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  1. #1
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    Standard Ruder Reparatur 38''Segelboot

    Seit 2-3 Jahren dringt wegen eines Haarrisses Wasser in mein Ruder. Trotz Reparatur bemerkte ich durch eine kleine Bohrung am untersten Ende das immer noch Seewasser austritt. Nun würde ich gerne eine komplette Sanierung vornehmen.Kann mir jemand mit Tips, Leitfaden oder auch Videos (YouTube) weiterhelfen. Die Suchfunktion habe ich auch bemüht, aber mit wenig Erfolg.Schön wäre es auch wenn es auf deutscher Sprache geben würde.
    Mein Boot steht im Hafen auf dem Trockenen.
    Vielen Dank.

  2. #2
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    ich würde mal die Jungs von der SY 7seas anmailen. Die haben wohl auf ihrer Atlantikrunde das Ruder komplett in Einzelteile zerlegt und wieder zusammengebaut. Ist glaube ich eine Comfortina 38.
    https://www.youtube.com/channel/UC8O...7gJ_g/channels
    https://www.sy7seas.com
    Viel Erfolg
    Emil

  3. #3
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    Alternative
    Ist das Schiff nicht zu alt, es also noch Ersatzteile gibt, und der Standort des Schiffes weit vom Wohnort weg, rechnet es sich evtl. ein neues Ruderblatt bei der Bauwerft zu ordern.
    Für eine Reparatur allein bedarf es schon recht hohen Zeitaufwandes , auch das Trocknen bedarf Zeit, mehrere weite Anreisen ebenfalls.


    Nachtrag
    Für ein 38 Zoll Segelboot sollte es eigentlich in jedem Modellbauladen ein Ersatzruder geben
    Geändert von supra (31.01.2019 um 00:28 Uhr)
    Genialer Dilletant, Anna Lüses Bruder
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    Bob Ross kucken !

  4. #4
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    Ideale Winterarbeit: Ruder demontieren, auftrennen, Schaum entfernen, austrocknen, neu ausschäumen, wieder verschließen (laminieren) und Ruder wieder montieren. Nicht vergessen, den Haarriß ordentlich zu verschließen.
    Viele Grüße
    Markus

    -----------------------------------------
    http://www.segel-zeltlager.de

  5. #5
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    Das Problem bei dieser an sich völlig richtiger Vorgangsweise ist die Auftrennung des Ruders damit zwei Halbschalen übrig bleiben. Prinzipiell keine große Sache, aber es ist wirklich zeitintensiv und eine richtige Fummelei. Die Frage ist dann noch, ob überhaupt wieder Schaum hinein muss, kommt auf den inneren Aufbau des Ruders an. Ob ein neues Ruder (so überhaupt erhältlich!) nicht wirtschaftlicher ist, muss man durchkalkulieren.

    Mit etwas Kenntnissen in der Verarbeitung von Epoxy ist es aber machbar.
    Herzliche Grüsse aus Wien
    Peter

  6. #6
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    Ich lass das gerade von einem Yachtbauer machen.

    Im Prinzip hat man keine andere Chance, als das Laminat des Ruders runterzuschleifen und den Schaumkern freizulegen. Der müßte dann auch erstmal richtig trocken werden. Dann kommt neues Laminat drüber, Gelcoat drauf und fertig.

    Klingt schön einfach, dürfte es aber nicht sein. Wie er nun ganz genau macht, hab ich besagten Yachtbauer (noch) nicht gefragt. Ich vermute aber, dass man vor dem Runterschleifen erstmal eine Form abnimmt. Von beiden Seiten. In die Form werden dann die beiden Laminathälften rein laminiert, -wenn der Schaumkern trocken ist- auf diesen aufgeklebt und die Nahtstellen zulaminiert. Dann Schleifen und Spachteln bis zum Erbrechen.
    Deshalb habe ich das weggeben. Kosten für meine 34ger so um die eineinhalb Riesen. Auf PN gebe ich die Telefonnummer weiter.

    Ich mach dann Coppercoat drauf. Das schleift man dann vor dem ersten Wassern an und gut ist. Für Jahre.

  7. #7
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    Zitat Zitat von Arco1 Beitrag anzeigen
    Seit 2-3 Jahren dringt wegen eines Haarrisses Wasser in mein Ruder. Trotz Reparatur bemerkte ich durch eine kleine Bohrung am untersten Ende das immer noch Seewasser austritt. Nun würde ich gerne eine komplette Sanierung vornehmen.Kann mir jemand mit Tips, Leitfaden oder auch Videos (YouTube) weiterhelfen. Die Suchfunktion habe ich auch bemüht, aber mit wenig Erfolg.Schön wäre es auch wenn es auf deutscher Sprache geben würde.
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    Vielen Dank.
    Das ist bei den meisten GFK-Ruder die Normalität. Da meist ein Hartschaum oder Holzkern verwendet wird, wird die Feuchte im Ruder ständig angereichert. Feuchterwerte z.B. bei einer 10-15 Jahre alten Bavaria bis zu 30% sind normal, beeinträchtigen aber nicht die Festigkeit. Streiche das Ruder mit einen Vinylprimer, der ist elastischer als ein Epoxid und hat eine höher Feuchtedichte und lasse am unteren Ende das Seewasser austreten so dass sich kein Drücke im Ruder bilden können. Damit kannst Du sicherlich noch die nächsten 20 Jahre auskommen.
    Engel

  8. #8
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    Zitat Zitat von Vollmar Beitrag anzeigen
    Ich lass das gerade von einem Yachtbauer machen.

    Ich mach dann Coppercoat drauf. Das schleift man dann vor dem ersten Wassern an und gut ist. Für Jahre.
    Warum Coppercoat, das ist eine inaktive EP-Kupferfarbe (kann sich jeder für ein paar Euro selbst anmischen). Sind die Biozide an der Oberfläche verbraucht dann muss jedes mal neu angeschliffen werden. Wenn der Anwendungsfall nicht passt, dann schadet eine solche EP-Kupferbeschictung mehr als es nützt. Übrigens, VC17m ist auch nichts anderes, enthält aber zusätzlich PTFE - Teflon was die Bewuchsschutzeigenschaften erheblich verbessert und Du musst nicht alle paar Wochen schleifen.
    Engel

  9. #9
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    Zitat Zitat von Engel Beitrag anzeigen
    Das ist bei den meisten GFK-Ruder die Normalität. Da meist ein Hartschaum oder Holzkern verwendet wird, wird die Feuchte im Ruder ständig angereichert. Feuchterwerte z.B. bei einer 10-15 Jahre alten Bavaria bis zu 30% sind normal, beeinträchtigen aber nicht die Festigkeit. Streiche das Ruder mit einen Vinylprimer, der ist elastischer als ein Epoxid und hat eine höher Feuchtedichte und lasse am unteren Ende das Seewasser austreten so dass sich kein Drücke im Ruder bilden können. Damit kannst Du sicherlich noch die nächsten 20 Jahre auskommen.
    Engel


    Ich bin immer wieder erstaunt was sich mit Pönen so alles regeln lässt.



    Was meinst du mit " Drücke im Ruder" ?
    Hat man mit Wasser im Ruder mehr Ruderdruck ?


    .


    .
    Geändert von supra (01.02.2019 um 19:16 Uhr)
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  10. #10
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    Hallo Supra, was ist Pönen?, ein solches Wort kenne ich nicht einmal von unseren zahlreichen Afrikanern bei uns in Bayern.

    Ich habe geschrieben, Drücke im Ruder. Wir haben bei Polymeren immer eine Feuchtediffusion. Es dringt Feuchte ein und es entweicht Feuchte, so dass sich so weit wie möglich keine Drücke im Laminat aufbauen. Wir könnten z.B. mit einer Schuppenpanzer-Epoxid-Beschichtung von "Aussen" ein Ruder weitgehend dicht machen. Die Folge wäre, dass sich Drücke im Laminat aufbauen. Damit beschleunigen wir den Prozess dass sich die Poxide (Kontaktmittel vom Laminat) auflösen und es zur Trennung von Laminat und Harz kommt und somit das Ruder seine statische Festigkeit verliert. Da eine vollständige Trocknung des Ruder kaum möglich ist, ist es in der Regel besser, nichts zu machen.

    Das ist auch der Grund, dass GFK-Boote im Innenraum (ausnahme Bilge) nicht versiegelt werden, um eine Entfeuchtung nicht zu reduzieren. Mancher meint, das macht der Hersteller aus Sparsamkeit und versiegelt dann die Oberflächen mit einen 2 K. PU-Acryllack mit entsprechenden Folgeschäden.

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