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Hybrid-Darstellung

  1. #1
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    Standard Freibrief für tödliche Fahrlässigkeit

    Mit diesem Urteil hat das Gericht in NL einen Erst-Klasse-Freibrief für tödliche Fahrlässigkiet und Verantwortungslosigkeit ausgestellt.
    Unfassbar diese Begründung für einen Freispruch für Skipper/Eigner.

    https://www.yacht.de/reise/skipper-d...n/a119442.html

  2. #2
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    Ich halte den Freispruch für durchaus nachvollziehbar. Im Urteil ging es einzig und allein um die Schuld des Skippers. Der hatte gemäss dem Unfallbericht insofern nicht grob fahrlässig gehandelt, weil die Bescheinigungen, die er hatte, noch gültig waren und er dem glaubte.

    Ich vertraue auch darauf, dass Rettungswesten und -Inseln von den entsprechenden Fachleuten fachgerecht gewartet werden und korrekte Wartungsintervalle angegeben werden. Wenn eines meiner Crewmitglieder ertrinken würde, weil eine Rettungsweste nicht funktioniert hat infolge schlampiger Arbeit der Wartungsfirma, dann würde ich rechtlich auch erwarten, nicht dafür verantwortlich gemacht zu werden (die moralische Sache mal aussen vor lassend). Anders sähe es natürlich aus, wenn ich selber die Wartungsintervalle nicht eingehalten hätte und die Wartung schon längst überfällig gewesen wäre.

    Der Fall in Holland ist natürlich komplexer als dieses Beispiel, aber das Urteil folgt wohl diesem Grundsatz. Bleibt abzuwarten, ob es eine Berufungsverhandlung geben wird oder ob noch jemand anders angeklagt wird.
    Es gibt kein schlechtes Wetter - nur schlechte Kleidung.

  3. #3
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    Zitat Zitat von GrobiXXL Beitrag anzeigen
    Mit diesem Urteil hat das Gericht in NL einen Erst-Klasse-Freibrief für tödliche Fahrlässigkiet und Verantwortungslosigkeit ausgestellt.
    Unfassbar diese Begründung für einen Freispruch für Skipper/Eigner.

    https://www.yacht.de/reise/skipper-d...n/a119442.html
    Einerseits, verehrter Grobi, verdient ein rechtsgültiges Urteil mehr Respekt. Dein Beitrag ist schon finsterste Bild-Zeitungs- Polemik.
    Zum anderen kann man sehr wohl eine andere Meinung zur Sorgfalt eines ordentlichen Skippers haben als das Gericht.
    Letztlich ist es ein gutes Recht über den Vorfall unter Fachleuten zu diskutieren.
    Völlig unabhängig von diesem Urteil bin ich der Meinung, dass die Traditionell-Erfahren-Früher-war-alles-besser-Stäbig-Schwer-Fraktion die Weisheit für gute Seemannschaft (sorry) ebenso wenig gepachtet hat wie die (halb)professionellen Regattasegler (https://forum.yacht.de/showthread.ph...htet&highlight)

    Der Segler sollte Meldungen diese Art sorgfältig analysieren und sich an die eigene Nase fassen.
    Wer von uns hat noch nie "grobfahrlässig" gehandelt?

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  4. #4
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    Standard

    wurde im anderen Forum längst groß und breit diskutiert...
    QUERULANT = https://blog650.wordpress.com
    HORIZONTE = https://blog35215.wordpress.com

  5. #5
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    Es ist in Deutschland mittlerweile Gang und Gäbe, bei einem Unglück regulativ und urteilend über die Strenge zu schlagen um ein nächstes Unglück zu verhindern. Woher diese Ambition kommt kann ich mir nicht erklären, sie ist völlig unlogisch, denn - so ungern man es hört: Shit happens.

    Dass es wieder üblich wird, mit perönlicher Größe Schiksal zu tragen, ist nicht abzusehen. Ich war sehr beeindruckt wie in Norwegen der Breivik-Anschlag getragen wurde. Das ist eine völlig andere Haltung. Die verstehen offenbar, dass zusätzliche negativer Stimmung (Hass, Wut) bei der Trauer überhaupt nicht hilfreich ist, sondern störend.

    Und der Skipper und Eigner von dem alten Eimer soll jetzt mal so richtig rund gemacht werden, weil ihm schlicht und ergereifend Pech passiert ist? (keiner der Fehler in der Kette sind vorsätzlich oder mut der Aussicht auf so einen Unfall geschehen) Ich finde das Urteil erfrischend und richtig. Es haben sich übrigens Profis (Gericht) darum gekümmert. Was der Skipper als Mensch aus seiner Erfahrung macht, ist übrigens eine ganz andere Liga.

    Gruß R.

  6. #6
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    Zitat Zitat von RunTanplan Beitrag anzeigen
    Es ist in Deutschland mittlerweile Gang und Gäbe, bei einem Unglück regulativ und urteilend über die Strenge zu schlagen um ein nächstes Unglück zu verhindern. Woher diese Ambition kommt kann ich mir nicht erklären, sie ist völlig unlogisch, denn - so ungern man es hört: Shit happens.
    Das weder unlogisch noch unerklärlich.
    Ganz im Gegenteil. Aus Unfallursachen lernen und sie für die Zukunft abzustellen, heißt Sachwerte erhalten, Leid und Tod zu verhindern.
    Was daran "über die Strenge schlagen" sein soll, kann ich mit gesundem Menschenverstand nicht nachvollziehen.
    Der Umkehrschluss hieße nämlich: Shit Happens und es ist egal , ob künftig noch mehr draufgehen.
    Nicht meine Welt.

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