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  1. #1
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    Standard Krumme Spreizen

    Warum sind bei der neuen Maxi 650 die unteren Salinge gebogen ?

    https://m.youtube.com/watch?v=v24Nd4RwiZg

    Ich kann mir vorstellen dass durch diese Kurve noch mehr Pfeilung erkünstelt wird. Der Pushvektor der Salinge für mehr Mastbiegung in diesem Bereich wird spitzer.

    Das Boot in Aktion :

    https://m.youtube.com/watch?v=h2wgkniOuUI
    Geändert von supra (22.11.2018 um 12:29 Uhr)
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  2. #2
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    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    …….. Der Pushvektor der Salinge für mehr Mastbiegung in diesem Bereich wird spitzer.
    …….

    https://m.youtube.com/watch?v=h2wgkniOuUI
    Nee, die Kraftrichtung bleibt gleich, selbst wenn Du einen Wendel in die Saling drehen würdest.

    Es wird ganz praktische Gründe haben.
    Segelt man mit offener Großschot, legt sich das Segel an Saling und Wanten an. Besonders bei stark gepfeilten Salingen entsteht am Salingnock eine Spitze die ins Segel sticht. Bei den gebogenen Salingen vergrößert sich die Auflagefläche.
    Diesen Vorteil erkauft man sich aber mit höherem Topgewicht, da die Salingsprofile wegen der Knickung stärker ausgeführt werden.
    Kann aber auch sein, dass es pure Schow ist, wie die z.B. hufeisenförmigen Schothörner bei den Vorsegeln.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  3. #3
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen

    Es wird ganz praktische Gründe haben.
    Segelt man mit offener Großschot, legt sich das Segel an Saling und Wanten an. Besonders bei stark gepfeilten Salingen entsteht am Salingnock eine Spitze die ins Segel sticht. Bei den gebogenen Salingen vergrößert sich die Auflagefläche.



    Gruß Franz

    Wenn dem so wäre, hätte man die oberen Salinge auch krumm ausgeführt, schließlich liegt das Groß dort bei achterlichem Wind durch Twist eher und mehr auf der Salingnock.
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  4. #4
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    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    Wenn dem so wäre, hätte man die oberen Salinge auch krumm ausgeführt, schließlich liegt das Groß dort bei achterlichem Wind durch Twist eher und mehr auf der Salingnock.
    Hat man doch, sie sind gleichermaßen gebogen.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  5. #5
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    Beide falsch!

    Die untere Saling ist nach achtern durchgebogen damit die Fock im Achterliek eine Überrundung tragen kann,
    ohne das Unterliek zu verlängern. Das ergibt einen Vermessungsvorteil!
    Tschüß, Bronsky

    Rennyachten kreuzen gut, Kreuzeryachten rennen nicht

  6. #6
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    Zitat Zitat von GER_752 Beitrag anzeigen
    ……. damit die Fock im Achterliek eine Überrundung tragen kann,
    …...
    Leuchtet ein, bei 0.50'
    von https://www.youtube.com/watch?v=h2wgkniOuUI&app=desktop
    kann man es erahnen.

    Danke
    Franz
    halber Wind reicht völlig

  7. #7
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    Auf dem Clip wirst du es nicht sehen können, weil die Fock (genaugenommen ein Heavy Reacher) nach unten
    gerefft ist. Damit wandert die Überrundung auch unter die Saling.

    Aber es richtig, daß du mir vertraust!

    Immer gern, Franz!
    Tschüß, Bronsky

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  8. #8
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    Zitat Zitat von GER_752 Beitrag anzeigen
    Die untere Saling ist nach achtern durchgebogen damit die Fock im Achterliek eine Überrundung tragen kann, ohne das Unterliek zu verlängern
    oder damit sie überhaupt größer ausfallen kann, da die außen angeschlagenen Wanten keine Überlappung zulassen

  9. #9
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    Zitat Zitat von 9999 Beitrag anzeigen
    oder damit sie überhaupt größer ausfallen kann, da die außen angeschlagenen Wanten keine Überlappung zulassen
    Nein.
    Das Vorsegel überlappt den Mast ein wenig, es wird in Luv des Oberwantpüttings und in Lee des Unterwantpüttings geschotet.
    Das Vorsege hat rd. 105% , aerodynamisch günstigst das.
    (Es sei hier angemerkt das die 105% sich nicht auf das J- Maß , also auf die Distanz über Deck vom Mast z. Vorstag beziehen.
    Als Referenz wird die Orthogonale vom Vorstag zum Mastfuß genommen. Bei einer 105% Fock beträgt diese Strecke v. Vorstag zum Schothorn eben 5% mehr).
    Wie Bronsky schrieb ermöglicht die gebogene, untere Saling ein konvexes Achterliek.
    Es ist nicht die marginal zusätzl. Segelfläche durch Achterlieksrundung die den Vorteil bringt, eine konvexes Achterliek ist areodynamisch einfach besser ( siehe auch Großsegel) . Die aerodynamisch wichtige Überlappung des Mastes, genaugenommen des Großsegel , zieht man durch konxexes Achterliek höher.
    Da das Vorsegel mit konvexem Achterliek , ein "innen" gefahrenes Vorsegel überhaupt , niemals an der oberen Saling kratzt , raucht diese auch nicht gebogen sein.

    Ein Danke an Bronsky.
    Geändert von supra (22.11.2018 um 20:42 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder
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  10. #10
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    Standard P.s.

    P.S.
    Überlappung des Vorsegels
    Wie oben beschrieben betrachtet man die Überlappung lateral.
    Das ist aus aerodynamischer sicht nicht korrekt. Das hochgeschnittene kleine Vorsegel ist ein Vorflügel f. das Groß. Der Aerodynamiker betrachtet diesen Vorflügel aus Richtung des wahren Windes. Es hat sich herausgestellt das eine 105% Vorsegel mit herkömmlichem, also konkav geschnittenem Achterliek das kleinste Vorsel is welches "aerodynamisch überlappt".
    Solch kleine Vorsegel sind bei Cruisern willkommen, schließlich hat man nicht soviel Schot zu reissen.
    Viele Werften gehen dahingehend gar weiter
    Es gibt mehr und mehr Yachten mit Selbstwendefock.
    Üngücklicherweise überlappen diese konkav geschnittenen Selbstwendefocks aerodynamisch nicht mehr
    Es gibt da aber einen Trick.
    Meine neue Selbstwendefock wird durchgelattet. Mit dieser kompletten Versteifung ist eine ausgestellte , im Achterliek konvexe , also gerade eben aerodynamisch überlappende Selbstwendefock möglich.
    Rollbar , ist diese Fock natürlich nicht mehr, sie wird an Stagreitern gefahren.
    Ist aber kein Beinbruch, die Fock hat ein Bindereff . Die Fock wird runtergelassen, es kommt ein langer Sack mit Reissverschluss darüber ( siehe Lazybag) der am Seezaun festgelascht wird.
    Zum Stell gehört übrigens nur noch eine Stagreiter-Leichtwindgenua am zweiten Vorstag und ein Gennacker am Spriet.
    Geändert von supra (22.11.2018 um 20:36 Uhr)
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