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  1. #1
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    Standard Wer hat Erfahrung & Tipps zum mobilen Strahlen eines GFK Unterwasserschiffs

    Liebe Segelfreunde,

    ich wünsche euch ein tolles neues Jahr und eine super Segelsaison 2019.
    Ich mache mir gerade Gedanken darüber, wie ich mein Unterwasserschiff (Bavaria 34, Bj. 2002) für einen Farbneuaufbau
    von seinen Altlasten befreie. Ich möchte den Rumpf von Antifouling und seiner Osmoseschutz-Grundierung befreien und danach neu aufbauen. Ich würde mir die Arbeit der Farbentfernung gerne erleichtern und denke über die Beauftragung eines mobilen Service Unternehmens nach, das sich auf das Strahlen spezialisiert hat. Ich habe keine Ahnung ob es hier Firmen im Raum Fehmarn / Ostholstein gibt und ob es überhaupt ratsam ist, solche Firmen in Anspruch zu nehmen. Ich habe auch keine Vorstellung von den anfallenden Kosten für ein Boot meiner Größe (Länge 10,80m). Vielleicht habt ihr Erfahrungen und könnt mir dazu Tipps geben. Ich werde auch zur Boot Düsseldorf fahren und erhoffe mir dort Firmen zu finden, die mir zu diesem Thema weiterhelfen können.

    Danke & Gruß

    Olli

  2. #2
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    Standard

    Frag mal bei WREDE an, in Neustadt oder Wedel. Die haben so etwas mal angeboten. Schleifgut ist festes CO2.

  3. #3
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    Allerdings ohne eigene Erfahrungen, nur durch Zufall mal gefunden:
    http://www.re-move.de/
    auf Fehmarn in Verbindung mit
    https://www.bootsbau-weissbach.de/ya...sarbeiten.html

  4. #4
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    Da gibt's hier:

    http://www.strahlemann.net/

    einen, der hat vor einigen Jahren in unserem Verein ein paar Boote gemacht. Wie deren Rumpf nun ganz genau aussieht, kann ich nicht sagen. Schwimmen tun sie jedenfalls noch.
    Ich will den im Frühjahr meinen Kiel strahlen lassen.

  5. #5
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    Wende dich an Joachim Weissbach!
    Qualitätsarbeit!

  6. #6
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    Zitat Zitat von odeutschbein Beitrag anzeigen

    Ich möchte den Rumpf von Antifouling und seiner Osmoseschutz-Grundierung befreien ......

    Olli


    Warum denn letzteres ?



    .

  7. #7
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    remove hat bei uns sogar einen Holzrumpf gestrahlt. Und das wirklich astrein.

  8. #8
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    Zitat Zitat von odeutschbein Beitrag anzeigen
    Liebe Segelfreunde,

    ich wünsche euch ein tolles neues Jahr und eine super Segelsaison 2019.
    Ich mache mir gerade Gedanken darüber, wie ich mein Unterwasserschiff (Bavaria 34, Bj. 2002) für einen Farbneuaufbau
    von seinen Altlasten befreie. Ich möchte den Rumpf von Antifouling und seiner Osmoseschutz-Grundierung befreien und danach neu aufbauen. Ich würde mir die Arbeit der Farbentfernung gerne erleichtern und denke über die Beauftragung eines mobilen Service Unternehmens nach, das sich auf das Strahlen spezialisiert hat. Ich habe keine Ahnung ob es hier Firmen im Raum Fehmarn / Ostholstein gibt und ob es überhaupt ratsam ist, solche Firmen in Anspruch zu nehmen. Ich habe auch keine Vorstellung von den anfallenden Kosten für ein Boot meiner Größe (Länge 10,80m). Vielleicht habt ihr Erfahrungen und könnt mir dazu Tipps geben. Ich werde auch zur Boot Düsseldorf fahren und erhoffe mir dort Firmen zu finden, die mir zu diesem Thema weiterhelfen können.

    Danke & Gruß

    Olli
    Deine Bavaria ist gerade mal 16 Jahre alt, im Grunde noch "jungfräulich" was das Laminat und den Beschichtungsaufbau betrifft.
    Grundsätzlich, eine Bavaria erfordert auch als Dauerwasserlieger im Mittelmeeraum, tropischen Belastungen keinen Osmoseschutz. Im Gegenteil, mit einen solchen Osmoseschutz bei einer neuen Bavaria der noch nicht erfunden wurde (Ausnahme einer Opferbeschichtung wenn erforderlich), schadest Du dem Gelcoat mehr als er nützt. Der hochwertigste osmotische Schutz ist nun mal der Gelcoat, der unsinnigerweise geschwächt wurde und mit einer Beschichtung geringerer Feuchtedichte überschichtet wurde. Ich vergleiche eine solche Vorgehensweise immer damit, wenn einer seinen neuen Daimler erhält, dann kommt ein Verkäufer und meint, ....schleife den Lack gründlich an denn der taugt nichts und streiche eine Rostschutzfarbe damit der Daimler nicht mehr rostet.
    Du schreibst, dass es erforderlich ist, das Unterwasserschiff von den Altlasten zu befreien. Standard wäre gewesen, den Gelcoat mit einen Anstrich einer 1 K. Vinylgrundierung von Hempel, Jotun, Tenax, Nippon, BASF usw. zu versiegeln, um die Eigenschaften des Gelcoat zu erhalten, da genügt ein dünner Anstrich mit Vinyl, darauf ein selbstabschleifendes Mehrjähriges Antifouling von Hempel bis International, das je ach Auslastung alle 2 - 4 Jahre überschichtet wird. Bei dieser Vorgehensweise hätten wir auch nach 25-30 Jahren nur im geringe Altlasten, da die nutzlose Trägerkomponenten nur geringfügig angereichert wird.

    Mache nicht einen weiteren Fehler, die Altlasten durch strahlen zu beseitigen, denn damit perforierst Du nicht nur den Gelcoat, sondern auch die darunter liegende Barriere. Es gibt zahlreiche Firmen die Versprechungen abgeben, dass der Gelcoat dabei nicht beschädigt wird. Auch strahlen mit CO2 würde den Gelcoat perforieren wie einen Schweizer Emmentaler. Ist Deine zusätzliche Epoxidbeschichtung nicht großflächig beschädigt, dann sollte die auch nicht beseitigt werden, den das schadet dann mehr als es nützt. In diesen Fall wäre es dann erforderlich, den Gelcoat und die Barriere weitgehend zu beseitigen und mit 2 Lagen 0,1 mm Laminat zu laminieren, spachteln und mit einer Reinepoxid zu versiegeln. Die Firma Wrede in Hamburg kalkuliert für solche Arbeit mit 7 Jahren Gewährleistung für den laufenden Bootsmeter ca. 1000,- bis 1200,- Euro zzgl. Mwst.

    Ich nehme an, Du hast viele Ratschläge von Bootsnachbarn, oder auch manchen Forenteilnehmer, Pflegediensten, auch Anstreicherfirmen erhalten und hast den Empfehlungen geglaubt. Das Ergebnis sind jetzt die Altlasten bei nur einen 16 Jahre alten Boot, mit erheblichen zu erwartenden Applikationsproblemen.

    Wenn Du mehr wissen möchtest, dann solltest Du Dich wirklich vorher ausführlich informieren, denn Deine Bavaria ist mit 16 Jahren noch viel zu wertvoll um nach einen schweren Fehler, einen noch einen größeren Fehler zu machen.

    Abhilfe:
    Beize die 1 K. Altschichten ab, reinige z.B. dann gründlich mit Algosan, nachreinigen mit einer groben Stahlwolle, vor dem beschichten mit technischen Aceton entfetten und entfeuchten, 1 x mit Vinyl rollen, darauf dann bei Saisonwasserlieger 1 Anstrich, Jahreswasserlieger 2 Anstiche eines mehrjährigen Antifouling, mehr ist nicht erforderlich. Diese Produkte sind bei Jotun, Hempel, Tenax, Nippon, oder auch BASF erhältlich. Du musst aber vorher genau wissen was Du brauchst.

    mfG

  9. #9
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    Moin Engel,

    sehr interessant ! Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Lässt mich über meine geplante Aktion noch
    einmal nachdenken. Bis jetzt ist ja noch nichts am Unterwasserschiff unternommen worden. Wenn es tatsächlich
    so ist, wie du es hier berichtest, dann wäre das Abtragen des AF's mir Klinge und Beize sogar in Eigenregie zu
    erledigen. Danach den Rumpf fein anschleifen, reinigen und mit einem Primer versehen, bevor das neue AF gerollt wird.

    Der Stahlkiel wird dann wohl die Herausforderung ihn in Eigenregie komplett auf den blanken Stahl von allen Beschichtungen zu befreien und ihn im Anschluss richtig zu versiegeln. Die Kielnaht müsste dann auch nach der Aktion neu gemacht werden.

    Muss ich mir wirklich überlegen. Fakt ist, dass das alte AF nicht mehr hält und es muss runter, da logischerweise neues AF auf dem Untergrund auch nicht halten wird.

    Gruß

    Olli

  10. #10
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    Hallo Olli,
    der Gelcoat ist der wichtigste osmotische Schutz und der sollte erhalten werden. Daher wäre abbeizen die beste Lösung ohne den Gelcoat zu beschädigen. Das Yachstrip z.B. schafft in einen Durchgang mehr als 10 Lagen, dann mit Wasserverdünnen und nachbeizen, die Reste lassen sich mit einer groben Stahlwolle beseitigen so dass das Unterwasserschiff wieder jungfräulich ist. Das ist natürlich eine Drecksarbeit, die aber selbst verschuldet wurde. Es muss doch wirklich keiner jedes Jahr einen neuen Antifoulinganstrich auftragen, wenn es seit mehr als 25 Jahre mehrjährige selbst abschleifende Antifoulings gibt. Wir kalkulieren z.B. in der Adria bei 2 Anstrichen, Dauerwasserlieger, Segelyacht einen Bewuchsschutz von 3-4 Jahren. Z.B. auch das signalblaue Antifouling der Gorch Fock wird nur alle drei Jahre erneuert. Da es eine Sonderabfüllung ist, ist es um ca. 20% teurer. Im Ostseeraum, Saisonwasserlieger ist nur 1 Anstrich für mehr als 2 Jahre erforderlich. Farben wie weiß oder signalblau sind da nicht geeignet. Antifoulings wie z.B. Takatta Classic, Sea Quantum Ultra, Sea Qautum LL, nur um ein paar zu nennen, die auch nicht mehr kosten sind alle selbst abschleifend, selbst glättend und mehrjährig und haben einen erheblich besseren Bewuchsschutz. Wenn Du die Altschichten alle beseitigt hast, reinige den Gelcoat mit Trychloräthylen oder mit reinen 99,5% Aceton. Damit beseitigst Du die Reste vom Paraffinen und vorhandener Trennmittel beseitigst.

    Warum besonders im Norden jedes Jahr mit Begeisterung neu gestrichen wird, warum für Saisonwasserlieger PTFE-Antifoulings verwendet werden die nur für Trailerboote mit kurzen Wasserliegezeiten geeignet sind und einer nicht mehr los wird, dann noch der Osmoseschutz, eine Erfindung der Werbung kann ich beim besten Willen nicht verstehen. Da wird mit Begeisterung der Gelcoat noch geschliffen, dabei die Parafine schön gleichmäßig verteilt, mancher streicht dann noch 6 Lagen Gelshield was bei einen neuen Boot mehr schadet als nützt.

    Auch Dein Stahlkiel ist kein Problem. Bei Bavaria haben wir es mit einen minderwertigen, mit Phophor und Schwefel verunreinigten Stahlguss zu tun. Solche Stähle altern von innen heraus. Eine Beschichtung mit Zinkoxiden, Eisenglimmer, Multicoat würde den Korrosionsprozess verlangsamen, steht aber in keinen Verhältnis. Die geforderten Standzeiten von 15 Jahren werden auch mit einer solchen Beschichtung bei minderwertigen Stahlguss nicht erreicht. Mache den Kiel mit der Flex, grobe Putzscheibe sauber, streiche einmal einen Zink-Chlorkautschuk-Primer, kostet nicht viel, wenn der handtrocken ist, dann mit einen Antifouling überschichten das Zinkoxide enthält. Da die mehrjährigen SPC-Antifoulings alle Zinkoxide enthalten, ist kein extra Antifouling erforderlich. Unsere Erfahrung in der Adria Dauerwasserlieger ist, dass nach 3 Jahren vereinzelt die Korrosion bei der Bavaria am Kiel wieder durchbricht. Die Bereiche mit der Flex grob überschleifen, den überschliffenen Bereich mit Chlorkautschuk wieder einstreichen, dann Antifouling, das geht einfach und schnell. Das Teakdeck bei der Bavaria wenn vorhanden, streiche jedes Jahr einen Hydro - UV-Schutz, dann kann das auch nicht verrotten und überlebt Dein Boot.
    Gruß Engel
    Geändert von Engel (23.01.2019 um 19:30 Uhr)

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