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  1. #21
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    Was oft bei diesem ewigen Sicherheitsgefasel unter die Räder gerät: Es gibt keine Sicherheit. Sicherheit ist das subjektiv wahrgenommene Gefühl, nicht gefährdet zu sein. Sicherheit ist eine - wenn auch sehr wichtige - Illusion. Sie bezieht sich stets auf bekannte Gefahren.

    Jeder, der die Floskel "zu Ihrer eigenen Sicherheit" oder "zu unsere aller Sicherheit" bemüht, lügt - bewusst (die anderen an) oder unbewusst (sich selbst an).

    Gesetze und Auflagen sind schlecht für Rückgrat und Ehrlichkeit.

    Gruß R.

  2. #22
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    @RunTanplan: Ich stimme Dir zu - allerdings gibt es schon eine statistische Betrachtung der Sicherheit.

    Es gibt einige Bereiche, die in den letzten Jahrzehnten deutlich sicherer wurden:

    - heute gibt es 50 mal weniger Verkehrstote pro 100.000 Autos als in den 50er Jahren

    - ebenso ist die Wahrscheinlichkeit, auf einem kommerziellen Flug zu verunglücken, heute rund 50 Mal niedriger als in den 70er Jahren. Man müßte heute statistisch gesehen 13 Millionen Flüge absolvieren, bevor man abstürzt.

    Faktor 50 ist schon eine dramatische Verbesserung.

    Aber beim Segeln ist gibt es kaum Potential für solche Verbesserungen. Segeln ist schon sicher genug.

  3. #23
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    Zitat Zitat von Barracuda Beitrag anzeigen
    ....... eine statistische Betrachtung der Sicherheit.

    .

    Die "Ergebnisse" aus Statistiken werden immer wieder gern zur Argumentation herangezogen.
    Geändert von supra (20.12.2018 um 13:11 Uhr)
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  4. #24
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    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    Die "Ergebnisse" aus Statistiken werden immer wieder gern zur Argumentation herangezogen.
    Was willst Du uns damit sagen?
    I

  5. #25
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Was willst Du uns damit sagen?
    I

    Ich dachte dass die Plurale aussagekräftig genug seien , anscheinend aber benötigen beide Wörter Anführungszeichen.
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  6. #26
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    Zitat Zitat von RunTanplan Beitrag anzeigen
    Für Menschen, die das Segeln als selbstverständlich teuer und selbstverständlich verantwortungslos bezeichnen fehlt mir das Verständnis. Wie kann man eine für 99% der Segler unnötige und kostspielige Auflage wünschen, statt sich darüber zu freuen, noch einen gewissen freiheitliche Handlungsbereich zu haben? Kommt mir irgendwie krank vor.

    Gruß R.
    Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich unnötig ist, wie gerade auch der tragische Unfall in Holland zeigt. Die meisten von uns werden nicht in der Lage sein, jedes Detail des Schiffes und seiner Ausrüstung persönlich beurteilen und warten zu können. Eine externe Prüfung könnte halt Punkte aufzeigen, die mir selbst nicht bewusst sind, oder eventuell auch solche, die ein dritter (zum Beispiel die Werft) nicht sachgerecht erledigt hat. Ich hatte auch schon Probleme, weil die von mir beauftragte Werft mangels spezieller Fachkenntnis eine Arbeit nicht richtig erledigt hat.
    Es gibt kein schlechtes Wetter - nur schlechte Kleidung.

  7. #27
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    Unnötig ist es aus meiner Sicht, weil es so sehr wenige Unfälle gibt. Unnütz ist es aus meiner Sicht, weil dies keine vollumfängliche Gewährleistung der Mängelfreiheit sein kann. Wollte man das erreichen, so würde dies einen erheblichen Begutachatungsaufwand mit sich bringen.

    Wenn wir mal die Zahlen aus diesem Thread in Stammtischmethode zusammenführen: Bei 99% passiert nix - bleibt 1% Unfall über. Dieses 1% ist zum größten Teil - sagen wir mal 2/3 durch Handlung/Fehler/menschliches Versagen verursacht. Da bleiben als 0,3% über, die wir durch eine externe Prüfung niemals auf null bringen.

    Also: Alle Boote regelmäßig für viel Geld prüfen und natürlich den ganzen anhängigen Rattenschwanz von Zertifikaten, obligatorischen Erneuerungen (z.B. Stehendes Gut nicht älter als 10 Jahre), der für so ein System zwangsläufig ist, um von 0,3% Risiko auf 0,2% zu kommen? Sorry - ich komm nicht mit.

    Man kann einfach nicht alles verhindern. Auch wenn man (und die anderen) noch so viel bezahlt.

    Gruß R.

  8. #28
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    Zitat Zitat von Wetterbote Beitrag anzeigen
    Eine externe Prüfung könnte halt Punkte aufzeigen, die mir selbst nicht bewusst sind, oder eventuell auch solche, die ein dritter (zum Beispiel die Werft) nicht sachgerecht erledigt hat.
    Hmm, wie war das mit der TÜV-Prüfung bei den Implantaten? Letztendlich muss ich mich bei Standardarbeiten (es geht hier nicht um rocket science) auf den Dienstleister verlassen können. Ein weiterer "Prüfer der Prüfer" verbessert hier die Sache wohl nicht. (Bei komplexen technischen Systemen kann und sollte man das durchaus anders sehen.)

  9. #29
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    Zitat Zitat von Wetterbote Beitrag anzeigen
    Eine externe Prüfung könnte halt Punkte aufzeigen, die mir selbst nicht bewusst sind, oder eventuell auch solche, die ein dritter (zum Beispiel die Werft) nicht sachgerecht erledigt hat. Ich hatte auch schon Probleme, weil die von mir beauftragte Werft mangels spezieller Fachkenntnis eine Arbeit nicht richtig erledigt hat.
    Hallo,

    wie stellst du dir das praktisch vor?
    Wer hätte sich _vor_ Eintritt dieses speziellen Falls, im OFF agierend, das Ereignis aus den Haaren saugen können oder sollen? Wer hätte so einen papstähnlichen "Mastversteher" halten und finanzieren können?
    Und wie soll ein Mastverantwortlicher genau den "Mastversteher" mit praktisch mit bis Dato nebulösen bis Null Arbeitsvorgaben ausfindig machen können?

    Ich finde es daher müßig im Nachgang eine Große Welle zu schlagen, was vorher hätte definiert sein müssen, wo aber niemand praktisch in der Lage war zu definieren.

    Im Nachgang spricht sich der spezielle Lastfall viral herum.
    Und so wissens nachher dann alle weit besser, als vorher und stellen den vehement geforderten "hätte vorher wissen müssen"-Mastversteher praktisch arbeitslos, weils effizienter ist.


    Peter
    Geändert von K.Lauer (20.12.2018 um 17:07 Uhr)

  10. #30
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    Zitat Zitat von K.Lauer Beitrag anzeigen
    Hallo,
    .....

    Wer hätte sich _vor_ Eintritt dieses speziellen Falls, im OFF agierend, das Ereignis aus den Haaren saugen können oder sollen?

    Wer hätte so einen papstähnlichen "Mastversteher" halten und finanzieren können?

    Und wie soll ein Mastverantwortlicher genau den "Mastversteher" mit praktisch mit bis Dato nebulösen bis Null Arbeitsvorgaben ausfindig machen können?

    ....

    Im Nachgang spricht sich der spezielle Lastfall viral herum.
    Und so wissens nachher dann alle weit besser, als vorher und stellen den vehement geforderten "hätte vorher wissen müssen"-Mastversteher praktisch arbeitslos, weils effizienter ist.


    Peter



    Ich liebe Peters Posts.




    .
    Geändert von supra (20.12.2018 um 19:48 Uhr)
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