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  1. #1
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    Standard Neue SUN FAST 3300 -- zweimal konkav

    Jeanneau stellt im Frühjahr 2019 die neue SUN FAST 3300 vor.
    Das Schiff hat diesen modern geshpapten Aufbau wie wir ihn v. der POGO 36 und der neuen JPK bereits kennen. Mast weiter achtern und all die weiteren, heute üblichen Features eines Racer/ Cruisers hat sie auch.
    Eine "Neuheit" sind die vorderen und achteren Rumpfsektionen --sie sind leicht konkav.

    https://www.jeanneau.fr/articles/141...-sun-fast-3300


    Was bringen diese hohlen Flächen ?
    In den 80er Jahren hat u. a. der Duisburger Zahnarzt und Bootsbau/ Design - Autodidakt Mader mit konkaven Achterschiffen experimentiert. Die Leichtwindeigenschaften seiner Zoomjollen sind legendär.
    Auch heute haben einige Lotsenboote spezielle Rumpfformen mit konkaven Achterschiffen. Diese Schiffe laufen bei minimalem Verbrauch und minimaler Wellenbildung recht schnell.
    Ich denke es führt hier zu weit das dahinterstehende Prinzip zu erklären.

    Was nun die SUN FAST betrifft -- bisher gibt es natürlich sehr wenig Infomaterial, so wiederholt z.b. YACHTonline , wie auch alle anderen Magazine und E-zines nahezu wortgetreu obige Info aus Jeanneaus Pressemitteilung:

    "....während Guillaume Verdier die Rumpflinien und die Rumpfanhänge über CFD-Programme (Computational Fluid Dynamics) perfektioniert. Für das Konzept zeichnen beide Konstrukteure verantwortlich. Speziell ist die konkave Formgebung am Rumpf im Bugbereich und vor allem achten unter der bereiten Heckpartie. Diese "Beulen" sollen für eine bessere Verteilung des dynamischen Drucks sorgen und beim Segeln insbesondere im Heckbereich deutlich mehr Auftrieb generieren, was letztlich die benetzte Oberfläche verringert. Damit das Boot deshalb nicht zu stark über die Front abtaucht, fällt die Bugsektion ebenfalls extrem voluminös aus"

    Mal sehen ob und was da demnäxt kommt. Eine Risszeichnung wäre schon
    Auf der BOOT werde ich mal bei Jeanneau nachbohren, YACHT online schreibt :

    "Jeanneau wird auf der Messe in Düsseldorf alle Interessierten über das Projekt Sun Fast 3300 informieren und auch Pläne, Rendings und Modelle zeigen können."
    Geändert von supra (16.01.2019 um 00:13 Uhr)

  2. #2
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    Solche Formen haben auch andere Schiffe, wie viele Minis ( meist nur achtern), wobei der Pogo3-Mini sogar vorn und hinten, die Rommel-Schiffe ( achtern ) etc. Es fördert das frühere Angleiten und stabilisiert das Schiff.
    Miteigner oder Verkauf Pogo40 : https://www.boat24.com/de/segelboote/pogo/pogo-40/detail/412999/

  3. #3
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    Zitat Zitat von jofraja-3 Beitrag anzeigen
    Es fördert das frühere Angleiten und stabilisiert das Schiff.

    Unverbindlich umschrieben


    Anders ausgedrückt :
    Es geht um Minimierung, Vermeidung des positiven Trimmwinkels für ein günstigeres Lift/Drag Ratio.
    Geändert von supra (16.01.2019 um 12:12 Uhr)

  4. #4
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    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    ……..

    Was bringen diese hohlen Flächen ?
    …….
    Das konnte man Anfang der 80er bei der Jeanneau Rush sehen: Gute am-Wind-Eigenschaften, allerdings weniger Kojen

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  5. #5
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Jeanneau Rush

    Gruß Franz


    Nein, nur konvex

    https://uszkodzone24.com/wp-content/...-segelboot.jpg


    https://uszkodzone24.com/wp-content/...-segelboot.jpg

    Die Rush ist gut ihn " ihr Wellensystem" ( Rumpfgeschwindigkeit) gezeichnet --bei jeder Krängung.

    https://www.palstek.de/produkte/jeanneau-rush

    "Symmetrische Spindeln" , wahrscheinlich laufen diese Ron Holland Rümpfe rückwärts genauso leicht, gut ---aber eben nur bis zur Rumpfgeschwindigkeit










    .
    Geändert von supra (16.01.2019 um 19:15 Uhr)

  6. #6
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    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    Nein, nur konvex

    …....
    Nur eine Frage des Blickwinkels. Hinzu kommt, dass der Wasserpass den Blick verfälscht, der liegt ca. 10 cm über der Wasserlinie.

    Sicher bleibt sie in ihrem Wellensystem, aber gleiten hoch am Wind tun die modernen auch nicht. Die Rush ist auch nach heutigen Begriffen eine Berg-auf-Maschine, aber halb oder raumer muss sie die modernen ziehen lassen.

    Gruß Franz
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Geändert von grauwal (16.01.2019 um 20:22 Uhr)
    halber Wind reicht völlig

  7. #7
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    Der Grund für diese Form liegt aber in der IOR Formel begründet - sprich man wollte eine kurze Wasserlinienlänge für die Vermessung und eine viel längere zum Segeln - da gab es dann ganz schreckliche Beulen hinten. Das ist bei der Rush noch ganz nett. Stabilitätstechnisch oder gar für's Angleiten war das nicht gedacht - dafür wurde bei der geringen Breite an der Stelle nicht genügend Auftrieb erzeugt.
    Miteigner oder Verkauf Pogo40 : https://www.boat24.com/de/segelboote/pogo/pogo-40/detail/412999/

  8. #8
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    Zitat Zitat von jofraja-3 Beitrag anzeigen
    Der Grund für diese Form liegt aber in der IOR Formel begründet - sprich man wollte eine kurze Wasserlinienlänge für die Vermessung und eine viel längere zum Segeln - da gab es dann ganz schreckliche Beulen hinten. Das ist bei der Rush noch ganz nett. Stabilitätstechnisch oder gar für's Angleiten war das nicht gedacht - dafür wurde bei der geringen Breite an der Stelle nicht genügend Auftrieb erzeugt.

    Richtig, genaugenommen ist es eine Dellle, sie ist bei Profilzeichnungen im Ruderbereich zu sehen. Der Kielsprung macht da einen schönen S-Schlag. Insbesondere bei Schiffen mit schmalstem Spiegel geht diese Delle bis über die WL--siehe Franzens Rush. Glücklicherweise liegt der konkave Bereich über der Rush genau bei der Heckwelle . Bei Krängung entpricht diese Delle genau der Kontur der Heckwelle. Das meinte ich weiter oben mit " genau in ihr Welle nsytem gezeichnet" .

    Der Vollständigkeit halber sei angemerkt dass die letzte Generation Vierteltonner ( also jene "gleitfähigen" mit Trapezspant vorn und breiterem Spiegel ) diese Delle aus vermessungstechnischen Gründen oft auch noch hatten. Durch ihre größere Breite wirkte diese Delle beim Angleiten ähnlich wie eine Trimmklappe -- sie hob das Heck, sorgte so für günstigeren Anströmwinkel der vorderen "Gleitflächen".

    Womit wir eigentlich schon bei der Erklärung des Effekt eine Delle im Kielsprung , im "Bootsboden" sind-- sie liftet.
    Sie hebt den Rumpf an dieser Stelle an--Bernoulli umgekehrt.
    Der oben bereits erwähnte Dr. Mader beschreibt seine Maderform denn auch als Nurflügel.

    Der Designer der Beneteau Verdier hat diesbezüglich schon Erfahrungenan mit den Schwimmern seiner Trimarane gemacht, auch deren achtere Sektionen waren konkav.
    Der Effekt des Liftens tritt übrigens nicht erst bei höheren Geschwindigkeiten ein, auch unterhalb der Rumpfgeschwindigkeit geht da schon was. Hier liegt dann auch der Grund f. die erstaunlichen Geschwindigkeit der Zoomjollen Maders bei Leichtwind.


    P.S.
    Beulen gab es bei IOR , zumindest zeitweise, auch. Um im Vorschiff das geforderte Gurtmaß zu erreichen spachtelte man tatsächlich Beulen , so größ wie Zinkanoden auf. Weil aber das Gurtmaß so z. Kettenmaß wurde , wurde das schnell verboten.
    Geändert von supra (18.01.2019 um 16:33 Uhr)

  9. #9
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    Zitat Zitat von jofraja-3 Beitrag anzeigen
    Der Grund für diese Form liegt aber in der IOR Formel begründet - ……..
    Stimmt. Die o.a. Rush verlängerte bei Fahrt ihre Wasserlinie um fast 80cm.
    Die IOR Formel revolutionierte den Yachtbau. Die Vorstellung, dass schnelle Schiffe unbedingt schlank und lang sein mussten wurde widerlegt. Es entstanden schnelle Schiffe, die relativ klein waren. Das Ziel, schnelle Regattaschiffe zu bauen, die bezahlbar blieben, wurde jedoch grandios verfehlt. Das führte letztlich zum Ende der IOR.
    Es entstanden Boote, die gar nicht mal schnell waren, aber glänzend vermaßen, die gesegelte Zeit geriet völlig in den Hintergrund. Jedes Jahr entstanden Boote mit trickreichem Ratig. Um vorne mit zu segeln brauchte man ständig ein neues Schiff.
    Wegen ihrer großen Breite eigneten sich die erfolgreichen Exemplare gut um daraus schnelle Tourenschiffe zu machen.
    Ein erfolgreichen Halbtonner von Ron Holland wurde von Jeanneau gezähmt und auch als schnelles Tourenboot ein Renner. Der Rumpf blieb, die Einrichtung beschränkte sich auf das Wesentliche, das Rigg simplifiziert und fertig war der Cruiser Racer.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  10. #10
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    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    ……..

    Womit wir eigentlich schon bei der Erklärung des Effekt eine Delle im Kielsprung , im "Bootsboden" sind-- sie liftet.
    Sie hebt den Rumpf an dieser Stelle an--Bernoulli umgekehrt.
    …...
    Richtig, die Strömung folgt dem konkaven Rumpf (coanda?) und die Strömung verlangsamt sich, der Druck steigt und hebt das Deck.
    Die Bürzelkante des typischen Ron Holland Hecks blieb immer so gerade an der Wasseroberfläche. Die Rumpfgeschwindigkeit wurde übrigens öfter für längere Zeit überschritten (>9kn) ohne dass man von Gleiten reden kann.
    Durch das eingeschnürte Heck wurde eine Heckkajüte verhindert, die auch schon in der IOR-Zeit gang und gäbe war.



    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

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