaya, Portugisische Westküste im Winter ist, gerade für Anfänger suppppi! Bevor ihr so einen Quatsch im Winter plant, solltet ihr mal die Fachliteratur lesen(Törnberichte, Nautische Revierführer, Wetterhandbücher)! Im Sommer, bei gutem Wetter wird es gehen.....

    Wenn es schnell gehen soll, ist bei Euch der Landtransport besser und sicherer. Es hilft auch, sich die Seehandbücher mal durchzulesen(für den Törn gibt es gute Bücher aus mighty UK und auch Frankreich, sind aber nicht billig).
    Bevor jetzt einer einwendet, man könne auch über die Gironde und den Canal du Midi fahren, sei angemerkt, dass der Canal du Midi im Herbst\Winter wegen Wartungsarbeiten häufig gesperrt ist......
    Geändert von 2ndtonone (20.10.2018 um 09:59 Uhr)

  5. #5
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    Standard

    Danke schon mal für die Infos.

    Aber wenn man die Nordsee, den Ärmelkanal, die Biskaya etc. Im Winter segelt, von Hafen zu Hafen der Küste entlang und sich nur die schönen Wettertage (wir verstehen einiges vom Wetter, wir fliegen Gleitschirm in den Bergen) raussucht, ist es dann machbar, wenn man vorher hart auf der Nordsee trainiert?? Wir wollen nichts überstürzen und wenn es erst im Frühjahr geht dann ist es eben so.
    Ein Landtransport kommt für uns nicht in Frage, wir haben mit unserer Yacht eine Breite von 3,10 m und sind somit überbreit, was dann ein Sondertransport wäre.
    Eine andere Alternative war für uns immer, über die Kanäle, Flüsse und WAsserstrassen. Aber das scheidet aus, weil z. B. Im Rhein nur noch 77 cm Wasser ist.

    Unsere Yacht ist eine alte Blauwasseryacht. Sie wurde vom Erstbesitzer in den 80er Jahren ohne jegliche Elektronik an Bord von den Kanaren über den Atlantik nach Brasilien gesegelt und natürlich auch wieder zurück.
    Der Vorbesitzer ist mit ihr eben genau die Route gesegelt, wie wir es auch wollen (Nordsee, Ärmelkanal, Biskaya hinein ins Mittelmeer). Hat dort das Mittelmeer abgesegelt.
    Und jetzt sind wir dran...... ;-)
    Nur nochmal als Info dazu, was wir für eine Yacht haben.

    Der Motor ist ein Yanmar Motor mit 38 PS (soweit ich das jetzt gerade weis). Der Vorbesitzer hat alles an Elektronik an Bord und alles ist auf einem sehr guten neuen Stand, ebenso der Motor.


    @2ndtonone: Wir planen keinen Quatsch oder etwas wo wir uns in Gefahr bringen könnten. Wir wollen einfach nur unseren Lebenstraum ermöglichen!

  6. #6
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    Standard

    Hallo SealHamburg, im Prinzip ist das richtig, Wetterberichte sind heutzutage sehr zuverlässig, und wenn man nur die Nase raustreckt, wenn man innerhalb des Vorhersagezeitraums bei harmlosen Wetter im nächsten sicheren Hafen ist, kann das gehen. Auf diese Weise kommt man z.B. auch um Kap Hoorn.
    Obgleich das von den alten Salzbuckeln immer abgestritten wird, verhilft einem eine umfangreiche aerodynamische Erfahrung schon zu wichtigen Erkenntnissen, die diesen alten Hasen offenbar verborgen bleiben (ist das ketzerisch?), das gilt vermutlich nicht nur für Windsurfen, sondern auch mit Gleitschirmfliegen.
    Auch wenn man vorwiegend segelt, ist der Motor für die letzten Meter im Hafen unabdingbar. Marke/Typ des Motors oder auch dessen vorherige Geschichte ist von geringerer Bedeutung, da hilft nur Erfahrung bzw. technisches Knowhow. Bei einem frisch gekauften Boot wäre ich in jedem Fall sehr vorsichtig! Wenn er stehenbleibt, hat er immer kurz zuvor noch perfekt und zuverlässig funktioniert! Das gilt auch für die elektronische Ausrüstung!
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  7. #7
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    Standard

    Teilweise sind wir ratlos. Kann man als Anfänger mit genügend Zeit (vielen Stopps, erstmal nur bei schönem Wetter segeln, etc.) seine eigene Yacht über die Nordsee / den Atlantik ins Mittelmeer überführen? Oder lieber per Transport? Kann man das im Winter machen oder sollte man lieber auf den Frühling warten?
    Man kann als Anfänger (mit SBF See) das Schiff nicht ohne 'professionelle Hilfe / erfahrene Mitsegler' über die Nordsee / den Atlantik ins Mittelmeer überführen (Stichwort u.a. Gezeitennavigation).

    Ich persönlich würde das nicht vor dem Frühjahr machen.

    Viel Erfolg!

    Carsten

  8. #8
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    Standard

    Als Segelanfänger eine Überführung von NL ins Mittelmeer zu planen halte ich für grob fahrlässig.
    Im Winter hat man mit einer konstanten Westwind Lage zu rechnen, d.h. Aufkreuzen über eine weite Distanz.
    Im Winter kann man von stärkeren Winden ausgehen - 6Bft. sind normal, 8Bft. nicht ungewöhnlich, mehr durchaus möglich.
    Man navigiert in einem Gezeitenrevier - im Kanal macht es einem die Navigation nicht leicht.
    Die zu befahrenen Gewässer sind zum Teil extrem stark frequentiert (Kanal, Gibraltar). Ohne fundierte Erfahrungen kann es schnell eng werden.
    Die Tage sind sehr kurz und ein Großteil der Navigation muß ohne Tageslicht stattfinden.
    Aktives AIS und Radar (mit fundierten Kenntnissen zur Benutzung) sind mehr als vorteilhaft.
    Die Temperaturen sind niedrig, es wird sehr gute Kleidung und eine gut funktionierende (Diesel-) Heizung and Bord benötigt.
    Das Boot ist betagt - wie ist der Status von Motor (in den letzen 10 Jahren erneuert???), Rigg (stehendes Gut in den letzten 15 Jahren ersetzt???) und Boot (Seeventile, Segel, Rumpf-Deckverbindung usw. usf.).
    Kurz und knapp: Lasst es bleiben; transportiert das Boot über Land ins Mittelmeer.

    Übrigens ist es im Winter auch im Mittelmeer durchaus anspruchsvoll, z.B. bei Mistrallage im Golf von Lyon.
    Jan

  9. #9
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    4.841

    Standard

    @SealHamburg #5
    Ich hab Dich darauf hingewiesen, dass Du/Ihr euch die Fachliteratur durchlesen müßt, solche Dinge wie den SHELL Channel Pilot, von Tom Cunliffe. In Frankreich gibt es noch die Seehandbücher des SHOMS, den Almanach du Péchezr Breton, die Dir sehr deutlich erklären, warum es sehr schnell gefährlich wird, wenn man bei starken oder stürmischen, u.U. Auflandigen Winden einen Hafen anlaufen will/muß. Diese Handbücher werden Dir klar machen, dass ein solcher Törn im Winter sehr schnell, sehr schief gehen kann. Deswegen sprach ich von Quatsch!
    Wenn es wirklich um die Verwirklichung Eures Lebenstraums geht, dann fangt den Traum im Frühjahr an, wenn sich die Wetterlage beruhigt. Und bis dahin, lest die Pilotbooks und die Bücher des SHOMS, lest Törnberichte von Leuten, die den Törn schonmal gemacht haben.

    Du magst als Gleitschirmflieger das Wetter zu kennen, wenn aber bei starkem Wind >8Bft Wind gegen Strom weht, dann kommen da die bildschönen Bilder der „Abeille Flandre“ oder der „Abeille Bourbon“ auf.
    https://youtu.be/-5CYo8Y4D7U

    Macht Euch im Winter mit dem Schiff vertraut, lest die Pilotbooks, plant sorgfältig, das ist dann die Phase die mit zum Lebenstraum gehört. Wenn ihr mit der Plannung, Informationssuche fertig seid fahrt los, dann wird es tatsächlich die Erfüllung eines Lebenstraums....

  10. #10
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    8.758

    Standard

    jan hat euch richtig drauf hingewiesen!!!

    Am besten ihr ùberwintert binnen,
    da wo es eisfrei bleibt.
    Dann kònnt ihr noch Manòver ùben,
    euch mit den Grundlagen des Schiffs vertraut machen und zb auch mal
    an Bord schlafen,
    ist fast wie Urlaub ...

    gruß aus einem der letzten paradiese auf erden

    Toto

    11°44'25.9"N 99°47'00.2"E
    https://restaurant-toto-ao.business.site
    Indios & Eulenspiegel
    Rw2
    letzter Häuptling vom Stamm der Häuptlinge
    lebt nun in Indochina

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