Seite 1 von 5 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 42
  1. #1
    Registriert seit
    11.05.2005
    Ort
    Mettmann
    Alter
    58
    Beiträge
    10

    Standard Einbau einer Diesel-Bootsheizung

    Wir möchten uns noch dieses Jahr eine Bootsheizung von Webasto oder Eberpächer einbauen lassen. Unser Boot liegt in den NL am Ijsselmeer. Es war noch keine Heizung im Boot.
    Wer kennt eine zuverlässige Werkstatt dort, die den Einbau durchführt. Oder wer kann es uns anbieten, aber nur kpl. mit Einbau.

    Weitere Daten zum Boot (Moody 44, Bj 93) folgen dann.

    Grüße von BINTANG

    (Ada gula - ada semut)
    Geändert von BINTANG (24.10.2009 um 13:03 Uhr)
    Ada gula - ada semut

  2. #2
    Registriert seit
    28.02.2005
    Alter
    42
    Beiträge
    252

    Standard

    Hallo !

    Den Einbau kann man sich sparen.
    Die Anleitung von Webasto ist idiotensicher.
    Ich habe dieses Jahr die Dritte selbst eingebaut.
    Funktioniert völlig problemlos.
    Der Einbau dauert je nach Einbauort bei max. einem Tag.

    Gruß

  3. #3
    Registriert seit
    18.06.2001
    Beiträge
    4.056

    Standard So einfach is es auch nich..

    Hallo BINTANG und Dehlya,
    so einfach und schnell wird es auf einer 44er Moody auch nicht gehen!

    Vor einiger Zeit (aber dieses Jahr) gab es einen interessanten Bericht in der Zeitschrift Palstek. Darin wurde berichtet was man alles verkehrt machen kann beim Heizungseinbau.

    1. Geeigneten Platz für den Brenner suchen und oftmals ein Fundament schaffen.
    -man Benötigt aber auch eine gute Zugänglichkeit für Wartung und Reparaturen
    2. Dieselpumpe so installieren, dass sie einerseits gut fördert und anderseits schallisoliert montiert ist, damit man im Schiff nicht das Tackern des Magneten hört
    3. für geeignete Brennluftzufuhr sorgen
    -nicht aus dem Wohnbereich
    4. für geeignete Abgasabfuhr sorgen
    -nicht zu lang und mit Schwanenhals, so das kein Wasser bei Lage eintreten kann.
    5. und das Wichtigste und Schwierigste ist die richtige Verlegung der Warmluftschläuche
    -nicht zu viele Bögen
    -nicht zu enge Bögen
    -beim nachträglichen Einbau sind diese aufwendig zu verlegen (Schotbohrungen: mit
    großen Lochsägen 90mm und 70mm Durchmesser)
    - nicht zu viele Auslässe (einer muss immer offen sein)
    6. Die Elektrik ist fast genauso aufwendig
    - ausreichend dimensionierte Zuleitung denn beim Starten benötigt die Heizung 10 - 15A
    - Bedieneinheit wird in der Regel in die Schiffschaltafel eingebaut (wiederum Holzarbeiten)
    - Temperaturfühler muss im Schiffsraum an der richtigen Stelle positioniert werden

    also es gibt ein Menge Aspekte für den Einbau der Dieselheizung zu beachten.

    Auf der anderen Seite ist dies für Werften eine Standardaufgabe! Prädestiniert sind Werften die auch Schiffe Auslieferungsfertig machen, wie zum Beispiel Nautisch Kwartier in Stavoren (die liefern Beneteau Schiffe aus) Die machen so etwas entsprechend Häufig und haben dann das know how dazu.

    Kostenpunkt ca. 2000 - 3000 Euro (je nach Aufwand) plus Heizung und Material.
    Gruß Norbert

  4. #4
    avi Gast

    Standard

    in der aktuellen yacht ist ein artikel über heizungen!

  5. #5
    Registriert seit
    13.09.2002
    Beiträge
    15

    Standard

    Hallo,

    Ijsselmeer ist ja gross, wir liegen in Makkum und uns hat die Firma Miedema aus Makkum diesen Herbst eine Eberspächer Dieselheizung eingebaut. Wir waren sehr zufrieden. Sauber, alles hat geklappt und Preis i.O.

    Gruß Stefan

  6. #6
    Registriert seit
    14.03.2005
    Beiträge
    10.487

    Standard

    Die Liste von Norbaer ist lang genug.
    Es kommt jedoch dazu das die Heizungen eine Zumutung für den Nachbarn sind. Sollen die Nachbarn sich nicht so anstellen? Nee, Leute.
    Es gibt doch Alternativen.
    Ein Diesel- oder Petroleumofen arbeitet geräuschlos und ohne Strom mit ordentlicher Leistung. Nicht nur für den Salon muckelig warm zu machen reicht das vollkommen
    Und wenn es schon so ein Pumpen-Gebläse-Schläuche-Etagenheizungs-Ungeheuer sein muss, dann bitte mit ordentlichem Schalldämpfer.
    Gruß Franz

  7. #7
    Registriert seit
    11.05.2005
    Ort
    Mettmann
    Alter
    58
    Beiträge
    10

    Standard Heizung

    Hallo Norbert und Stefan,
    danke für die Antworten. Ich werde mal schauen, ob ich mit der Firma Nautisch Kwartier kontakt aufnehme. Werde mal die Adresse mir suchen.

    Auch mit der Firma Miedema in Makkum werde ich mal kontakten. Wir selber liegen in Andijk, also wirklich nicht weit weg von beiden.

    LG
    Raimond
    Ada gula - ada semut

  8. #8
    Registriert seit
    13.06.2002
    Ort
    HH
    Beiträge
    2.076

    Standard

    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Es kommt jedoch dazu das die Heizungen eine Zumutung für den Nachbarn sind.
    wieso?

    Von einer ordentlich eingebauten Luftheizung hört man außerhalb des Schiffes nichts, in der Kajüte nur ein leises Brummen, im Vorschiff nur noch ein leises Rauschen.

    Bei 44 Fuß würde ich aber ernsthaft über die Installation einer Wasserheizung nachdenken, sofern man das komplette Schiff von achten bis vor beheizen möchte. Durch die notwendigen Schlauchlängen kann es passieren, daß im Vorschiff nichts mehr ankommt. Aber das kommt ganz auf die Einbausituation an. Wenn das Heizgerät (vernünftig!) mittschiffs eingebaut werden kann, dann sieht das schon ganz anders aus.

    Ansonsten kann ich Norbert nur beipflichten, ich würde allerdings 100er Schlauch (sofern heute noch erhältlich ?!) durchgehend verlegen.
    Geändert von cr838 (26.10.2009 um 10:00 Uhr)
    Mast- und Schotbruch,

    Jürgen

  9. #9
    Registriert seit
    05.01.2005
    Beiträge
    4.852

    Standard

    Zitat Zitat von cr838 Beitrag anzeigen
    wieso?

    Von einer ordentlich eingebauten Luftheizung hört man außerhalb des Schiffes nichts, in der Kajüte nur ein leises Brummen, im Vorschiff nur noch ein leises Rauschen.

    Bei 44 Fuß würde ich aber ernsthaft über die Installation einer Wasserheizung nachdenken, sofern man das komplette Schiff von achten bis vor beheizen möchte. Durch die notwendigen Schlauchlängen kann es passieren, daß im Vorschiff nichts mehr ankommt. Aber das kommt ganz auf die Einbausituation an. Wenn das Heizgerät (vernünftig!) mittschiffs eingebaut werden kann, dann sieht das schon ganz anders aus.

    Ansonsten kann ich Norbert nur beipflichten, ich würde allerdings 100er Schlauch (sofern heute noch erhältlich ?!) durchgehend verlegen.
    Ich kenne aus Langfahrtseglerkreisen eigentlich nur die Aussage, dass der größte Fehler an Bord Wasserheizkreisläufe sind ...

  10. #10
    Registriert seit
    01.09.2005
    Beiträge
    1.860

    Standard

    Ich hab' den Einbau (Luftheizung Eberspächer D90S) auch selbst erledigt. Es gibt, neben den schon genannten, noch einige weitere Fallstricke:

    1. Um überhaupt eine Chance zu haben, dass Vorschiff (und damit meinen Schlafplatz) mitzuheizen, musste die S-Version mit verstärktem Gebläse verbaut werden. Diese aber ist deutlich lauter im Warmluftstrang als die Standardversion. Im Ergebnis war nach den ersten nächtlichen Starts der Heizung jedesmal die gesamte Besatzung wach. Es musste also ein voluminöser Schalldämpfer für die Warmluftseite nachgerüstet werden, der fast so viel Platz wie die Heizung selbst benötigt. Der Schalldämpfer selbst ist allerdings so wirkungsvoll, dass nun die Kaltluft-Ansaugseite störendes Geheul produziert. Ein geeigneter, weiterer Schalldämpfer ist leider nicht mehr unterzubringen - mit dem Lärm beim Start der Heizung werden wir (und vor allem unserer Nachlieger) in Zukunft wohl leben müssen.

    2. Nach schlechten Erfahrungen (siehe Nelsons aktuellen Thread zu diesem Thema) empfehle ich dringend den Einbau eines einfachen Dieselfilters, ansonsten können schon kleinste Mengen Dreck das Mini-Filter im Ansaugstutzen der Pumpe zusetzen. (Diesen Fehler habe ich eine gefühlte Ewigkeit gesucht: mal startet die Heizung, mal nicht, mal geht sie schnell, mal langsam wieder aus ...)

    3. Auch die Auswahl des Thermostats will wohl überlegt sein: Die angebotene Zeitschaltuhr ist recht aufwendig zu verdrahten und benötigt auch noch zusätzliche Temperatursensoren. Leider leistet sie nicht, was ich mir davon versprochen hatte: eine zeitgesteuerte Anhebung der Innentemperatur, z.B. morgens vor dem Aufstehen. Sie kann die Heigzung lediglich zeitgesteuert starten und muss dazu bei jedem Trennen von der Batterie aufwendig neu programmiert werden.

    4. Lange Leitungen und zahlreiche Biegungen führen oft erst dann zu Problemen, wenn es nachts draußen kalt wird und die Heizung wirklich benötigt wird. Dann nämlich kann es vorkommen, dass der Luftdurchsatz bei gleichzeitig hoher Heizleistung so klein wird, dass die Übertemperatursicherung den Brenner solange abschaltet, bis sie manuell wieder gestartet wird. Man sollte also die Strömungs-Widerstandswerte für die im eigenen Boot vorgesehene Installation sorgfältig ermitteln. Man wird dabei festellen, das es auch mit einer sehr leistungsfähigen Heizung fast unmöglich ist, alle Kabinen gleichmäßig zu erwärmen.

    5. Lange Leitungen führen fast zwangsläufig durch irgendwelche Stauräume, die möglicherweise nicht ohne weiteres mit der erhöhten Temperatur zurechtkommen. Dazu zählen neben den Lebensmittelstauräumen vor allem die Batteriekästen. Um einer Überladung einzelner oder gar aller Batterien vorzubeugen, muss bei durch Warmluftleitungen zwangsweise mitbeheizten Batteriekästen unbedingt ein Temperatursensor in die Laderegler integriert werden. Die üblichen Bleiakkus haben einen Temperaturgradienten von etwa -20mV/Grad. Das bedeutet bei nur 20 Grad Temperaturunterschied eine Erniedrigung der Ladeschlussspannung um 0.4 V. Auf diese Weise kann man ganz schnell und unbemerkt eine an sich gesunde Batterie in wenigen Nächten garkochen.

    Zusammengefasst muss also gesagt werden, dass der fachgerechte und dauerhaft zufriedenstellende Einbau alles andere als einfach ist. Wer allerdings die Zeit und die Nerven dafür investiert, spart nicht nur viel Geld, sondern kann sich auch auf einem Törn im Spätherbst oder Frühjahr bei richtig schlechtem Wetter auf eine trockene und behagliche Kajüte freuen.

    Handbreit ...
    Geändert von 4five (26.10.2009 um 13:28 Uhr)

Ähnliche Themen

  1. Einbau-Diesel Volvo zu verkaufen
    Von confi-kiel im Forum Privater Verkauf
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 11.09.2007, 17:48
  2. Einbau Innenborder Diesel
    Von R.Müller-Arnold im Forum Fragen, Antworten & Diskussionen
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 21.08.2006, 20:15
  3. Einbau einer Bilge etc... in einer Leisure 17
    Von palstek im Forum Fragen, Antworten & Diskussionen
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 24.06.2003, 08:08

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •