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  1. #21
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    Warum muss der SD auf jeden Fall ausgebaut werden ?
    Wenn über dem Motor ausreichend "Luft" ist und man den im hinteren Lager gelösten SD mindestens 10 cm gehoben bekommt, braucht da nichts ausgebaut zu werden. Außenmanschette weg, äußeren Manschettenring unter Getriebe lösen, SD wie vorstehend beschrieben heben, Motor hinten abfangen, Hebevorrichtung weg, von außen 10 Imbusschrauben entfernen, SD maximal absenken. Nun von innen 3 Imbusschrauben unter der Platte rausdrehen, Platte entfernen, jetzt den äußeren Stahlring zusammen mit der Manschette rausziehen. Neue Manschette samt Stahlring unter Getriebe schieben, Dichtung von der unteren Platte entfernen, neue Dichtung mit Getriebeöl einstreichen (damit sie bleibt wo sie sein soll) und Platte unter Manschette in Position bringen, 3 Imbusschrauben mit Loctite gesichert eindrehen, Manschette sitzt nun wieder unter dem Getriebe, SD aus dem Brunnen heraus gegen die Platte schieben, 10 Schrauben gesichert rein, SD wieder mit Heber leicht anheben, Abfangung unter Motor raus, SD absenken, innen Stahlring verschrauben, Öl rein, fertig.
    Gruß steuermann

  2. #22
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    Wie schon erwähnt hängt das sehr vom Modell ab. Bei der Bavaria 44 ist höchstwahrscheinlich ein SD120 bzw SD130 eingebaut. Was bei der Bavaria sicher nicht geht ist hinter dem Motor wie beschrieben erträglich zu arbeiten, da ist einfach kein Platz. Daher muß der Motor vom Getriebe getrennt-, und nach vor verholt werden.
    Wer es unbedingt auf die im letzten post beschriebene Methode machen will kann es ja probieren, aber Zeitersparnis kann ich mir da nicht vorstellen, man fingert sich zum Krüppel.

    Bastler basteln eben, Werkstätten machen es effizient. In meinem Fall jedenfalls hätte ich keine andere Methode gesehen als den Motor vorzurücken und das SD-Bein nach innen wegzuheben. Bei der Gelegenheit kann man auch die Simerringe vom Propellertrieb überprüfen bzw. wechseln, da dieser ohnehin runter muß, sonst geht das nicht durch den Schacht(Brunnen). Nebenbei kann man den Motorraum und den Brunnen einmal gründlichst reinigen. Man kommt auch zu Teilen dazu, die man sonst nur umständlich ausbauen und überprüfen kann, das sind so die brauchbaren Nebeneffekte.

    Trotzdem ich jetzt weiß wie es geht und was es kostet würde ich beim nächsten Wechsel wieder einen Fachbetrieb beauftragen, obwohl ich ein DiY-fan bin, es ist einfach eine Gewichtssache...

    Nur so am Rande:
    Ich halte es ziemlich vermessen jedem Werkstättenbetrieb pauschal zeitschinden zu unterstellen, was es wiegt das hat's.

  3. #23
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    Den Manschettenwechsel habe ich im Frühjahr selbst durchgeführt (S130), letztlich ist das in einem guten Tag realisiert.
    Wichtig ist nur, das richtige Werkzeug parat zu haben:
    ist der Motor gelöst, sollte eine Talje mit Balken über dem Motor zur Verfügung stehen, so läßt er sich leicht bewegen.
    Drehmomentschlüssel ist bei der Montage der Dichtungen, und des Saildrives am Motor und Dichtring wichtig, es sollten auch lange Inbusstecknüsse zur Verfügung stehen.
    Die Demontage ist noch recht easy, friemelig wird es, Motor und Saildrive wieder zu verbinden, ich musste mehrmals den Motor weiter drehen, bis der "Stern" ins Getriebe passte. Da ich alleine war, konnte ich den Saildrive kaum verkanten, es musste letztlich passen.
    Wenn die einmal ineinander flutschen, ist der Rest, vorausgesetzt man hat gute Werkzeuge (s.o.) rel. schnell abgearbeitet.

    Den Wechsel hatte ich nach 8/9 Jahren durchgeführt, die Manschette hätte sicherlich noch 2-5 Jahre mitgemacht, der Zustand Alt und Neu war nahezu identisch. Ich hatte die Manschette Anfang 2018 gekauft mit Produktionsdatum 2017, Kosten etwa 250€, Listenpreis liegt bei ~320€. An Kosten kam noch der Ölwechsel hinzu...
    ciao

    Andreas

    immer eine Handbreit Kiel unter dem Wasser

  4. #24
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    Ciao Andreas! Wichtig ist noch, den Saildrive - beim Trennen vom Motor - abzustützen.
    Da gibt es im Saildrive seitliche Löcher, in die dann 2 Metallbolzen gesteckt werden. Diese werden dann mit passenden
    zugeschnittenen Holzklötzchen in der Nähe des Metallringes abgestützt.
    Auch 2 passende Holzleisten, auf denen dann der Motor wie auf Schienen nach vorne geschoben werden kann,
    gilt es vorher anzufertigen/zu besorgen.
    Wie Du schön schreibst, hat man alles passende vorbereitet, ist das kein Hexenwerk. Trotzdem:
    Die Demontage und Montage kostet Zeit...alles muss ab. Und wie @yippieaye schreibt, benötigt der "Brunnenschacht" einiger
    Aufmerksamkeit. Bei mir habe ich ihn komplett mit Epoxy neu ausgekleidet und anschließend die Basis für
    den Metallring schön plan geschliffen. Der Palstek-Artikel war auch eine gute Stütze...

    Grüße Marian

  5. #25
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    Zitat Zitat von steuermann Beitrag anzeigen
    Warum muss der SD auf jeden Fall ausgebaut werden ?
    Wenn über dem Motor ausreichend "Luft" ist Gruß steuermann

    Wo ist das schon der Fall? Es ist imho besser und wirtschaftlicher den SD auszubauen und im Cockpit oder auf einer Werkbank die Schrauben zu lösen, als im engen Motorraum.

    Eine gute Einbauanleitung für den Wechsel der Manschette liefert Volvo gleich mit oder kann hier herunter geladen werden.

    Nachtrag:
    Das mit dem Hyperlink scheint nicht zu klappen, hier der Link:

    http://www.farvela.it/public/volvo/m...evolvo2003.pdf

  6. #26
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    die VP-Anleitung zeigt es eigentlich ganz gut, zumindest bim VP S130 / S150 muss, wie unter 9c dargestellt, der Saildrive getrennt werden. Ob man den besser nach oben rauszieht, oder unten abbaut....

    Da der Motor erst 8-9 Jahre alt, war der Metallring als auch der Ausschnitt Brunnenschacht unproblematisch. Hier kann natürlich Arbeit anfallen.

    @Marian: Die Stützen, wie unter 13 habe ich natürlich auch ausprobiert. Da ich aber den Saildrive etwas verdreht hatte, passte der Stern nicht, und der Saildrive wurde vom Motor einfach weggedrückt. Da war es besser, den Motor mittels Balken über dem Niedergang und einer Talje anzuheben (quasi Großschot) , und mit dem Saildrive wieder zu verbinden, etwas ruckeln und die flutschten zusammen
    Die Talje machte es zudem leichter, alles zu positionieren
    ein befreundeter Schrauber wollte mir eigentlich einen Kettenzug leihen, war aber unterwegs, da half ich mir mit der Talje.
    ciao

    Andreas

    immer eine Handbreit Kiel unter dem Wasser

  7. #27
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    Hallo Alle,

    die links sind sehr hilfreich. Am Dienstag habe ich einen Termin in der Werft, um alle Details u besprechen.
    Ich werde berichten.
    Auf jeden Fall hier noch einmal ´Dank fürs helfen und die guten Tipps.
    Chris

  8. #28
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    Hallo nochmal,

    um das Thema abzuschließen, ich habe in Roompot (Kamperland) NL, jetzt für den Manchettenwechsel 2980 € bezahlt.
    Insgesammt Material für 1300€ und der Rest Arbeitsstunden. Ich war an zwei Tagen vor ort und habe gemeinsam mit einem Mechniker gearbeitet. Er hat dann am dritten Tag nur noch die Gummi Abdeckung von unten wieder angeklebt.
    :-)
    Chris

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