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  1. #1
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    Standard Original Kühlbox von 1986 - Verbrauch

    Hallo!

    Kann mir jemand sagen, was so eine durchschnittliche Kühlbox, wie z. B. die, die seit 1986 original in meiner Bavaria fest verbaut ist, wohl so ungefähr verbraucht? Ich vermute einfach mal, dass die Dinger damals viel stromfressender waren als heutige Modelle.

    Ich möchte möglichst autark in Sachen Strom unterwegs sein. Entsprechend sollen meine Batterien vor allem durch Solarstrom geladen werden. Aber ab 100 W werden die Dinger ja auch entsprechend groß. Also ist hier genaue Planung angesagt.

    VG

    Dirk

  2. #2
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    Standard

    Zitat Zitat von Northsailor Beitrag anzeigen
    Hallo!

    Kann mir jemand sagen, was so eine durchschnittliche Kühlbox, wie z. B. die, die seit 1986 original in meiner Bavaria fest verbaut ist, wohl so ungefähr verbraucht? Ich vermute einfach mal, dass die Dinger damals viel stromfressender waren als heutige Modelle.

    Ich möchte möglichst autark in Sachen Strom unterwegs sein. Entsprechend sollen meine Batterien vor allem durch Solarstrom geladen werden. Aber ab 100 W werden die Dinger ja auch entsprechend groß. Also ist hier genaue Planung angesagt.

    VG

    Dirk
    Sommer im Mittelmeer oder jetzt in der Flensburger Förde?
    Du wirst nicht umhin kommen, sowohl den Strom als auch die Laufzeit zu messen.
    Bei guter Isolation wird im Sommer die Laufzeit ca. 25 - 50% betragen und der Strom so um die 3-4A

    Niemand weiß wie groß Dein Kühlschrank ist, wie gut isoliert, wie oft er geöffnet wird, ob Kältespeicher vorhanden, ….
    Also: Messen

    Gruß Franz

    Ein auf 7° eingestellter Kühlschrank braucht sobald es wärmer ist Strom. Liefert er welchen wenn es kälter wird?
    halber Wind reicht völlig

  3. #3
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    Hallo Dirk,

    wir haben mit einer relativ kleinen Kühlbox Bj. 1994 in NL bzw. Ostsee ca. 30 - 40 Ah pro Tag gebraucht.
    Gruß vom Hobbit

    Beneteau Oceanis 281
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    Saare 38

  4. #4
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    Hallo Grauwal!

    Zugegeben: ich habe sie bisher nicht ausgemessen! Es war auch eher eine allgemeine Frage, ob die Dinger aus der 80ern ganze Atomkraftwerke beansprucht haben oder doch schon recht genügsam gewesen sind. Wie gesagt: es ist noch die Originale von Bavaria drin! Warum auch rausschmeissen, wenn sie funktioniert? Und ein neuer Kompressor kostet ja auch mal schnell 500 Euro!

    Danke Hobbit! Bei 30 bis 40 AH wäre ich recht zufrieden! Das könnte eine ordentliche Solarzelle schon fast auffangen! :-)

    VG

  5. #5
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    Zitat Zitat von Northsailor Beitrag anzeigen
    ….., ob die Dinger aus der 80ern ….. Originale von Bavaria drin! Warum auch rausschmeissen,..... Und ein neuer Kompressor …..

    Ein neuer Kompressor bringt Dich nicht weiter. (fast) alle Hersteller nutzen den Kompressor von Danfoss, der Schwachpunkt ist die Isolierung.
    Wir hatten ein Isotherm Aggregat, in diesem werkelte auch ein Danfoss, der zog ca. 4A und lief im Extrem 50% und im Normalfall 25%- Der Kühlkasten war einigermaßen gut isoliert und ca. 100-120l groß. Das wird auch in etwa dem in Deinem Boot entsprechen, ansonsten Dreisatz oder eben messen.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  6. #6
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    Wir haben vor einigen Jahren eine Isolation aus vakuumschaum gebaut. Fach hat ca 50 l. Ist die box einmal beladen und einmal runter gekühlt auf 3-6/Grad läuft der Kompressor (Danfoss mit Isotherm Platte) nicht länger als 30 min/Tag. Vorher lief die gleiche Hardware in einer schlecht isolierten Box Stunden. Isolation ist alles.

  7. #7
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    Hallo, wie oft der Kompressor läuft, nusst Du selber messen. Meiner aus den 1980ern zieht 4-5 Ampère.

  8. #8
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    Auch unser Kompressor zieht so viel. Ich denke nicht, dass dort noch große Verbesserungen möglich sind. Die Hersteller haben lediglich (aber trotzdem erfolgreich) eine Vorschaltelektronik realisiert, die abhängig von der Eingangsspannung
    die Drehzahl des Motors anpasst. Bei Netzstrom bzw. laufender Maschine regelt er hoch, bei Batteriebetrieb entsprechend runter. Aber die zu leistende Arbeit ist an Ende dieselbe

  9. #9
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    Ich habe meine Bavaria Box umgebaut, da die Isolierung nicht fürs Mittelmeer geeignet war.
    Die Box ist bei Bavaria geschäumt, ca. 1-3 cm. Der Deckel ist hohl, ohne jegliche Isolierung.
    Mit dieser Box kannst du im MM von mindestens 50% Laufzeit ausgehen. Mit Solar nicht machbar.
    Der Stromverbrauch hängt ab von verbautem Kompressor (Danfoss hat zwei Größen, 35 und 50) und dem verbauten Verdampfer.
    Ferner noch von der richtigen Gasbefüllung. Zu wenig Gas -> weniger Strom und weniger Kühlung, zu viel Gas -> zu viel Strom und auch weniger Kühlung. Die aktuellen Kompressoren unterscheiden sich nicht wesentlich von den 20 Jahre alten.
    5cm hochwertige Isolierung sind das Minimum, wer günstig an Vakuum Isolierung kommt, noch besser. Die Box muss Luftdicht sein -> Magnetdichtung, damit beim Kühlen keine warme Luft eingesaugt wird.

    Bavaria hatte den grössten Verdampfer verbaut, mit Ventilator. Ich habe heute einen sehr kleinen und kann problemlos unter 0 Grad kühlen.
    Mir reicht im Sommer ein 100 Watt Panel für Kühlschrank, Radio, Ipad & co.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Northsailor Beitrag anzeigen
    Hallo!

    Kann mir jemand sagen, was so eine durchschnittliche Kühlbox, wie z. B. die, die seit 1986 original in meiner Bavaria fest verbaut ist, wohl so ungefähr verbraucht? Ich vermute einfach mal, dass die Dinger damals viel stromfressender waren als heutige Modelle.

    Ich möchte möglichst autark in Sachen Strom unterwegs sein. Entsprechend sollen meine Batterien vor allem durch Solarstrom geladen werden. Aber ab 100 W werden die Dinger ja auch entsprechend groß. Also ist hier genaue Planung angesagt.

    VG

    Dirk
    Hallo Dirk,

    mit 100Wp wird es knapp...wir haben 2x100Wp Panele und sind damit (im Mittelmeer) autark, auch im Winter. Unsere Kühlbox zieht im Sommer ca. 20Ah, bereits mittags sind die Batterien wieder randvoll und
    der Laderegeler geht auf Erhaltungsladung.
    Neuere Kühboxen sind in der Regel 20% sparsamer als Deine alte...Wir haben unsere von 1988 bereits
    erneuert.
    Hier ein Erfahrungsbericht:

    Solarenergie: Erfahrungsbericht mit 2x100Wp Solarmodulen
    Erfahrungen mit 2 neuen 100Wp-Solarmodulen von EnjoySolar (Preis 85.-€ pro Stück)

    Im Juli 2015 installierte ich auf unserer Etap-28i 2 neue 100Wp-Solarmodule
    und ersetzte damit die bisherigen 2x50Wp-Module.

    Mit den 2x50Wp hatten wir in den letzten 7 Jahren bereits sehr gute Erfahrungen gemacht, die Platzierung auf dem Bimini (ohne Bimini geht im Mittelmeer in den Sommermonaten gar nichts, es dient im Winter auch als guter Regenschutz…) erbrachte gute Erträge mit nur geringen Abschattungen. Es fehlte jedoch an Reserven bei bewölkten Tagen und im Winter, wenn die Sonnenstunden schwinden. Die Konstruktion ist äußerst stabil und auch bei Windstärken >8Bft standhaft. Auf der Insel Capraia mussten wir 2011 Fallwinde von >40kn abwettern.
    An normalen Sonnentagen im Sommer (immer Mittelmeer) waren wir schon mit den 2x50Wp autark.

    Die Aufstockung auf 2x100Wp erbrachte jetzt einen zusätzlichen Leistungsgewinn, der einen in Euphorie versetzte. Statt der bisher max. 5A Solarstrom am Laderegler waren es jetzt logischerweise 10A.
    Man muss sich das vor Augen halten: 10A nur aus Sonne, ohne Lärm, ohne Nebenwirkungen! Die Batterie(n) waren spätestens gegen Mittag wieder voll, der Laderegler schaltete so ab 11:00 den Ladestrom bereits runter. Nachmittags verpufften so viele, viele wertvolle Ah im Nichts, Batterien voll, was will man mehr. An stark bewölkten Tagen (siehe Foto) lieferten die Module 1-3A, 1A nur dann, wenn es wirklich verdammt stark bewölkt war und regnete.

    Ich hatte über den gesamten Urlaubstörn von 4 Wochen Buch geführt, wie viele Ah der Sunsaver Duo täglich in die Batterien pustete. Der „Counter“ wurde jeweils abends nach Sonnenuntergang zurückgesetzt.
    Es waren in der Regel 30-40Ah, an einem Tag mit besonders hohen Stromverbrauch 58Ah.
    (Der Junior spielte ausgiebig Minecraft an seinem Notebook das 80W zog, also Spannungswandler 12V/220V war aktiv)
    Ich bin eigentlich von einem höheren Stromverbrauch ausgegangen, und war verwundert, das 30Ah das untere Limit waren. Wieviel Ah die Solarmodule wirklich maximal liefern könnten, ließe sich nur durch einen Test ermitteln, bei dem extra viel verbraucht wird. Rechnerisch geht nicht, da die Leistung der Module über den Tag logischerweise stark variiert.

    Die Verbraucher:

    - Kühlschrank mit Waeco-Kühlaggregate Serie 50
    - LED-Navibeleuchtung (AguaSignal Serie 34)
    - LED-Ankerlicht
    - LED-Innenbeleuchtung (7 Lampen je 3W-Warmweisse LED’s, 2xLED-Stripes, 2W-Naviplatzbeleuchtung)
    - UKW-Funk Simrad RS35 mit Ladestation für Mobilteil
    - Stereo-MP3-CD-Autoradio
    - Ventilator 10/20W
    - Plotter Geonav 6
    - Lot/Logge (RaymarineST-40 Serie)
    - Pinnenpilot Simrad TP32
    - USB-Laden Handy/Smartphone (ständig 2-3 Geräte)
    - Navi-Notebook (läuft 5Std. mit Akku, dann ca. 30min. am Tag Laden über Spannungswandler)
    - Spannungswandler Sinus 1000W (Fürs Laden von Navi-Notebook, Video-Kamera, Fotoapparat)

    Da wir oft vor Anker lagen (während der 4 Wochen nicht einen Tag im Hafen) verwunderte es, dass der Kühlschrank relativ wenig verbrauchte. Trotz der hohen Temperaturen von 32C° - 35C° im Bootsinneren. Wir regelten ihn sogar auf extra kalt, da wir ja die Reserven hatten.
    Wieviel die einzelnen Verbraucher wirklich zogen, lässt sich nur schätzen, da der Sunsaver Duo ja nur den gesamten Ladestrom (incl. Verlusten der Batterien) bilanziert.
    Ich schätze die Kühlbox auf so 25Ah innerhalb 24Std. (Im Winter bestimmt noch weniger)

    Die Beleuchtung war durch die langen Tagen bedingt nur ein kleiner Posten, da LED-Ausführung aber auch nicht wirklich relevant.

    Der Ventilator war in diesem Urlaub neben der Kühlbox der größte Posten. Er lief, durch eine Hitzewelle bedingt, täglich stundenlang.

    Der immer stärkere Einsatz von Smartphones führte dazu, dass eigentlich ständig 2 Smartphones an den 12V/USB-Adaptern hingen. Das sind über 24h auch einige Ah, die es früher so nicht gab.

    Das Navi-Notebook diente auch einige Male als Filmvorführer für „Kinoabende“ lief dann unter Akku und wurde am nächsten Morgen wieder geladen. Dabei kamen Aktiv-Lautsprecher von Creative zum Einsatz. (Deren Aktiveinheit wird normalerweise beim Musikhören über das Autoradio umgangen)

    Wir hatten 2 lange Schläge incl. Nachtfahrten, (120sm Rom-Olbia, 27std. und 90sm Maddalena-Giglio20std.) dabei war die Navi-Beleuchtung aktiv, die Funke, Navi-Notebook für AIS, der Pinnenpilot, Lot/Logge, Kühlbox und der Plotter. Auch da gab es keine Engpässe.

    Man fühlte sich nun fast wie zu Hause, kein Ständiges nervöses Beobachten des Ladezustandes der Batterien mehr. Strom war einfach vorhanden!
    Ausgestattet ist unsere Etap 28i zurzeit mit einer 100Ah Service und einer 100Ah Starterbatterie. Laderegler ist der Sunsaver Duo von Morningstar und Monitormodul, der beide Batterien mit einstellbarer Priorität lädt.
    Die nächste finale Ausbaustufe wäre dann eine zusätzliche Starterbatterie von ca. 50Ah und die Parallelschaltung der bisherigen Batterien zu einer Service-Einheit von 200Ah. Für Mehr ist der Platz ist einfach nicht vorhanden…

    Auch wenn hier schon oft propagiert wurde, ein MPPT-Laderegler kommt für uns nicht in Frage, wir haben ja jetzt schon einen Solarstromüberschuss….es krankt eher an der Batteriekapazität.

    Fazit:
    Mehr als 200Wp geht bei 28 Fuß platzmäßig kaum noch und muss auch gar nicht sein, die Montage auf dem Bimini ist der optimale Ort, so gut wie unsichtbar die Module unterzubringen. Auch Abschattungstechnisch gibt es keinen besseren Ort. Der Solarstromertrag reicht uns aus und lässt uns autark sein, solange die Schlechtwetterperioden nicht zu lange andauern. Zu optimieren wäre nun höchstens noch die Batteriekapazität.

    Viele Grüße,

    Marian
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